Hallo,
ich suche den Austausch mit Frauen, denen es in ihrem Liebesleben ähnlich geht wie mir. Mir geht es so: Nach Jahren des aufregenden und meistens genießerischen Streunens habe ich endlich mit Ende 30 den besten Mann für mich kennen gelernt. Mit ihm bin ich glücklich, ich will ihn nie verlieren. Was ich aber nach einigen Jahren verloren habe, ist meine Lust auf Sex mit ihm. Und die fehlt mir! Ich will wieder eine ganz selbstverständlich sexuell aktive Frau sein.
Der Strang „Die Luft ist raus“ hat mir – vor allem durch Doros Beiträge dort – mal wieder gezeigt, dass ich nicht alleine bin mit diesem Phänomen. Offenbar bin ich nicht so monogam veranlagt, wie ich es selber gerne wäre und wie es meine jetzige Lebenslage verlangt (höchstens seriell monogam – was ich aber nicht mehr will). Eine offene Beziehung ist für uns keine Option.
Was tun? Wie kommen wir wieder in diesen unbefangen genießerischen Fluss, den ich mit den kurzfristigeren Partnern oder auch unverbindlicheren Affären kannte und liebte? Wie lenke ich meine Vorliebe für das Fremde, das Neue, das Kribbeln des Kennenlernens in meine inzwischen wohlvertraute Beziehung? Wie kriege und erhalte ich dauerhaft neue Lust auf denselben Mann auch ohne dieses Kribbeln?
Über diese Fragen suche ich das Gespräch mit Frauen, denen es so ähnlich geht. Am liebsten in einer geschlossenen Gruppe, da ich über eine so intime und persönliche Sache hier nicht öffentlich reden will. Wir könnten uns eventuell auch über Literatur austauschen.
Wer macht mit?
Doro habe ich schon per PN angefragt, bislang ohne Antwort. Aber es gibt bestimmt mehr als uns beide. Wenn sich ein paar ernsthaft Interessierte hier gefunden haben, würde ich eine Gruppe eröffnen.
Also, wer mag – meldet euch hier! Ich bin gespannt,
Gruß,
Too-Tikki
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 74
Thema: Sex trotz Liebe
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12.06.2015, 06:13
Sex trotz Liebe
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12.06.2015, 09:19
AW: Sex trotz Liebe
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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12.06.2015, 09:51
AW: Sex trotz Liebe
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12.06.2015, 10:29
AW: Sex trotz Liebe
Nein, wenn man lange genug den Kick des dauerhaften Schmetterlingsgefühls erhalten möchte, muss man rechtzeitig einen neuen Partner suchen. Das dürfte etwa so alle drei Monate sein. Es könnte aber trotzdem passieren, dass es Déjà-vus gibt, die einen schnelleren Wechsel erforderlich machen.
Um diese Hochgefühle zu steigern, macht fra das am besten aus einer bestehenden Partnerschaft heraus, das erhöht den Kitzel.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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12.06.2015, 10:32Inaktiver User
AW: Sex trotz Liebe
Opelius sei nicht so sarkastisch.
Ich bin auch schon ewig mit meinem Mann zusammen, aber wir haben noch immer Lust aufeinander.
Das liegt aber vielleicht auch daran, dass wir nicht alles zusammen machen, auch mal getrennt unterwegs sind, uns auch mal länger nicht sehen - beruflich bedingt.
Ansonsten - immer mal wieder was neues ausprobieren hilft auch!
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12.06.2015, 10:35
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12.06.2015, 12:33
AW: Sex trotz Liebe
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
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12.06.2015, 13:57
AW: Sex trotz Liebe
@ TE
Hab Dir auch eine PN geschickt.
Und lese mich jetzt hier mal ein...
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12.06.2015, 14:37
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12.06.2015, 14:59Inaktiver User
AW: Sex trotz Liebe
Schöner Strangtitel, der das Dilemma perfekt auf den Punkt bringt.
Tja, Patentrezepte gibt es wohl nicht, denn gerade all das, was Routine ist oder wird, lässt den gewünschten Rausch ja nun so gar nicht hervorrufen. Ich persönlich trenne inzwischen zwischen schönem, regelmäßigem, eher entspannten "Kuschelsex" und gelegentlichem "Höhenrausch", der aber in der Regel einer gewissen Vorbereitung bedarf. Mein Problem ist eindeutig eines, das auf zu viel Nähe zu dem Mann, den ich seit fast 17 Jahren liebe, beruht. Also heißt es, immer wieder eine Distanz herzustellen, in der das zarte Pflänzchen der Begierde Platz hat, wieder neu sprießen zu können.
Die Möglichkeiten sind vielfältig und sind nicht nur sexueller Natur: nicht zu viel aufeinender zu hocken, immer mal wieder etwas ohne den anderen zu unternehmen, um sich dann mit neuen Eindrücken wieder neu zu begegnen, ist sicher der Grundbaustein. Ich fahre z.B. gelegentlich gern allein in den Urlaub bzw. genieße meine Geschäftsreisen inzwischen sehr bewusst – inklusive Fremdflirten und mehr (was wir offen thematisieren, aber dahin war es ein langer gemeinsamer Weg) oder gehe allein oder mit Freunden aus.
Auch als sehr wirksam haben sich Rollenspiele herausgestellt. Nun sind wir beide aber auch echte Spielernaturen, das ist sicher nicht für jeden was. Ich habe z.B. für ihn als Sexcoach einen Workshop zu einer speziellen Praktik organisiert. So richtig mit Flipchart, Beamer und Whiteboard, vorherigem Fragenkatalog, über den er sich Gedanken machen sollte, mit klarer Agenda und Zeitrahmen, also zunächst nur Theorie, später dann der praktische Teil. Da wir solche Situationen durchaus beide beruflich kennen, war es einerseits sehr entspannt, andererseits eben aufgrund des Themas auch sehr aufregend. Man lernt den anderen mal von einer ganz anderen Seite kennen. Auch schön: sich "zufällig" in einer Hotelbar zu treffen und so zu tun, als lerne man sich gerade erst kennen (Alternativen sind Prostituierte/Freier oder Callboy/Geschäftsfrau).
Ansonsten hilft uns einfach jede Art von Abwechslung. Wir wechseln z.B. mehrmals im Jahr die Bettseiten bzw. stellen das Bett um. Schon so eine kleine "Störung" im eingespielten (bzw. eingefahrenen) Alltag kann eine Menge bewirken. Auch ein neues Duschgel/Deo/Parfüm bei ihm kann meine Sinne wieder neu anregen. Oder eben wirklich gemeinsam Dinge unternehmen, die irgedeinen Adrenalinkick mit sich bringen: obs nun der Fallschirm- oder Bungeesprung sein muss, sei mal dahingestellt, für die meisten reicht wohl auch das 5-Meter-Brett im Schwimmbad.
Tja, langfristig reicht zumindest bei uns aber auch das alles nicht. Mein "Drang" nach dem Neuen ist einfach zu groß. Mein Mann und ich haben uns daher vor einigen Jahren zur langsamen, schrittweisen Öffnung unserer Beziehung entschlossen, was bislang toll läuft. Seitdem haben wir nämlich immer wieder eine ganze Menge zu bereden (und nicht nur das), was die Beziehung sehr bereichert (und man merkt, dass man sich auch nach 17 Jahren nicht so gut kennt, wie man manchmel glaubt).
Also mein kleines, persönliches Erfolgsrezept ist momentan der Dreiklang: bewusst Distanz herstellen, für viel Abwechslung sorgen und eine offene Kommunikation.


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