Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20
  1. User Info Menu

    Frage Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Hallöchen alle miteinander

    Ich möchte mal etwas los werden und hoffen das jemand mir weiter helfen kann. Ich hab keine Ahnung wie ich damit umgehen soll.
    Also mal ganz kurze Infos erst mal. Ich bin fast 33 mein Freund 37, wir haben 1 Tochter (21 M) und wir wohnen nicht zusammen, aber er ist immer hier, also so als würden wir zusammen wohnen. Sind schon 12

    Es ist folgendes Problem, bzw. Problem meines Freundes.
    Vor mehreren Jahren litt ich über Jahre hinweg an Angststörungen und Depressionen, konnte also gar nix mehr alleine machen, ich war wie ein kleines Mädchen. Mein Freund hat wirklich alles für mich erledigt. Mein Leben war irgendwie wie abgeschlossen. War arbeitslos. Ganz schlimm war diese Zeit.
    Das ist die Vergangenheit.

    Heute ist es so. Angst ist nicht mehr so vorhanden, vielleicht manchmal etwas unruhig in manchen Situationen, ich habe es ganz wunderbar im Griff (STOLZ auf mich bin ) Depressionen? Vollständig weg, seit ich die Pille abgesetzt habe. Ich bin so glücklich das ich eine kleine Tochter habe und auch da super klar komme. Das hätte ich damals nie zu träumen gewagt.

    Jetzt zu dem Problem meines Freundes und mein neue Leben quasi.

    Inzwischen versuche ich Stück für Stück alle Alltäglichen Dinge wieder an mich zu binden, was mich was angeht, meine Freiheit will ich damit zurück, da ich ja so lange abhängig war von meinem Freund. Es ist für mich einfach wundervoll wieder das Gefühl zu haben zu leben. Wenn ich einfach nur am Morgen aufstehe und alleine Kaffee koche und den ganzen Haushalt schmeiße, die Kleine von der Krippe hole (hätte ich nie gekonnt) mich um sie kümmere, in den Garten fahre mit ihr, im Auto um Tiere zu füttern oder einfach ich es schaffe die Wäsche draußen aufzuhängen oder ich mich nur mit jemanden unterhalte. Das ist für mich ein unbeschreiblich schönes Gefühl seit einigen Jahren jetzt klappt das wieder.

    Ihr könnt euch nicht vorstellen wie das ist wenn ich in den Supermarkt gehe. Weihnachten und Geburtstag in einem. So viel gibt es dort zu kaufen Klingt bescheuert? So fühlt sich das für mich an. Endlich wieder leben zu können und das tun zu können was ich will. OK, wenn an der Kasse ne lange Schlange ist, dann kommt mal wieder bisschen Angst, aber ich überwinde das und ziehe das durch. Ich weiß was ich zu tun habe.

    Inzwischen habe ich mir auch freiberuflich etwas aufgebaut, mit meiner eigenen Kraft und Ehrgeiz saß ich bis 2 Uhr Morgens da und habe es durchgezogen. Und nun läuft es immer besser ich verdiene mein eigenes Geld damit. Ich bin so stolz auf mich selbst, das ich das alles alleine geschafft habe.

    So und was ist nun mit meinem Freund.
    Naja... irgendwie scheint ihn das zu nerven zu stören und sonst was. Sagt ich denke nur an mich, ich bin großkotzig, weil ich Aufträge habe und so was. Außerdem sagt er immer ich bin die reichste und weiß wie man Geld verdient und er sei ein Versager. Er hat Schulden, will keine Hilfe und hört auch gar nicht darauf wenn ich ihm helfen will. Ich hab mir einiges in den letzten Jahren angeeignet und weiß daher inzwischen auch ein bisschen was.
    Da war vor ein paar Jahren mal ein großes Fest wo ich hin wollte. Wollte alleine für mich alleine hin. Er hat sich dann die ganze Zeit Gedanken gemacht das ich da vielleicht nicht klar komme, als wäre ich 5 Jahre alt. Überhaupt wenn ich wo alleine hin fahre, macht ein Theater. Versucht es mir unbewusst auszureden.

    Oder auch als ich sagte ich werde meine Pin meines Onlinebankings ändern, weil ich alleine mich darum kümmern will. Ich hab das Gefühl als wäre ich gefangen wenn er da dauernd sich um mein Konto kümmert. Versteht ihr wie ich das meine? Auch habe ich vor kurzem gesagt das meinen Briefkastenschlüssel zurück möchte. Er war empört. Aber es ist mein Schlüssel mein Briefkasten und meine Sache mich darum zu kümmern. Es ist für mich sehr schön zum Briefkasten zu gehen und wieder die Post alleine zu holen und mich darum zu kümmern.

    Es ist das Problem das wenn er alles macht und mein Leben übernimmt ich mich so eingesperrt fühle. Auch muss ich dann jedes mal Bescheid geben wenn ich mich dazu entscheide eben spontan mal Oma zu besuchen. Da schimpft er, weil ich nicht Bescheid gesagt habe.
    Ich genieße jeden Moment meines Lebens in dem ich frei entscheiden kann und das tun kann was ich will.
    Schließlich habe ich lange Zeit gefangen in meiner eigenen Psychisch Störung gelebt.
    Auch regt er sich immer auf wenn ich Abends nicht mit ihm zusammen TV gucken, Film gucke und so. Ich bin lieber kreativ und mache sinnvolle Dinge. Oder auch hat er mal gesagt das wir mein Auto verkaufen und uns ein Familienauto zulegen. Das wäre für mich fast das Ende.
    Auch regt er sich jetzt auf das ich mir was kaufen will, wovon ich das Geld ja selbst verdient habe. Er sagt, wir brauchen das zum einkaufen. Hä? Er trägt nix dazu bei. Alles muss ich bezahlen. Und das schlimme ist, das er davon nur Süßigkeiten kauft und sinnlose Dinge wie neue Hosen für die Kleine, obwohl der Schrank voll davon ist. Naja. Nun weiß ich nicht ob ich mir das kaufen soll, weil dann vielleicht schlechtes Gewissen. Er macht mir dann auch irgendwie wie Angst. Keine Ahnung. So wie, wenn du jetzt was für dich kaufst, hast du kein Geld um zu essen, oder so. Keine Ahnung.

    Was kann ich tun? Ich möchte nicht das ich ihn dann dauernd erst fragen muss. Möchte mein Leben wieder alleine leben so. Damals habe ich ihn um Erlaubnis gefragt ob ich mir etwas kaufen darf. Total krank.

    Ich bin für jeden Rat dankbar. Außerdem behauptet er immer das er mich aus der Krankheit geholt hat. Das stimmt aber nicht, denn weil er alles für mich gelebt und gemacht hat kam ich nicht da raus. Weil ohne das ich es angehe geht es nie weg.

    Oder bin ich einfach nur zu krass drauf?
    Danke an alle die, die meinen riesen Text gelesen haben. Da musste alles einfach mal geschrieben werden.

    Ganz liebe nette Grüße an euch

  2. Inaktiver User

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Tja, du hast dir als es dir schlecht ging alles von ihm machen lassen und er war für dich da. Auch wenn du damals manchmal meintest, er habe nicht genug Verständnis für deine Depressionen (Steht im anderen Strang) Und nun willst du alles alleine machen, deinen Erfolg genießen und verstehst nicht, das er es nicht versteht.

    Klingt wie ein Abhängigkeitsverhältnis für mich. Ausgeglichen läuft es anscheind nicht bei euch. Und vielleicht bist du ja nun, wo du deine Gesundheit und deine Freiheit und berufliche Erfolge genießt wirklich etwas abgehoben und ihn stört das dann auch verständlicherweise. Er fühlt sich zurückgesetzt, dein Erfolg ist vielleicht auch sein erfolg, denn ohne seine Hilfe zuvor, könntest du vielleicht heute alles nicht so schaffen?
    Er vermisst wohl dankbarkeit deinerseits?

    Was sagt er denn, wenn du mit ihm sprichst, dazu? Redet ehrlich und sachlich darüber.
    Das hilft mehr, als hier zu fragen!

  3. Moderation

    User Info Menu

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Ich stelle mir vor, daß es nicht einfach ist aus so einer Schieflage, wie sie damals in eurer Beziehung bestand, wieder in eine ausgeglichene Balance zu kommen. Du hast deinen Radius, auch deine "Rolle" erweitert, seine "Rolle" schrumpft entsprechend. Was ja nichts Schlechtes ist, denn eigentlich hat er ja ursprünglich viele Dinge lediglich übernommen, weil du externe Hilfe brauchtest.

    Seine "Rolle" müßte jetzt wieder auf das "Normal"maß schrumpfen, das in erwachsenen Beziehungen üblich ist. Und Partner-Sein ist ja nun noch etwas anderes, als (hpts.) des anderen Stütze zu sein. Aber daß bei ihm erst einmal Unsicherheit herrscht, kann ich verstehen, er muß halt auch wieder lernen, sich zurückzunehmen und deinen Fähigkeiten zu vertrauen. Dabei verliert er auch Kontrolle über dich, die er früher hatte. Was ja normal ist aber nun ungewohnt. Vielleicht wird er auch wieder mehr auf sich selbst zurückgeworfen.


    Wie aber Minablue auch schrieb: Reden hilft. Du brauchst dich primär ja nicht gegen ihn abzugrenzen, sondern nur nach vorne entwickeln. Wenn jeder von euch einfach so sein darf, wie er ist, mit allen momentanen Unsicherheiten und Veränderungen, könnt ihr gemeinsam weitergehen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  4. User Info Menu

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Hallo und guten Morgen
    danke für eure Ratschläge.
    Ich muss dazu sagen das Reden gar nix bringt bei ihm
    Wir reden so viel oder versuchen es, aber er meint immer er hätte jetzt grad keine Zeit, er will dann lieber Fernsehen oder muss irgendwie los. Entweder gibt er keine Antwort oder stellt auf meine Frage genau die selbe Frage mit einer Gegenfrage. Das ist so anstrengend.
    Auch kann er nichts über seine Gefühle sagen. Wenn ich ihn zum Beispiel frage "Was stört dich denn an unserer Beziehung?" dann antwortet er mit "Was stört dich denn?"
    Wenn ich dann sage, dass er nicht mit Gegenfrage antworten soll, sagt er nur "keine Ahnung!" ich frage ihn dann nochmal das er doch mal bitte richtig sagen soll was los ist, dann antwortet er folgendes "Am besten ich bring mich um, dann seid ihr mich alle los!!"
    Ich bin echt überfordert ein Gespräch mit ihm zu führen. Er hat auch noch nie wirklich mal zu mir gesagt, "Du Schatz´, ich liebe dich!" Da fehlt es an Mut zum Gefühl oder so. Auch ein Kuss in der Öffentlichkeit. Geht nicht. Auch wenn er Sex möchte, fragt er so wie ein kleiner Junge danach. Ich weiß nicht. Warum steht er nicht zu seinem Gefühl und gut. Er hat es sicher nie gelernt. Es ist absolut unmöglich ein echtes Gespräch mit ihm zu führen. Dann fange ich an nervig zu werden und das stört ihn dann auch nur.
    Paarberatung? Ne, das will er nicht, fremden seine Problem erzählen, dann muss er ja wieder seine Gefühle preisgeben.

    Er hat in den 12 Jahren 2 mal seine Gefühle gezeigt, einmal also die Oma gestorben ist und das 2. mal zur Geburt unserer Tochter. Ich fand das schön. Er hat geweint. Weil es auch etwas anderes auf sich hatte.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er vermisst wohl dankbarkeit deinerseits?
    Nein, das kann ich guten Gewissens ausschließen. Ich lasse meine ganzen Aufträge liegen und helfen ihm, wie er mir geholfen hat, damit er sein Geschäft aufbauen kann. Es gibt so viele Dinge die ich für ihn ebenfalls tue. Auch unserer Tochter hat den Namen von ihm bekommen. Ich wollte das so, als Dank dafür das er so viel für mich tut. Ich koche ihm Abends lecker Pudding, möchte er gerne als Dank für seine Hilfe und ich bin die einzige die ihm zu Weihnachten mal was richtiges schenkt was er möchte. Er freut sich darüber. Alles als Dank dafür das er für mich auch Dinge tut.
    Das Problem an der Sache ist nur das er mir immer vorhält das er alles für mich macht und ich angeblich nie. Aber gut. Ich halte ihm nie irgendwas vor.

    Am Dank liegt es nicht. Wie oft soll ich mich denn noch bedanken???
    Ich kann doch nun wirklich nicht jeden Tag 3 mal sagen Danke?

    Ich bin ein höflicher Mensch, sage Bitte, Danke und bin freundlich. So erziehe ich auch meine Tochter. Sie sagt brav guten Tag und sagt bitte und danke. Bei meinem Freund ist das leider ins seiner Familie Mangelware. Da hab ich noch nie ein Danke gehört.

    Ok das wars. Hat jemand noch weitere Ideen?
    Ich habe ihm das auch schon gesagt das ich alleine meins machen will und wenn ich Hilfe brauche dann sag ich Bescheid. Aber er sagt dazu immer nur, wenn du das alleine machen willst, dann musst du alles alleine machen und helfe dir nicht mehr.
    Ich habe eher das Gefühl er macht das nur um mich so irgendwie zu erpressen. So glaube ich das.

    LG

  5. Inaktiver User

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass du dich so erfolgreich aus der psychiatrischen Schiene herausarbeiten konntest.

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Wenn man sein Leben und den Alltag wieder in Griff hat, möchte man auch alles wieder selbst erledigen.

    Dein Freund braucht offenbar jemanden, den er wirklich betüdeln kann. Vermutlich kompensiert er so seine eigene Problematik, wie auch immer die sich jetzt genau darstellt. Du bist wieder so stark geworden, dass du dich ihm entziehen willst, weil er dich nicht loslassen kann und nicht auf deine wiedererworbenen Fähigkeiten vertrauen will. Er engt dich massiv ein.

    Das du das nicht willst kann ich gut verstehen. Du wirst das Problem aber nicht lösen, indem du versuchst, ihm klarzumachen, was du willst. In der Zukunft kann es durchaus passieren, dass du dich durch den immerwährenden Kampf mit deinem Freund auch evtl. wieder schlechter fühlst.

    Ich vermute, dass dein Freund sich derart auf dich konzentriert, um von seinen eigenen massiven Problemen abzulenken. Es gibt mehrere psychiatrische Diagnosen, die sein Verhalten erklären.

    Er sollte sich dringendst in psychiatrische Behandlung geben, denn von alleine bekommt ihr das Problem nicht in Griff. An deiner Stelle würde ich das von ihm verlangen. Um das zu erreichen mußt du vermutlich sehr direkt und energisch auf ihn zugehen. Wenn er überhaupt reagiert, dann wahrscheinlich erst aufgrund massiven Drucks, wenn er das Gefühl hat dich wirklich zu verlieren.

    Denke an dich und dein Kind. Du bist zwar auf einem sehr guten Weg, aber wenn die Probleme noch größer werden, kann es auch für dich evtl. wieder schwierig werden. Lasse dich zu nichts drängen was du nicht willst.

    Bleibe stark, setze ihm klare Grenzen. Schrecke nicht davor zurück, die Beziehung in Frage zu stellen, wenn er nicht zügig einsichtig wird. Vor allem kommuniziere das auch ihm gegenüber.

  6. User Info Menu

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass du dich so erfolgreich aus der psychiatrischen Schiene herausarbeiten konntest.

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Wenn man sein Leben und den Alltag wieder in Griff hat, möchte man auch alles wieder selbst erledigen.

    Dein Freund braucht offenbar jemanden, den er wirklich betüdeln kann. Vermutlich kompensiert er so seine eigene Problematik, wie auch immer die sich jetzt genau darstellt. Du bist wieder so stark geworden, dass du dich ihm entziehen willst, weil er dich nicht loslassen kann und nicht auf deine wiedererworbenen Fähigkeiten vertrauen will. Er engt dich massiv ein.

    Das du das nicht willst kann ich gut verstehen. Du wirst das Problem aber nicht lösen, indem du versuchst, ihm klarzumachen, was du willst. In der Zukunft kann es durchaus passieren, dass du dich durch den immerwährenden Kampf mit deinem Freund auch evtl. wieder schlechter fühlst.

    Ich vermute, dass dein Freund sich derart auf dich konzentriert, um von seinen eigenen massiven Problemen abzulenken. Es gibt mehrere psychiatrische Diagnosen, die sein Verhalten erklären.

    Er sollte sich dringendst in psychiatrische Behandlung geben, denn von alleine bekommt ihr das Problem nicht in Griff. An deiner Stelle würde ich das von ihm verlangen. Um das zu erreichen mußt du vermutlich sehr direkt und energisch auf ihn zugehen. Wenn er überhaupt reagiert, dann wahrscheinlich erst aufgrund massiven Drucks, wenn er das Gefühl hat dich wirklich zu verlieren.

    Denke an dich und dein Kind. Du bist zwar auf einem sehr guten Weg, aber wenn die Probleme noch größer werden, kann es auch für dich evtl. wieder schwierig werden. Lasse dich zu nichts drängen was du nicht willst.

    Bleibe stark, setze ihm klare Grenzen. Schrecke nicht davor zurück, die Beziehung in Frage zu stellen, wenn er nicht zügig einsichtig wird. Vor allem kommuniziere das auch ihm gegenüber.
    Ich danke dir für all deine Ratschläge.
    Du hast es genau richtig beschrieben, genauso sieht das aus nämlich.
    Er meint auch wenn ich was machen will alleine mir wichtig ist, ich hätte einen Schaden.
    Ich weiß das er psychisch am Ende ist, es nur nicht wahr haben will und es runter spielt.
    Ich kenne das ja, ich hab eine Weile gebraucht zu verstehen das ich was ändern muss.

    Habe mir heute morgen das gekauft was ich kaufen wollte. Von meinem eigenen Geld. Ich weiß das ihm das nicht gefällt, aber es ist mein Geld. Er stellt es auch da zum Beispiel immer so dar als wäre es unseres. Ist es aber nicht.
    Ich fühle mich einfach momentan einfach viel glücklicher wenn er nicht da ist, dann kann ich tun was ich will, fühle mich nicht so kontrolliert. Er ist auch dauernd mies drauf und ich bin voller Energie und motiviert.
    Aber er zieht mich dabei leider auch schnell runter.
    Versuche mich aber wieder hoch zu puschen mit den schönen Dingen die ich so tue.
    Auch eben jetzt habe ich viele Aufträge die ich erledigen möchte. Er schimpft darüber und meint ich würde mein Kind nicht sehen wollen, weil sie bei Oma und Opa ist, eben damit ich das erledigen kann. Er schimpft und sagt meine Aufträge seinen mir wichtiger. Dabei habe ich da aber eine Frist einzuhalten und es ein super Ausgleich.

    Es wird ein schwieriger Weg sein, aber werde die Tipps umsetzen.
    Viele Grüße an euch.

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du das schaffst.

  8. Inaktiver User

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Da bin ich sehr bei maryquitecontrary.

    Zudem. Eine Doku habe ich gesehen, in der es - sehr tragisch, sich zeigte, dass ein Paar sich trennte, als eine todkranke Frau eine lebensnotwendige Transplantation bekam, die ihr ca. 2 Jahre schenkte. Der Partner konnte nicht damit umgehen, dass seine Freundin leben wollte, wieder eigenständig leben konnte. Sie starb nach diesen 2 Jahren, aber lebte ihr Leben, so wie sie es wollte.

    Es gibt in der Psychologie einen Begriff, "der tertiäre Krankheitsgewinn besteht in Vorteilen für die Umgebung des Erkrankten. Beispielsweise kann für Angehörige die zu erbringende Pflege als Bereicherung empfunden werden, da der Pflegende spürt, gebraucht zu werden, eine besondere Kompetenz erhält und sich so als Heilsbringer sehen kann (in D.E. Biegel, E. Sales, R. Schulz: Family caregiving in chronic illness. Newbury Park, Sage, 1991.). Im weitesten Sinne erhalten alle Berufe des Gesundheitswesens einen tertiären Krankheitsgewinn, siehe auch Helfersyndrom." Quelle Wikipedia.

    Nichtsdestotrotz. Auch ich denke: reden, reden, reden.

    Alles Gute für Euch,

    narrare.

  9. User Info Menu

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Ich sehe das selten so radikal, aber meiner Meinung nach wird hier alles Reden nicht helfen. Der Partner kann aus seinen eigenen Ängsten und Gefühlen von Minderwertigkeit heraus nicht anders, als die TE klein zu halten. Das hast du schon richtig erkannt, Lunafe, dass er versucht - ohne böse Absicht, aber dennoch - dich zu erpressen und deinen Radius einzuschränken. Dass du so stark und frei geworden bist macht ihm Angst, so dass er nicht anders kann als dich zurück zu halten.

    Ganz ganz toll, was du geschafft hast! Bei aller Dankbarkeit für die Unterstützung deines Partners wirst du nicht umhin kommen, dich von ihm zu trennen, so meine Prognose.

    Alles Gute!

  10. Inaktiver User

    AW: Mein Leben wieder im Griff, mein Partner stört das! (lang)

    Man darf nicht unterschätzen, was es für einen Menschen bedeutet, jahrelang einen psychisch Kranken zu begleiten. Dass das in irgendwelchen Hinsichten einen "Vorteilsgewinn" mit sich bringt, möchte ich in vielen Fällen arg bezweifeln: eher macht es selbst fertig und im schlimmsten Fall sogar ebenfalls krank.

    Es ist eine Riesenleistung von ihm, dass er immer für dich da war - so schlecht, wie es dir ging, wie du hier beschreibst, dass du nichts allein machen konntest. Ihm jetzt zu unterstellen, dass er ich niederdrücken wollte/will, muss sehr verletztend für ihn sein.

    Vermutlich ist es selbst völlig erschöpft - und wünscht sich einfach nur Ruhe!? Er möchte sich freuen, dass es dir nun endlich besser geht - und er möchte ein normales Leben mit dir führen und sich auch erst mal etwas überhaupt erholen. Aber jetzt hat sich so viel verändert - für dich ein großes Glück - für ihn neue Umstellung und Stress. Jetzt muss er erst mal sehen, wie er wieder auf die Beine kommt - ohne dich, ohne Unterstützung von dir (was ihn vermutlich sehr schmerzt, weil er dich die Jahre ja auch unterstützt hat).

    Ich denke auch, dass es für euch keine Zunkunft mehr gibt.

Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •