Antworten
Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Verlustangst?

  1. User Info Menu

    Verlustangst?

    Hallo zusammen,*


    ich habe folgendes Problem:


    Ich glaube, unter Verlustängsten zu leiden, zudem bin ich ein bisschen anhänglich.*


    Mein Freund und ich kennen uns seit anderthalb Jahren. Wir sind seit kurzem auch zusammen. Wenn es nach mir ginge, würde ich mich jeden Tag melden, aber ich halte mich bewusst zurück, weil ich ihn nicht nerven will damit. Jetzt ist es mittlerweile so, dass ich mich fast gar nicht mehr von selbst melde, sondern ihn machen lasse, reagiere aber immer wenn er sich meldet. In den letzten zwei Wochen hat er mehrmals angemerkt, dass ich mich ruhig öfter melden sollte. Genau sowas wollte ich eigentlich auch von ihm hören, aber ich hab da trotzdem Hemmungen. Ich habe immer Angst, ihn zu stören. Ich will mir da einfach nicht so viele Gedanken drüber machen. Er ist mir so wichtig, und es tut immer gut, wenn er sich meldet, weil ich dann genau weiß, dass er es möchte und an mich denkt.*


    Jetzt war ich gestern Abend bei ihm, wir haben auch was getrunken, sowas verträgt er eigentlich nicht, genauso wenig wie ich. Wir wollten uns heute Abend evtl sehen, er sagte, ich soll mich melden. Jetzt habe ich ihm vorhin geschrieben, wie es ihm ginge, er sagt nicht so gut wegen dem Alkohol noch. Verstehe ich voll und ganz. Aber ich werde diese blöden Gedanken nicht los, er sagte, er würde jetzt eben erstmal ein Schläfchen machen, kann durchaus sein, dass wir uns nicht mehr sehen, der verträgt wirklich überhaupt nichts. Und meine Gedanken kreisen gerade wie sonst was, dass ich ihm vielleicht nicht so wichtig sein könnte, dass er mich gerade abgewiesen hat usw. Das ist doch Schwachsinn. Ich weiß nicht, wie ich das abstellen kann. Ich bin leider jemand, der sich schnell abgewiesen fühlt, nur weil mir jemand nicht ständig zu Füßen liegt. Und dass er sich jetzt schlecht fühlt ist völlig verständlich, wäre ich an seiner Stelle, würde ich auch lieber noch schlafen. Ich wünsche mir einfach jemanden, der mir sagt, dass alles ok ist und es bescheuert ist, dass ich mir so einen Kopf mache. Dass es dafür keinen Grund gibt.


    Kennt jemand sowas, kommt euch das irgendwie bekannt vor?


    Lieben Dank und Gruß,*

    Honigbiene1990

  2. User Info Menu

    AW: Verlustangst?

    Ich kenne es, wenn das Gedankenkarousell anfängt zu drehen, und ich denke auch, dass Verlustängste und Unsicherheit gerade am Anfang der Beziehung total normal sind.
    Hast du schon einmal versucht, dich einfach ganz platt mal abzulenken, wenn du dir Gedanken machst? Schnapp dir n Buch, geh Spazieren, schau einen Film, irgendetwas? Damit entspannt man sich selber und tritt dem Freund auch nicht so verkrampft gegenüber.

  3. User Info Menu

    AW: Verlustangst?

    Ich habe versucht, mich abzulenken, aber oft mit wenig Erfolg. Ich möchte einfach das Problem bekämpfen, nur weiß ich nicht, wie...

  4. User Info Menu

    AW: Verlustangst?

    Hast du dieses Problem vorher auch schon gehabt, oder ist es erst bei ihm aufgetreten?
    Wie waren deine Beziehungen davor?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  5. Inaktiver User

    AW: Verlustangst?

    Aus eigener Erfahrung sage ich dir, es muss irgendwas in deiner Kindheit gewesen sein, dass das so extrem auslöst. Bei mir war es der Opa, der gestorben ist und man hat es mir nicht gesagt. Ich war erst 4, und wusste nicht, dass der Opa nicht freiwillig nicht wiedergekommen war. Ein Kind in dem Alter bezieht alles auf sich, es hat keine Wahl, und denkt, der Opa kam nicht zurück, weil es etwas falsch gemacht hat.
    So denke ich oft darüber nach, was ich machen soll, wenn ich jemanden nicht wieder sehe, ob ich etwas falsch gemacht habe usw. Eine Verhaltenstherapie hat mir sehr geholfen, das umzudeuten und etwas entspannter mit Wartesituationen unzugehen. Das würde ich dir auch empfehlen.

  6. User Info Menu

    AW: Verlustangst?

    Hallo Honigbiene

    Ja, das kenn ich von mir auch. Ich mache eine Verhaltenstherapie und mir hilft es sehr weil ich mich dadurch besser kennenlerne und langsam verstehe woher dieses Grübeln u d Zweifeln kommt. Es ist angelernt. Man kann es umlernen. Aber es ist schwierig und braucht Zeit. Ich habe selbst ein grosses Stück Arbeit vor mir, aber es tut gut wenigstens das Ganze schon ein wenig besser zu verstehen.

    Ich bin mit meinem Freund schon länger zusammen und habe trotzdem manchmal so doofe Zweifel. Sie haben nichts mit ihm zu tun sonder mit meinen Erfahrungen und Mustern. Vielleicht hilft es dir auch wenn du dir sagst: das sind meine gelernten Gedanken. Sie kommen automatisch und ich will und ich kann sie ändern.

Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •