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  1. Inaktiver User

    AW: Gestreßter Freund - wie soll ich mich verhalten?

    Er sollte sich auf jeden Fall abgrenzen - von seinem Job. Also: Das Email-Programm nicht offenhaben, ab einem bestimmten Zeitpunkt keien Mails mehr lesen.

    Soll nicht bös gemeint sein - aber ein Rückzug ist mE auch ein Vorbote von: "Alle laufen um ihn herum mit Zehenspitzen." Warum geht ER nicht ins Arbeitszimmer?

    Ich frage nochmal - fühlst du dich wirklich nicht bedroht? Und entschuldigt er sich bei dir, gerade bei dem - völlig unsinnigen - Lampenzerdepperervorfall?

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    AW: Gestreßter Freund - wie soll ich mich verhalten?

    Zitat Zitat von ofenpass Beitrag anzeigen
    Also, wie ich schrieb, mich stören die Wutanfälle allein nicht so sehr, sondern als Teil der Art meines Freundes, mit Stress umzugehen, die ich einfach nicht konstruktiv finde, und folgende zwei Faktoren sind mein Problem:

    1. Ich kann nicht nachvollziehen, warum er sich über gewisse Dinge so aufregt.

    - Lösung (danke, Omri, für deine empathiefördernden Beiträge und alle, die mir gesagt haben, dass ich ihn nicht ändern kann): Muss ich nicht nachvollziehen können und kann ich nicht ändern. Lohnt sich also nicht, dass ich mich deswegen aufrege.

    2. Mich stört es, wenn er mich mit reinzieht – also, an den Haaren herbeigezogene Schuldzuweisungen, mich als Motz-Mülleimer brauchen.

    - Lösung: Muss ich nicht mitmachen. Entweder sofort Raum verlassen oder mittels Zurückbrüllen Schreckstarre bei ihm einleiten und dann Raum verlassen.

    Vielleicht fragt er sich ja dann selber mal rechtzeitig, ob es sich wirklich lohnt, loszulegen
    Hallo ofenpass,

    ich habe so etwas in meiner Herkunftsfamilie nicht erlebt. Meine Eltern haben öfter Streit gehabt, als ich noch ganz klein war. ich kann mich nicht daran erinnern. ich hatte aber Mal ein Schlüsselerlebnis als ich bei einem befreundeten Paar in einen Streit mit hinein kam. Ich stand da vor dem Problem der Parteinahme, habe mich aber in mich zurückgezogen und gewartet bis alles vorüber war. Das war total blöd, denn als Erwachsene hätte ich gehen können. Ich vermute, dass das so eine Verhaltensweise in meiner Kindheit war.

    Mich hat gewundert, dass ich nicht geweint habe als Kind oder wütend war. Das machen ja viele kleine Kinder.
    Ansonsten gab es für mich nicht so viele Gelegenheiten meine Trotzphase auszuleben. Bei uns hieß es immer, dass solche Kinder, die brüllen etc. nicht gemocht werden.

    Ich neige daher eher dazu "lieb" zu sein und bin froh, wenn ich Mal wirklich ausdrücken kann, dass ich richtig sauer bin.

    1. Das kannst du nicht nachvollziehen, das kann nur er wissen.

    2. Stört mich bei meinem Mann auch, wenn er das macht.

    Lösung: 1. Es ist sein Ding, wenn er was daran ändern will soll er mit dir reden.
    2. Musst du nicht ertragen. Versuch es Mal mit :Laut und sachlich : "Stopp" oder "Schluss" sagen.
    Und die Idee mit dem Sessel in deinem Arbeitszimmer finde ich gut. Andererseits könnte er in dein Arbeitszimmer? Dann musst du das Wohnzimmer nicht aufgeben.
    Rückzugsort ist sehr wichtig.
    Ich glaube Zurückbrüllen ist nicht so eine gute Idee, das kann man Mal machen und dann verliert es die Wirkung.

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    AW: Gestreßter Freund - wie soll ich mich verhalten?

    Zitat Zitat von ofenpass Beitrag anzeigen
    Das Forum hat mich aber zum Denken mit folgender Lösung angeregt: Ich kauf mir einen gemütlichen Sessel und stopf den in mein (kleineres) Arbeitszimmer rein. Dann kann ich dahin ausweichen und es mir auch gemütlich machen, wenn ich nicht im gleichen Raum wie mein Freund sein will.
    Super! So schnell eine potenzielle Lösung oder Teillösung in Sicht.

    Ich würde einfach alles ausprobieren, mit dem Du Dich wohlfühlst, einschließlich Schreckstarre auslösen
    Ist das Experiment mal wert, aus gewohnten Verhaltensmustern auszusteigen und zu gucken, was passiert.

  4. Inaktiver User

    AW: Gestreßter Freund - wie soll ich mich verhalten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er sollte sich auf jeden Fall abgrenzen - von seinem Job. Also: Das Email-Programm nicht offenhaben, ab einem bestimmten Zeitpunkt keien Mails mehr lesen.

    Soll nicht bös gemeint sein - aber ein Rückzug ist mE auch ein Vorbote von: "Alle laufen um ihn herum mit Zehenspitzen." Warum geht ER nicht ins Arbeitszimmer?
    Ja genau.
    Nun ist er wohl recht frisch in dem Beruf, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Job und Privatleben trennen, das ist erstmal Arbeit an sich selbst. Man muss das auch bewusst wollen, sonst funktioniert es nicht.
    Gerade in Berufen, in denen man Arbeit "mit nach Hause bringt" ist große Eigendisziplin notwendig, ein genauer Plan: wann macht man was und ganz wichtig: wann mache ich gar nichts dafür, wann mache ich wirklich Pause.
    Natürlich gibt es absolute Stresszeiten, wo kaum mal an Privatleben zu denken ist. Aber in relativ "normalen" Zeiten sollte man sich wirklich abgrenzen zu Hause vom Job.
    Dass man nicht wirklich immer abschalten kann - ok. Ich bleibe aber dabei: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Wer nicht in der Lage ist, das zu trennen (bzw. diese Trennung zu LERNEN), der hat wohl seinen Beruf verfehlt und landet irgendwann im Burnout. Ganz zu schweigen davon, dass er seine Beziehung irgendwann vergrault hat.

    Und praktischerweise sollte man sich irgendwann eine Wohnung nehmen, die so viele Zimmer hat, dass man sich ein Arbeitszimmer einrichten kann. Dann macht man hinter dem ganzen "Mist" die Tür zu. Wenn man ständig die unerledigten Sachen vor sich sieht, ist es ja nun auch nicht ganz ideal...

  5. gesperrt

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    AW: Gestreßter Freund - wie soll ich mich verhalten?

    Zitat Zitat von ofenpass Beitrag anzeigen
    Ich schreibe hier, weil mich einige Verhaltensweisen meines Freundes stören und ich mir Anregungen erhoffe, damit umzugehen. Ich bin Anfang, er Ende 30, wir sind seit 3,5 Jahren zusammen, seit einem Jahr wohnen wir zusammen.
    Lehrer ist ein sehr stressiger und belastender Beruf. An welcher Art von Schule unterrichtet er denn? Mein Tipp: er braucht einen Ausgleich. Ich finde Sport am geeignetesten. Computerspielen finde ich nicht gut. Das stresst undmacht zusätzlich nervös. Perfektionist und dann last minute Vorbereitungen sind ungut. Man sollte rechtzeitig mit Vorbereiten anfangen, wenn man eine perfektionisteische Neigung hat, sonst stresst das zu sehr. Morgens vor dem Unterricht vorbereiten - würde ich niemals tun. Das ist zusätzlicher Stress. Rede mit deinem Freund darüber, dass du nicht der "sandsack" für seine Probleme sein wilst. Ich weiss nicht, wenn er aus Wut gegen Gegenstände tritt, wie wär es mit Kampfport? Da gibt es ja sehr vieles, auch ohne direkten Körperkontakt. Da könnte er gut siene Aggressionen rauslassen.
    Geändert von skirbifax (01.02.2014 um 09:06 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt

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