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    Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Also ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Radio das Lied „Thinking out loud“ von Ed Sheeran hörte, kam mir ein Gedanke: sind wir doch `mal ehrlich - das, was in den meisten Lovesongs eigentlich besungen wird, sind doch die Gedanken und Gefühle, die man am Anfang einer neuen Liebe hat – wenn man noch im Rausch ist, verknallt, den anderen bedingungslos toll findet, nur die Schokoladenseiten kennt, ja eben verliebt ist. Wenn man überzeugt davon ist, dass man den anderen auch in 20 Jahren noch super finden wird, dass man für immer vereint sein wird, zu jedem Kompromiss bereit wäre, wenn man nur zusammen sein kann…

    Klar, es gibt auch den ein oder anderen Song, der sich der „anderen Seite“ widmet, dem, was aus der Verliebtheit geworden ist – Vertrautheit, Beständigkeit, Loyalität etc.
    Aber die wenigsten Lieder und Filme handeln doch davon, wie erhebend es doch ist, die dreckigen Socken des Partners einzusammeln, was für ein warmes Gefühl einen überkommt, wenn man dabei zuschaut, wie er sein Butterbrot schmiert oder völlig kaputt auf der Couch vor’m Fernseher einschläft, wie sexy man seinen immer lichter werdenden Haaransatz findet, wie sehr man sich nach ihrem schwacher werdenden Bindegewebe verzehrt...

    Es ist so schade, dass dieses anfängliche Gefühl – das Verliebtsein - vergänglich ist, dachte ich mir. Und warum ist das so?

    Und warum sind einige Menschen mit dem, was daraus entsteht – Vertrautheit, Gewohnheit, Verbundenheit – glücklich und zufrieden und andere finden es langweilig und glauben, dass sie den Rausch des Anfangs immer wieder haben müssen oder denken gar, dass die Beziehung schlecht oder der Partner falsch ist, weil das Frisch-Verliebt-Gefühl eben nach 10/20/30 Jahren nicht mehr da ist?

    Eure Meinungen dazu würden mich interessieren…

    Habe keine richtig passende Kategorie gefunden. Wenn nötig, bitte in ein passenderes Forum verschieben!
    "Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln." (Johann Wolfgang von Goethe)

  2. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    es gibt studien wonach das gehirn in den ersten 3-4 monaten verknalltsein so hormondurchflutet ist- es wurde schon mal mit -auf droge sein- verglichen. diese stoffe haben aufputschende wirkung.

    für den anfang ja ganz nett und aufregend. nur nach einer gewissen zeit fährt der körper damit runter- weil dauer bedröhnt - ist nicht gesund.

  3. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Zitat Zitat von Nolle Beitrag anzeigen
    ... oder denken gar, dass die Beziehung schlecht oder der Partner falsch ist, weil das Frisch-Verliebt-Gefühl eben nach 10/20/30 Jahren nicht mehr da ist?...
    Von den Leuten, die ich kenne und die sich nach 10/20/30 Jahren getrennt haben, weil die Beziehung schlecht oder der Partner (inzwischen) falsch ist, hat dies keiner damit begründet, dass das Frisch-Verliebtsein weg ist..... Aber ok, ich kenne natürlich nicht alle, die sich getrennt haben....

    Gruß Elli

  4. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Zitat Zitat von Nolle Beitrag anzeigen

    Es ist so schade, dass dieses anfängliche Gefühl – das Verliebtsein - vergänglich ist, dachte ich mir. Und warum ist das so?

    Und warum sind einige Menschen mit dem, was daraus entsteht – Vertrautheit, Gewohnheit, Verbundenheit – glücklich und zufrieden und andere finden es langweilig und glauben, dass sie den Rausch des Anfangs immer wieder haben müssen oder denken gar, dass die Beziehung schlecht oder der Partner falsch ist, weil das Frisch-Verliebt-Gefühl eben nach 10/20/30 Jahren nicht mehr da ist?
    ich schließe mich elli an: ich kenne niemanden, der sich nach mehrjähriger beziehung aus mangel an verliebtheit trennt.

    die gründe sind eher sowas mangelnde bereitschaft zur auseinandersetzung, sehr eingefahrene bahnen, festgefahrene rollenmuster, wo es sofort knirscht, wenn einer von beiden mal was neues machen will.

  5. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Meine Erfahrung mit einer Langfristbeziehung ist, dass es auch dort immer wieder Phasen der Verliebtheit (=Hormonrausch, Herumlaufen wie ein Honigkuchenpferd, nur ein Gesprächsthema kennen) gibt, gewissermaßen als Auffrischung. Ich fand diese Zeiten wichtig für die Beziehung und besonders schön, weil, anders als bei der Erstverliebtheit, keine Zweifel an den Gefühlen des Anderen bestanden.

    Insofern können die Liebeslieder genauso von der Wieder-Ineinander-Verliebtheit handeln.

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    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich schließe mich elli an: ich kenne niemanden, der sich nach mehrjähriger beziehung aus mangel an verliebtheit trennt.
    Ich schon... es wird nur vielleicht manchmal anders umschrieben.
    Immerhin entsteht ja auch oft aus Lust am Neu-Verlieben, dem Spannenden und Neuen, eine Affaire.
    Die Sicherheit und Gewohnheit, die man in der Beziehung hat, erscheint einem langweilig und eingefahren im Gegensatz zu dem Rausch, den man mit jemand anderem dann wieder erlebt.

    Wie schon gesagt - nicht bei allen. Aber eben bei einigen.
    "Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln." (Johann Wolfgang von Goethe)

  7. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung mit einer Langfristbeziehung ist, dass es auch dort immer wieder Phasen der Verliebtheit (=Hormonrausch, Herumlaufen wie ein Honigkuchenpferd, nur ein Gesprächsthema kennen) gibt, gewissermaßen als Auffrischung. Ich fand diese Zeiten wichtig für die Beziehung und besonders schön, weil, anders als bei der Erstverliebtheit, keine Zweifel an den Gefühlen des Anderen bestanden.

    Insofern können die Liebeslieder genauso von der Wieder-Ineinander-Verliebtheit handeln.
    Das ist auch meine Erfahrung. Das Gefühl kommt immer mal wieder für ein paar Tage. Ich fand ja den Beziehungsanfang mit den Zweifeln (liebt er mich wirklich, will ich ihn wirklich?) total anstrengend.

  8. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich schließe mich elli an: ich kenne niemanden, der sich nach mehrjähriger beziehung aus mangel an verliebtheit trennt.

    Es ist wohl eher der Mangel an Liebe, der einen nicht mehr die "Macken" des Partners "übersehen" lässt, und man Trennungen präferiert. Wahre Liebe ist etwas anderes als Verliebtheit, sie hält einen dann auch noch über Wasser, wo nur Verliebtheit schon lange aufgegeben hätte.

    lg jaws

  9. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Mal ein paar Zeilen der deutschen Übersetzung eines alten Jacque Brel-Lieds:

    "Das Lied der alten Liebenden"

    Natürlich hatten wir mal Zunder.
    Zwanzig Jahre Liebe ist Leidenschaft.
    Tausendmal packst du deinen Plunder,
    Tausendmal floh auch ich bei Nacht.
    Und jedes Möbelstück weiß wohl
    In diesem Zimmer ohne Wiege
    Von Blitz und Donner zu erzählen.
    Kein Stück sah einem andren gleich,
    du konnt(e)st dich nicht mehr ereifern
    und ich wollte nicht mehr erobern.

    Doch meine Liebe’,
    oh süße, zärtliche und schönste Lieb’.
    Vom Morgentau bis tief ins Abendblau
    lieb ich dich noch, oh ja, ich lieb dich.

  10. Inaktiver User

    AW: Warum ist Verliebtheit vergänglich? Schade...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich schließe mich elli an: ich kenne niemanden, der sich nach mehrjähriger beziehung aus mangel an verliebtheit trennt.
    Vielleicht sind das aber dann die Trennungen wegen "lieben" uns nicht mehr, haben uns auseinandergelebt ...

    Mir wäre eine Dauerverliebtheit definitiv zu anstrengend Bin ich froh, dass ich meinen Mann ganz gemütlich lieben kann.

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