Liebe TE,
die meisten Schreiberinnen hier halten wenig von einer Heirat, wie man es in anderen Strängen lesen kann. Ich habe da eine andere Meinung: für mich ist eine Beziehung nur dann wirklich ernst gemeinst, wenn eine Heirat nach einer angemessenen Zeit beabsichtigt und durchgezogen wird.
Also, mein Segen hast du![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 143
-
13.03.2014, 21:28
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
-
13.03.2014, 21:53
-
13.03.2014, 23:56Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
Danke für eure Antworten. Ich werde ein bisschen kreuz und quer darauf eingehen.
Das Wort "Antrag" war bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Weil sich eine Heirat für mich - finanziell - nachteilig auswirken könnte, muss die Intiative von mir kommen. Es macht ja niemand einen Vorschlag, der für den Anderen offensichtliche Risiken birgt.
Aber die finanzielle Verantwortung zu übernehmen schreckt mich nicht ab.
Ich sehe mich aber auch in der Pflicht, für den Fall eines Scheiterns Vorsorge zu tragen, hier kommt dann der Versorgungsausgleich ins Spiel. Reduzierte Rentenansprüche könnten zu Verpflichtungen für meine Kinder führen, soll so nicht eintreten.
Aber ein Ausschluss des Versorgungsausgleichs ist irgendwie auch wieder nur eine halbe Sache.
Vielleicht wäre kurz der Renteneintritt ein guter Zeitpunkt für eine Hochzeit. ;-)
Ich weiß auch nicht, ob mein Partner vor diesem Hintergrund überhaupt ja sagen würde. Aber ich will ja erst einmal meine Gedanken sortieren.
Wenn ich darüber nachdenke, die Ehe ist für mich mehr eine Vertragsangelegenheit als eine Gefühlssache. Für unser Zusammenleben brauche ich die Urkunde nicht. Und um eine Hochzeitszeremonie und große Bekanntgabe ginge es mir auch nicht.
Das Wort Mann oder Frau ist für mich schon an verheiratet gebunden, sonst fühle ich mich schnell bemüßigt, das richtig zu stellen. Ich weiß eigentlich gar nicht, warum. Und weil mir Partner, Lebensgefährte oder LAG zu sperrig sind, spreche von Freund oder lasse den Beziehungsstand gleich ganz außen vor.
Vielleicht würde ich gern Klarheit und Eindeutigkeit für die beteiligten Familien schaffen. Und da auch Rechtssicherheit schaffen. Ich hoffe mal, dass meine erwachsenen Kinder die Wünsche/Bedürfnisse meines Partners in einer Notsituation von mir respektieren würden, wiel das mein Wunsch wäre. Aber weiß ich's? Sie haben ja eigentlich gar keine Beziehung zu ihm. Und umgekehrt, hätte ich gern Sicherheit, in einer Notsituation meines Partners mich nicht zusätzlich und ohne jegliche Ansprüche mit seiner Familie auseinandersetzen zu müssen.
Ist es das, was bei mir dahintersteckt? Vielleicht.
Wir sind ja nun beide schon älter und haben jeder eigene Familiengeflechte. Und da kann man nur durch Heirat einen Platz für den anderen sichern, wie ich es sehe.
-
14.03.2014, 09:15Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
So sehe ich das nicht. Wer nur Milch trinken will, braucht keine Kuh kaufen.
Du kannst durch "Einzelregelungen", die auf dich/euch zugeschnitten sind, alles verbindlich regeln, was du regeln möchtest. Mein Partner und ich haben beispielsweise eine sog. "Gesundheitsvollmacht" für den Krankheitsfall. Wir bekommen Auskünfte von Ärzten, sind nicht auf den Goodwill der Kinder des jeweils anderen angewiesen. Für den Todesfall kannst du ein Testament machen, wenn du ihn bedenken möchtest etc. etc. Die Einzelregelungen machen mehr Arbeit, da du dich um jedes Gebiet einzeln kümmern bzw. darüber nachdenken musst, aber dafür sind sie passgenau.
Ohne Trauschein kannst du halt deine Rente nicht als Hinterbliebenenrente weitergeben und auch die Freibeträge im Erbfall fallen weg.
Nebenbei: auch bei Rentnern wird im Trennungsfall ein sog. "Versorgungsausgleich" gemacht, von demher bringt es unter dem Aspekt nichts, erst im Ruhestand zu heiraten. Das wissen viele nicht. Im dümmsten Fall fällt bei einer Eheschließung im fortgeschrittenen Alter die Hinterbliebenenrente weg, da die Ehe als "Versorgerehe" tituliert wird und ein Anspruch damit verwirkt ist.
Was deine Kinder erwarten ? Das ist erstmal egal, es bleibt die Frage, wie du alles regeln möchtest. Wenn du deinen Partner zu ihren Lasten in irgendeiner Form begünstigen möchtest, so ist das deine Sache.
Gruß ElliGeändert von Inaktiver User (14.03.2014 um 09:23 Uhr)
-
14.03.2014, 09:28Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
Mangels Mann muss ich mir über sowas keine Gedanken machen, aber grundsätzlich hat sich meine Einstellung dazu schon mehrmals geändert. Früher war ich felsenfest davon überzeugt, nie heiraten zu wollen. Dann dachte ich, wenn ich den "Richtigen" finde, wäre eine Hochzeit/Ehe schon schön. Inzwischen bin ich eher wieder zur Anti-Ehe-Einstellung übergegangen.
Also, der momentane Stand sieht ungefähr so aus: Hochzeit wäre schon schön/romantisch, aber Ehe will ich nicht.
-
14.03.2014, 10:49Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
Diese Option lässt sich durchaus umsetzen: die Zeremonie mit einem freien "Zeremonienmeister" oder in der Kirche.
Es wird häufig nicht sonderlich gerne gesehen, wenn ein Paar eine Segnung bzw. das Sakrament möchte, wenn die "staatliche" Eheschließung fehlt, aber es ist durchaus möglich, denn zwingend ist diese "Verbindung" längst nicht mehr. Für mich hat beides nichts miteinander zu tun: "die Ehe ist ein weltlich Ding", hat schon Luther gesagt.
Wäre für mich durchaus auch eine Option. Mal sehen......
Gruß Elli
-
14.03.2014, 11:14Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
Ich habe mit der Kirche nichts am Hut, von daher fällt das weg. Aber die Idee ist trotzdem gut. Ich war vor 'ner Weile auch bei einer Hochzeit: Am 1. Tag wurde standesamtlich im Familienkreis geheiratet, am 2. Tag gab es eine "freie Trauung" im großen Kreis. Allerdings war der Redner ein guter Freund (also kein Profi), aber der hat das so toll gemacht, dass das - und die komplette Feier - wohl niemals jemand vergessen wird. Die ganze Feier war alles gleichzeitig: romantisch, bewegend, lustig, perfekt organisiert, locker. Einfach traumhaft.
Sowas wäre wirklich eine schöne Option. So steife Veranstaltungen wären eh nicht mein Ding.
-
14.03.2014, 11:17Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
Hallo Lea, du bist vermutlich Jg. 58, ich bin Jg. 59 und werde demnächst zum 2. Mal heiraten.
Für mich spielt die Verbundenheit eine große Rolle und ich möchte seinen Namen tragen. Wir möchten ganz offiziell Mann und Frau sein.
Außerdem haben wir eine Risiko-LV für den jeweils anderen, wovon ein LG nur 20.000 steuerfrei erben dürfte. Weiterhin haben wir ein Haus gekauft, das wir gerade renovieren und möchten im Todesfall dem Überlebenden das Vorerbe sichern. Sicher kann man alles auch anderweitig regeln. Ich hatte mir schon mal einen Vorentwurf vom Notar schicken lassen. Es ist alles erheblich komplizierter und letztlich ist ein LG kein Erbe, was uns aber wichtig ist.
-
14.03.2014, 11:21Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
Das mit den Versorgungsansprüchen wusste ich nicht, ich dachte wirklich es werden nur die in der Ehezeit erworbenen aufteilt. Danke für den Hinweis.
Dei Möglichkeiten der sonstigen Einzelregelungen sind mir im Prinzip klar, aber da gibt es neben der juristischen Seite auch noch eine emotionale.
Ich stelle mir gerade vor, dass meinem Partner etwas zustößt, Krankenhaus, vorübergehend oder auf Dauer hilfsbedürftig. Seine Eltern reisen an und sind der Meinung, der „Junge“ ist bei ihnen am besten aufgehoben und versorgt. Und dann präsentiere ich, besorgt und mit nicht gerade besonders kühlem Kopf, den verständlicherweise ebenso besorgten, aufgeregten Eltern eine Vorsorgevollmacht und sage, nee, ich darf entscheiden und behalte ihn hier. Und dazwischen befindet sich ein kranker Mensch, um den gezerrt wird.
Ich hätte so etwas nicht gern.
Da hat eine Ehefrau dann doch eine andere Stellung, jedenfalls bei konservativ geprägten Menschen. Die Positionen sind geklärt, man kann ruhiger besprechen, was die beste Lösung ist, die ja sogar die Versorgung bei den Eltern sein kann. Aber es ist eben klar, wer da mitentscheidet.
Ich hoffe natürlich überhaupt nie in solche Szenarien hineinzugeraten und weiß auch, dass man sich nicht auf alles im Leben vorbereiten kann. Aber es gab eben auch schon einmal zu Beginn unserer Beziehung eine ansatzweise ähnliche Situation, daher ist es nicht ganz aus der Luft gegriffen.
-
14.03.2014, 11:21Inaktiver User
AW: Heirat – ja, nein, warum und überhaupt
Nur zum Verständnis: was genau an Ehe willst du nicht?
Ich kann nicht recht nachvollziehen, wieso man heiraten will aber nicht verheiratet sein?
Wie du deine Ehe gestaltest ist doch dir überlassen. Was genau stört dich also daran bzw wie kannst du Heirat und Verheiratetsein trennen?


Zitieren

