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    verwirrt Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Hallo an alle,

    ich komme mal direkt zur Sache, da ich dringend einen unbefangenen Rat brauche.

    Mein Freund und ich sind seit sechs Jahren zusammen, seit fünf leben wir in einer gemeinsamen Wohnung.
    Ich bin 28, er 35. Er war schon immer ein bisschen wohlfühlorientiert, egozentrisch und gesellschaftsfaul, mich hat das auch alles lange nicht gestört aber inzwischen macht es mich alles wahnsinnig. Ich bin das totale Gegenteil und er zieht mich total runter.
    Leider hat er es in seinem Leben bisher auch nicht wirklich weit gebracht, er arbeitet halbtags in einem Call Center und produziert nebenher halbherzig Musik. Ich gehe Vollzeit arbeiten (eher 50 wie 40h Woche, habe studiert und vor einem Jahr angefangen) und bekomme selten Unterstützung im Haushalt. Wenn dann muss ich dies erbitten, von selbst kommt selten was. Putzen macht er gar nicht (meistens gehe ich den Diskusionen aus dem Weg weil ich seine chauvinistischen Bemerkungen, die aufgesetzte Genervtheit und das Gefühl mit einem 12jährigen als dessen Mutter zu diskutieren nicht haben will)
    Seine ganze Situation macht in wohl ziemlich unglücklich und unzufrieden ( ich habe momentan viel Erfolg) und er lässt sich seit unserem Umzug in eine größere Stadt, von dem ich eigentlich gehofft hatte, dass es auch ihn aus seinem Schneckenhaus holt immer mehr gehen. Er nimmt immer weiter zu, schläft abends gegen 21:30 vor der Glotze laut schnarchend ein und hat keinen Elan etwas zu unternehmen oder seinen Arsch mal hochzubekommen. Ich beiße leider bei allen Versuchen, ob zickig, nett, verständnissvoll, diplomatisch oder subtil auf Granit. Er geht nicht zum Arzt um das mit dem Schnarchen und der Schlafapnoe mal abzuklären (wir schlafen mitllerweile in getrennten Betten), sucht sich keinen Job, an dem er vielleicht Spaß haben könnte, mault immer nur, dass er so fett sei, tut aber nichts dagegen und motzt mich heute abend tatsächlich an, weil ich ihn bitte sich auf die Seite zu drehen beim Couchpennen, damit ich den Fernseher noch höre - mir wurde dann die Schlafzimmertüre vor der Nase zugeknallt.... Zeit für mich irgendwie aktiv zu werden, und sei es erst einmal hier

    Je öfter ich dies reflektiere um so mehr denke ich, dass ich die ganze Sache einfach beenden oder ihm zumindest klar und unmissverständlich die Pistole auf die Brust setzen sollte.
    Dennoch habe ich Angst ihn zu verlieren. Er ist trotz allem sehr liebevoll und weiß wie ich ticke und steht hinter mit. Ob es noch Liebe ist, weiß ich allerdings auch nicht. Vielleicht ist es Gewohnheit. Sex haben wir kaum mehr. Er will immer morgens, da habe ich es eilig und bin muffelig, abends will er nicht. Die Situation gerade macht ihn für mich auch nicht mehr wirklich attraktiv. Meistens habe ich einfach keinen Bock auf ihn, weil ich mich einfach ärgere und dauerenttäuscht bin.

    Meine Güte - ich bin 28 und habe echt noch Leben vor mir - neu im Beruf, Erfolg, einige Flirts mit anderen interessanten Männern in letzter Zeit.... ich fühl mich einfach nur mies, wenn ich ihn jetzt in seiner Misere so fallen lasse - ich würde ihm so gerne helfen! Wenn er glücklich ist dann ist er ein wundervoller Mensch! Er ist es nur leider inzwischen so gut wie nie....

    Freue mich auf Ratschläge und Unterstützung bevor ich total abstumpfe und irgendwann vielleicht alles bereue!

    Ihr Lieben, vielen Dank im Voraus!

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    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Zitat Zitat von stueckchenschoko Beitrag anzeigen
    Mein Freund und ich sind seit sechs Jahren zusammen, seit fünf leben wir in einer gemeinsamen Wohnung.
    Ich bin 28, er 35. Er war schon immer ein bisschen wohlfühlorientiert, egozentrisch und gesellschaftsfaul, mich hat das auch alles lange nicht gestört aber inzwischen macht es mich alles wahnsinnig. Ich bin das totale Gegenteil und er zieht mich total runter.
    Leider hat er es in seinem Leben bisher auch nicht wirklich weit gebracht, er arbeitet halbtags in einem Call Center und produziert nebenher halbherzig Musik. Ich gehe Vollzeit arbeiten (eher 50 wie 40h Woche, habe studiert und vor einem Jahr angefangen) und bekomme selten Unterstützung im Haushalt.
    Das Grauen.

    Zitat Zitat von stueckchenschoko Beitrag anzeigen
    Er ist trotz allem sehr liebevoll und weiß wie ich ticke und steht hinter mit.
    Er steht hinter dir? ich denke doch wohl eher: er liegt hinter dir! Schnarchend auf dem Sofa.
    Und wie liebevoll: du darfst putzen, das ist Frauensache? Oder was für Kleine-Jungs-Sprüche hat er so drauf?

    Zitat Zitat von stueckchenschoko Beitrag anzeigen
    Je öfter ich dies reflektiere um so mehr denke ich, dass ich die ganze Sache einfach beenden oder ihm zumindest klar und unmissverständlich die Pistole auf die Brust setzen sollte.
    Erst das letztere, dann vielleicht das erstere.

    Mach eine klare Ansage, dass du so nicht leben möchtest. Ist ja wie mit einem alten Chauvi aus dem letzten Jahrhundert! Wahrscheinlich hat Mama auch immer seinen Hintern hinter ihm hergetragen und jetzt macht es eben die Freundin. weil das so ist. Und dann klappt das auch noch, weil du Angst hast, alleine zu sein und vielleicht denkst: lieber das kleinere Übel.

    Schrecklich.

    Könnt ihr miteinander reden? Dann läute die Kurz vor 12 ein!

    Zieht vielleicht besser wieder auseinander, das ist dann ja nicht unbedingt das Beziehungs-Aus. Und vielleicht wird's dann auch wieder sexier ...
    see you on be friends online!

  3. gesperrt

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    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Merke:
    Du kannst einen Mann nicht ändern.
    Entweder ändert er sich, weil er es will, oder er bleib, wie du ihn kennst.

    Du kannst nur dein Leben ändern.

    Willst du das?

    Dann sieh dich nach einer bezahlbaren Wohnung für dich in der Stadt um, sag deinem Freund, dass du so nicht mehr mit ihm zusammen leben willst, und stell die Hausarbeit ein. Es wird dich ein paar Nerven kosten, wenn die Wohnung nicht mehr wie gewohnt aussieht, aber das ist leichter zu verkraften als der jetzige Zustand.

  4. Inaktiver User

    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    In einer Partnerschaft, sollte man nicht hinter dem anderen stehen, sondern gleichberechtigt nebeneinander, sozusagen auf Augenhöhe. Du scheinst dies verloren zu haben, m. E. nachvollziehbar, nach Deinen Schilderungen.
    Wenn Du keine Lust auf jahrelange therapeutische Muttiarbeit hast, dann geh Deinen Weg.

    Es ist für's eigene Ego nicht förderlich, wenn man den anderen mehr und mehr geringschätzig betrachtet.

  5. Inaktiver User

    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Wahrscheinlich merkt er nicht mal dass du weg bist... erst wenn die Wohnung eingestaubt ist oder keiner mehr rum meckert.

    Du bist erst 28 - was machst du da? Willst du so den Rest deines Lebens verbringen? Echt?

  6. Inaktiver User

    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    ..das liest sich ja grauenvoll..mein tipp ist, ganz schnell weg und deinLleben leben, du bist noch so jung..du schaffst das wesentlich besser alleine, er behindert dich ja mehr als das er dir freude oder eine bereicherung bringt..hör auf dein inneres, du weißt eigentlich schon längst bescheid, was zu tun ist..

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    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Wie ich es machen würde:

    Ich würde ihm die Pistole auf die Brust setzen, klar ansagen, was mit euch los ist, wie Du die Beziehung jetzt siehst - genauso wie die es hier im Forum getan hast. Dann klar machen, dass Du dies ändern willst, ihn auch unterstützen willst (das möchtest Du doch, oder?) und auch sagen, dass Du gehst, wenn sich nichts ändert. Und schließlich ausziehen, wenn sich tatsächlich nichts ändert.

  8. User Info Menu

    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Zitat Zitat von sanctuary Beitrag anzeigen
    ... Dann klar machen, dass Du dies ändern willst, .... und auch sagen, dass Du gehst, wenn sich nichts ändert. Und schließlich ausziehen, wenn sich tatsächlich nichts ändert.
    Es läuft doch letztendlich darauf hinaus:

    ....Dann klar machen, dass Du ihn ändern willst, .... und auch sagen, dass Du gehst, wenn er sich nicht ändert. Und schließlich ausziehen, wenn er sich tatsächlich nicht ändert.

    Ich denke eher, dass Du Deiner Wege ziehen solltest. Ohne wenn und aber.

    Wer an dem anderen rumerziehen muss, damit er "richtig" ist, der wird ihn dafür verachten.... mehr noch als Du es jetzt schon tust.

    Wie HPumpernickel so treffend bemerkt:

    In einer Partnerschaft, sollte man nicht hinter dem anderen stehen, sondern gleichberechtigt nebeneinander

  9. Moderation

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    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Du kannst nur dich und dein Verhalten ändern und nicht das eines anderen.

    Dein Freund ist so wie er ist und das wird auch auch weder im Wesentlichen ändern können noch ändern wollen. Wenn du ihn nicht so liebst und nehmen kannst wie er ist - dann verlass ihn.


    Ich war schon in der gleichen Situation und ich habe ihn verlassen und es nicht einen Tag bereut.
    Ich habe ihn nicht genug geliebt um ihn so zu nehmen wie er ist und er hat mich nicht genug geliebt, um sich zu ändern. Und wenn ich einen Mann nicht genug liebe, dann sollte ich ihn verlassen und für uns beiden den Weg zu einem besseren Leben frei machen.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  10. User Info Menu

    AW: Der inzwischen langweilige Schnarcher - schnell weg oder kämpfen?

    Zitat Zitat von Gustave Beitrag anzeigen
    Es läuft doch letztendlich darauf hinaus:

    ....Dann klar machen, dass Du ihn ändern willst, .... und auch sagen, dass Du gehst, wenn er sich nicht ändert. Und schließlich ausziehen, wenn er sich tatsächlich nicht ändert.
    Es geht nicht darum, ihn zu ändern, sondern ihm zu helfen. Sie schreibt ja selbst, dass er sich in seiner Situation (anscheinend) nicht wohlfühlt. Wenn das wirklich so ist, warum sollte sie ihn nicht unterstützen, etwas zu ändern, wenn er das will?

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