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09.06.2015, 23:50
Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Geändert von Inselfreundin (10.06.2015 um 20:54 Uhr)
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10.06.2015, 00:18Inaktiver User
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Meine Herren, da hast du ja wirklich ein paar Probleme. Das mit der finanziellen Abhängigkeit sehe ich am Pschlimmsten. Dann nehme doch dein Leben mal in die Hand! Suche Dir Arbeit.
Ich habe viel zu lange in derselben Situation ausgeharrt, obwohl ich immer finanziell unabhängig war. Bin erst gegangen, als die Kinder aus dem Haus waren. Nach 33 Jahren. Viel zu spät.. Jetzt endlich bin ich glücklich, wieder ich selbst. Ohne jemanden "mitziehen" zu müssen. Das ist so kräfteraubend.
Wieviel Egoismus darf man haben? Die Frage aller Fragen. Aber das Leben ist kurz und bietet keine Wiederholung!
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10.06.2015, 00:27
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Puha .... und willkommen hier!
Für mich ist das der Schlüssel:
da haben sich zwei zusammengeschweißt, die gar nicht unbedingt zusammengehören, die nicht unbedingt in so einem Konstrukt wie Ehe zusammen sein wollen.
Du merkst jetzt: eigentlich bist du durch, bist glücklicher alleine.
Er arbeitet für euch alle? Du bist zuhause? Wem gehört das Haus?
Vielleicht solltest du dein Lebensziel aktualisieren.
Du willst keine Einheit, lebst aber von ihm. Fang damit an, ändere das.see you on be friends online!
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10.06.2015, 01:16
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Das ist doch nur dann ein Problem, wenn einer der Partner darauf beharrt, dass alles allen Spaβ machen MUSS.
Wer hat denn die Depression diagnostiziert?Erschwerend kommt hinzu, dass er seit Jahren unter Depressionen leidet und sich in seinen akuten Phasen komplett zurück zieht,
Du meinst also, dass er das Gleichgewicht gehalten und Dir danach wieder das Feld überlassen hat?In diesen Krisenzeiten, wo ich nicht stark sein kinnte, war er mein Fels in der Brandung und war eigentlich so, wie ich es mir immer gewünscht hatte. Dich je besser mir es dann immer ging, desto mehr hat er sich wieder in sein Schneckenhaus zurück gezogen.
War es das Feld, das Du bis dato sowieso BESSER ausfülltest?
Ist das schlimm? Ich meine, dass IHR Euch in Gesellschaft wohl fühlt?....und haben viele Freunde gefunden, mit denen wiir viel unternehmen. Mein Mann dagegen bleibt zuhause für sich und fühlt sich in Gesellschaft nicht sonderlich wohl.
Ist schon bedenklich, dass Du erst eine Krebsdiagnose brauchtest, um zu werden, was Du eigentlich bist, während Dein Mann das von Anfang an war - aber nun nicht mehr sein soll, weil's nicht mehr passt.....Es war ganz in Ordnung, solange ich mich immer angepasst habe, aber das mag ich jetzt nicht mehr tun. Mit der Krebsdiagnose wurde mir bewusst, wie schnell das Leben vorbei sein kann.....
Werte TE, das soll Dich nicht abhalten!.....Wir haben 2 Kinder, die sicherlich leiden würden und auch die wirtschaftle Situation, wir haben ein schönes Haus, dass wir dann verkaufen müssten. Das wäre für beide Seiten furchtbar. Dazu kommt, dass ich zurzeit immer nich zuhause bin und nicht arbeite.
Natürlich werden ALLE leiden und Abstriche machen müssen. Aber das ist doch nur das Startkapital für ein besseres Leben!
Kinder leiden unter unzufriedenen Eltern auch - nur vielleicht ein bisschen leiser - was nicht unbedingt besser ist.
Das schöne Haus ist kein Argument, wenn dort Unzufriedenheit der Hausgeist ist.
Und ich habe noch keine Trennung (mit)erlebt, die nicht - letztendlich zumindest - finanziell furchtbar gewesen wäre.
Aber ist das nicht ein angemessener Preis für ein zufriedenes Leben danach?
Deinem Mann gegenüber wäre es auch nur fair, Dich möglichst schnell zu erklären denn er hat ja all das zu verarbeiten, was Du schon so lange-lange Zeit mit Dir herumträgst.
Vielleicht ist es auch für ihn eine Erlösung - Deshalb schlieβe ich mich den Vorschreiberinnen an: Nimm DEIN Leben in die Hand, sieh zu, dass Du wirtschaftlich auf die Beine kommst und lebe zu DEINER Zufriendenheit.
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10.06.2015, 01:32
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Mir kommt das auch nicht so vor, als seien das unüberbrückbare Gegensätze.
Und wenn jetzt die Paartherapie beginnt - warum dann jetzt die Gedanken, ob das alles noch Zweck hat - du beschreibst dich doch als jemanden, der die Dinge auf sich zukommen lässt.
Eure Gefühlsausbrüche waren sicher gut - und so etwas hätte vielleicht viel früher mal sein sollen.
Aber jetzt liegt dann doch so manches auf dem Tisch.
Wenn du dich nicht mehr so stark anpassen möchtest - dann mach' das. Aber schau' doch erst einmal, ob ihr trotzdem, oder vielleicht gerade dann, einen Weg und eine neue Balance findet.
Und erwarte nicht, dass dein Mann sich jetzt stattdessen stark anpasst - wenn er zuhause bleiben möchte und du rausgehen, dann kann das doch so sein.
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10.06.2015, 01:40
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen nicht unbedingt an.
Trennung und Scheidung sind kein Pappenstiel, und als Alleinerziehende werden Probleme auf Dich zukommen, von denen Du bis jetzt nicht einmal geahnt hast, dass sie existieren. Und das vor dem Hintergrund einer Krebsdiagnose.
Immerhin bist Du momentan von ihm finanziell völlig abhängig und kannst das wahrscheinlich auch nicht von jetzt auf gleich ändern.
Ich würde jetzt erst einmal alle Energien daran setzen, die Ehe zu retten. Wenn das nicht geklappt hat, kann man sich immer noch trennen.
Es sind diffuse Unzufriedenheiten, die Du mit Dir herumträgst und die sich aufsummieren.
Wo hier die Henne und wo das Ei ist, ist schwer auszumachen.
Da Eure Beziehung immer ein hin und her war, könnte es auch an der Angst vor Nähe liegen, die Ihr beide womöglich habt.
Jetzt läufst Du immer vor Deinem Mann davon - kein Wunder dass er nicht glücklich (depressiv?) ist.
Jeder von Euch muss sich ehrlich mit sich selbst, seinen eigenen problematischen Seiten und seinen Bedürfnissen und Wünschen auseinandersetzen.
Erst NACH einer Paartherapie kann man sagen, dass es sinnlos wäre, die Ehe fortzusetzen.
Dass sehr viel da ist, was Euch verbindet, kann man auch daran sehen, dass auf Deinen Mann immer Verlass war wenn es darauf ankam...
Und man kann durchaus eine glückliche Ehe führen, wenn man unterschiedliche Bedürfnisse in punkto Geselligkeit hat und sich im Temperament unterscheidet.
Da gibt es weitaus wichtigere Themen, bei denen man übereinstimmen müsste!
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10.06.2015, 07:19
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Liebe TE,
Ehrlich gesagt, macht dein Posting mich fassungslos. Zwanzig Jahre deines Lebens hast du vergeudet. Dich angepasst, statt zu leben. Es war doch von vorne klar, dass dein Mann und du nicht wirklich zusammen passen. Aber es mussten trotzdem zwei Kinder und ein Häuschen im Grünen her.
Arbeitest du momentan nicht wegen der Erkrankung? Wenn ja, wann planst du wieder anzufangen und welchen Beruf /Stellung in etwa hast du?
Wenn du aber Hausfrau bist, dann kommst du mir ehrlich gesagt als ein gelangweiltes Exemplar dieser Gattung vor. Das Leben besteht nicht nur daraus, mit netten Leuten Zeit zu verbinden. Wenn du die Trennung anstrebst, dann muss du bedenken, dass nach dem neuen Unterhaltsrecht dein Mann dir nichts mehr zahlen muss, da beide Kinder älter als drei sind. Wenn du erst den Lebensunterhalt selbst verdienen muss, wirst du kaum Zeit für Geselligkeit haben. Und die Nachbarschaft wird vermutlich nicht mehr so nett und unbeschwert sein.
Es wird Zeit für dich, endlich einen Plan für das eigene Leben aufzustellen. Wenn du bereit bist zu gehen, dann tu es, sei dir aber die Konsequenzen bewusst.
Sonst such dir eine sinnvolle Aufgabe im Leben.
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10.06.2015, 08:30Inaktiver User
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
vielleicht bringst du erstmal dein eigenes leben in ordnung, inselfreundin, soll heißen, such dir endlich arbeit und verschaff dir einen eigenständigen zugang zu deiner existenz.
und dann schau nochmal, wie es dir mit deinem mann geht.
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10.06.2015, 08:33
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Hallo,
ich denke, dass in dem was du schreibst ganz viele Aspekte enthalten sein können.
Es kann sein, dass ihr wirklich überhaupt nicht zusammen passt. Es kann sein, dass du durch deine Erkrankung zu dem Schluss gekommen bist dein Leben ändern zu wollen. Dann wird eure Entwicklung auseinander driften.
es kann auch sein, dass ihr schon länger ein Ungleichgeicht in eurer Beziehung habt und es gibt sicher noch andere Punkte. du beschreibst dich als einen Menschen, der die Dinge gerne auf sich zukommen läßt.
Warum dann nicht in eine Paartherapie gehen? Du weißt nicht was da passieren wird. Es geht doch hauptsächlich darum zu sehen an welchem Punkt ihr gemeinsam aber auch jeder für sich steht und darum zu kommunizieren.
Die Entscheidung ob man sich trennt oder nicht kann doch dort eventuell von euch beiden gemeinsam getroffen werden. Und trennen kannst du dich dann aber auch noch. Das läuft nicht weg.
Was mir sonst auffällt: Dein Mann ist der Verdiener. Ich weiß nicht was er macht.
Ich bin an sich ein geselliger Mensch. In meinem Job muss ich ziemlich flexibel sein, habe mit Menschen zu tun, muss manchmal auch am Wochenende arbeiten und der Job insgesamt schlaucht.
Ich habe keine Lust mitunter auch noch zu telefonieren, ja nicht Mal Lust über Internet irgendwelche Kontakte auf zu nehmen. Auch ich würde mich am Liebsten zurückziehen oder aber über Dinge, die meine Arbeit betreffen reden. Mir selbst gefällt das gar nicht, weil ich eigentlich auch lieber etwas anderes täte.
Vielleicht geht das deinem Mann ähnlich? Vielleicht kann er sich mit den Kindern, mit dir am besten entspannen? Vielleicht ist er in depressiver Stimmung, weil er so auch nicht leben möchte? Vielleicht ist ihm alles zu viel manchmal? Er ist die ganze Zeit "draußen". Du wirst sicher auch genug mit Haushalt und Kindern zu tun haben, aber du bist "drinnen".
Zweitens: Wenn du "schwach" bist, ist er der Fels in der Brandung und so stellst du ihn dir vor. Was ist denn wenn du "stark" bist? Kannst du ihm dann auch was überlassen?Kannst du ihn stützen wenn er "schwach" ist?
Muss er immer "stark" sein?
Ich stelle mir gerade vor, wie das ist, wenn du getrennt bist, mit beiden Kindern in einer Wohnung lebst und Vollzeit arbeitest. Ich bezweifele, dass du dann noch viel Zeit hast, um deine Geselligkeit voll auszuleben?
Ich denke, an solche Punkte kann man in einer Paartherapie herangehen. Vielleicht brauchst du auch einfach Mal eine Auszeit? Abstand? Vielleicht braucht dein Mann das auch, um zu sich zu kommen?
Seine "depressiven" Rückzieher könnten auch Abstand bedeuten. Dann bekommst du nicht die Nähe, die du willst. Jetzt willst du ganz viel Abstand (Trennung) und er läuft dir hinterher.
Wenn er Depressionen hat, dann wird er wahrscheinlich ganz viele Gefühle weggesteckt haben. Jetzt hast du keine mehr?
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10.06.2015, 09:39
AW: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn?
Liebe TE,
Ich kann mich leider nur zu einem Punkt wirklich äußern.
Dein Mann geht arbeiten und ist Alleinverdiener.
In der Zeit deiner Erkrankung war er da.
Ich finde das nicht fair, von ihm hier ich noch weiter gesellschaftliches Engagement größeren Ausmaßes zu erwarten.
Ich bin seit vielen Jahren Alleinerziehende und Vollzeit arbeitend inkl. Überstunden.
Meine Kraft für gesellschaftliche Aktivitäten ist definitiv zurückgegangen und ich merke mehr und mehr, dass ich mich nach der stressigen Arbeit Lieber in der Familie erhole.
Kannst du deinen Mann da nicht verstehen?
Ich schließe mich den Vorschreiberinnen an. Ein Punkt wäre definitiv für mich, dass du deinen Mann da unterstützt und dich erstmal auslastest.
Nach deinem Schreiben, war das ja schon vor deiner Krebserkrankung so.
Wenn du die Ehe aufgibst, muss er euch weiter versorgen ohne die Familie als Stütze. Das ist echt hart.Geändert von Lakotia (10.06.2015 um 09:43 Uhr) Grund: Schick spellchecker


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