Also das hier:
hört sich fürchterlich an!
Das würde ich keine 3 Wochen mitmachen!! Ich sitze doch nicht da und warte auf 'nem Kerl!
Mich hat aber eben ein anderes Thema getriggert.
Und es wäre deshalb spannend zu wissen, ob sich der Gute aus willkürlichen Gründen zurückzieht oder er sich womöglich wirklich eingeengt fühlt, weil er von Dinas Seite Zeichen erhält, die ihn den Wunsch einer noch größeren Verbindlichkeit suggerieren, als die die er selbst haben möchte. (Deshalb bin ich auf dem Heirats-/Kinderwunsch von Dina eingegangen.)
Ich habe mir nur so gedacht: Vielleicht möchte er's aber eben locker halten - keine Zunkunftspläne schmieden, sondern im JETZT leben...
Warum ich so denke... Hmm, einige meiner Kumpels sind mittlerweile anfang 30 (Mein Freund sogar im Alter der TE und ihren Freund) und ich sehe sie noch lange nicht bereit über väterliche Pflichten nachzudenken. Fast jeder von ihnen würde beim Thema Hierat z.B. die Flucht ergreifen und gar die Frau auf Dauer stehen lassen. Nicht dass sie nicht lieb und gar treu sind, aber sie wollen es doch noch drei Stufen lockerer angehen und denken gar nicht daran, was jetzt in 5 Jahren sein soll.
Solche Gespräche überfordern sehr viele. Einer, ein sehr guter, hat letztens mit seiner langjährigen Freundin Schluss gemacht, weil sie mit der Kinderfrage anrückte und dies bei ihr nunmal fest anstand. Er weiss aber, er ist nicht bereit, er will das nicht! Irgendwann ... ja, vielleicht. Aber JETZT ist es noch kein Thema, das weiss er. Sie wollte es anscheinend nicht wissen.
(Er ist im Übrigen fast immer weggewesen von Zu Hause, trotz Liebe. Mit ihm könnt ich nicht zusammen sein, sie hat es hoffnungsvoll ertragen.)
Ich sage nicht, dass jede Verbindung zu erhalten sei, dass jede Frau an ihrem "Mann" halten soll und sich an seinen Plänen anpssen soll, niemals! Ich wollte Dina nahelegen auch über ihre eigene Wünsche kritisch nachzudenken.
Sind diese Wünsche wirklich so existenziell und unabdingbar, dass sie die Beziehung zu diesem eigentlich für sie tollen Mann stets durch diese Brille sieht - ob er ihr die Wünsche irgendwann erfüllen kann. Oder ist ihr vielleicht der Mensch JETZT wichtig? Das ist schonmal sehr wichtig zu wissen, sie muss ja schließlich ihre wirkliche Grenzen kennen um danach auch zu handeln.
Und vielleicht bewirkt ihre Äußerungen in dieser Hinsicht (falls sie sie äußert) einen tatsächlich großen Zweifel in ihm und das Bedürfnis doch noch ein ganz anderes Leben leben zu wollen...
Das Untertauchen würde bei mir, wie gesagt, nicht einen Monat gehen!
Das muss ich noch- und mehrmals betonen.
Was er macht ist nicht in Ordnung. Ich farge mich nur WARUM er es macht.
Immerhin hat er bereits zwei 5jährige Beziehungen geführt - doch nicht mit der Strategie, oder?!![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 88
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07.09.2013, 15:10
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
Geändert von KaoriNight (07.09.2013 um 15:16 Uhr)
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07.09.2013, 15:11
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07.09.2013, 15:15
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
@ Kaori
Es gibt "solche" Beziehungen, die halten ein Leben lang. Entweder haben sich die jeweiligen Partner damit abgefunden, oder sie leben stets mit der Hoffnung, das sich irgenwann mal etwas ändert.
Manchmal gelingt das ja auch sogar.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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07.09.2013, 15:42
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07.09.2013, 15:54
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
Oh sorry, mein Kommentar war nur auf deine Frage bezogen, ob die Beziehungen VORHER MIT dieser "Strategie" gehalten haben.
Natürlich kann man sich auch trennen. Und ich würde es auch tun, aber nur, weil ich diese Erfahrung schon gemacht habe und sie mich lange Zeit sehr viel Kraft gekostet hat, ohne das sich in dieser Beziehung etwas positiv verändert hätte. Aber das sind meine Erfahrungen, bei anderen scheint es sich anders entwickelt zu haben. Was mich sehr freut.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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08.09.2013, 00:56
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
Ich dank Euch allen für die Antworten! Und versuch ein paar Sachen aufzulösen....
Erstens mach ich ihm keinerlei Druck mit dem Heirats-/Kinderthema. Ich will das jetzt gerade gar nicht. Aber ja, es ist ein Wunsch von mir, ein intrinsischer, und kein gesellschaftlich aufgezwungener, sondern das, was ich nun mal fühle. Ich möchte es aber nicht gerade jetzt, sondern in ein paar Jahren. Das weiss er auch. Ich mache ihm da keinen Druck. Ich sage ihm auch ab und zu, ich möchte einfach jetzt mit ihm diese Zeit verbringen, es geniessen, und wenn es eine Weile gut läuft, ja dann könnte es ein Thema werden.
Im Gegenteil ist es er, der das Thema immer wieder bringt. Er sagt Sätze wie: Es sei so schön, so perfekt zwischen uns, dass man in zwei Jahren heiraten könnte - er sagt solche Sätze aber mit Angst, nicht gelassen oder freudig. Er sagt es ängstlich, angespannt. Dann gab es auch schon Situationen, in denen ich ihm sagte, wenn er das alles GAR NICHT wolle oder erst mit 40, dann müsse er doch nicht bei mir bleiben. Dann sagt er, ich wisse ja, dass das nicht so sei. Ich habe ihm auch schon gesagt, wenn er mich nicht gern genug habe, müsse er es mir einfach sagen, weil ich es in meiner Verliebtheit vielleicht einfach nicht sehe. Dann sagt er auch, das sei doch nicht so. Man merkt auch immer wieder, dass er mich sehr gerne hat und nicht von mir weg will.
Ich habe nicht das Gefühl, dass ich ihm besonderen Druck mache. Ich habe das Gefühl, er macht sich den Druck ganz alleine. Er sagt auch, es mache ihm Angst, dass jetzt eine Frau dastehe wie er es sich immer gewünscht habe. Er hat schlicht und einfach Angst, sich einzulassen, Nähe mit allem drum und dran zuzulassen, sich ganz auf eine Frau einzulassen. Das sagt er auch immer wieder selbst. Er sagt selbst, er habe ein Nähe-Distanz Problem. Er sagt selbst, er habe Angst, sich auf eine Frau komplett einzulassen. Das bin nicht ich.
Das löst dann in mir immer wieder diesen - manchmal unlebbaren - Widerspruch aus: Ich werde hin- und hergerissen zwischen: Wunderschön, leidenschaftlich, liebevoll, anteilnehmend, fürsorglich, spannend, unternehmungslustig, zugewandt, lustig, kommunikativ, alles zusammen - und dann auf einmal wieder: distanziert, grübelnd, insichgekehrt, abgetaucht, sich verzettelnd, zweifelnd, ängstlich etc. Das ist ein ständiges Wechselbad.
Man könnte ja auch einfach sagen, ich solle die Momente geniessen, die er da ist. Das versuche ich im Moment und tue das jedes Mal. Jedes Mal, wenn wir zusammen sind, ist es intensiv, kein Moment geht ungenutzt vorbei, wird voll gestaltet, gelebt. Das geschieht genau aus der Dynamik heraus, weil ich immer eine gewisse Angst mit mir rumtrage, dass er alles abbricht.
Das generiert uns einerseits eine grosse Intensität, wenn wir beisammen sind, andererseits: Jedes Mal, wenn er die Tür hinter sich zu macht, weiss ich nicht, ob ich ihn wiedersehe. Die Dynamik generiert eine Art "künstliche" permanente Verlustangst. Ich bin nämlich sonst gar nicht so ängstlich, jemanden zu verlieren. Aber bei so einer Person steht das dann auf einmal ständig im Raum. Ich versuche oft auch, selbst damit umzugehen und auf meine Stärke und mein Selbstbewusstsein zu setzen und mir zu sagen, dass wenn er weg will, ich sowieso nichts machen kann. Ich versuche mein eigenes Leben weiter gut zu pflegen. Ich kann es sicher noch besser machen, aber immerhin probiere ich es.
Und doch, all diese Tipps lösen das Problem nicht. Denn ich liebe ihn ja und deshalb kann ich so einer Situation nicht gleichgültig gegenüber stehen. Deshalb involviert es mich emotional, zerreisst mich, macht mich traurig.
ja, vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass er so reflektiert ist, darüber redet, in Therapie geht. Ich will es auch vorerst so nehmen. Denn es kommt alles seit zwei Monaten von ihm aus, dass er sich öffnet, darüber redet, die Dinge zulässt, nachdem es vorher eine Weile wirklich anstrengend knorzig war. Ich habe sogar bewusst gewartet, bis er das Thema das erste Mal anspricht, obwohl mir vorher schon klar war, wo das Problem liegt, dass er ein Nähe-Distanz Problem, ein Angstproblem hat. Ich wollte warten, ob etwas von ihm kommt zu diesen Sachen oder ob er einfach so weitermacht. Er hat es dann ziemlich schnell selber angesprochen. Auch die Therapie war nicht mein Vorschlag, sondern sein eigener.
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08.09.2013, 08:51Inaktiver User
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
Das ist sehr eindrucksvoll beschrieben, Dina!

Ich kenne das teilweise so, teilweise anders.
Ich kann dazu gar nicht viel sagen, nur ein paar Dinge, die mir durch den Kopf gehen:
- Er macht jetzt Therapie, und zwei Monate sind kurz - und gerade jetzt zweifelst Du und wirst ungeduldig? Was steckt dahinter? Die Angst, das es doch nichts bringt? Die Angst, DASS er sich verändert? Der Unwille, NOCh länger auf ihn (und Verbindlichkeit) zu warten?
- Aktuell ist alles sehr intensiv. Was wäre, wenn sich das ändert, ruhiger, sicherer, aber auch weniger intensiv wird?
- Oder kannst Du einfach JETZT nicht mehr? Egal, was drumherum ist, egal, ob sich was ändern könnte?
- Vielleicht mußt Du innerlich ein Stück gehen? Du sagst, wenn er aus der Tür geht, weißt Du nie, ob ihr euch wiederseht. Das ist heftig. Scheiß Gefühl. Kommt da Wut? Oder Trauer? Kannst Du Dir sagen: "Wenn der Blödmann nicht wiederkommt, hat es eh nicht gepaßt, und ich bin endlich frei, frei von der Last und für andere Männer."?
Oder: "Er ist bisher immer wiedergekommen. Er will etwas ändern. Er bemüht sich." Und Dir dann irgendwelche positiven Gefühle und Situationen deinerseits/zwischen euch, positive Taten und Worte seinerseits der letzten Wochen ins Gedächtnis rufen? Veränderungen, die schon statt gefunden haben?
Sin
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08.09.2013, 09:09
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
Ja, das ist auch heftig.
Wieso gerade jetzt? Weil seit einer Woche wieder mal Abtauchstimmung herrscht bzw. er hat einen neuen Job, "kann sich jetzt gerade nur auf diesen fokussieren" - ich weiss nicht mal, ob das stimmt oder nicht. Es stimmt tatsächlich, dass er Mühe hat, sich auf mehrere Dinge gleichzeitig zu fokussieren, das scheint ihn viel Kraft zu kosten. Andererseits gibt es dann Momente, wo das wieder geht. Und ob es jetzt gerade geht oder nicht oder einfach eine Ausrede ist, keine Ahnung.
Wir haben uns das letzte Mal vor einer Woche gesehen, seither ist wieder so eine hetzige-distanzierte Stimmung in den SMS und Telefonaten oder es kommt teilweise auch gar keine Antwort.
Es stimmt auch, dass ich das Gefühl habe, schon lange zu warten, schon viel Verständnis gezeigt zu haben, schon viel reingegeben zu haben.
Nein, es ist nicht nur die Intensität, die ich möchte mit ihm. Wenn wir länger am Stück zusammen sind, dann beruhigt sich auch alles etwas. Wir waren jetzt z.B. eineinhalb Wochen im Urlaub vor einem Monat. Da "ruhigt" er dann mit der Zeit und das geniesse ich sehr. In seinem Umfeld/Alltag verzettelt er sich teilweise total, lädt sich tausend Sachen auf. Ich fände es schön ein bisschen ruhiger, es muss nicht immer mega intensiv sein.
Ich weiss nicht, wieso ich jetzt gerade so hoffnungslos bin. Ich weiss nicht, ob man sich das von aussen vorstellen kann, was das mit einem macht. Alles ist schön, nah, zugewandt, und von einem Moment auf den anderen dreht es und wird Distanz geschaffen. In solchen Momenten überkommt mich einfach eine grosse Hoffnungslosigkeit. Ich bin gestern und heute einfach nur traurig und habe wieder mal das Gefühl, es sei zu Ende. Kann gut sein, dass es so läuft wie immer und er in ein paar Tagen wieder "normal" ist. Kann aber jedes Mal auch sein, dass es fertig ist.
Natürlich möchte ich ihm die Zeit geben für die Therapie. Ich bin einfach zwischendurch so traurig, weil ich ihn vermisse und weil ich Angst habe, dass wir nicht vom Fleck kommen. Und weil ich dann zwischendurch selbst nicht mehr weiss, wie ich mit seinen Distanz-Phasen umgehen soll. Soll ich quasi "lieb" damit umgehen? Soll ich Wut und Trauer meinerseits mit ihm teilen? Soll ich selbst auf Distanz gehen? Ich kenne so was nicht, ich hatte bisher nur "normale" Beziehungen diesbezüglich.
Manchmal geh ich selbst von mir aus mit dem liebevoll um. Manchmal kommt aber auch Wut: Merkt er denn nicht, was er Leuten in seinem Umfeld damit antut? Interessiert es ihn nicht, wie es mir geht in diesen Phasen? Ich fühle mich dann auf eine Art benutzt: Er kommt, wenn er Lust hat und wenn er zweifelt, Angst hat, dann distanziert er sich - er entscheidet das wie alleine, oder kann gar nicht anders. Manchmal kommt Verständnis: Ich merke, er leidet selbst unter der Situation. Manchmal kommt Trauer: Ich fühle mich einsam, vermisse ihn und die vielen Sachen, die wir teilen. Manchmal kommt Unverständnis: Wenn er es doch so schön findet wie er zeigt, gibt, sagt (wir haben auch viele gemeinsame Interessen, können ganz viel gemeinsam unternehmen, reden, denken, fühlen), wieso räumt er dem nicht mehr Platz ein? Wieso kann er dem teilweise tagelang und wochenlang viel Platz einräumen und dann auf einmal wieder nur wenig?Geändert von DinaDina (08.09.2013 um 09:18 Uhr)
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08.09.2013, 09:34
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
Was mich momentan sehr belastet ist folgendes:
Wie gesagt haben wir beide viel Ideen für Freizeit, von kochen bis zusammen vorlesen bis spazieren bis stundenlang reden bis stundenlang Bier trinken bis Museum, Theater, Kino, um die Häuser ziehen, und ab und zu (eher selten) auch Ausgang mit tanzen etc. Uns wird zusammen eigentlich nie langweilig - auch wenn wir was vermeintlich ruhiges machen wie zusammen Filme schauen oder kochen und einfach nur reden. Aber genauso können wir auch viel unternehmen, gehen auf Velotouren oder dies und das. Insgesamt ist es schön vielseitig finde ich, aber nicht überaktiv, sondern einfach können wir viele Facetten teilen.
Das geniesse ich mit ihm, diesen gemeinsamen Ideenreichtum. Nun ist es aber so, dass er in solchen Distanzphasen dann auf einmal (ohne Vorankündigung) etwas distanziert mit meinen Ideen umgeht, sich davon schon fast etwas bedrängt fühlt - so als ob er nicht sonst genau auf das aufspringt, es geniesst. Ich gerate dann auf einmal in eine Situation wo das, was sonst so schön funktioniert, Anlass für Genervtheit gibt.
Gerade jetzt ist es wieder mal so: Ich habe am Donnerstag Abend mit ihm telefoniert (unser letztes Treffen war Montag), weil ich einen Ratschlag betreffend meiner Arbeit von ihm brauchte und natürlich auch einfach so. Schon dieses Telefon quetschte er zwischen zwei Termine, nahm sich aber immerhin Zeit zwischen diesen beiden, weil es mir wichtig war. ER sagte dann am Telefon, he, morgen hätt ich nach Arbeit vielleicht mehr Zeit, da können wir doch vielleicht ein Feierabendbier trinken gehen. Ich schrieb ihm also am nächsten Tag eine SMS, dass ich bald durch sei mit der Arbeit und mich freuen würde auf ein Bier mit ihm. Dann schreibt er ein paar Stunden gar nicht und dann im letzten Moment, dass sein Kollege, der jetzt gerade aus Stadt C. zu ihm komme übers Wochenende, doch früher gekommen sei als geplant und es nicht mehr reiche für das Bier. (Dass der Kollege kommt wusste ich schon vorher).
Dann mache ich Vorschläge, kein Problem, wir könnten doch später, wenn der Kollege mal in Ruhe angekommen ist, alle zusammen noch ein Bier trinken, falls er Lust habe, weil ich ja eh auch unterwegs war. Darauf kam gar keine Antwort. Das war Freitag Nachmittag und seither ist Funkstille. Also seit zwei Tagen, obwohl wir beide das Wochenende frei hätten.
Ich habe in solchen Momenten sogar das Gefühl, dass ihn meine Vorschläge nerven. Er WILL dann gar keine Nähe mit mir, sagt es aber nicht, sondern schiebt einfach andere Dinge vor und ich schnall das nicht, weil es ein paar Tage vorher noch anders war und er auf diese Ideen alle ansprang und sie selbst forcierte. Und dann reagiert er noch genervt, wenn ich nicht gerade schnalle, dass das mit dem Kollegen vorgeschoben ist - nicht, dass es ihn nicht gäbe, sondern dass er selbst wenn er gerade nicht in der Stadt wäre, mich gar nicht sehen wollte (mein Freund jetzt). Anstatt dass er das einfach sagt, schreibt er dann so falsche Trost-Sachen, wie schade es sei, dass es mit dem Bier nicht klappe - das gibt dann für mich Anlass, nach einer Möglichkeit zu suchen, wie es doch noch klappt mit dem Bier - worauf er genervt reagiert oder gar nicht antwortet. In dem Moment merke ich, er wollte gar nie ein Bier mit mir trinken, aber kann das nicht direkt sagen, sondern sagt dann einfach, wie traurig das sei. Das ist dann sein verschlüsseltes: Ich will gerade wieder keine Nähe. Und bei mir dauert es immer einen Moment, bis ich das schnalle.
Nun lösen bei mir solche Wechsel folgendes aus: Ich weiss z.b. jetzt gerade gar nicht, ob ich ihm noch schreiben soll. Heut Abend wär z.B. gemeinsames Tatortschauen bei einem Freund von mir, den er auch kennt und mag. Ich weiss nicht mal mehr, ob ich ihm den Vorschlag machen soll oder ob es ihn momentan nur nervt und ob ich überhaupt Lust habe, ihm Vorschläge zu machen. Ich greif dann manchmal zum Handy, lasse es dann aber doch liegen. So haben wir jetzt seit zwei Tagen keinen Kontakt. Und entweder ich oder er gehen dann wieder aufeinander zu. Wenn ich gar nichts mache, weiss ich nicht, wie lange es dauert.
So läuft das in den schlechten Phasen und das macht mich jetzt gerade voll traurig. Und dann kippt es auf einmal, und es kommt eine gute Phase, wo er tagelang, wochenlang viel kommuniziert, viel Kontakt sucht, offen, nah, lieb, zugewandt ist und wir uns unsere Zeit sehr schön gestalten, uns näher kommen - bis er wieder abbricht.
Weil ich in meinem Hirn und Herz offenbar nicht verstehen kann, wie das funktioniert: wie kann er Tage/Wochen am Stück meine Vorschläge geniessen, sich über sie freuen, sie forcieren, suchen, selbst welche machen - und dann auf einmal ohne Vorwarnung sich darüber nerven, bedrängt fühlen, ihnen ausweichen? Ich komme mir dann vor, als würde er mich aus dem Nichts voll gegen eine Wand laufen lassen, weil aus den SMS auf einmal so ein genervter Unterton rausspricht, der vorher gar nicht absehbar war. Wie wenn ich auf einmal mega nerve, obwohl er sich vorher gerade noch gefreut hat. Das kommt total unangekündigt.
Das macht mich alles gerade verdammt traurig.Geändert von DinaDina (08.09.2013 um 09:40 Uhr)
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08.09.2013, 09:47Inaktiver User
AW: Nähe Distanz "Scheiss" (Sorry) - ich weiss nicht mehr weiter
Schreib ihm nicht. Er kann gerade nicht. Nicht: er will nicht. Sondern: er kann nicht. Und mach Dir einen schönen Abend bei Deinem Kumpel. Versuche, Deine Kraft bei Dir zu lassen und nicht in Gedanken auf ihn zu ver(sch)wenden. Kümmer Dich um Dich. Vergiß nicht, selbst zu leben und Dein eigenes Leben zu fühlen.
Wenn Du magst, schreibe ich Dir zum Rest eine PN. Falls Du eine Geschichte hören willst, wie es laufen kann.




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