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23.02.2014, 14:30
AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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23.02.2014, 14:39
AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?
Es gibt Menschen, die brauchen laufend irgendein Drama. Die kommen mit "normalem Alltag" nicht zurecht.
Vielleicht suchst du auch einen Partner, den es nicht gibt: Den perfekten. Den, der alle Pluspunkte in sich vereinigt und nur Negativpunkte mitbringt, mit denen du locker leben kannst.
Wenn dir langweilig ist, tu was dagegen.
Dein Partner ist nicht für dein Entertainment zuständig.
Zum Verlieben muss man innerlich "bereit" sein.
Ansonsten beläßt man es bei einer kleinen Schwärmerei und geht seiner Wege. Wissend, dass man einen Hormonhaushalt hat und wissend, dass nobody perfect ist. Man selbst schon gar nicht.
Ich bin sehr gespannt auf deine Antworten zu den Fragen der anderen (warum nicht Kind jetzt usw.).
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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23.02.2014, 18:34
AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?
Hallo,
danke mal für eure Meinungen!
In punkto Kinder war geplant, Ende 2012 damit anzufangen.
Mein Partner hat dann überraschend einen sehr guten Job im Ausland angeboten bekommen, und wir haben vereinbart, dass er das für etwa ein Jahr wahrnimmt, und die Kinderplanung solange verschoben wird.
Ich war nicht sonderlich begeistert davon, war aber der Meinung, dass es ihm um die Möglichkeit sehr leid getan hätte, und ein Jahr zu warten war für mich rational gesehen vertretbar.
Emotional habe ich die ersten Monate der Fernbeziehung eine Achterbahn mitgemacht, habe mich dann eben verliebt, es grundsätzlich im Kontext eher als Flucht gesehen und letzten Endes ausgesessen. Mit meinem Partner habe ich direkt darüber nicht gesprochen, mir aber überlegt, wie ich überhaupt dahin kam und ein paar Sachen angesprochen. Das hat dann auch mehr oder weniger gut funktioniert und die Verliebtheit ist nach und nach abgeflaut.
Ob man heiratet oder nicht, spielt für mich keine große Rolle ehrlich gesagt.
Ich weiß nicht recht, was gemeint ist, womit ich die Beziehung spannend halte, halte mich jetzt selbst nicht für den spannendsten Menschen. Ich versuche in der Beziehung, immer wieder mal einen neuen Impuls zu haben, beispielsweise neue Themen aufzutun, über die wir uns unterhalten können. Ich bin auch wesentlich häufiger die, die zu Aktivitäten den Anstoß gibt (Ausflüge, Kino, Essen gehen etc). Auch Konflikte werden eigentlich immer von mir angesprochen, ich bin wesentlich mehr "draußen" unterwegs (Freunde treffen usw), erzähle davon zuhause etc.
Inzwischen ist das Jahr um, und demnächst wird mein Partner wieder (täglich) mit mir zusammenwohnen. Dadurch ist die Kinderfrage jetzt ganz konkret und sicherlich der Grund, warum ich viel darüber nachdenke, ob das nun wirklich dauerhaft das Richtige ist - wie Creavita schon sagt, solang noch keine Kinder da sind, sind Entscheidungen gleich welcher Art einfacher zu treffen. Zumindest diesen Zweifel habe ich jetzt auch meinem Partner gegenüber angesprochen.
Nein, ich finde das selbst nicht normal, sich so oft zu verlieben - sonst würde ich hier ja auch nicht schreiben.
Es entspricht auch nicht dem, was ich mir von einer Beziehung erhoffe, ich kann aber nicht beurteilen, ob das ab einer bestimmten Beziehungsdauer halt einfach so ist (oder zumindest bei manchen Menschen so ist).
Ich bin nicht der Meinung, dass ich Drama brauche oder den perfekten Mann suche, wirklich nicht. Mir ist auch in meinem Leben nicht langweilig, und ich finde nicht, dass mein Partner mein Entertainer sein soll. Ich wünsche mir aber doch, dass ich mit dem Mann Kinder bekomme, mit dem ich dann auch in 15 Jahren noch glücklich bin, und das ist ja vom Verhalten und Handeln des Partners nicht unabhängig (und natürlich von meinem eigenen, klar).
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23.02.2014, 21:36Inaktiver User
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23.02.2014, 23:38
AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?
Streitet ihr ab und zu?
Und wie läuft das ab, wenn du Konflikte ansprichst?
Wann hast du das letzte Mal etwas Neues, Spannendes an deinem Freund entdeckt?
Grundsätzlich finde ich gut, dass du noch einmal genau hinschaust, bevor du dich so richtig für ihn entscheidest. Allerdings isn "Nicht-Heiraten" auch eine Entscheidung. Und das hat ja auch ziemlich viele rechtliche Konsequenzen.
Wen empfindest du denn derzeit als "deinen nächsten Angehörigen"?
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24.02.2014, 13:19Inaktiver User
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24.02.2014, 13:21
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24.02.2014, 13:23Inaktiver User
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24.02.2014, 20:42
AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?
Das kam wohl falsch rüber.
Ich meinte mit Promiskuität, dass ich auch ONS und Kurzbeziehungen hatte. Ich bin, sofern nicht explizit vereinbar war, dass Treue nicht relevant ist, nie fremdgegangen und will das auch nicht.
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24.02.2014, 21:14
AW: Langzeitbeziehung - Ist das normal?
Wir streiten sehr selten. Bei meinem Partner ist die erste Reaktion auf Konflikt so gut wie immer Mauern, d.h. er wird sehr einsilbig und versucht, das Thema auszusitzen (weil er Angst bekommt). Das hat mich in den vergangenen Jahren öfter mal fuchsteufelswild gemacht.
Inzwischen haben wir einen Modus Vivendi gefunden, der ein bisschen besser funktioniert, ich sage das Konfliktthema, er zieht sich dann eine Weile zurück um seine Seite durchzudenken, und danach wird geredet. Das funktioniert oft, dafür ist er dann meist sehr sachlich, auch bei emotionalen Themen, was ich doch öfter unbefriedigend finde.
Meinen Partner empfinde ich als meinen nächsten Angehörigen, er ist eine der Personen, die mich sehr gut kennen, und wir können aufeinander zählen, auch wenns mal nicht so rosig läuft. Neu und spannend habe ich aber schon sehr lange nichts an ihm entdeckt (ob das jetzt objektiv so ist, ist eine andere Frage).
Was mir schon sehr fehlt, ist eine Begeisterungsfähigkeit auf seiner Seite, er ist sehr liebevoll, aber es wirkt nie so, als ob er für etwas wirklich brennen würde. Also keine Hobbies die ihn so richtig begeistern, Themen die ihn (positiv oder negativ) stark triggern usw. Er ist ein guter Zuhörer, hat aber sehr wenige Freunde, da er sich auch da nicht engagiert (d.h. sehr wenig Zeit und Aufmerksamkeit investiert).
Nach seiner Aussage sieht er seine Emotionen auch selbst als flacher an, es ist also nicht so, dass er einfach nicht darüber redet.
Der Mann, der mir jetzt emotional nah gekommen ist, ist von den Interessen und der Grundeinstellung (soweit ich sie kenne) sehr ähnlich, aber eben etwas extrovertierter (kein Partylöwe, aber er hat einen stabilen Freundeskreis) und deutlich emotionaler, d.h. er flucht auch mal rum, wirkt traurig, hat leuchtende Augen etc. Er hat auch aktive Interessen außer Haus und unternimmt regelmäßig was.
Danke für die guten Fragen, beim Schreiben hier wird mir schon einiges klarer.



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