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  1. Inaktiver User

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Verwunderte Beitrag anzeigen
    Aber über etwas traurig sein oder sich als Opfer sehen, ist ein grosser Unterschied.
    Ich find es aber auch einen Unterschied zu sagen, ich hab nie die große Liebe erlebt (was man ja wirklich nicht steuern kann) oder, ich war ungewollt immer alleine. Letzteres fällt mir wirklich auch schwer zu glauben.

  2. User Info Menu

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Nunja,- Ich würde in diesen Satz noch ein "auch" einfügen:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) Traurig finde ich nur wenn Menschen sich als Opfer sehen und trauern und gar nicht verstehen, dass sie das doch auch selbst so entschieden haben und sich dann damit versöhnen. (...)
    Das ist ja gerade das Tragische, bzw. das Unglücklich-machende: Oft ist es doch so, dass man sich etwas wünscht (z.B. eine Beziehung, 10 kg abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, etc..) und es doch nicht klappt ,weil man sich selbst, bzw. seinem Wunsch im Wege steht und einfach nicht an die Ursache (beim unerfüllten Beziehungswunsch) herankommt.

    Da ist es dann zu einfach, zu sagen, dass man das ja im Grunde so entschieden hat. Diese Erklärung übersieht nämlich, dass unter dem Wunsch tiefere Gründe verborgen sind, die den eigentlichen Wunsch sabotieren und verhindern.

    Der Betreffende hängt dann zwischen Wunsch und Ursachen (= Ängste?) gefangen. Einerseits wünscht er sich "dies", erhält aber nur "das". Wo ist dann da die bewusste Entscheidung? Ich sehe hier nur die "Entscheidung", sich den Ursachen nicht stellen zu wollen (evtl. auch nicht zu können ,weil man gar nicht in Betracht zieht, dass dies auch eine Möglichkeit wäre), deswegen das "auch" in o.g. Satz.

  3. Inaktiver User

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Kluge Worte!

  4. Inaktiver User

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn es für dich so passt ist es doch wunderbar, so geht es mir auch.

    Traurig finde ich nur wenn Menschen sich als Opfer sehen und trauern und gar nicht verstehen, dass sie das doch selbst so entschieden haben und sich dann damit versöhnen. Weil es dann doch IHR Leben war und kein von den Umständen erzwungenes. Fühlt sich das nicht besser an?
    Von wem oder was sieht sich die Tante als Opfer?

    Die Tante zeiht eine direkte Verbindung zwischen persönlichem Glück und dem dem Themenkomplex Liebe, Partnerschaft und vermutlich auch Sex und da ihre Liebe nicht erwidert wurde, fehlt ihr da was.
    Und sich dem Themenkomplex zu entziehen ist nicht ganz zu einfach dafür ist es doch zu präsent in der Gesellschaft und den Medien.

  5. Inaktiver User

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Von wem oder was sieht sich die Tante als Opfer?
    Davon dass ihre Liebe nie erwidert wurde?

    Und das halte ich nicht für reinen Zufall. Und die einzige Möglichkeit darauf zu reagieren ist ja auch nicht, gar keine Beziehung einzugehen. Sie hätte ja dann z.B. die Option einer Vernunftehe gehabt. Hat sie nicht, also muss es irgendeinen Sinn gegeben haben, das so zu lösen wie sie es für sich gelöst hat.

    Ich denke einfach nicht dass man dem völlig ausgeliefert ist, sondern dass man das schon soweit hätte steuern können eben zu sagen, ich hab die große Liebe nie getroffen, deshalb war ich lieber (!) allein.

    Eine aktiv getroffene Entscheidung würde ich jedenfalls nicht so bereuen. Traurig wär ich dann halt dass ich die große Liebe nicht erfahren habe - aber eben nicht dass ich hab allein bleiben müssen. Denn das hätte sie ja nicht.

    Also für mich ist das schon ein Unterschied.

    Vielleicht ähnlich wie mit dem Kinderwunsch. Da ist es für mich auch nicht das Gleiche ob man gar kein Kind bekommen konnte oder ob man keines bekommen wollte weil man den perfekten Mann dafür nicht gefunden hat. Bei letzterem hätte man ja auch Alternativen und ist dann - in meinen Augen - nicht unbedingt ungewollt kinderlos sondern hat sich selbst dann doch andere Prioritäten gesetzt.

    Auch andere haben ja ihre Kinder nicht alle von Mr Perfect - die haben sich halt nur anders entschieden.

    Was bruenette dazu geschrieben hat ist auch sehr interessant.

  6. Inaktiver User

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    sorry, aber das ist doch eine völlig andere generation.

    früher wurden sich zwei tatsächlich versprochen.
    ob die wollten oder nicht. war oft so.
    so wie helmut schmidt und seine loki hatten es die wenigsten. so ne liebesheirat.

    einige frauen gingen dabei leer aus.
    ich denke da mit grauen an etliche lehrerinnen..."froilein soundso!"

    das sollte man bei der aussage der tante immer mit einbeziehen.
    da gefällt man sich evtl. aber der andere war schon dem und dem versprochen...aus welchem grund auch immer.

    ich kenne so einen fall aus meiner verwandtschaft.
    da wird eine nicht gelebte liebe total idealisiert...ja wenn ich den geheiratet hätte....dann....

    ich finde das hart, diese erkenntnis.

  7. Inaktiver User

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Davon dass ihre Liebe nie erwidert wurde?

    Und das halte ich nicht für reinen Zufall. Und die einzige Möglichkeit darauf zu reagieren ist ja auch nicht, gar keine Beziehung einzugehen. Sie hätte ja dann z.B. die Option einer Vernunftehe gehabt. Hat sie nicht, also muss es irgendeinen Sinn gegeben haben, das so zu lösen wie sie es für sich gelöst hat.
    So einsam könnte ich persönlich gar nicht werden, dass für mich eine Vernunftehe eine Option wäre. Frei nach Ally McBeal "In meinen einsamsten Momenten sass immer jemand neben mir." Gut, wenn es darum geht eine Beziehung zu haben und nicht allein zu sein. Für Einsamkeit ist das keine Lösung und für Liebeskummer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke einfach nicht dass man dem völlig ausgeliefert ist, sondern dass man das schon soweit hätte steuern können eben zu sagen, ich hab die große Liebe nie getroffen, deshalb war ich lieber (!) allein.

    Eine aktiv getroffene Entscheidung würde ich jedenfalls nicht so bereuen. Traurig wär ich dann halt dass ich die große Liebe nicht erfahren habe - aber eben nicht dass ich hab allein bleiben müssen. Denn das hätte sie ja nicht.

    Also für mich ist das schon ein Unterschied.
    Ich weiss nicht, in wie weit es bei der Liebe tatsächlich eine aktive Entscheidung ist. Es muss dann meist noch Ort und Zeit stimmen und unsere Präferenzen was Partner und Sex betrifft wird, wird zum großen Teil in Kindheit und Jugend festgelegt. Dies fiel bei der Tante in den 2. WK und Nachkriegszeit.

    Wenn es um das gewollt/ungewollt geht, kann ich Deiner Argumentation schon folgen. Das Beispiel mit dem Kinderwunsch finde ich da durchaus passend.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht ähnlich wie mit dem Kinderwunsch. Da ist es für mich auch nicht das Gleiche ob man gar kein Kind bekommen konnte oder ob man keines bekommen wollte weil man den perfekten Mann dafür nicht gefunden hat. Bei letzterem hätte man ja auch Alternativen und ist dann - in meinen Augen - nicht unbedingt ungewollt kinderlos sondern hat sich selbst dann doch andere Prioritäten gesetzt.

    Auch andere haben ja ihre Kinder nicht alle von Mr Perfect - die haben sich halt nur anders entschieden.

    Was bruenette dazu geschrieben hat ist auch sehr interessant.

  8. User Info Menu

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Hallo allerseits

    Ich weiss nicht ob das hier schon diskutiert wurde-aber abgesehen von der Tatsache, dass manche Frauen wirklich bindungsscheu sind und sich zwischen Unfähigkeit und Sehnen nach einer Beziehung winden, gab es in der Nachkriegsgeneration erheblichen Männermangel.Ich kenne 4 Frauen die jetzt um die 90 Jahre alt sind, die alleine geblieben sind.
    Manche hatten einen Verlobten der im Krieg gefallen ist. Und dann war es das.

    Aufgrund des Frauenüberschusses sind viele alleine geblieben.

    Zum Thema ungewollte Kinderlosigkeit finde ich es auch interessant, welche verborgene Gründe die Ursache sein können.

    Aber auch hier spielen ausserdem wieder viele andere Faktoren eine Rolle-man vergleiche einfach mal die Geburtenrate vor 100 Jahren mit der heutigen.

    Da spielen wohl nicht nur psychische Gründe eine Rolle.

    Nicht jede Frau ist der Situation gewachsen, alleine ein Kind zu bekommen, ohne feste Beziehung-und die Tatsache, dass es viele Männer gibt, die penibel darauf achten, keinen Nachwuchs in die Welt zu setzen, womöglich noch mit einer Frau, mit der sie keine feste oder stabile Beziehung führen, tut ihr übriges dazu, dass solche Frauen ihren Kinderwunsch nicht erfüllt bekommen.
    LG

    Josh
    Geändert von Joshuatree (15.11.2012 um 01:48 Uhr)
    Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
    Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)

  9. Inaktiver User

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Liebe Rachel,

    wie traurig für deine Tante! Ich kann dir hierzu leider keine klugen Erklärungen geben - ich würde an deiner Stelle das nächste Mal wenn du sie besuchst, ihr einen schönen Blumenstrauß mitbringen. Wahrscheinlich ein schwacher Trost aber ein Ausdruck für dein Mitgefühl und als Dank für das Vertrauen, das sie dir entgegengebracht hat.

    Fado

  10. User Info Menu

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    @ schnellschnell
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Siehe mein voriges Post, ich denke, es gibt einfach zwei diametral unterschiedliche Ansätze der Partnerwahl. Und mich ärgert wenn einem dann zu hohe Ansprüche vorgeworfen werden - wo es nur andere Ansprüche sind.

    Allerdings sollte man dann auch verstehen dass man durchaus gewollt allein ist, denn man hätte durchaus einen BAN Kandidaten finden können, davon geh ich aus.
    Ich glaube, selbst bei den Ansprüchen muß man jeweils gucken, ob es überzogene Ansprüche oder durchaus berechtigte Ansprüche sind, die nur nicht viele Menschen erfüllen. Wer hier keine Kompromisse machen will, der landet dann auch nicht bei einem Besser Als Nichts-Partner (BAN). Aber dann darf man auch nicht jammern, wenn einem ein BAN nicht gut genug ist.

    Wenn ich mir hier im Kennenlernforum teilweise angucken, mit welchen Typen sich Frauen hier aus reiner Torschlußpanik einlassen, dann glaube ich schon, dass es eine Menge Frauen gibt, die nur BAN als Partner haben. Ob sie damit glücklich sind, ist eine ganz andere Frage!
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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