Liebe Schnecke,
ich denke bei den Problemen mit Deinem Freund bist es nicht Du die falsch liegt, sondern eindeutig er.
Sein Verhalten ist sehr egoistisch.
Vielleicht fühlt er sich von Deiner Krankheit überfordert wie auch immer. Aber all das gibt ihm nicht das Recht so
respektlos mit Dir umzugehen.
Lass das nicht zu und mach Dich wegen Deiner psychischen Probleme nicht klein.
Ich wünsch Dir alles Gute und viel Kraft für Deinen weiteren Weg.
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Ergebnis 21 bis 30 von 54
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23.11.2012, 20:38
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
Alle Menschen sind klug.
Die einen vorher, die anderen nachher.
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23.11.2012, 20:46
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
Harmonisch klingt das alles nicht. Ich denke auch, er ist überfordert. Da kannst du nichts für. Er auch nicht. Tja, wie kommt man da wieder raus? Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, das Eure Beziehung je wieder so wird, wie sie mal in schönen Zeiten war.
WENN, dann nur, wenn ihr beide Eure eigene Wohnung habt und beide einen Konsens findet, wie diese Beziehung weiter gehen soll.
Was auch immer passiert, ich wünsche dir Kraft und Zuversicht, das alles kommt, wie es für dich am Besten ist
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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23.11.2012, 20:47
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
Macht nichts.
Öhm, bin...fast...sprachlos.
Egal, ob Du Panikattacken hast oder nicht:
Sein Verhalten ist nicht in Ordnung.
Dein Freund kann doch nicht hergehen,
und etwas mit Dir ausmachen, aber dann beschließt er "scheinbar" spontan, was anderes ohne Dich zu tun,
mit dem Vorwand, er hätte vergessen, es Dir zu sagen.
In Wahrheit kommt raus, daß er nie vorhatte, die Zeit mit Dir zu verbringen.
Nö - geht gar nicht!
Weder für einen psychisch stabilen Menschen, noch für einen labilen Menschen.
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23.11.2012, 20:55
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
KHelga, was meine Therapeuten sagen...hmm, ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber unsere Beziehung war u.a. ein Grund, keiner der Hautgründe, warum sie mir eine Auszeit verordneten, um Abstand zu gewinnen. Ich bin mir in dieser Zeit klar geworden, dass ich ihn liebe, mit ihm zusammen mir ein Zukunft vorstellen kann.
Wir hatten auch zusammen am Montag ein Gespräch bei den Therapeuten. Mein Freund sagte er möchte mit mir zusammen an der Situation arbeiten, mir helfen meine Ängste zu überwinden.
Und jetzt diese Aktion, obwohl anders geplant, das bringt mich durcheinander.
In guten Zeiten, schönen Momenten, habe ich schon das Gefühl von ihm geliebt zu werden.
Dann gibt’s unterm Tag liebe SMSen, spontane Anrufe, nur um mir zu sagen, dass er mich liebt usw.
Aber in anderen Situationen, wenn er mich z.B. anbrüllt, die Wohnung verlässt, einfach verschwindet usw. habe ich dieses Gefühl nicht 100pro.
Ich denke einfach er hat sich Zusammenleben und eigene Wohnung anders vorgestellt, als es ist.
Darauf angesprochen gibt er es ja auch zu, zu faul zu sein was zu machen, keine Lust auf Haushalt zu haben. Es nicht zu kennen, selbe was tun zu müssen, zu Hause hat alles Mama gemacht. Ich versuche ihn zum gemeinsamen Haushalt zu animieren, also zu sagen:
Hey, Schatz, hilfst du mir bei …?
Ich bügel die Wäsche und du kannst sie gleich in den Schrank räumen.
Magst du bitte die Spülmaschine ausräumen, ich fang derweil schon mal das kochen an.
Wenn wir jetzt gemeinsam schnell machen, du saugst durch, ich wische, dann sind wir bald fertig.
brighid, eine Frage: Ist es für dich okay, wenn dein Partner mit dir das Wochenende verplant, zulässt, dass du einen Tisch reservierst, Kinokarten besorgst usw., und dich dann durch Zufall erfahren lässt, dass er ja gar nicht da ist? Meine Auffassung von Beziehung ist das nicht.
Ich habe mehrmals geschrieben, dass es kein Problem ist, wenn ich es weiß. Aber Pläne zu machen, obwohl man weiß, dass man gar nicht da ist und den anderen dann auch noch in dem falschen Glauben zu lassen…geht für mich nicht. Das hat nichts mit mentalen Einschränkungen zu tun, sondern mit Ehrlichkeit innerhalb einer Beziehung.
Oder etwa nicht?
Sehe ich das so falsch/uneinsichtig?
Er ist an drei Tagen unter der Woche abends nicht da, sein Wochenende ist Samstag und/oder Sonntag mit Fußball usw. ausgefüllt. Wie gesagt alles kein Problem, es ist schön, wenn er so ein aktiver Mensch ist, viel Freizeitgestaltung hat. Ich enge ihn da in keinster Weiße ein, verbiete ihm nichts. Ich wünsche mir nur klare und deutliche Absprachen. Auf seinen Vorschlag hin haben wir einen gemeinsamen Kalender in die Küche gemacht, ich trage meine Termine ein, er nicht...
Auf Zweisamkeit, gemütliche Abende, gemeinsam Abendessen und quatschen oder Unternehmungen freue ich mich an Tagen, an denen ich weiß, da ist keiner seiner festen Terminen. An diesen Tagen rechne ich damit, dass er zu Hause ist. Wenn nichts im Kalender steht oder er es mir nicht sagt... Woher soll ich es wissen, kann ich Hellsehen? Muss ich ihm nachlaufen und fragen?
Ich kenne es aus anderen Partnerschaften, das man sich abspricht. Die Partner sich gegenseitig mitteilen, wann wer Termine/Verabredungen hat. Ist das bei dir nicht so?
Außerdem plane ich nichts, ohne sein Wissen, frage immer bevor ich etwas reserviere. Wenn er dann einverstanden ist, selbst sogar Vorschläge macht, obwohl er in manchen Fällen, ich sage nicht das es immer so ist, weiß für diesen Tag schon was anderes geplant, eine Konzertkarte gekauft oder ähnliches und trotzdem mir das verschweigt, Nein sogar noch mit mir zusammen plant... Was soll ich davon halten?
Da tickt meine Psyche halt aus... Dafür kann er nur indirekt etwas, indem er mir wissentlich falsche Tatsachen vorspielt: Nämlich für mich Zeit zu haben, gemeinsame Unternehmungen nachgehen zu wollen, um mir dann an dem Tag zu sagen: Ach, ich hab ganz vergessen, wir können heute nicht, weil.... Ohhh, hab ich vergessen dir zu sagen, dass... Kino heute? Aber ich bin doch... Warum kochst du? Für uns? Aber ich bin doch gleich weg...
Ich würde mich über sowas auch unter normalen Umständen aufregen. Erschwerend kommt halt mein Problem mit dem plötzlichen Alleinsein abends, auf das ich mich nicht vorher einstellen konnte, hinzu. Aber wie gesagt, darum soll es nicht vordergründig gehen.
Ich wiederhole gerne: Nichts gegen Spontanität. Nichts gegen Unternehmungen. Alles okay. Sogar erwünscht. Ich möchte nicht 24/7 mit ihm aufeinander hocken. Aber mir Dinge verschweigen, die er weiß, schon fest geplant hat, und es mir dann ein paar Stunden oder wie gestern durch Zufall einen Tag früher zu sagen, obwohl wir etwas anderes geplant haben und er an dieser Planung direkt beteiligt war, damit komme ich nicht klar. Damit würde ich auch ohne die Probleme - die ich übrigens bei allem was nicht Alleinsein betrifft außen vor lassen möchte - nicht klar kommen.
Ausziehen werde ich nicht. Ich will auch gar nicht alleine wohnen. Tiere habe ich schon. Ich möchte nur klare Absprachen innerhalb der Beziehung und nicht wissentlich Dinge verschwiegen bekommen und dann angebrüllt werden und die Schuld in die Schuhe geschoben bekommen...
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23.11.2012, 21:02Inaktiver User
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
du schreibst selbst, dass ist nicht dein verständnis von einer beziehung.
du hast zwei möglichkeiten:
a) hadern
b) handeln.
und unter handeln verstehe ich: nägel mit köpfen zu machen.
du schreibst so lange postings, und ich habe das empfinden dabei- du drehst dich im kreis.
er ist aber nicht mehr in deiner spur neben dir. er hat mittlerweile seine eigene spur.
du fragst mich- ob ich das unter einer beziehung verstehe?
ich habe mir durch meinen ex bedingt eine richtig fette post-traumatische stressbelastung mit panikattacken und dem ganzen gedöns damit "eingehandelt".
ich lebe in meiner wohnung. ich liebe mr. zuckerschnute- er lebt in seiner wohnung. und damit kommen wir bestens klar. vielleicht gibt es in der zukunft eine gemeinsame butze. aber auf keinen fall ist er dafür verantwortlich, dass ich "nicht allein in einer wohnung" sein kann ohne panik zu bekommen.
er ist nicht meine therapeutin und er ist nicht meine amme.
er kann mir den arm hinhalten, damit ich mich einhängen kann- aber es ist nicht seine aufgabe mich zu tragen.
ich will alleine laufen. ich weiss dass ich es kann- und wenn ich probleme mit dem alleinsein hätte- würde ich an der therapie-schraube drehen- aber nicht den mann an meiner seite da in die verantwortung nehmen.
dafür ist mir meine beziehung und dieser mann zu kostbar um ihn auf dem therapieplatz zu verheizen.
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23.11.2012, 21:18
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
Es gibt keine andere Lösung.
Entweder ihr findet einen GEMEINSAMEN Konsens, oder nicht. Da nutzt es dir nichts, wenn 2/3 der Menschen solch ein Verhalten, wie das deines Freundes, auch nicht befürworten.
Wenn ihr keinen findet, dann musst du damit leben ohne zu meckern, oder es beenden.
Du kannst niemanden ändern, wenn er nicht will.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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23.11.2012, 21:19
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
Meine Probleme resultieren überwiegend auch durch meinen Ex-Freund. Der Einbruch incl. "Überfall" war noch das harmloseste, aber das ist hier nicht Thema.
Das zusammenziehen war sein Vorschlag, ich hab mich damals in meiner labilen, hilflosen Phase darauf eingelassen. Mittlerweile weiß ich auch, dass ich es damals nicht hätte tun sollen. Nur Fehler kann man nicht rückgängig machen, nur ausgleichen bzw. verbessern.
Wo habe ich geschrieben, dass ich meinen Freund als meinen Therapeuten betrachte?
In meinem zweiten Posting steht sogar, dass ich für mein Leben und mein Wohlbefinden alleine verantwortlich bin.
Ich weiß auch, dass er mir nicht helfen kann, sondern mich nur unterstützen kann, wenn er es freiwillig tut.
Ich erwarte nichts von ihm, außer Rücksichtnahme, aber das erwarte ich in jeder Beziehung.
Und das er sich daran hält was er in gemeinsamen Gesprächen sagt, anmerkt, vorschlägt.
Das alles habe ich ihm mehrmals kommuniziert, klar, deutlich, auf die verschiedensten Arten, anscheinend rede ich gegen eine Wand.
In keinster Weise möchte ich ihm meine Probleme aufhalsten oder ihn dadurch einschränken.
Er soll nicht darunter leiden, er soll sich nicht als mein Babysitter oder Aufpasser verstehen, sondern als der Mann an meiner Seite, den ich liebe, mit dem ich eine Zukunft möchte, mit dem ich gemeinsam schwierige Situationen bewältigen möchte.
Es ist ja nicht zu viel verlangt, dass er mir klar und deutlich mitteilt: Schatz, ich bin am ... da und da, am ... geh ich auf ein Konzert usw. usf.
Eben weil er meine Probleme kennt, hat er das mit dem Kalender vorgeschlagen, hat er mir versprochen mich rechtzeitig über alles zu informieren, damit ich für mich planen, mich mental einrichten kann... Wenn er sich nicht halten möchte, ich meine Wahrnehmung unserer Beziehung vielleicht doch eine andere als seine.
Ich drehe mich nicht im Kreis, ich schreibe alles doppelt und dreifach, weil ich denke, dass es so besser ankommt, verstanden werden kann, worum es mir wirklich geht. Ich werde mich kürzer fassen.
Ich will einzig und allein das er sich an klare Absprachen hält. Mir nicht wissentlich seine Pläne verschweigt und sogar noch mit mir zusammen plant, obwohl er weiß, dieser Planung nie nachzukommen.
Gehandelt habe ich schon, ich habe ihn, als er heute ging, gesagt, dass er morgen nicht hierher kommen braucht.
Wir eine klärendes Gespräch brauchen, entweder oder...
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23.11.2012, 21:23
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23.11.2012, 21:24Inaktiver User
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
Hallo Schnecke,
dein Freund ist nicht dazu da, dir bei der Überwindung deiner Ängste zu helfen. Dazu hast du deinen Therapeuten.
Trenne deine psychischen Probleme und deine Beziehung zu deinem Freund. Er ist nicht dazu da, dich zu stabilisieren oder durch ein bestimmtes Verhalten für möglichst wenige Angst- und Panikattacken zu sorgen.
Meiner Meinung nach versteckst du dich hinter deiner Erkrankung. Du schiebst sie vor, um von deinem Freund ein bestimmtes Verhalten zu fordern.
Ich fände es wesentlich konstruktiver, wenn du für dich überlegst, wie du leben möchtest: Wie stellst du dir die Aufgabenteilung im Haushalt vor, welchen Stellenwert hat Ehrlichkeit in der Beziehung für dich, etc. Man kann für sich, seine Werte, Vorstellungen und Grenzen einstehen ohne sich auf eine Erkrankung berufen zu müssen. Nimm dein Leben in die Hand und steh für dich ein.
Nur Mut!
Drahtseilakt
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23.11.2012, 21:28Inaktiver User
AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?
du willst dass er sich an absprachen hält.
tut er aber nicht. aus welchen gründen auch immer.
weisst du warum er es nicht tut?
um dich zu ärgern- oder weil er vielleicht auch mit der ganzen situation völlig überfordert ist?
dass er sich das dir-helfen-für-dich-da-sein schlichtweg einfacher vorstellt hat?
ein klärendes gespräch? klärend in welcher hinsicht? dass du deinen standpunkt nochmal klarmachst- oder auch mal hinterfragst was bei einem 27. jährigen ansonsten noch abläuft.


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