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    Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Hallo liebe Brigitte-Forum-LeserInnen und SchreiberInnen,

    Danke, wenn ihr mir mal wieder einen oder gerne mehrere gute Gedankenanstöße zu meinem Problem geben könntet ...

    Über die Beziehung zu meinem Freund habe ich schon in vorherigen Strängen geschrieben - es war jetzt sehr lange eigentlich sehr gut. Doch in letzter Zeit häufen sich die negativen Momente wieder sehr.

    Wir leben nicht zusammen, sehen uns aber oft, zwei oder dreimal die Woche.

    Das Problem ist, dass mein Freund zwar einen Job, aber noch ziemlich viele Schulden hat und dass sein Job nicht viel Geld abwirft. Das heißt, er leidet unter chronischem Geldmangel.
    Das ist Problem Nummer Eins.
    Nummer Zwei ist seit Sommer sein gesundheitlicher Zustand, eine immer noch nicht ganz geklärte Krankheit, lästig, aber nicht so schlimm, dass er nicht nicht arbeiten kann.
    Das allergrößte Problem aber ist meinem Empfinden nach, seine Einstellung.

    Er jammert über alles, Lösungsansätze erstickt er im Keim.
    Da ich ihm neulich - ich versuchte es so sachte wie möglich zu formulieren - vorschlug, sich mehr zu bewegen um seinen gesundheitlichen Zustand zu verbessern, fauchte er mich einen Tag später an, ich fände ihn halt nicht mehr attraktiv. Dass mich sein Figurzustand (seit unserem Zusammensein hat er einiges zugenommen) nicht gerade erfreut, hatte ich mir auch mal bei Gelegenheit erlaubt zu sagen. Aber mit meinen Gefühlen zu ihm hatte das bisher (!) nichts zu tun! Und das hätte er auch merken können. Ich recherchierte nach Heilmethoden für seine Krankheit, kaufte ihm Medikamente, etc. Wir hatten auch weiterhin ein Liebesleben.

    Heute morgen tappte ich dann wieder ins Fettnäpfchen: Er hatte sich - weil er mehrmal nachts aufwacht - udn mich dann auch oft weckt, rücksichtsvollerweise, das erkenne ich an, auf das Sofa gelegt. Als ich aufstehen musste, war ich etwas traurig, und sagte zu ihm, dass ich es schade fände, dass er nicht wenigstens noch die letzten Minuten zu mir zurück gekommen sei. Daraufhin schwieg er mich beleidigt an beim Frühstück. Auf meine Nachfrage fuhr er mich an, er ließe sich von mir nicht anpflaumen und es ginge immer nur um meine Befindlichkeiten. Dann stand er auf und sagte, dass er jetzt gehe, was er tat.
    Ich hasse es zutiefst, wenn man sich im Streit trennt - lief ihm mehr oder weniger hinter her und sagte, das könne wohl nicht sein, schließlich sagte ich sogar, es täte mir leid, wenn ich ihn verletzt hätte - er ließ sich dann herab, sich von mir noch normal zu verabschieden. Ansonsten - hätte ich nichts unternommen - wäre er einfach so verschwunden.

    Eigentlich weiß ich gerade gar nicht, was mich noch bei ihm hält. Sicher, ich liebe ihn, denke ich zumindest - aber ich habe Angst, langsam die Achtung vor ihm zu verlieren.

    Gibt es noch etwas, was ich tun kann? Reden mit ihm ist sehr schwierig, er wird immer gleich sehr unsachlich, sagt Dinge wie "böswillige Unterstellung" und dann droht er gerne damit, zu gehen.

    Oder ist es besser, ich rette mich aus dem negativen Dilemma?
    Neulich sagte er, in Bezug auf seine Zukunft sehe er nur Schlimmes, fast kein Geld und seine schlechte Gesundheit.
    Aber er bekommt Anfragen für Arbeiten, die in seinem Bereich sind, die er nicht macht! Das könne er nicht wegen seines Gesundheitszustandes. Es ist ein Teufelskreis! Was soll ich tun? Geduld haben?
    Danke fürs Lesen
    corazon

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    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Deine letzten Postings hast du gelöscht!!
    Moderatorin im Forum

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  3. Inaktiver User

    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    du hast schon lange viel geduld bewiesen und was bringt es dir? du fühlst dich nicht wohl.

    überlege dir ob du dich zu einem konträren ansatz durchringen kannst?

    wenn er jammert- ihm zustimmen. ihm recht geben. er sieht und empfindet die welt anders als du- du möchtest helfen und hechtest ihm hinterher. damit bekommt er auch aufmerksamkeit und zuwendung.

    nimm ihn in arm und bedauere ihn. er hats nicht leicht. und lasse jede form von unterstützung und bemutterung sein.

    überlege dir ob das zumindest einen versuch wert ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Ich finde, das sind ganz viele verschiedene Themen, die Du anschneidest, mindestens drei.

    Mir fällt spontan auf, dass Du einerseits froh warst, die Nacht in Ruhe verbringen zu können, aber andererseits am nächsten Morgen dennoch ein "schade" formuliert hast. Ich denke, Dein Freund hat vor allem dieses "schade" aus Deinem Satz herausgehört - den Vorwurf, den Du ja tatsächlich formuliert hast.

    Warum bist Du morgens nicht noch ein bisschen zu ihm aufs Sofa gekrabbelt?

    Aber tatsächlich denke ich, das ist nicht Euer Hauptthema.

  5. gesperrt

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    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Ich glaube er ist deshalb so unwirsch weil du ihn wie ne Mutti behandelst. Wieso kaufst du eigentlich Medis für ihn bei ner unklaren Krankheit??? ER muß sich selber kümmern.

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    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Zitat Zitat von corazon69 Beitrag anzeigen
    eine immer noch nicht ganz geklärte Krankheit
    Es erscheint mir mehr als schwierig, einen Lösungsansatz zu finden, wenn etwas -die Krankheit- noch nicht einmal geklärt ist. M.E. wäre der einzige Weg, hier eine evtl. Klärung durch Zweitmeinungen von Ärzten, weitere Untersuchungen, schnelle Terminvereinbarungen zu unterstützen. Und mit Unterstützung meine ich NICHT, dass du dich "wie Mutti" darum kümmerst, sondern berätst und ein Ohr für seine Sorgen hast.

    Das ein ungeklärtes Krankheitsbild neben der eigentlichen Krankheit auch psychische Probleme mit sich bringt ("warum ich", "was soll nur aus mir werden", "ich bin doch eigentlich nur jung"), die sich mit fortschreitender Dauer auch noch verstärken, kann ich absolut nachvollziehen. Und dazu dann auch noch Geldsorgen, na danke. Möchte nicht in der Haut deines Freundes stecken.

    Gruß
    Schnurpsel

  7. gesperrt

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    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Ganz ehrlich, ihr schenkt euch beide nichts.

    Er ist ein Jammerlappen der nichts ändern kann im Leben und dir kann man es nicht Recht machen.

    Ernsthaft, er schläft aus Rücksicht auf dem Sofa und alles was von dir kommt ist der Vorwurf, warum du alleine aufstehen musstest. Ja, ich hätte das auch als Vorwurf empfunden.

    Die Frage ist nicht, wieso du noch nicht gegangen bist, sondern wieso IHR noch zusammen seid.

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    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde, das sind ganz viele verschiedene Themen, die Du anschneidest, mindestens drei.

    Mir fällt spontan auf, dass Du einerseits froh warst, die Nacht in Ruhe verbringen zu können, aber andererseits am nächsten Morgen dennoch ein "schade" formuliert hast. Ich denke, Dein Freund hat vor allem dieses "schade" aus Deinem Satz herausgehört - den Vorwurf, den Du ja tatsächlich formuliert hast.

    Warum bist Du morgens nicht noch ein bisschen zu ihm aufs Sofa gekrabbelt?

    Aber tatsächlich denke ich, das ist nicht Euer Hauptthema.
    Ja, es gibt vieles ... das, was ich geschildert habe, ist für mich auch gerade nur die Spitze.
    Warum bin ich nichts aufs Sofa gekrabbelt und hab ihm stattdessen Vorwürfe gemacht? Hm. War nicht so toll, hab ich auch eingesehen, ich kann manchmal wirklich schrecklich sein, das ist wahr. Aber muss er deshalb gleich nichts mehr reden und dann auch bei der geringsten Frage einfach gehen? Ohne Kuss, ohne irgendwas ... als hätte ich wer weiß was für ein Verbrechen begangen.
    Na ja, vielleicht bin ich ja wirklich beziehungsunfähig.
    So richtig weiß ich auch nicht, was unser Hauptthema bzw. Hauptproblem ist. Sehe den Wald vor lauter Bäumen gerade nicht.

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    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Zitat Zitat von Gigaset1959 Beitrag anzeigen
    Ich glaube er ist deshalb so unwirsch weil du ihn wie ne Mutti behandelst. Wieso kaufst du eigentlich Medis für ihn bei ner unklaren Krankheit??? ER muß sich selber kümmern.
    Ja, kann sein. So hab ich es noch nie betrachtet. Er war allerdings sehr froh, als ich ihm die Medis kaufte, freute sich dass ich mich kümmere. ABer vielleicht ist es wirklich zu Mamahaft!? Außerdem hat sich noch keine wirkliche Besserung eingestellt.
    Und er kümmert sich halt nicht - oder eben sehr sehr zaghaft in meinen Augen.

  10. Inaktiver User

    AW: Seine negative Einstellung zieht mich herunter

    Zitat Zitat von corazon69 Beitrag anzeigen
    Und er kümmert sich halt nicht - oder eben sehr sehr zaghaft in meinen Augen.
    Ich bin - oder hoffentlich: WAR - auch immer ein Kümmerer und einer, der meint, dem anderen einen Gefallen zu tun sei ein Zeichen der Liebe. Ich schreibe WAR, weil ich einsehen musste, dass das keinesfalls ein Zeichen von Liebe ist, sondern ein Zeichen von "ich weiß besser als Du selbst, was gut für Dich ist" und damit des Verlustes von Augenhöhe.

    Dein Partner ist, wie er ist. Ich habe gelernt, es ist besser, ihn als "Black Box" anzusehen. Und dann lieber zu analysieren: kann ich damit leben, dass er ist, wie er ist? Hier klingt es so, als wär das eher nicht der Fall. Dein Bauchgefühl sagt Dir deutlich, dass das nicht so optimal ist mit Euch. Aber wenn Du Dich in seine Belange einmischst, dann wird er Dich verantwortlich machen für sein Leben (weil Du die auch übernimmst).

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