Hallo ihr Lieben,
in meiner Partnerschaft kriselt es gewaltig. Irgendwie können wir nicht mehr miteinander reden.
Ich fühle mich hin und her gerissen. Einerseits sind da meine erwachsenen bis fast erwachsenen Kids, die zum Teil noch meine Unterstützung brauchen und bei mir wohnen.
Andererseits ist da mein Lebensgefährte, der mich gerne ganz für sich hätte. Er sieht schon ein, dass das derzeit eben nicht geht.
Aber er zieht sich immer weiter von mir zurück. Wir verleben schöne Zeiten miteinander, aber es fühlt sich so leer an, ohne Zukunftsperspektive. Wo früher ein "wir" war ist jetzt viel mehr "ich" und "ich". Er lebt sein Leben und ich lebe meines. Langsam verkommt die Beziehung zu einer guten Freundschaft.
Er ist nett und freundlich, die gemeinsam verbrachte Zeit meistens schön und harmonisch. Das wars.
Ich liebe und begehre ihn nach wie vor, aber irgendwie geht er darauf nicht mehr so ein wie früher.
Er meinte, dass ich für ihn "keine freie Frau" wäre, das wäre ihm damals Ende Jänner anlässlich des Eklats mit meinen Söhnen erst so richtig klar geworden. Ich kann mit dem Terminus nichts anfangen.
Wieso "keine freie Frau"? Ich bin seit Jahren geschieden und es gibt keinen anderen Mann in meinem Leben. ER ist der Mann in meinem Leben.
In werders strang hab ich viel lernen können - wie ich hoffe - wie die andere Sicht aussieht.
Trotzdem seh ich mich nicht draus und erhoffe mir input. Meine Söhne sind fast 20 und fast 18 Jahre alt. Die Zeit, die sie mich noch brauchen ist also absehbar kurz. Er aber fürchtet, dass das noch Jahre so weiter gehen wird und zieht sich schon mal präventiv als Selbstschutz sozusagen zurück. Soweit meine Interpretation.
Mein exmann und KV kümmert sich überhaupt nicht um seine Söhne. Was ein Glück zu sein scheint, denn wenn er mal auf der Bildfläche erscheint, werden Dramen inszeniert.
Wer hat noch Erfahrungen auf dem Gebiet?
Wie seid ihr mit so einer Konstellation umgegangen?
Was ist sinnvoll?
Wie schaffe ich den Spagat, einerseits noch für die Kids dazusein und andererseits meine Beziehung zu erhalten?
Danke, Igraine
Antworten
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21.04.2014, 08:25Inaktiver User
jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
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21.04.2014, 08:36
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
guten morgen

was konkret beklagt er denn?
also in welchen situationen bist du mehr für die kids als für ihn da?Es wird Zeit für eine neue Signatur
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21.04.2014, 08:56Inaktiver User
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
Liebe twix,
hm, nunja, ich lebe sehr viel Alltag mit den Söhnen, führe hier bei mir den Haushalt, kaufe ein, wasche etc...
früher war er oft hier und ich war oft bei ihm drüben. Er hat hier am Alltag auch teilgenommen, jetzt kommt er auf Besuch her, kurz mal zum Essen oder einen Kaffee trinken. Ich geh rüber zu ihm, aber ich mag nicht da wie dort einen Haushalt führen, quasi zwischen den Wohnungen hin und her rennen und an zwei Standorten die Hausfrau sein.
Früher was das kein Problem, er hat viel bei sich gemacht und ich ein bisschen, ich hab viel bei mir gemacht und er ein bisschen. Es war ausgewogen, so hab ich es empfunden.
Früher hat er wesentlich mehr Anteil an meinem Leben mit den Kindern - auch an den Schwierigkeiten - genommen. Ich verstehe ja, dass er dazu keine besondere Lust (mehr) hat nur wie soll ich was ändern?
Es dauert einfach ein bisschen, bis die beiden Söhne soweit sind.
Reden funkt nicht wirklich, es kommt wenig im Gespräch von ihm. Bin ratlos.
Igraine
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21.04.2014, 09:10
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
Guten Morgen!
Ich habe zwar keinerlei Erfahrung mit einer solchen Konstellation, aber mir ist was aufgefallen, was vielleicht trotzdem eine Anregung wert ist.
Er zieht sich präventiv zurück an einem Punkt, wo völlig klar definiert ist, dass auch das jüngste Kind demnächst volljährig wird. Du bist dann wieder ein weiteres Stück `raus aus dem Muttermodus. Auch wenn sie dich noch brauchen - aber es wird immer weniger und deine Aufsichts- und Anwesenheitspflicht ist dann wirklich hinfällig.
Vielleicht ist das mit der "freien Frau" -was ich ohnehin für Blödsinn halte- eine vorgeschobene Ausrede und tief in seinem Innern sieht er weitere eigene Freiheiten schwinden? Vielleicht zieht er sich präventiv zurück, weil er die Situation auf sich zukommen sieht, dass ihr beide sehr bald "nur noch" ein Paar sein werdet, weil deine weiteren Verpflichtungen weniger werden?
Das zumindest war bei der Beschreibung deiner Situation mein erster und einziger Eindruck.
Kannst du damit irgendwas anfangen?
Liebe Grüße, Mitternacht
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21.04.2014, 09:17Inaktiver User
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
Erwartet er von dir, dass du seinen Haushalt machst oder wie ist das zu verstehen? Meint er mit "du bist keine freie Frau", dass du nicht "frei" bist, seine Hausfrau zu spielen? (Ich frage, weil du das mit der Hausfrau an 2 Standorten so betonst.)
Wie sind/waren denn die Pläne? 1 Haushalt, sobald die Kinder ausgezogen sind?
Oder stört ihn, dass du wegen des Alltags mit deinen Kindern nicht genug Zeit für ihn hast? Aber da sie (beinahe) erwachsen sind, werden sie doch sowieso größtenteils ihr eigenes Leben haben, viel unterwegs sein, Freunde/Freundinnen treffen, auswärts schlafen usw.? Da müsste doch genug Freiraum für euch als Paar bleiben.
Was genau stört ihn?
Oder kann es gar sein, dass die Jungs ein Vorwand sind und es eigentlich um was anderes geht?
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21.04.2014, 09:22
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
Hab dir geschrieben:-)
Es wird Zeit für eine neue Signatur
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21.04.2014, 09:22Inaktiver User
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
was macht denn eine beziehung aus für dich, igraine?
am anfang stehen hormone, kennenlernen etc., klar. aber dann kommt doch die frage: was fangen zwei menschen miteinander an?
was außer sex, kino und konsum tun sie zusammen? was leben sie zusammen?
die meisten paare leben dann den alltag zusammen, vom einkaufen und putzen bis zum gemeinsamen kümmern und familie und freunde.
dabei erlebt man sich ja auch gegenseitig.
bei euch, wenn ich das richtig verstehe, findet das nicht statt, weil es mit deinen söhnen nicht funktioniert.
da hat der mann doch völlig recht: du bist nicht frei für eine "richtige" beziehung - du kannst dich nur begrenzt einlassen.
ob du den mann liebst oder nicht, spielt keine große rolle dabei, glaube ich. eine liebe zu spüren ist das eine - aber dann kommt die frage, wie weit lebt man sie aus.
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21.04.2014, 09:23
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
Hallo Igraine,
wie lange bist du mit diesem Mann schon zusammen?
Habt ihr schon mal über eure gemeinsame Zukunft gesprochen?
Ich verstehe den Part nicht ganz, was der Exmann bzw. KV noch für eine Rolle spielt?
Was bedeutet Werders Strang?
gruß
vd
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21.04.2014, 09:25Inaktiver User
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
Wie stellst du dir denn eine gemeinsame Zukunft vor ? Was war diesbezüglich von euch mal geplant ?
War geplant, irgendwann eine gemeinsame Wohnung als Paar zu nehmen ? Ist das in weite Ferne gerückt ? Warum ?
Deine Kinder sind 18 und 20 Jahre alt. In dem Alter ist man als Mutter nicht mehr sonderlich gefragt, im positiven Sinn, das weiss ich aus Erfahrung, man hat (wieder) mehr Zeit für ein eigenes Leben.
Warum glaubt denn dein Freund, dass deine Kinder dir noch ewig am Rockzipfel hängen ? Eine gemeinsame Wohnung mit ihm und deinen Kindern ist wohl nicht diskutabel, was ich gut verstehen kann.
Gruß ElliGeändert von Inaktiver User (21.04.2014 um 09:30 Uhr)
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21.04.2014, 09:30
AW: jugendliche/erwachsene Kinder/Stiefkinder und neue Partnerschaft
Hallo Igraine,
es ist ja auch wohl kaum Sinne und Zwecke einer Partnerschaft, zwei Haushalte
zu führen. Erwartet er von Dir, dass Du Dich in seinem Zuhause einbringst? Oder
ist das ein Rucksack, den Du Dir selbst umgehängt hast?
Auf der einen Seite sagst Du, es kommt wenig im Gespräch mit ihm, andererseitsFrüher hat er wesentlich mehr Anteil an meinem Leben mit den Kindern - auch an den Schwierigkeiten - genommen. Ich verstehe ja, dass er dazu keine besondere Lust (mehr) hat nur wie soll ich was ändern?
artikuliert er seine Bedenken: er fürchtet, dass das noch Jahre so weiter gehen wird.
Die Frage ist, was er denn genau damit meint.
Geht es um den Faktor gemeinsame Paarzeit?
Nerven ihn Deine Söhne?
Es wäre wichtig, den Störfaktor aus seiner Sicht wirklich zu kennen.
Dann kannst Du auch entsprechend reagieren.
Du benutzt das Wort "Stiefkinder" in Deinem Titel.
Deine Kinder sind nicht seine Stiefkinder.
Hast Du ihm vielleicht diese Rolle zugeschrieben - und er wehrt sich?


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