Hallo zusammen :-)
Und zwar würde ich gerne mal eure Meinungen bezüglich Partnerschaft und den Hobbies der einzelnen Personen hören, also eigentlich
geht es darum zu erfahren wie viel Zeit ihr für eure Hobbies aufbringt, wie oft die Woche und auch umgekehrt also euer Partner und wie ihr euch da einigt bzw was für euch akzeptabel ist.
Entstanden ist alles auf einer Diskussion mit meinem Freund bezüglich meines Hobbies reiten - was doch teilweise sehr zeitintensiv ist. Grade wenn man ein krankes Pferd hat zu dem man doch fast täglich muss um den Verband zu wechseln ect. Was sich dann durchaus auch über zwei Stunden abends ziehen kann (war über 2 Monate der Fall) Im Moment gehe ich ca 5x die Woche reiten da es nötig ist (sonst dreimal die Woche,ist nicht mein eigenes Pferd - aber müsste weit ausholen um das zu erklären). Meist gehe ich um ca 18:30 direkt nach der Arbeit und komme gegen 20:00 - 20:30 nachhause zu meinem Schatz.
Also richtig oft beim Pferd bin ich seit drei Monaten (sprich 5-7 x) Und er findet das eben zu viel.
Ich muss dazu sagen dass das Hobby meines liebsten Autos sind und er darum die meiste Zeit in Internetforen verbringt ;-) auch wenn ich heimkomme wird erstmal noch fertig gesurft durchaus auch noch 1-2 Stunden. Und auch wenn ich mal nicht beim Pferd bin verbringt er sehr viel Zeit vor dem Computer. Was mich nicht weiter stört ;-)
Was mich eben stört ist die Tatsache dass er meint ich verbringe zuviel Zeit beim Pferd , er im Gegenzug jedoch täglich vor seinem Computer sitzt ;-) Er hat auch anläuten lassen sollte ich mal ein eigenes Pferd besitzen würde er nicht akzeptieren dass ich täglich bzw mind 5-6 mal die Woche dort bin, da dass kein Mann/Frau akzeptieren würde. Und Reiterinnen sowieso alle Single sind ;-)
Wie seht ihr das? Wieviel Zeit verbringt ihr bzw euer Partner bei seinem Hobby, und was wäre für euch eine Schmerzgrenze um zu sagen dass ist "zu viel" Zeit? Vielleicht gibt es ja auch Reiterinnen und können dazu was sagen :-)
Freu mich schon auf eure Antworten!
LG
Kalei
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 73
-
23.09.2013, 14:42
Beziehung und zeitintensive Hobbies
-
23.09.2013, 15:00Inaktiver User
-
23.09.2013, 15:05
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
Also ich habe mehrere männliche Freunde, deren Beziehung am Hobby der Freundin - Reiten - gescheitert ist. Weil es so eine verpflichtende Sache ist, die man nicht verschieben kann (natürlich nicht, ein Pferd ist ein Lebewesen und es ist auf den Pfleger angewiesen).
Für mich persönlich wäre das wohl auch nichts, einen Partner mit einem so verbindlichen Hobby zu haben. Ich verstehe auch deinen Freund. Für mich macht es einen Unterschied, ob mein Freund und ich unseren (sehr wohl vorhandenen) getrennten aushäusigen Hobbys nachgehen oder ob wir uns eben beide zu Hause aufhalten und dort jeder was für sich machen. Mein Freund sitzt auch viel am Rechner, in der Zeit lese ich, koche ich, sehe fern etc. Aber wir sind beide da und es besteht eine Nähe zwischen uns.
Mir wäre es zu viel, wenn mein Freund jeden Abend und am Wochenende losmüsste. Ich mag aber auch die faulen Sonntage, an denen wir den ganzen Tag in Jogginghose rumgammeln und zusammen Kaffee trinken, plaudern usw. Wenn er nun wirklich immer losmüsste, würde mir das als gemeinsamer Alltag nicht gefallen.Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
-
23.09.2013, 15:10
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
Ich finde, dass es immer davon abhängt, wie viel gemeinsame Zeit noch übrig bleibt. 5 - 7 Mal die Woche hört sich sehr viel an. Andererseits habe ich früher oft so viele Überstunden gehabt, dass ich selten vor 20 -20.30 Uhr zu Hause war. Und ich habe früher (als ich noch nicht Mutter war) 5 x die Woche Sport gemacht. Morgens vor der Arbeit. Das hat meinen Partner nicht gestört, da ich ohne Sport einfach länger geschlafen hätte.
Grundsätzlich würde ich 1 - 3 x die Woche normal finden, wenn es etwas ist, was länger dauert als eine Stunde Sport.
-
23.09.2013, 15:12
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
Das sehe ich auch so wie Keksi33, es ist ein Unterschied, ob einer ständig rausgeht oder man zuhause was macht. Meine Freundin und ich verbringen beide sehr viel Zeit am Rechner (Spiele), sie näht gern, ich lese viel, mache Metallarbeiten, sie bastelt an Puppen etc.
-
23.09.2013, 15:53
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
So, wie Du es schilderst, ist das bei euch irgendwie seltsam.
Dein Freund ist automobilverrückt und lebt das mit stundenlangem PC-Gehocke? Komische Art, diese Leidenschaft zu leben - da haste aber Schwein gehabt.
Das kenne ich gaaaaaaaanz anders, nämlich mit kleinen Lagerhallen voll alter Autos und Ersatzteilen, die Arme bis zum Ellbogen voller Schmieröl, ewig pleite, weil "... der musste mit, der war so günstig und schau mal, der tolle Stromberg-Doppelvergaser ...".
Seltsam auch, dass er länger vor dem PC hockt als Du im Stall bzw. auf dem Pferd bist, und Dir dennoch den Vorwurf macht, Du hättest zu wenig Zeit für ihn.
Klingt nach Doppelmoral, finde ich total abturnend.
Ich glaube aber auch nicht, dass es allein um die Zeit geht.
Ich vermute, es geht um die Aufmerksamkeit, auch und gerade während der Zeit die ihr gemeinsam verbringt.
Bist Du in Gedanken oft noch im Stall, beim kranken Pferd, wen Du mit ihm zusammen bist? Sprichst Du sehr viel darüber?
Das ist etwas, was mich bis hin zur Trennung stören kann: Wenn "sie" in der wenigen Zeit, die wir miteinander haben, dann noch "gedanklich weg" ist. Oder diese Zeit mit irgendwelchem Kram belastet, statt eine gute Zeit für beide zuzulassen.
Generell dürfte aber wohl wie so oft die Dosis das Gift machen.
Es gibt eben Leidenschaften, die zu leben immens aufwendig und verpflichtend ist (Zeit, Geld, Aufmerksamkeit).
Ich denke da beispielsweise an Reiten mit eigenem Pferd, eine Horde Haustiere, mit etwas Ambition Musizieren in einem Orchester bzw. einer Band oder Theaterspielen, Mannschaftssport oder Segeln mit eigenem Boot, intensive Gärtnerei.
Das sind alles potenielle "Beziehungsrisiken", wenn es sich nichtum gemeinsame Leidenschaften handelt.
Gerade alles, was mit Tieren oder Pflanzen zu tun hat, ist knifflig, weil man da "muss".
Ein Pferd muss gepflegt und bewegt werden, Hunde müssen ausgeführt werden, Pflanzen müssen bewässsert, gedüngt, beschnitten etc. werden.
Ich würde es total ätzend finden, wenn meine Partnerin solche Verpflichtungen einginge, dann aber vernächlässigen würde.
Aber letztlich machen Leidenschaften Menschen für mich menschlich und anziehend.
Von daher möchte ich, dass jede/r seine Leidenschaften hat und lebt.
Man lernt sich ja auch mit diesen Leidenschaften kennen.
Wem nicht reicht, was der Partner oder die Partnerin neben der gelebten Leidenschaft an Zeit und Aufmerksamkeit für die Partnerschaft aufbringen kann und will, sollte einfach gehen.
Und wer so eine Leidenschaft hat und lebt, muss sich eben überlegen, in sich hieneinfühlen, wieviel "sein muss", wieviel er/sie für eine Partnerschaft mitbringen kann und will.
Manchmal passt es eben auch von daher nicht.
Gemeinsame Leidenschaften sind also auch für eine stabile Beziehung eine tolle Sache.
Feste Zahlen à la "3 x die Woche [wasauchimmer] ist ok." halte ich für unsinnig.
Es muss sich eben richtig anfühlen.
Wenn mich die Leidenschaft meiner Partnerin überhaupt stören würde, wären mir 3 x die Woche für 3 h in die Muckibude oder Trainingshalle vermutlich unliebsamer als 4 x die Woche 3 h Chor oder jeden Tag 1,5 h mit ihrem Hund herumrennen.
Zumindestens, wenn der Chor was Schönes sänge und der Hund ein freundliches Tier wäre.
Kann auch daran liegen, dass ich beim Chor ja vielleicht im Stillen zuhören könnte oder mit ihr und dem Hund laufen könnte (obwoh ich es mit Hunden generell nicht es habe).
-
23.09.2013, 16:02
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
mmhhhh, Schmerzgrenze ....
Sollte man das Hobby des Partners "aushalten" müssen? Ich glaube, das ist kein guter Ansatz. Ich finde, Du solltest deinen Partner in dieser Sache ernst nehmen, wenn dir an der Beziehung gelegen ist. Dass er nicht sofort den Computer ausschaltet, wenn Du dann endlich mal den Raum betrittst, das kann ich auch nachvollziehen. Es sei denn, Du findest es normal, dass er auf Dich wartet, bis Du endlich vom Pferd ablässt.
Das ist ein sehr zeitintensives Hobby. Aber ist das Hobby wichtiger als die gute Beziehung?
Ich würde ihn mal fragen, was er sich denn so wünschen würde. Und dann überlegen, wie ihr das einrichten könntet. Und dann ausprobieren. Wer will findet Wege.
Kann natürlich sein, dass Du ihm aber auch zeigen willst, wie wichtig dir das Pferd und die Reiterei ist. Dann müsstest Du allerdings auch in Kauf nehmen können, dass er Dir vielleicht zeigt, wie wichtig ihm eine Partnerschaft trotz Hobbies ist.
Mein Hobby ist nicht so zeitintensiv wie ein Pferd, es ist technisch (man kann es auch mal ohne Schaden in die Ecke/hintenan stellen) und es gibt eine Saison. Wobei es natürlich immer was zu tun gibt. Trotzdem ist es für unsere Partnerschaft wichtig, dass wir es streckenweise teilen. Wir leben eher nach dem Prinzip Liebe und Hobby statt Liebe trotz Hobby.
-
23.09.2013, 16:42
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
Danke erstmal für eure ganzen Antworten :-)
Auch gut zu hören dass für manche so ein Hobby wohl gar nicht in Frage kommen würde.
Um es nochmal genauer zu erläutern:
Normalerweise bin ich 3x die Woche an fixen Tagen beim Pferd. MI FR und SA. Im Sommer gehe ich oft vor der Arbeit reiten , im Winter nicht da es einfach zu dunkel ist und nicht so angenehm und bitterkalt da ich um 9 Uhr bereits auf Arbeit sein muss.
Mit dieser Regelung gab es noch keine Probleme.
Nun vor drei Monaten ist die Besitzerin des Pferdes gestürzt mit dem Pferd und war ein Monat nicht fähig zu reiten da sie eine Prellung hatte.
Von da an war ich ca 5-7 mal pro Woche beim Pferd da ich es voll versorgt habe. Nach einem Monat war sie wieder gesund und wie es kommen musste bin ich vom Pferd gefallen da es gebockt hat und das Pferd hat sich dabei verletzt :-/ von da an mussten wir weitere 7 Wochen immer hin um es zu pflegen und zu verbinden ect was alleine nicht gut klappt da Pferd nervös usw. Ich habe das als Ehrensache angesehen ihr zu helfen da sie ja im Prinzip auch die Arbeit hatte und es mein Unfall war usw.
Und nun ist es so dass ich etwas Angst entwickelt habe seit dem Sturz und jetzt intensiv trainiere um wieder auf mein altes Level zu kommen - mit ihr als Trainerin und Beistand. Eben auch öfters als 3x. Ich denke dass wird sich noch so 3-4 Wochen ziehen dann ist Schluss damit.
Mich interessiert eben auch was zb wäre hätte ich in ein paar Jahren ein eigenes Pferd und man hat dann diese Verpflichtung zum Hobby. Und es liest sich ja fast so als wäre das unmöglich mit einer Beziehung zu vereinbaren ;-) Ob es jemals so weit kommt ist sowieso dahingestellt ;-)
Und ich rechne es meinem Freund sowieso auch hoch an dass er das so akzeptiert und es keine ärgeren Probleme gibt. Natürlich ist das alles sehr blöd gelaufen und es gab eben eine Verkettung blöder Umstände dass ich so eingespannt war/bin.
Das mit der gemeinsamen Zeit auch wenn man sich jetzt nicht wirklich miteinander beschäftigt sondern auch sonst was macht, nur eben zusammen kann ich schon auch irgendwie´verstehen.
Hab eben nicht ganz verstanden warum er dann vorm Computer sitzen kann, auch an meinen Pferdefreien Tagen ich aber dann nicht für 2 Stunden in den Stall ;-)
Als Pferdefreak der auch zuhause ständig davon spricht, würde ich mich nicht bezeichnen, er hat nicht viel damit am Hut und darum verschone ich ihn damit.
Ich sollte ihm das wohl doch hoch anrechnen dass ich in dieser Sache so egoistisch bin/war und viel Zeit dort verbracht habe. Aber ich habe mich eben auch in einer Art Zwickmühle befunden weil ich einerseits die Beziehung nicht vernachlässigen und andererseits loyal zu der Besitzerin sein wollte die auch eine gute Freundin geworden ist. Und ich liebe Pferde eben und vergess da auch die Zeit und bin gerne dort drum kommt es mir wahrscheinlich auch nicht so lange und viel vor.
LG
-
23.09.2013, 16:50
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
Ich glaube schon, dass es generell zu vereinbaren ist - es haben ja viele Pferdenarren und -närinnen eine Beziehung.
Es ist sicher ein wenig die Frage, was man bekommt: Dein Freund hat dich als dreimal-die-Woche-Reiterin kennengelernt und findet das völlig ok. Nun ist es vorübergehend extremer - was ihn jetzt ja eigentlich nur veranlasst, dir zu sagen: So wäre es ihm auf Dauer zu viel.
Ich glaube, für niemanden ist es ein großes Problem, wenn sich ein Hobby umständehalber mal etwas ausdehnt. Wenn es um ein paar Wochen oder auch Monate geht. Aber es ist doch gut, wenn dein Freund seine Einstellung kommuniziert. Das heißt nicht, dass du nun dankbar auf Knien vor ihm rutschen müsstest, weil er das toleriert - bei den von dir geschilderten Umständen finde ich es ganz normal, dass du vorübergehend mehr Zeit investierst.
Aber es ist dennoch eine klare Ansage: Wenn du dir vielleicht eines Tages ein eigenes Pferd und den damit verbundenen Zeitaufwand vorstellen kannst, dann ist das nicht die Art Beziehung, die dein Freund führen möchte. Das heißt nicht, dass kein Mann auf der Welt das so möchte, aber eben dieser eine will es nicht. Er hat dich anders kennengelernt und es würde ihm nicht gefallen.Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
-
23.09.2013, 16:53Inaktiver User
AW: Beziehung und zeitintensive Hobbies
auf längere sicht gesehen, zukunft und co- evtl familienplanung etc------------- suche dir jemanden der auch pferdennärrisch ist.
es macht eine beziehung kaputt wenn einer sich ständig ob wirklich oder gefühlt rechtfertigen muss/soll wegen.....................................
er kann deine freude am pferd nicht nachvollziehen- es wird immer ein knackpunkt bleiben.


Zitieren

