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  1. Inaktiver User

    Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Liebes Forum,

    ich habe ein Problem, an dem ich mich zunehmend störe und welches den Alltag zwischen meinem Mann und mir sehr belastet.
    Dazu sei gesagt, dass ich mich selbst als sehr Harmonie liebend und auch suchend empfinde, meinem Mann hingegen seine Einstellungen, sein Wille, also sein EGO über alles zu gehen scheint.
    Das war nicht immer so. Wir kennen uns nun schon fast 14 Jahre, davon sind wir mittlerweile 5 verheiratet und haben 2 gemeinsame Kinder. Wir sind zusammen erwachsen geworden, haben uns ein Leben und eine gemeinsame Familie aufgebaut, mich verbindet eigentlich unheimlich viel mit ihm. Damals hatte ich das ganz starke Gefühl, in ihm meinen Seelenverwandten gefunden zu haben.
    Wir haben beide studiert, doch im Gegensatz zu ihm habe ich keine Karriere hingelegt, sondern direkt nach meinem Abschluss in die Familiengründung investiert. Darum und um mein berufliches Zurückstecken geht es mir aber nicht, auch wenn ich durchaus schon überlegt hatte, auch über dieses Thema einen eigenen Strang zu eröffnen.

    Seit knapp einem Jahr bin ich wieder voll berufstätig, allerdings in Form einer Fortbildung (bei meiner Studienrichtung notwendig). Der Spagat zwischen Beruf, Lernen und Kindern ist natürlich alles andere als einfach - doch ich bereue es keine Sekunde.
    Was mich stört ist das Platzhirschverhalten meines Mannes, welches mir umso stärker auffällt, je mehr ich wieder in mich selbst und meine Karriere investiere. Er ist beruflich sehr eingespannt, will es auch gar nicht anders, hat sich rasant nach oben gearbeitet und dieses Tempo gilt es jetzt auch zu halten - als Puffer für mich und meine Terminnot kann er natürlich nicht herhalten. Ein wenig Verständnis oder auch Anteilnahme an meinem neuen Leben hätte ich mir aber schon gewünscht, statt dessen läuft es so wie immer: Kaum ist er zuhause, dreht sich alles um ihn. Er fragt schon auch, wie mein Tag und jener der Kinder war, doch mehr im "Bringt mich auf den neuesten Stand - Stil". Über neue Anschaffungen wird ausgiebigst diskutiert, zu allem hat er eine Meinung, der im besten Fall auch Folge geleistet werden sollte, gegenüber den Kindern ist er stellenweise sehr unnachgiebig, fast schon herrschsüchtig (was mich sehr verletzt, da ich mir ein liebevolles und verständnisvolles Umfeld für sie wünsche und das auch so praktiziere). Auch mich behandelt, oder besser gesagt fertigt er oft mit einer "Red du nur - Manier" ab, die mir übelst aufstößt. Meistens kommt es dann auch zum Streit, in dessen Verlauf er mich mit seiner Ignoranz, seinem respektlosen Spott dermaßen auf die Palme bringt, dass ich irgendwann völlig "ausraste" und auch laut werde. Für ihn sind diese Momente gefundenes Fressen, beweisen sie seiner Meinung nach doch wie überlegen er mir wirklich ist: während ich hysterisches Weib meinen Emotionen erliege, steht er über derlei Banalitäten und gibt sich keine "Blöße". Dass genau das es ist, was mich so unheimlich provoziert, gilt bei ihm nicht, immerhin konfrontiert er mich mit Fakten, an denen gibt es nichts falsch zu verstehen. Folglich KANN er mich gar nicht richtig ernst nehmen, wie ich durch meine Unbeherrschtheit selbst bewiesen habe... Gespräche mit entsprechendem Inhalt wurden bereits geführt.

    Ich selbst empfinde mich im Alltag überhaupt nicht als nicht ernst zu nehmende Person, ganz im Gegenteil. Daher explodiere ich auch so leicht, wenn er mich als eine solche behandelt, so tut, als wäre ich ein naives Dummerchen, dem man Vorschriften machen müsse. Ich habe das Gefühl, immer mehr gegen ihn kämpfen zu müssen.
    Der einzige Aspekt, der von dieser Unstimmigkeit unberührt blieb, ist die Sexualität. Da läuft es über all die Jahre hinweg erstaunlich und für mich unwahrscheinlich gut. Manchmal habe ich mich schon bei dem Gedanken ertappt, dass es nur der Sex ist, der uns noch zusammenhält.

    Aufgeben will ich unsere Beziehung nicht, dafür sind noch viel zu viele Gefühle im Spiel. Das weiß ich auch, weil ich mir in meiner Wut schon des Öfteren Gedanken um eine Trennung gemacht hatte und zwar mit dem immer selben Ergebnis: Trotz allem kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.
    Aber was dann? Glücklich bin ich so, wie es mittlerweile läuft, auch nicht.

    Habt ihr irgendwelche Ideen?

  2. Inaktiver User

    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Vielleicht ihn diesen Beitrag lesen lassen? Ich glaube, dass viele Menschen Geschriebenes besser verinnerlichen als Gesprochenes. Dein Beitrag ist sachlich geschrieben, ohne dass er dich provozieren konnte. Oder eben den Inhalt per Brief.

  3. gesperrt

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    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    während ich hysterisches Weib meinen Emotionen erliege, steht er über derlei Banalitäten und gibt sich keine "Blöße".
    Glaubst du ihm das? Bzw. glaubst du das auch?

  4. Inaktiver User

    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...zu allem hat er eine Meinung, der im besten Fall auch Folge geleistet werden sollte, gegenüber den Kindern ist er stellenweise sehr unnachgiebig, fast schon herrschsüchtig (was mich sehr verletzt, da ich mir ein liebevolles und verständnisvolles Umfeld für sie wünsche und das auch so praktiziere). Auch mich behandelt, oder besser gesagt fertigt er oft mit einer "Red du nur - Manier" ab, die mir übelst aufstößt. ...
    Ich selbst empfinde mich im Alltag überhaupt nicht als nicht ernst zu nehmende Person, ganz im Gegenteil. Daher explodiere ich auch so leicht, wenn er mich als eine solche behandelt, so tut, als wäre ich ein naives Dummerchen, dem man Vorschriften machen müsse. Ich habe das Gefühl, immer mehr gegen ihn kämpfen zu müssen.
    Du lebst nicht in einem liebevollen und verständnisvollen Umfeld. Dein Mann ist eifersüchtig und egozentrisch. Er hat sich gemütlich eingerichtet, mit einem kleinen Frauchen, die ihm das Wasser nicht reichen kann, so glaubte er bisher.
    Nun machst Du Dich auf den Weg, das mißfällt ihm. Das ist für ihn unbequem, Du machst ihm Konkurrenz. Eigentlicht mobbt er Dich, er versucht Dich klein zu machen.
    Du solltest das offene Gespräch mit ihm suchen. Ihn fragen, wie er Eure Zukunft sieht. Das ist wichtig für Dich, weil sich sein Verhalten noch steigern kann, wenn Du anfängst Geld zu verdienen. Ich vermute, dass er seine Macht auch über seinen Verdienst definiert. Er scheint kein großes Selbstbewußtsein zu haben.
    Hunde und Menschen, die um sich beißen, haben Angst. Hat er Angst, dass Du aus Deiner, Dir zugedachten Rolle herauswächst?

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    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Ja, ich hatte beim Lesen auch spontan den Gedanken: Der muss dich kleinhalten, er hat Angst, dass du ihm über den Kopf wächst.
    Fühlst du dich von ihm geliebt?
    Gibt es Bereiche, in denen er dich unterstützt und respektiert?

    Mobbing ist ein guter Ausdruck für das Verhalten deines Mannes dir gegenüber. Ich finde ihn leider auch zutreffend.
    Ob ich einen Rat habe?

    Kannst du eine Situation herstellen, in der du offen und wirklich EHRLICH mit deinem Mann sprechen kannst? Es wäre wichtig herauszufinden, worin seine Ängste und Unsicherheiten bestehen. Aber er scheint ja viel Wert darauf zu legen, der Überlegene zu sein und der, der sich nicht von Gefühlen leiten lässt.
    Ihm ist sicher nicht klar, dass er Gefahr läuft dich zu verlieren, wenn er so weiter macht. Vielleicht solltest du ihn darauf einmal aufmerksam machen, möglicherweise wacht er dann auf. Sage es ihm in einem ruhigen Moment, nicht in einem Streit.

    Du schreibst, du kannst dir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Aber du denkst über eine Trennung nach. Irgendwann, wenn es so weiter geht, dann kannst du es dir möglicherweise vorstellen...

    Versuch, mit ihm ernsthaft zu sprechen. Seid ganz offen miteinander.
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

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    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich stört ist das Platzhirschverhalten meines Mannes, welches mir umso stärker auffällt, je mehr ich wieder in mich selbst und meine Karriere investiere. Er ist beruflich sehr eingespannt, will es auch gar nicht anders, hat sich rasant nach oben gearbeitet und dieses Tempo gilt es jetzt auch zu halten
    Ojee ... da hat ihn die Managerkrankheit gepackt! Aufstieg nach oben mit Treten nach unten verbunden! Wobei du ja nicht wirklich "unten" bist, nein im Gegenteil, du drohst ihn einzuholen mit deiner Fortbildung! Und da gehört ein Deckel draufgescheppert! Das lernt er wahrscheinlich seit Jahren so in seinem Job.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Daher explodiere ich auch so leicht, wenn er mich als eine solche behandelt, so tut, als wäre ich ein naives Dummerchen, dem man Vorschriften machen müsse. Ich habe das Gefühl, immer mehr gegen ihn kämpfen zu müssen.
    Das wirst du auch müssen, je eigenständiger du beruflich und auch sonst so wirst.

    Wo siehst du denn da Liebe und Respekt und Freude in seinem Umgang mit dir? Ich lese: Häme, Spott, Ignoranz, strunzdumme Überheblichkeit.

    Aber mehr als ihm nüchtern und auch sehr bestimmt und knallhart, nichtweinend zu sagen, dass er ziemlich zielsicher eure Beziehung an die Wand fährt, wenn er dich (euch!) weiterhin so mies behandelt, fällt mir nicht ein, ausser gleich die Biege zu machen.

    Ja, vielleicht ist Sex die einzige Art von Kommunikation, wo er nicht Job spielt.
    see you on be friends online!

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht ihn diesen Beitrag lesen lassen? Ich glaube, dass viele Menschen Geschriebenes besser verinnerlichen als Gesprochenes. Dein Beitrag ist sachlich geschrieben, ohne dass er dich provozieren konnte. Oder eben den Inhalt per Brief.
    Die Idee, ihm einen Brief zu schreiben hatte ich bereits, aus denselben Beweggründen, die du angeführt hast.
    Damals, zwischen dem 1. und 2. Kind hatten wir unsere erste handfeste Ehekrise und ich war mit meinen Nerven wirklich so am Ende, dass ich ihm mit Scheidung drohte, sollte sich an bestimmten Gegebenheiten nichts ändern. Die Folge war dann auch ein sehr langes Gespräch, in dessen Verlauf wir beide feststellten, dass wir ohneeinander nicht wollen.
    Tja, und was hat sich geändert? Nach einer unkomplizierten Schwangerschaft kam Kind 2 auf die Welt und ab da war ohnehin erst mal wieder Ausnahmezustand. Er war dann auch noch ein halbes Jahr im Ausland, was auch weniger Konfliktpotential bedeutete und ich lernte in der Zeit, mein Ding ganz ohne ihn durch zu ziehen.
    Trotzdem war die Freude groß, als er dann wieder zuhause war und eben diese Freude verschönerte dann auch die eine oder andere Situation mit ihm. Geändert hat sich aber im Grunde nichts zwischen uns.

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Glaubst du ihm das? Bzw. glaubst du das auch?
    Sicher nicht, das hätte er wohl gern.
    Ich empfinde sein Verhalten, dieses stoische Ignorieren meiner Einwände, dieses Abschmettern lassen meiner Emotionen als pure Provokation. Dieses "nicht ernst genommen werden" schwebt ständig über mir und macht mich so wütend und verzweifelt auf einmal, dass ich mich dann wirklich nicht mehr beherrschen kann.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du lebst nicht in einem liebevollen und verständnisvollen Umfeld. Dein Mann ist eifersüchtig und egozentrisch. Er hat sich gemütlich eingerichtet, mit einem kleinen Frauchen, die ihm das Wasser nicht reichen kann, so glaubte er bisher.
    Nun machst Du Dich auf den Weg, das mißfällt ihm. Das ist für ihn unbequem, Du machst ihm Konkurrenz. Eigentlicht mobbt er Dich, er versucht Dich klein zu machen.
    Du solltest das offene Gespräch mit ihm suchen. Ihn fragen, wie er Eure Zukunft sieht. Das ist wichtig für Dich, weil sich sein Verhalten noch steigern kann, wenn Du anfängst Geld zu verdienen. Ich vermute, dass er seine Macht auch über seinen Verdienst definiert. Er scheint kein großes Selbstbewußtsein zu haben.
    Hunde und Menschen, die um sich beißen, haben Angst. Hat er Angst, dass Du aus Deiner, Dir zugedachten Rolle herauswächst?
    Das habe ich mich auch schon gefragt... bin mir aber nicht sicher.
    In abgeschwächter Form war er schon vor unseren Kindern so, als ich noch studierte. Damals habe ich es aber nie als Angriff auf meine Person empfunden, höchstens als eine Neckerei, ein harmloses Gerangel, das uns beiden eher Spaß als sonst was bereitete. Gerade diese kleinen Reibereien, die mit ihm möglich waren, gefielen mir und gaben der Beziehung eine gewisse Note, die sie vor Langeweile schütze, dabei fühlte ich mich aber immer für voll genommen und genau das ist der Unterschied zu heute.

    Dass er in mir eine Konkurrenz sehen könnte, also beruflich, kann ich mir nur schwer vorstellen, immerhin arbeiten wir in zwei völlig unterschiedlichen Branchen (er ist Ingenieur und ich arbeite mit Menschen). Vielleicht fürchtet er aber um die Nummer Eins Rolle innerhalb der Familie, das könnte schon sein... dadurch, dass er Alleinverdiener war, immer selten daheim, hatte er schon immer eine Sonderstellung, die er sich womöglich vorbehalten möchte.

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Fühlst du dich von ihm geliebt?
    Gibt es Bereiche, in denen er dich unterstützt und respektiert?
    Ich spüre schon eine Liebe, nur die Art und Weise ist eine, die mir stellenweise nicht behagt.
    Mit dem Respekt ist es da schon anders... der fehlt mir mitunter ganz deutlich.
    Er unterstützt mich in allem, wenn es seine Zustimmung erfährt. Klingt jetzt so, als würde ich ihn um Erlaubnis bitten, ist aber nicht so. Er aber hätte das stellenweise wohl gerne und fordert dann auch im Nachhinein noch eine Stellungsnahme von mir, warum ich nun dieses oder jenes getan habe.

    Versuch, mit ihm ernsthaft zu sprechen. Seid ganz offen miteinander.
    Oh, das versuche ich immer wieder und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sich das mal als so schwierig erweisen würde.
    Ist die Stimmung zu locker zwischen uns, landen wir mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit im Bett, und danach kann ich ein ernstes Gespräch erst recht vergessen. Ist sie wiederum zu ernst, entsteht in den meisten Fällen ein Streit, der so ähnlich endet wie bereits von mir geschildert.

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen
    Ojee ... da hat ihn die Managerkrankheit gepackt! Aufstieg nach oben mit Treten nach unten verbunden! Wobei du ja nicht wirklich "unten" bist, nein im Gegenteil, du drohst ihn einzuholen mit deiner Fortbildung! Und da gehört ein Deckel draufgescheppert! Das lernt er wahrscheinlich seit Jahren so in seinem Job.
    Ich habe auch das Gefühl, dass er durch sein berufliches Umfeld bestärkt wird und sehe da auch eine gewisse Korrelation zwischen seinem beruflichen Aufstieg und dem Verhalten zuhause.

    Wo siehst du denn da Liebe und Respekt und Freude in seinem Umgang mit dir? Ich lese: Häme, Spott, Ignoranz, strunzdumme Überheblichkeit.
    Also eigentlich immer dann, wenn wir uns körperlich nahe sind (nicht nur beim Sex), wenn wir als Familie ungezwungene Freizeitgestaltung betreiben, auch in Situationen, in denen wir in Gesellschaft sind, ob nun bei Freunden oder auch im beruflichen Kontext. Da hatte ich noch nie das Gefühl, dass er mich heruntermachen wollte, im Gegenteil.

    Aber mehr als ihm nüchtern und auch sehr bestimmt und knallhart, nichtweinend zu sagen, dass er ziemlich zielsicher eure Beziehung an die Wand fährt, wenn er dich (euch!) weiterhin so mies behandelt, fällt mir nicht ein, ausser gleich die Biege zu machen.
    Mir auch nicht... und irgendwie ist das für sich auch wieder ein Problem.

    Ja, vielleicht ist Sex die einzige Art von Kommunikation, wo er nicht Job spielt.
    Dass er mich als Frau nach wie vor begehrenswert findet, zeigt er mir ganz deutlich... aber wer will sich schon darauf reduzieren lassen?


    Auf jeden Fall vielen Dank für eure Antworten!

  8. gesperrt

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    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber mehr als ihm nüchtern und auch sehr bestimmt und knallhart, nichtweinend zu sagen, dass er ziemlich zielsicher eure Beziehung an die Wand fährt, ...
    Mir auch nicht... und irgendwie ist das für sich auch wieder ein Problem.
    Warum?

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    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    sieh es nüchtern, der mann ist körperlich gut, kriegt das finanzielle hin, aber er versaut den kindern mit seinem beispiel eines unterirdischen imponiergehabes das soziale empfinden.
    die kriegen einen schaden weg.



    er ist nicht fähig, sprachen sinnstiftend und sozialverträglich einzusetzen, eine grobe entwicklungssschwäche.
    du kannst für seine behinderung erst mal nichts.


    du musst wieder lernen, was richtiges verhalten ist, musst das verinnerlichen.
    das entlastet dich vom verdacht, du seist verkehrt.
    lg
    legrain

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    AW: Mein Mann und sein übergroßes Ego

    Wenn manche Menschen erleben, wie schnell man die Karriereleiter hochrutschen kann, heben sie ab. Mit der Folge, dass sie ihren Job irgendwann mit nach Hause nehmen.

    Ich habe auch mal viel Selbstwertgefühl aus meinem Job gezogen. Fühlte mich wichtig und hatte viel Verantwortung. Bis die Firma aufgelöst wurde und ich mich plötzlich wieder als kleines Rädchen im Getriebe wiederfand. Im Nachhinein war das eine gute Lehre, weil es mich zwang, mich auf mich als Mensch zu konzentrieren. Mir einzugestehen, dass diese Position mit mir als Persönlichkeit überhaupt nichts zu tun hatte. Ich war eine Funktion, ein Produktionsfaktor Arbeit. Aber als Mensch austauschbar.

    Dein Mann scheint den vorher schon vorhandenen Drang zu diesem Verhalten über seinen Job manifestiert zu haben. Das sind dann genau diese Menschen, die die Bodenhaftung verlieren und ihr Job-Verhalten gar nicht mehr abstellen können. Klar braucht man oftmals Ellenbogen. Aber wer hier die Grenze nicht mehr sieht, hat sich m. E. als Mensch verloren.

    Ändern kann er sich nur aus sich selber heraus. Wenn er z. B. auch mal merkt, dass er austauschbar wäre, und sich bewusst macht, dass sein reales Leben nicht (nur) in der Firma stattfindet, sondern im Privatleben. Ich fürchte aber, solche Menschen brauchen erst einen deutlichen Schuss vor den Bug, um das zu begreifen. Meist gesundheitlicher Art.

    Dass es ein direkter Konkurrenzkampf zwischen euch ist, glaube ich auch nicht. Aber er will dominieren, hat das so gelernt und verinnerlicht (du hattest ja noch keinen Grund, dich massiv zu wehren). Wenn du daran jetzt rührst, bringst du die "Balance" in eurer Beziehung ins Wanken. Die Frage ist nur, ob du diese Art von Balance noch möchtest.
    Geändert von Marga3 (14.08.2013 um 08:30 Uhr)

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