Mich würde interessieren ob es hier Frauen in ähnlicher Situation gibt (die sich auch trauen, das zuzugeben). Meine Ehe ist eigentlich schon lange vorbei. Das Zusamenleben mit meinem Mann deprimiert mich zutiefst und nimmt mir oft jede Lebesfreude. Wir haben jung geheiratet und es war ein Riesenfehler, da wir absolut nichts gemeinsam haben. Und mit den Jahren hat sich das "nichts" noch ins negative verstärkt. ER ist glücklich - abgesehen von unserem nicht-existenten Sexleben. Das stört ihn, aber sonst findet er alles ist doch bestens.
Ich fühle mich aber in dieser Ehe gefangen und sehe keinen Weg heraus. Ich habe keine Ausbildung und glaube nicht, dass 8 Stunden an der Supermarkt-Kasse zu sitzen, mich glücklich machen würde. Bin im Moment Hausfrau mit Minijob.
Natürlich will ich nicht ewig so leben, ich habe einen "Fluchtplan", aber zwei, drei vielleicht auch 4 Jahre muss ich noch warten (wg. Kindern und Schule usw.). Manchmal halte ich es aber fast nicht mehr aus.
BITTE keine Belehrungen oder gut gemeinte Ratschläge, die habe ich alle schon gehört und ich bin auch selber schlau genug um zu sehen, dass das keine gute Situation ist. Ich würde einfach nur gern von Frauen in ähnlicher Lage hören, gerne auch in PMs (falls ihr euch nicht traut öffentlich zu schreiben).
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22.11.2012, 21:22
Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
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22.11.2012, 21:38
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Hallo traurig,
Sorry, tut mir leid, dass du in dieser Situation bist. Ich kann zum Thema nichts beitragen, will dir nur sagen: du hast nur ein Leben, du kannst nicht irgendwann zurückspulen und sagen, jetzt mach ich's nochmal anders. Vielleicht wärest du glücklich an der Supermarktkasse besser aufgehoben, als unglücklich in gesicherten finanziellen Verhältnissen. Denk dran die Zeit läuft ab und ist unwiederbringlich weg. Außerdem hättest du die Chance mit einem neuen Partner glücklich zu sein!
Ich glaube auch nicht, das du deinen Kindern einen gefallen tust - die merken, wenn Mama traurig ist.
Ich wünsche dir die kraft, die richtigen Entscheidungen zu treffen!
LGNichts bleibt so wie es ist, alles unterliegt der Veränderung.
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22.11.2012, 21:51Inaktiver User
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Hast du vielleicht überlegt, dich zu trennen und trotzdem verheiratet zu bleiben? Dann hast du ein gesichertes Einkommen und ansonsten ändert sich nicht viel, oder doch?
Ich war auch in dieser Situation, doch eine Entscheidung wurde mir abgenommen.
Viel Kraft, sonnenschein32
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22.11.2012, 22:01
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Tja, wenn Du sagst du willst noch 3 oder 4 Jahre mit ihm verheiratet bleiben, bis die Kinder soweit sind, und anschließend die Scheidung enreichen, dann tu es so. Das kann ich sehr gut verstehen!
Bereite alles Stückchen für Stückchen vor. Laß Dich davon nicht mehr abbringen!!
Lege ausreichend Geld beiseite!!
Vielleicht lässt sich auch dein Minijob etwas ausdehnen??
Und sieh zu, dass er DAS hier nicht zu lesen bekommt.
Unabhängig davon solltest Du zusehen, dass es Dir wieder besser geht in der nächsten Zeit!
Kümmere Dich um die Kinder und lass das mit dem Mann keinesfalls mehr so stark auf Dich wirken, dass du davon traurig wirst. Wieso bist du so traurig? Sicher wirst du eine Methode gefunden haben, wie du mit dieser Situation umgehst??! Bisher. Also mach das auch weiterhin so. Sieh es doch gelassen: es ist nicht mehr lange!
Immerhin wird er auch NACH der Scheidung noch der Vater Deiner Kinder und somit präsent in Deinem Leben sein. Aber eben nur noch als Vater. Nicht mehr und nicht weniger.
Es ist dein Leben, ob mit oder ohne ihn im Hintergrund. Laß dir von ihm nicht mehr den Tag verderben.
Wenn er wieder so gehässig und gemein zu Dir ist, dann sage dir, dass es nicht mehr lange dauern wird dass du mit ihm unter einem Dach leben mußt.
Wovor genau hast du jetzt die größten Bedenken?
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22.11.2012, 22:05Inaktiver User
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Auf dem Planeten, auf dem ich lebe, trägt ein Job dazu bei, das Überleben zu sichern: Nahrung, Unterkunft und Kleidung.
Wie kommst Du auf die Idee, dass der Job DICH glücklich machen müsste?
Liebe Traurig, Du kannst schon morgen von einem hässlichen, alten LKW überfahren werden.Natürlich will ich nicht ewig so leben, ich habe einen "Fluchtplan", aber zwei, drei vielleicht auch 4 Jahre muss ich noch warten (wg. Kindern und Schule usw.). Manchmal halte ich es aber fast nicht mehr aus.
Spekulier' mal lieber nicht so sehr auf die nächsten Jahre.
Nur die, die Du Dir gegenüber bereits lieblos und respektlos ausgesessen hast, sind bis heute auf der "Haben-Seite".
Um zur Ausgangsfrage zu kommen:
Nein, ich selbst würde nicht aus Vernunftsgründen verheiratet bleiben. Dazu mag ich mich viel zu sehr.
Und ich weiß, wie kurz das Leben sein kann.
Ich glaube, ich habe nur kommentiert.BITTE keine Belehrungen oder gut gemeinte Ratschläge, ...
(Schweißabwisch!)
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22.11.2012, 22:18
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Hallo traurig,
was meinst Du, würde sich denn konkret für Dich ändern, wenn Du Dich von Deinem Mann trennen würdest?
Denn ich denke, das, was Du hier beschreibst, wäre doch dann auch noch da:
Was spricht eigentlich dagegen, jetzt, wo Du noch in der komfortablen Situation bist, einen Verdiener zu haben, der Deinen Lebensunterhalt finanziert, damit anzufangen, beruflich durchzustarten?
Eine Ausbildung oder eine Weiterbildung könntest Du doch bestimmt jetzt viel leichter machen, als wenn Du nach der Trennung alleinstehend für Deinen Lebensunterhalt selbst aufkommen mußt, denke ich.
Welche Job, welcher Beruf, welche Fachrichtung würden Dich denn interessieren?
LG Kyria
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22.11.2012, 22:26
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
erschwerend kommt hinzu, machen wir uns mal nichts vor, selbst für den job, der meiner meinung nach unterbewertet wird, an einer supermarktkasse, brauchst du eine berufsausbildung....das ist nicht mehr so, wie es mal vor vielen jahren war!
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22.11.2012, 22:28
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Nein, belehren will ich auch nicht, aber Dich vielleicht ein bisschen anregen schon jetzt etwas zu ändern.
Die Entscheidung noch 3-4 Jahre zu bleiben hast Du Dir mit Sicherheit gut überlegt und ich kann das nachfühlen, manchmal braucht man auch Sicherheit bevor man geht.
Du schreibst aber, dass Dich das Zusammenleben depremiert und Dir manchmal jede Lebensfreude nimmt und da möchte ich ansetzen. Siehst Du eine Möglichkeit hier Linderung oder Besserung für Dich zu schaffen? Gibt es etwas, was Du für Dich tun kannst, damit es Dich vielleicht nur noch ärgert oder nervt, aber Dir nicht die Lebensfreude nimmt und Dich depremiert?
Ich wünsche Dir, dass Du die Lebensfreude wieder findest, damit Du die Jahre noch schaffst!
„Das Sinnen und Gedankenmachen hat keinen Wert, und man tut ja auch nicht, wie man denkt, sondern tut jeden Schritt eigentlich ganz unüberlegt so, wie das Herz gerade will.“
(Siddhartha)
„Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.“
(Meine Erinnerung an Knulp)
„Schritte, die man getan hat, und Tode, die man gestorben ist, soll man nicht bereuen.“
(Heimat)
Hermann Hesse
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23.11.2012, 08:52Inaktiver User
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Nutze doch den von dir gesetzten Zeitrahmen, um eine Ausbildung zu machen. Wie alt bist du?
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23.11.2012, 09:03
AW: Verheirat bleiben aus Vernunftsgründen?
Hallo liebe traurig,
ich bin zwar nicht in einer solchen Situation und auch keine Frau, aber ich kenne einen fast identischen Fall aus der Verwandtschaft. Da wurde auch über Jahre geplant, gehortet und die entsprechenden Vorkehrungen getroffen und sich dann bei Nacht und Nebel bei einer passenden Gelegenheit aus dem Staub gemacht. Das Tolle war, der Partner wußte und ahnte nichts von alldem!!! Nachdem er danach noch lange Zeit kämpfte, den Kampf verlor und danach die Scheidung einreichte bekam er zur Antwort: "Wir können doch verheiratet bleiben, müssen uns doch nicht scheiden lassen!" Diese Person, und wenn ich Dich kennen würde wärest Du es auch, ist bei mir unten durch. Wenn ich sie ab und zu einmal sehe, macht sie auf mich nicht den Eindruck, dass sie nun glücklicher ist.
Ja, solche Situationen, wie Deine, gibt es. Und wenn ich Deine Zeilen so lese, zieht's mir alles zusammen und ich frage Dich: Hast Du beim Lesen Deiner Zeilen noch ein reines Gewissen?
Ich denke, Dein Mann weiß oder ahnt NICHTS! Zumindest nichts von Deinen geplanten Konsequenzen.
Dein Mann ist für Dein Glück und für Deine Lebensfreude nicht verantwortlich. Er kann oder sollte ein Teil davon sein, mehr nicht. Du mußt sehen, wie Du Dein Glück findest. Wenn er Dich auf diesem Weg begleitet, wäre das toll. Aber Du läßt ihn schon von vorneherein draußen und teilst ihm nicht einmal mit, dass Du Dich auf den Weg machst oder machen möchtest.
Ich finde das mehr als respektlos und frage mich, wie man so berechnend sein kann. Würdest Du so behandelt werden wollen?
nachdenkliche Grüße vom
Bodenstaubsauger


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