liebe TE,
wenn ich hier lese, was alles verdreht und so hingebogen wird, wie man es sehen will, verstehe ich deine bedenken durchaus.
wer sich auf diese schiene begibt, (PEGIDA) macht es sich im prinzip sehr leicht mit all seinen verallgemeinerungen
die frage ist, was kannst du tun,
kannst du dich ueberwinden und einmal fuer dich diese bewegung und ihre ziele naeher kennen lernen, damit du auch sachlich und gut informiert mit deinem mann sprechen kannst, ich wuerde dir naemlich empfehlen ihn zu fragen und auch ausfuehrlich erklaeren lassen, was ihm an dieser bewegung so gefaellt, dann muss er sich deine argumente auch anhoeren und wenn du glueck hast, bringst du ihm zum nachdenken auch wenn er dir nicht sofort zustimmt,
ich wuensche dir jedenfalls viel erfolg und geduld dabei, denn eines darfst nicht vergessen, seine ansichten werden auch euren kindern nicht verborgen bleiben und darin sehe ich ein grosses problem
und moegen die "zustaende" auch kritikwuerdig und veraenderung notwendig sein, das gibt noch lange keine berechtigung fuer auslaenderhass und sonstige engstirnigkeiten und gemeinheiten, das hatten wir alles schon!
und was heisst, der mann denkt wenigsten nach, einen schmarrn tut er, er gibt nur wieder, was andere ihm vorkauen.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 66
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17.12.2014, 12:47
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
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17.12.2014, 12:54Inaktiver User
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17.12.2014, 13:01
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
Das Auseinanderdriften in politischen Ansichten ist auch oft das Symptom für das grundsätzliche Auseinaderentwickeln der Persönlichkeiten. Der Mann der TE hat sich verändert, was innerhalb von 10 Jahren normal ist. Jetzt steht im Raum die Frage: kann sie diese Veränderung akzeptieren? Um das rauszukriegen, ist die Auseinandersetzung mit seinen ansichten und Motiven notwendig. Vielleicht schaffen es die beiden noch, sich irgendwo auf einer neuen Ebene wieder zu treffen?
Dafür müsste allerdings auch die TE bereit sein, ihre Ansichten zu hinterfragen.
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17.12.2014, 13:08
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
Dem möchte ich mich anschließen. Ich bitte darum, hier keine politische Diskussion zu führen. Es geht hier um die Partnerschaft. Ein Partner ändert seine politische Auffassung, was zu Problemen in der Partnerschaft führt. Die TE möchte Rat, wie man mit unterschiedlichen Auffassungen eine glückliche und harmonische Partnerschaft führen kann.
Wer über Pegidia diskutieren möchte, kann das hier tun: PEGIDA: Rechte Spinner oder beunruhigte Bürger aus der Mitte?
skirbifax
ModerationGeändert von skirbifax (17.12.2014 um 13:16 Uhr)
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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17.12.2014, 13:16
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
Das sehe ich auch so.
Ich weiss nicht wie es der TE weiterhelfen soll seine eigenen Politischen Hintergründe hier zu verfechten.
Die Frage war doch, wie die TE damit umgehen kann, dass ihr Mann politisch anders eingestellt ist.
Mein Mann und ich sind politisch anders eingestellt, und es klappt - weil wir den anderen respektieren.Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.
Mckenzie
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17.12.2014, 13:19
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
@McKenzie - wie handhabt ihr das dann?
Wenn eine Diskussion entsteht zum Beispiel wegen der Tagesschau - wie geht ihr damit um damit es nicht eskaliert?
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17.12.2014, 13:25
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
@bifr:
Schließe mich deinem Post an!
In einer Beziehung sollte man auch über Politik, Weltgeschehen, Alltag, Kultur etc. im Gespräch bleiben, wenn man sich denn für die Dinge interessiert. Was einem aber auch abverlangt, sich über Dinge auch mal umfassender zu informieren, um nicht Gefahr zu laufen, einseitig oder unsachlich zu diskutieren.
Man kann auch in einer Ehe gut mit unterschiedlichen Auffassungen leben, solange diese nicht in den radikalen Bereich (egal in welche Richtung) tendieren. Dann wird aus einer Meinungsunterschiedlichkeit eine unterschiedliche Weltanschauung... und meiner Meinung nach lässt es sich damit schlechter in einer Ehe auf Dauer leben
Geändert von Singingintherain (17.12.2014 um 13:35 Uhr)
- Virginia Satir / Ich bin ich, ein Stück Lebensphilosophie -
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17.12.2014, 13:34Inaktiver User
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
@mckenzie
Ich denke, es ist ein Unterschied, ob ein Paar von Beginn der Beziehung an stark unterschiedliche politische Ansichten vertreten (und gegenseitig toleriert) hat, oder ob es - wie im Fall des Ehemannes hier im Strang - plötzlich und ziemlich drastisch geschieht.
Da hat wohl jede/r seine eigene Schmerzgrenze.
Ich wäre an der Stelle der TE auch ratlos (und wahrscheinlich gefühlsmäßig so stark abgekühlt, dass ich nur noch weg wollte). Ich könnte keinen Mann an meiner Seite ertragen, der mir und den Kindern gegenüber liebevoll ist, aber keinerlei Mitgefühl gegenüber Flüchtlingsfrauen und -kindern aus Kriegsgebieten empfindet, nur weil sie dem "falschen" Glauben angehören und womöglich dunkelhaarig sind...
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17.12.2014, 13:36Inaktiver User
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
Auseinanderdriften ist sicher das richtige Wort - und sicher auch teilweise normal über die Jahre. Aber dies ist eben eine Sache, die ich nicht akzeptieren kann bei meinem Partner. Natürlich diskutieren wir dieses häufig, kommen aber zu keinen Konsens.
Zum Hintergrund: Mein Mann ist Akademiker, bestens qualifiziert, selbstständig mit sehr hohem Einkommen. Es geht uns wirtschaftlich ausgesprochen gut.
Mein Mann hat, da bin ich sicher, keine rechte Gesinnung! Er begrüßt, dass Deutschland Flüchtlinge aufnimmt und hat kein Problem mit "Ausländern" oder Homosexuellen. Der Islam ist ihm suspekt, genauso aber auch das Christentum und jede andere Art religiöser Weltanschauung (wir gehören beide keiner Kirche an).
Seine politische Frustration hat vor allem mit seinem Beruf zu tun, mit ständig zunehmender Bürokratie, Beschneidung seiner Entscheidungsfreiheit, immer neuen Vorschriften immer dämlicherer Art. Er lastet es Politikern an, dass er seine Arbeit immer weniger in einer sinnvollen Weise ausüben kann (das nennt er "versteckten Sozialismus"). Er sieht seinen Berufsstand schlecht vertreten und immer mehr schikaniert. Er kann den schablonenartigen Gesprächsverlauf politischer Talkshows nicht mehr länger als zehn Minuten ertragen und fühlt sich von sehr viele Politikern menschlich enttäuscht.
Dass er sich immer öfter positiv zu PEGIDA und Co. äußert, erscheint mir wie die kindische Trotzreaktion eines Frustrierten. Z.B. Positionen der AfD, die auch für ihn erkennbar dämlich sind, ignoriert er einfach ("Die sind doch nicht gegen Schwule! Davon steht nichts in ihrem Programm!").
Mein Mann ist übrigens Ostdeutscher - wie die PEGIDAs - und erst als junger Erwachsener in unserem heutigen politischen System angekommen. Ob das mit seinem albernen Rechtsruck zu tun hat, weiß ich aber nicht.
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17.12.2014, 13:41Inaktiver User
AW: Mann sympathisiert mit PEGIDA
Und, auch wenn es albern ist: Diese Äußerungen von ihm sind mir tatsächlich auch sehr, sehr unangenehm im Freundeskreis.
Gerade, weil ich WEIß, dass er gar nicht "rechts denkt". Aber er kommt mit solchem Sympathisieren natürlich so rüber.


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