Hallo ihr Lieben,
ich versuche meine / unsere Situation mal zu beschreiben, wird schwierig, aber ich hoffe hier trotzdem einige Denkanstöße zu erhalten.
Ich bin mit meinem Mann jung zusammengekommen (beide 21 Jahre) und wir sind nun seit 20 Jahren zusammen, haben zwei Kids (18, 16 Jahre).
Grundsätzlich führen wir eine harmonische, glückliche Beziehung.
Als wir uns kennenlernten hatte mein Mann einige Probleme mit seinem Selbstbewusstsein, das hatte viel mit seiner Mutter zu tun bei der er nach der Scheidung der Eltern lebte (sehr strenge Mutter, dominanter Vater).
Wir haben zu Beginn der Beziehung sehr viel über die Situation gesprochen und er hat auch hart an sich gearbeitet, er hat z.B. erst einmal für 2 Jahre den Kontakt zur Mutter komplett abgebrochen und dann nochmals für weitere 2 Jahre, seinen Vater sieht er nicht so oft.
Als wir uns kennenlernten hat er ebenfalls sämtliche Kontakte zu seinen früheren Freunden abgebrochen mit der Begründung, sie hätte keinerlei Respekt vor ihm, was ich leider auch bestätigen kann. Es tat mir in der Seele weh wie er behandelt wurde.
Mit den Jahren hatte er immer mal wieder mit starken Verlustsängsten in unserer Beziehung zu kämpfen, das haben wir aber mittlerweilen gut in den Griff bekommen.
Es ist aber leider so dass Phasen der Unsicherheit bei ihm immer mal wieder „durchkommen“ und es strengt mich immer wieder an ihn da zu motivieren etwas dagegen zu unternehmen, er sieht die Notwendigkeit da leider nicht so. Aber es betrifft dann auch unser gemeinsames Leben, aktuelle Freunde, Kollegen u.s.w.
Vieles was bei ihm nicht so „rund“ läuft und die daraus resultierenden Probleme haben doch viel mit seinem Auftreten zu tun, er wirkt oft „schwammig“ ohne Meinungen, bezieht kaum Position, die er ja eigentlich hat, er ist sehr intelligent, sieht ganz gut aus.
Er hat sich für sich da wohl eine Strategie entwickelt, die sich mir nicht ganz erschließt.
Ich finde es so schade, dass sein Potential nur zuhause sichtbar wird, sobald es um soziale Kontakt geht ist irgendwie „krampfig“ nicht authentisch nicht der Mensch so wie ich in Zuhause erlebe.
Ich finde das schade und es macht mich traurig . . .
Er scheint mit der Situation besser klar zu kommen als ich, hmm was sagt mir das?
Antworten
Ergebnis 1 bis 8 von 8
Thema: Unsicherheit des Partners
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15.01.2013, 13:04
Unsicherheit des Partners
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15.01.2013, 13:35
AW: Unsicherheit des Partners
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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15.01.2013, 13:37Inaktiver User
AW: Unsicherheit des Partners
Hallo Krete,
ich verstehe Dein Problem nicht.
Du schreibst, Dein Mann kommt mit der Situation besser zurecht als Du.
Es fällt Dir aber schwer ihn zu motivieren.
Das Mensch mit Anfang 20 noch nicht gefestigt ist, liegt wohl in der Natur der Sache.
Nun sind 20 Jahre vergangen und Dein Mann hat seinen Charakter mit all seinen Stärken und Schwächen ausgebildet. Die Entwicklung wird immer weitergehen.
Sein soziales Umfeld kennt ihn so wie er ist, mit all den Unsicherheiten.
Du kennst ihn auch noch von einer anderen, starken Seite.
Ich glaube, dass man in einer Partnerschaft immer auch noch Eigenschaften lebt, die nur in der Familie gezeigt werden.
Warum stört Dich diese unsichere Seite an Deinem Mann?
Nimmt dieses Störungsgefühl bei Dir zu?
Das Kollegenthema solltest Du bei ihm lassen. Es sei denn, dass Ihr zusammen arbeitet.
Ist er "krampfig" weil er weiß, dass Du mit seiner Ausstrahlung nicht zufrieden bist?
Inwieweit man sich auf Unverbindlichkeiten/Schwammigkeiten einlässt, liegt an jedem selbst. Gilt für Partner, Freunde, Kollegen. Da muss man nicht mitmachen.
Vielleicht schreibst Du noch was zu Erklärung.
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15.01.2013, 14:10
AW: Unsicherheit des Partners
Grundsätzlich stört mich das nicht, sonst hätten wir nicht geheiratet und zwei Kids bekommen u.s.w.
Es gibt Begegungssituationen verschiedenster Art indenen mein Mann sich sehr wohl richtig "unwohl" fühlt, Gründe sind jetzt erst einmal zweitrangig, dass äußert sich Körperlich durch Zuckungen und sehr unruhige Körpersprache, fast hektisch.
Sprachlich durch "Hänger".
Da reicht schon das Nachfragen in einem Baumarkt nach Dübeln.
Wenn er spürt dass sein Gegenüber seine Unsicherheit bemerkt fühlt er sich unwohl. So gut kennen ich in nun halt.
Diese Unsicherheit tritt nicht immer auf.
Und ich will mal stark bezweifeln dass es viel mit mir zu tuen hat.
Er weiß dass ich in Liebe so wie er ist.
Wir haben nun z.B. entschieden den Kontakt zu einem weiter entfernten Verwandte einzuschränken, da dieser sehr stark auf Unsicherheiten meines Mannes reagiert und ihn regelrecht vorführt, sowas braucht kein Mensch.
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15.01.2013, 14:52
AW: Unsicherheit des Partners
Das ist doch eine gute Lösung. Ich persönlich hätte auch keine Lust mich mit Menschen in meiner Freizeit abzugeben, die versuchen, mich vorzuführen, mich nicht ernst nehmen oder verächtlich machen.
Es gehört doch auch dazu, dass man hier auswählt und sich versucht nur mit den Menschen zu umgeben, die einem gut tun.
Alltagssituationen kann man entweder üben oder aber der Partner springt ein. Es geht doch jedem mal so, dass einem plötzlich die Worte fehlen, die Zunge Knoten hat etc.
Grundsätzlich finde ich, dass du da wenig machen kannst, bzw. schon alles tust, was möglich ist. Ein Mehr förderte vielleicht auch seine Unsicherheit. Du sagtest doch, dass der im Alltags- und Berufsleben damit ganz gut klar kommt. Möchte er denn etwas ändern? Wünscht er sich von dir mehr Unterstützung und du weißt bloß nicht wie?Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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15.01.2013, 15:18
AW: Unsicherheit des Partners
Möchte er denn etwas ändern? Wünscht er sich von dir mehr Unterstützung und du weißt bloß nicht wie?
Ich denke schon dass er sich Unterstützung wünscht, aber wie könnte diese aussehen?
Er möchte auch was verändert, aber er weiß nicht so recht wie und wo anfangen.
Beruflich hat er seinen Weg gefunden, alles kein Thema und Problem, ihm fehlt in privaten Kontakten die "Leichtigkeit", warum weiß er nicht und ich auch nicht!
Das ist ja auch nicht immer so, irgendwie phasenweise.Geändert von Krete1313 (15.01.2013 um 15:22 Uhr)
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15.01.2013, 16:21
AW: Unsicherheit des Partners
Das solltet ihr allerdings vorher klären. Denken ist hier definitiv zu wenig, da müsst ihr sprechen. Und wie er sich Unterstützung wünscht, sollte er ebenfalls artikulieren.
Und wenn es nur phasenweise ist, stört es dann tatsächlich so sehr? Und findet man für diese Phasen Gründe, z. B. starken beruflichen Stress?Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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15.01.2013, 19:14
AW: Unsicherheit des Partners
Sag mal, ganz ehrlich, kann es sein dass du dich manchmal schämst für das Auftreten deines Partners.... dass DU dir eigentlich wünscht er würde selbstsicherer und cooler aufreten???
Ich hatte in relativ jungen Jahren mal einen Partner für den ich mich irgendwann geschämt habe. Das war ziemlich ätzend.


, hmm was sagt mir das?
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