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    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Zitat Zitat von KHelga Beitrag anzeigen
    Hallo Schnecke,



    Fett:
    War das schon von Anfang Eurer Beziehung so, oder wie lange geht das so?

    Wie 'reagierst' Du, WENN Dein Freund Dir von seiner Verabredung bereits ein paar Tage im voraus erzählt?
    Würde mich auch interessieren, außerdem, wie oft kommt das durchschnittlich im Monat vor?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Hallo meine Liebe,

    schwierige Situation!

    Bevor ich hier meine Gedanken ausbreite - wieviel Ehrlichkeit kannst Du vertragen?

    In welche Richtung willst Du verstärkt werden?

  3. Inaktiver User

    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Die beiden Protagonisten sind noch sehr jung.

    Ich möchte hier dem jungen Mann nicht einseitig irgendwelche Schuld zuweisen. Wir kennen nur die Sicht der TE und ich kann mir durchaus vorstellen, dass der junge Mann sehr belastet ist: immer Rücksicht nehmen müssen. Wenn etwas geplant ist, fällt es möglicherweise doch wieder flach, er hat Verständnis zu haben.....

    Für eine Person im jugendlichen Alter finde ich das ganz schön belastend. Auch für mich weiss ich nicht, ob ich über Jahre so eine Beziehung leben könnte. Selbst unter dem Deckmantel einer Krankheit oder "der andere kann nichts dafür" lässt sich auf Dauer nicht alles aushalten.

    Gruß, Elli

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    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Zitat Zitat von nik4lilly Beitrag anzeigen
    Hallo meine Liebe,

    schwierige Situation!

    Bevor ich hier meine Gedanken ausbreite - wieviel Ehrlichkeit kannst Du vertragen?

    In welche Richtung willst Du verstärkt werden?
    Diese Frage stelle ich auch...

    denn...

    die TE hat uns offen davon erzählt, dass sie psychische Probleme hat...

    Wir können gar nicht wissen inwieweit der Freund falsch oder richtig reagiert...agiert...handelt.

    Mein spontaner Gedanke war nach dem Lesen des Eingangspostings : der Mann erträgt auch viel...

    Doch möchtest Du das hören oder nur was er MUSS und sollte und DU brauchst und dazu noch die Bestätigung, dass er falsch handelt ?

    Das bekommt die TE ja hier auch prompt "geliefert" : doch nützt das nur irgendwem ?

    Meine Vorposterin schrieb es auch einfühlsam : man kann sich durchaus in beide Seiten einfühlen...
    non

    oui


    “Fashion is not something that exists in dresses only. Fashion is in the sky, in the street, fashion has to do with ideas, the way we live, what is happening.” Coco Chanel

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    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Ohne zu wissen, wie DU auf die Dinge reagierst, kann wohl keiner sagen, wie du dich verhalten KÖNNTEST.
    Und selbst wenn, bleibt ja noch die Frage, ob du das wirklich kannst und willst...
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Danke für die Rückmeldungen.

    Ehrlichkeit kann ich gut vertragen. Schließlich möchte ich an mir und meinen Problemen arbeiten.

    Ich versuche mal auf die Fragen einzugehen bzw. allgemein etwas detaillierter zu formulieren, um es verständlicher zu machen, im Eingangspost ist es vielleicht ein bisschen anders rüberkommen, als ich wollte.

    Ich weiß das mein Freund und auch sonst niemand für mein Wohlergehen und mein Leben verantwortlich ist, sondern nur ich, aber am Punkt Alleinsein kennt er meine Ängste und verschweigt mir trotzdem Dinge. Ehrlichkeit ist für mich ein wichtiger Punkt in einer Beziehung. Ich möchte nicht als Klammertante rüberkommen bzw. ich lege mein Leben und mein Schicksal nicht in seine Hände, ich weiß ich bin dafür verantwortlich, es muss alles von mir kommen, ich muss an mir arbeiten.

    Meine letzte Beziehung vor ihm war 3,5 Jahre (zeitweise mit gemeinsamer Wohnung) unter „normalen“ Aspekten, will heißen meine psychische Situation war noch nicht dieselbe wie heute, ich noch nicht in Therapie und einiges noch nicht vorgefallen. Ich hatte nie Probleme mit dem Nähe-Distanz-Bedürfnis, jeder hatte seinen Freiraum, Zeit für sich, wir wussten wir sehen uns dann und dann und das ist unsere gemeinsame Zeit. Wir führten sogar zweitweise wegen des Studiums eine Fernbeziehung.

    Noch bevor ich meinen jetzigen Freund kennenlernte kamen die Probleme. Es ist in der alten Beziehung einiges passiert, vieles von früher kam hoch und ein Vorfall ereignete sich. Nach einem längeren Klinikaufenthalt ging es mir wieder einigermaßen gut, auch wenn klar war, ich habe noch jahrelange Therapie vor mir, richtete ich mir mein Leben für mich passend ein. Mein größter Wunsch war und ist es so wenig wie möglich meine Außendarstellung davon beeinflussen zu lassen, ich möchte nicht gesondert oder bevorzugt behandelt werden, nur weil die Situation eben so ist wie sie ist. Schließlich geht es vielen Leuten so und vor allem vielen Menschen auf dieser Welt noch viel viel schlechter.

    Dann lernte ich meinen Freund kennen. Von Anfang an wusste er über alles Bescheid. Ich hab immer mit offenen Karten gespielt, ihm die Möglichkeit gegeben mich zur Therapie zu begleiten, mit meinen Therapeuten zu sprechen, sich selber zu informieren. Ihm aber auch genug Freiraum gelassen, wenn er über manches nicht Bescheid wissen wollte, keinen Lust hatte mit mir über die Therapiestunden zu reden. Ich versuchte meine "Krankheit" soweit außen vor zu lassen, dass es unseren Beziehungsalltag nicht einschränkt oder er sich nur noch damit konfrontiert fühl.

    Wenn er gefragt hat war es okay, wenn er nicht gefragt hat, hab ich ihm nichts auf die Nase gebunden. Allgemein mache ich Dinge lieber mit mir selber aus.

    Zwischen uns war es sehr harmonisch und liebevoll, wir haben uns zweimal unter der Woche gesehen und je nachdem wie wir Pläne hatten am Wochenende. Dann ereignete sich ein für mich sehr schlimmer Vorfall. Mein Ex ist nachts in meine Wohnung eingedrungen und hat mich „überfallen“. Alles was ich dachte schon verarbeitet zu haben kam wieder hoch. Wieder Klinik.

    Nachdem soweit alles geklärt war, wollte mein Freund mit mir zusammenziehen. Derjenige sein, der mich beschützt und für mich da ist. Ich hab mich in meiner labilen Situation überrumpeln lassen, eigentlich wollte ich nach vergangenen Erfahrung nicht mehr so schnell zusammenziehen. Das war vor 1,5 Jahren und seitdem hat sich die Beziehung angefangen zu verändern. Seit wir zusammen wohnen sieht er keinen Grund mehr mich genauer in seine Pläne einzuweihen, „wir wohnen doch zusammen, da muss man nicht planen.“ Nur stelle ich mir zusammenwohnen anders vor. Ich möchte zumindest wissen bzw. informiert werden wann er zu Hause ist und wann nicht.

    Die Wohnung läuft auf mich. Finanziell ist es gerecht aufgeteilt, jeder leistet seinen Beitrag. Aber eben nur finanziell, für den Haushalt fühlt er sich nicht so verantwortlich. Wenn ich arbeiten kann, ich arbeite in der Firma meines Vaters, von daher ist das mit der Therapie etwas einfacher zu vereinbaren, (Ich werde aber nicht bevorzugt, nur weil Tochter vom Chef, ich muss genauso meine Zeit abliefern, bekomme nichts geschenkt und keine Vorzüge, eher im Gegenteil, mein Vater geht hart mit mir ins Gericht.) habe ich mehr Stunden in der Woche als er und kümmere mich zusätzlich noch um den Haushalt. Damit war ich gleich nach dem Einzug heillos überfordert, musste mich doch selbst erst wieder zurecht finden, mein Zustand war noch sehr labil. Er sah es nicht als seine Aufgabe an, mir zu helfen, schließlich „gibt es Putzfrauen.“ Mittlerweile habe ich eine Hilfe zugeteilt bekommen, die regelmäßig kommt und mich im Alltag unterstützt, beim Einkaufen hilft, Probleme mit mir durchspricht, Lösungsmöglichkeiten mit mir ausarbeitet. Ansonsten ist seine Mama eine große Stütze für mich.

    Ich versuche die psychischen Probleme nicht mein Leben bestimmen zu lassen bzw. mein Leben nur danach auszurichten. Ich möchte einem normalen, geregelten Alltag nachgehen, mit allem drum und dran und eben einen Freund der mich dabei unterstützt, erstens weil gegenseitige Unterstützung doch ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung ist und zweitens ich eben nicht immer so kann wie ich gerne würde. Für mich war es selbstverständlich ihn nach seinem schweren Unfall vor zwei Jahren zu unterstützen, mich zeitweise in den Hintergrund zu stellen, weil ich spürte er braucht mich jetzt mehr bzw. eine Stütze an seiner Seite. Zum Glück ist alles verheilt, es gab keinen bleibenden Schäden.

    Meine Therapeuten sind sehr zufrieden mit mir, ich mache in ihren Augen gute Fortschritte, aber seit dem „Einbruch“ kann ich schlecht abends alleine in der Wohnung sein bzw. muss mich drauf einstellen, alleine zu sein.

    Also wenn ich es vorher weiß, dann ist es kein Problem, weil ich mich drauf einstellen kann. Dann geht das und es ist kein Problem, wenn er mit seinen Kumpels ein, zwei Wochen in den Urlaub fliegt, über ein Verlängertes Wochenende wegfährt, im Sommer auf Festivals geht usw. Er hat ja auch sonst einiges an regelmäßigen Terminen. Zweimal die Woche hat er abends Training, einmal die Woche abends Bandprobe, am Wochenende selber ein Fußballspiel und eine Dauerkarte, abends manchmal Auftritte mit seiner Band (die kam auch erst nach dem Zusammenziehen), jeden zweiten und vierten Samstag im Monat Treffen mit seiner Poker-Runde…

    Die nutze die Zeit dann für mich, für meine Therapie, treffe mich mit Freundinnen, gehe zum Sport, engagiere mich ehrenamtlich, versuche mir Ablenkung und Ausgleich von meinem „Kopf“ zu schaffen.

    Ist ja alles okay, weil wie im Eingangsposting schon geschrieben, es ist ja wichtig, dass er seine Freiräume hat und sich diese auch bewusst nimmt. Das alles verstehe ich und finde ich auch sehr wichtig. Schließlich heißt eine Beziehung nicht sich füreinander aufgeben und einsperren.

    Dann stelle ich mich mental drauf ein, weiß da und da ist er nicht da, da mach ich dieses und jenes usw. usf. so bin ich gut Abgelenkt und hab meine Angst- und Panikattacken im Griff.

    Nur, wenn wir die ganze Woche planen und er weiß, wie ernst ich sowas nehme und wie sehr ich mich drauf einstelle, vor allem freue, Zeit mit ihm zu verbringen und dann ändert sich alles, weil er mir wissentlich von ihm schon geplante Unternehmungen vorenthält, dann hab ich meine Psyche nicht mehr im Griff. Sofort kommt der Gedanke: Oh Gott, ich bin allein. Ohje, was könnte passieren.

    Es ist nicht seine Schuld, das ich damit geplagt bin, aber wenn ich etwas weiß, dann kann ich doch Rücksicht nehmen?

    Das ist nicht zum ersten Mal passiert. Sondern kommt regelmäßig vor. Einmal im Monat mindestens, dass er mir für ihn schon geplantes vorenthält und mich dann auf meiner Planung für unsere gemeinsame Zeit sitzen lässt. Pech gehabt, er hat vergessen es mir zu sagen.

    Wenn er es mir sagen würde, wäre es doch gar kein Problem. So werde ich von meinen Attacken spontan überwältigt und verfalle in einen derartigen Wahn, dass ich manchmal Angst vor mir selber habe… Nein, dafür ist er nicht verantwortlich, aber er weiß wie es mir dann geht und wie es schon geendet ist, was ist also zu viel verlangt es mir rechtzeitig zu sagen? Das man spontane Kneipenbesuche nicht Tage vorher plant ist mir klar, aber Dinge wissentlich verschweigen ist dreist. Im Nachhinein gibt er eben zu es schon länger gewusst zu haben, Konzertkarten schon lange gekauft zu haben usw. und behauptet immer „ich dachte du wüsstest das, hab ich wohl vergessen dir zu sagen“ … Hellsehen kann ich nicht.

    Seit Montag bin ich von einem Klinikaufenthalt zurück. Er hat mich die ganze Woche in dem Glauben gelassen, das Wochenende gehört uns und es dementsprechend mit mir verplant bzw. mir bei meinen Vorschlägen zugestimmt, ohne ein Wort dagegen zu sagen. Ich hab mich sehr gefreut, schließlich haben wir uns während meiner Abwesenheit nicht gesehen und jetzt sowas…

    Daraus ergab sich gestern ein großer Streit. In dem er mir vorgeworfen hat ihn in seiner Freiheit einzuschränken, er können tun und lassen was er will, er ist niemanden Rechenschaft schuldig und müsse mir nicht alles auf die Nasebinden, wenn er dazu Lust hätte, ist es allein seine Sache. Natürlich, ja, nur warum sagt er es mir nicht schon früher? Sondern lässt mich seit Montagabend in einem falschen Glauben, selbst als ich Mittwoch den Restauranttisch reservierte, sagte er nichts Gegenteiliges. Und dann erfahr ich durch Zufall, dass er und seine Kumpels bis morgen auf dem Geburtstag eines im benachbarten Ausland wohnenden Freundes sind und er das schon seit mehreren Wochen weiß…

    Das hat nichts damit zu tun, dass er durch meine Krankheit eingeschränkt ist oder so, Nein...
    Wie geschrieben seitdem wir zusammen wohnen hat sich viel verändert. Vermutlich auch, weil er bis dahin noch nie alleine gewohnt hat und sich immer dachte so eine Wohnung, das geht mit links.

    Auf Haushalt hat er keinen Bock. Weil wenn er von der Arbeit kommt ist er müde, da will er erst mal zwei, drei Stunden schlafen, danach seiner Freizeit nachgehen. Es reicht, wenn man alle paar Wochen mal saugt und wischt. Essen kochen? Für was gibt es Lieferservice. Mal okay, aber täglich?

    Wenn ich ein Angst-/Panikattacke habe und es passt ihm grad nicht in den Kragen, dass es mir schlecht geht, dann werde ich angebrüllt und er verlässt die Wohnung.

    Auch sonst hat er gerne mal cholerische Anfälle und Wutausbrüche in denen er Gegenstände zertrümmert, rumschreit, mich anbrüllt und beschimpft. Und ich blöde Kuh denke immer ihn gewähren lassen zu müssen, weil er es ja so schwer hat mit mir aufgrund meiner Situation.

    Wenn ich etwas vorhabe und er zu diesem Zeitpunkt nichts vor hat, ist er beleidigt, weil ich ihn alleine lasse, er jetzt alleine rumsitzen kann... Ich trage meine Termine immer in unseren gemeinsamen Kalender in der Küche ein und teile es am Tag vorher nochmal mit, über Sponantes informiere ich ihn unter Tags per SMS/Telefonat und frage, ob es für ihn Okay ist.

    Ich wünsche mir so, dass alles wieder wird wie früher. Ich liebe ihn. Er ist mir wichtig, ich brauche ihn, er ist mir als Mensch wertvoll.
    Aber immer öfter wird mir klar, dass es so nicht weitergeht. Das keine Grundlage für eine gute, gefestigte Beziehung ist.

    Aber genau deswegen ist mir eben die wenige Zeit, die wir bewusst gemeinsam miteinander verbringen können so wichtig... Weil er mir gut tut, ich gerne Zeit mit ihm verbringe, wir gemeinsam lachen können, er dann auch sehr liebevoll, zärtlich, verständnisvoll mit mir ist, wir über alles reden können, wir eine wunderbare gemeinsame Zeit verbringen, so als hätten wir keine Probleme, ich total verliebt in ihn bin und trotzdem weiß, dass unsere Beziehung so nicht gut ist…

    Sorry, es ist ziemlich lange geworden

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    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Liebe Schnecke,

    schön, dass Du jetzt so ausführlich geschrieben hast. Kann mir jetzt ein viel besseres Bild von Deiner/Eurer Beziehung machen.

    In Deinem 1. Post hast Du geschrieben:

    [QUOTE Seit 3 Jahren befinde ich (25) mich in einer Beziehung mit meinem Freund (27). Wir führen eine sehr glückliche und harmonische Beziehung, die leider durch mich und meine psychischen Probleme schon von vielen Höhen und Tiefen geprägt war und immer noch ist.QUOTE]

    Fett:
    DAS stimmt leider nicht.

    Hast Du das Gefühl, a) Dein Freund liebt Dich und b) dass Du wegen Deiner Panikattacken auf die Anwesenheit Deines Freundes angewiesen bist?

    Könntest DU Dir eine Trennung vorstellen?

    MEIN Bauchgefühl sagt mir, dass Dein Freund in erster Linie wegen der Bequemlichkeit des gemeinsamen Haushaltes (noch) mit Dir zusammen ist. Ansonsten genießt er sein Leben in vollen zügen, leider meistens ohne Dich.

    Was sagt denn Deine Therapeutin zu der jetzigen Situation?

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  8. Inaktiver User

    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    nachdem ich dein posting jetzt zweimal gelesen habe:

    ziehe aus. lebt eure beziehung in getrennten wohnungen wo auch jeder für sich selbst verantwortlich für den zustand der wohnung ist, aus.

    bei der beschreibung deiner mentalen einschränkungen, was er alles zu beachten hat- bekomme ich luftnot und platzangst.

    wenn du in einer wohnung für dich alleine leben kannst- erst dann hat eure beziehung eine chance auf augenhöhe zu kommen.

  9. Moderation

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    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    bei der beschreibung deiner mentalen einschränkungen, was er alles zu beachten hat- bekomme ich luftnot und platzangst.

    wenn du in einer wohnung für dich alleine leben kannst- erst dann hat eure beziehung eine chance auf augenhöhe zu kommen.
    Mir geht es ähnlich. Ich stelle darüber hinaus für mich jedoch fest, dass ihr sehr unterschiedliche Vorstellungen von einem Zusammenleben habt. Hier müsste man sich zusammenraufen, im wahrsten Sinne des Wortes. Meine Vorstellungen, deine Vorstellungen, möglicher Konsens. Dazu hast du aber weder die Kraft, noch kannst du die Energie dazu aufbringen.

    Es ist wichtig, seine Grenzen zu kennen und zu akzeptieren. Im Moment zermürbt ihr euch eher gegenseitig. Gib euch beiden und vor allem dir eine Chance. Da die Wohnung auf dich läuft, setze ihm eine Frist um auszuziehen. Und dann seht ihr beide weiter.

    Die Idee mit dem Hund oder vielleicht einer Katze? finde ich gar nicht verkehrt.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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    Moderatorin für:

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  10. User Info Menu

    AW: Wie mit „Spontanität“ des Partners umgehen?

    Danke für Dein ausführliches posting.

    Sehe es wie meine Vorschreiberin: Die Wohnsituation sollte getrennt werden.

    Denke, er ist überfordert. Hat das irgendwann festgestellt. Vielleicht sogar während Deines Klinikaufenthaltes. Er hat gespürt, wie schön es ist frei zu sein. Vielleicht ist eine große Last abgefallen von ihm.

    Und tatsächlich hatte er ja ein wenig die Rolle des Pflegers. Ohne damit verletzten zu wollen.

    Diese Beziehung ist nicht auf Augenhöhe. Auch das wurde bereits geschrieben.

    Ich denke, Du solltest Deine Kraft darauf verwenden, Dich zu stabilisieren. In einer eigenen Wohnung. Lass ihn ziehen. Und das meine ich tatsächlich so: Wenn er gehen will, lass ihn gehen. Ob nur auf Parties oder aber ganz.

    Ich kenne das im übrigen, Angst allein zu sein, weil der Partner lange aus ist, weil man nicht weiß, wann er kommt, was genau er macht. Das aber - so habe ich erkannt - ist ganz allein mein Problem. Kein erwachsener Mensch kann gezwungen werden, dem anderen ständig ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln.
    Das fühlt sich an wie Gefängnis.

    Ich drück Dir die Daumen, Du schaffst das-

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