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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Was ist schon normal? auch ich habe mich schon fremdverliebt, passiert doch den besten

    Liebst du deinen Freund noch?
    War hier irgendwann mal von Liebe die Rede? Habt ihr noch Sex?

    Erstmal finde ich es sehr gut dass du die Beziehung kritisch überdenkst da ihr ja an einer Schwelle steht. Du beschreibst deinen Freund sehr pragmatisch, mehr wie einen guten Freund, etwas leidenschaftslos.
    Du musst dir überlegen wo du in 5 Jahren bist…. Siehst du ihn an deiner Seite? Eine Familie? Oder engt dich der Gedanke ein?

    Ich war auch in einer langen Beziehung (7 Jahre) aus der ich dann ausgebrochen bin, da war ich 30. Bei uns stand auch an Heiraten, Kinder usw. Ich hab mich aber haltlos in einen anderen verliebt. Mein Leben wurde dadurch recht chaotisch und nichts verlief mehr nach Plan. Ich wurde ungeplant schwanger, war alleinerziehend und mein eigentlicher Lebensplan zerfiel in tausend Scherben. Trotzdem, es war mein Weg und er war richtig! Obwohl ich nun eben nur ein Kind habe…. Ich bin froh dass es so gekommen ist. Bin inzwischen auch wieder in einer langen Beziehung (8 Jahre) und alles ist gut. Ein Mann bei dem es immer noch knistert wenn ich ihn sehe. Mit meinem Ex wäre ich wohl trotz Kinder usw nicht glücklich geworden. Eine Trennung wenn man Kinder hat ist ja nun wirklich kein Spass.

    Versteh mich nicht falsch, ich will dir nicht raten die Beziehung zu beenden…. Aber ein kritisches Nachdenken kann nicht schaden. Und nochmal: liebst du ihn noch?

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Zitat Zitat von rosaBlob Beitrag anzeigen
    Wir streiten sehr selten. Bei meinem Partner ist die erste Reaktion auf Konflikt so gut wie immer Mauern, d.h. er wird sehr einsilbig und versucht, das Thema auszusitzen (weil er Angst bekommt). Das hat mich in den vergangenen Jahren öfter mal fuchsteufelswild gemacht.
    Inzwischen haben wir einen Modus Vivendi gefunden, der ein bisschen besser funktioniert, ich sage das Konfliktthema, er zieht sich dann eine Weile zurück um seine Seite durchzudenken, und danach wird geredet. Das funktioniert oft, dafür ist er dann meist sehr sachlich, auch bei emotionalen Themen, was ich doch öfter unbefriedigend finde.
    Ich finde das, was du hier schreibst, höchst bedenklich - auch wenn ihr da einen Modus Vivendi gefunden habt.

    Konfliktfähigkeit ist ein sehr wichtiges Kriterium für einen Partner für eine langfristige Beziehung.
    Und wenn es keinen Streit geben darf, wenn auch emotionale Themen nur "sachlich" besprochen werden können, dann werden die negativen Gefühle (die es in jeder Beziehung auch gibt) immer unter der Decke gehalten, und wenn die nicht zugelassen werden, zermürbt das auch die Liebe.

    Vor diesem Hintergrund finde ich sehr nachvollziehbar, dass du dich fremdverliebst und das immer wieder tun wirst, bis du aus dieser Beziehung ausbrichst.

    Normalerweise halte ich nichts von Eheberatung vor der Hochzeit - aber vielleicht würden euch ein paar Beratungsstunden gut tun, damit ihr aus diesen Mustern herauskommt.


    Meinen Partner empfinde ich als meinen nächsten Angehörigen,...
    Dann sollte man das m.E. irgenwann auch rechtlich absichern - rechtlich ist er "irgendein Bekannter".


    Neu und spannend habe ich aber schon sehr lange nichts an ihm entdeckt (ob das jetzt objektiv so ist, ist eine andere Frage).
    So langweilig ist kein Mensch, dass es nicht immer wieder Neues und Spannendes an ihm zu entdecken gibt, wenn man sich im Laufe der Zeit immer besser kennenlernt und öffnet. (und außerdem entwickeln sich ja auch beide).
    Entweder Ihr seid euch doch bloß oberflächlich nah und es fehlt zunehmende Tiefe in der Beziehung - und/oder Du schaust nicht genau hin.
    Geändert von Marta-Agata (25.02.2014 um 16:10 Uhr) Grund: Tippfehler

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich finde das, was du hier schreibst, höchst bedenklich - auch wenn ihr das einen Modus Vivendi gefunden habt.

    Konfliktfähigkeit ist ein sehr wichtiges Kriterium für einen Partner für eine langfristige Beziehung.
    Und wenn es keinen Streit geben darf, wenn auch emotionale Themen nur "sachlich" besprochen werden können, dann werden die negativen Gefühle (die es in jeder Beziehung auch gibt) immer unter der Decke gehalten, und wenn die nicht zugelassen werden, zermürbt das auch die Liebe.


    .
    Lustig wie unterschiedlich man die Dinge sieht.... Ich fand genau das sehr positiv. Nämlich dass man, trotz unterschielichem Temperament und Streitverhalten Lösungen findet. Streiterei mit massig Emotionen führe meist zu nichts. Ich finde eure Lösung sehr gut und sehe da nicht das Problem

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Das war auch mein Gedanke. Ich finde es auch positiv, dass sie einen Weg gefunden haben.

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Zitat Zitat von rosaBlob Beitrag anzeigen

    Was mir schon sehr fehlt, ist eine Begeisterungsfähigkeit auf seiner Seite, er ist sehr liebevoll, aber es wirkt nie so, als ob er für etwas wirklich brennen würde. Also keine Hobbies die ihn so richtig begeistern, Themen die ihn (positiv oder negativ) stark triggern usw. Er ist ein guter Zuhörer, hat aber sehr wenige Freunde, da er sich auch da nicht engagiert (d.h. sehr wenig Zeit und Aufmerksamkeit investiert).
    Nach seiner Aussage sieht er seine Emotionen auch selbst als flacher an, es ist also nicht so, dass er einfach nicht darüber redet.
    Kann ich verstehen, dass dich das stört. War er schon immer so? Vermutlich wird er dann auch immer so bleiben....

    Im Freundeskreis (und bei mir selbst) habe ich festgestellt, dass die Frauen meistens der aktivere Part sind, mehr Interessen und Freunde haben. Anscheinend legen Männer da generell weniger Wert drauf. Manche Frauen stört es, andere nicht so...

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    "Normal" finde ich das persönlich nicht.
    Auch "Langzeitbeziehung" würde ich anders definieren.
    Vielleicht ist er nicht der Richtige? Oder, wie hier schon geschrieben,nicht der richtige
    für deine potenziellen Kinder.
    Oder du bist grundsätzlich kein Mensch für lange, auf Dauer angelegte Bindungungen,
    sowas gibt es ja auch und ist keine Schande- so lange man anderen und sich nichts
    vor macht....
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Danke euch allen für eure Gedanken und Fragen!

    Ich kann im Moment nicht sagen, ob ich meinen Freund noch liebe. Es ist auf jeden Fall eine große Zuneigung zu ihm da, aber emotional geht es z.Zt. bei mir so sehr auf und ab, dass ich mir keine Aussage über mich selbst zu machen traue.
    Es war von "einfach so weitermachen wie bisher" bis "morgen ausziehen" alles dabei, fast jeden Tag genau in die entgegengesetzte Richtung als den Tag davor.

    Wir haben noch regelmäßig Sex (ca. 1x/Woche) und ich denke, das ist eine durchschnittliche Frequenz nach einigen Jahren Beziehungsdauer. Zu Beginn war es mehr, aber auch das ist ja normal und ich bin mit der Frequenz zufrieden. Durch die Fernbeziehung hat es sich mehr aufs Wochenende gedrängt, das hat für mich einiges an Spannung rausgenommen. Die große Leidenschaft war nie, aber der Sex über die Jahre doch immer zufriedenstellend.

    Mein Partner war immer schon sehr passiv und das wird er sicher auch bleiben. Ich denke, das ist so ein bisschen der Knackpunkt, den ich für mich jetzt identifiziert habe, auch mit Hilfe eurer Fragen. Das Thema habe ich über die Jahre ein paar Mal angesprochen, er hat sich dann auch immer ein paar Wochen bemüht, aber ganz offensichtlich ist es ihm einfach vom Charakter her fremd, aktiver zu sein, und das Engagement hat dann wieder abgenommen.
    Ich werfe ihm das auch nicht vor, und hatte mir zumindest rational überlegt, dass diese gewisse Langeweile, die sich dadurch in der Partnerschaft ergibt, sich ausgleicht über die ganzen guten Eigenschaften, die er hat - irgendwelche Dinge, die einen stören, gibts ja in jeder Partnerschaft.

    Ich vermute inzwischen, dass der Grund, warum ich mich schon wieder verliebt habe, wohl daran liegt, dass ich mir das zwar rational so vorgenommen habe, es aber emotional/unbewusst anders aussieht. Klingt das plausibel?

    Wenn ich daran denke, was ich in den nächsten 5 Jahren machen will, dann haben sich die Wünsche eigentlich nicht geändert - ich möchte gerne eine Familie gründen und ankommen. Aber in den letzten Tagen ist mir zumindest klargeworden, dass ich nicht aus der Angst heraus bleiben möchte, womöglich überhaupt nie Kinder zu haben (was wohl auch nicht sooo selten vorkommt). Das fände ich unehrlich, für die Kinder nicht gut, und keine Kinder zu haben wäre für mich zwar sehr schade, aber kein Weltuntergang.
    Der Gedanke, eventuell einen Partner zu finden, der von sich aus aktiver ist (also Hobbies & Freunde hat und pflegt), fühlt sich gut an, der Gedanke, einen Menschen zu verlassen, den man eigentlich sehr schätzt, überhaupt nicht .

  8. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Wir haben noch regelmäßig Sex (ca. 1x/Woche) und ich denke, das ist eine durchschnittliche Frequenz nach einigen Jahren Beziehungsdauer.


    Es wäre vielleicht "durchschnittlich", wenn ihr beide keinen Spaß dran habt,

    doch es ist individuell,
    für mich persönlich wäre das eine Zeichen, dass es dem Ende zugeht,

    Karla

  9. gesperrt

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Schonmal an eine offene Beziehung gedacht?

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    AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?

    Nach deinem letzten Post (ist ja schon ne Weile her) glaube ich nicht dass er der Richtige ist.
    Ich finde dich übrigens sehr ehrlich und klar!
    Dein Kopf sagt: der ist der richtige für Familie und Kinder, zuverlässig, er liebt dich, du kennst ihn....
    Dein Bauch sagt was anderes.
    Du hast die Wahl: bleiben und Familie gründen
    Vermutlich wirst du ihn in 5 oder 10 Jahren betrügen und hier dann in einem anderen Themenstrang schreiben.
    Oder du gehst und gibts dir und ihm ne chance.
    Ja, das tut weh. Aber Ehrlichkeit ist nicht immer ein Tanz auf Rosen.
    Viel Glück, du wirst das richtige tun, da bin ich mir ganz sicher!

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