Hallo Joshuatree,
zunächst mal würde ich sagen, wenn jeder noch seine Wohnung hat, dann zahlt auch jeder seine eigene Miete. Wenn einer sich längerfristig beim anderen einquartiert, dann finde ich es fair, sich an Nebenkosten und Haushaltskosten zu beteiligen. Die hätte man ja sonst auch bzw. spart daran in der eigenen Wohnung. Wenn man bei so einer Konstellation irgendwann merkt, dass man gut klar kommt, eigentlich keine zwei Wohnungen mehr braucht, dann entscheidet man gemeinsam, sich eine neue gemeinsame Wohnung zu suchen.
Du aber willst Miete von ihm, obwohl er seine Wohnung noch hat. Er nervt Dich mit seiner Anwesenheit, trotzdem willst Du, dass er seine Wohnung unvermietet. Ihr habt eine Menge Konflikte und offenbar (noch?) keine funktionierenden Strategien, damit gut umzugehen. Das wäre für mich keine Basis für ein dauerhaftes Zusammenleben.
Und heimlich nach einer Wohnung zu schauen, weil Du weißt, dass er dagegen ist, ist für mich auch keine vernünftige Verhaltensweise. Was soll dabei herauskommen? Seine Reaktion war doch absehbar. Und so lange er bei Konflikten die Flucht ergreift, wäre ich ehrlich gesagt auch froh, dass er eine Wohnung hat, wohin er flüchten kann. Was, wenn er einfach so wegliefe, und Du gar nicht weißt, wo er ist. Oder er bleibt notgedrungen, und Euer Streit setzt sich fort oder Ihr schweigt Euch ewig an. Ein guter Umgang mit Konflikten wäre für mich eine Grundvoraussetzung für ein dauerhaftes Zusammenleben. Alles andere fände ich unerträglich.
Gruß,
Malina
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Thema: schwierig
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08.10.2012, 13:07
AW: schwierig
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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08.10.2012, 13:28
AW: schwierig
Genau. Sonst wäre es ja eine Schönwetter-Liebe. Solange alles in Butter ist, ist es wunderbar. Aber wehe es tauchen unterschiedliche Bedürfnisse auf...
Da bisweilen unterschiedliche Bedürfnisse eher die Regel als die Ausnahme sind, ist es für die Beziehung entscheidend, wie man damit umgeht: Stichwort Konfliktfähigkeit, Kompromissfähigkeit, Fähigkeit zum gewaltfreien Kommunizieren...
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08.10.2012, 13:53
AW: schwierig
...........und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)
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08.10.2012, 14:07Inaktiver User
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08.10.2012, 14:10Inaktiver User
AW: schwierig
ich hoffe doch, dass du joshua noch die offenen fragen beantworten wirst?
und es ist hoffentlich nicht der mann, von dem du dich ende 2011 getrennt hast?
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08.10.2012, 15:00
AW: schwierig
Um so mutiger von Dir, dass Du diesen Schritt getan hast!
Ich sehe es so: Wenn jeder seine eigene Wohnung hat und nicht beabsichtigt ist, dass man zusammenzieht, dann sollte keiner vom anderen Miete verlangen, sondern jeder eine Wohnung unterhalten, die er sich auch leisten kann.
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08.10.2012, 22:28
AW: schwierig
Hallo Joshuatree,
Ich hab dich so verstanden, dass dir vor allen Dingen die Selbstverständlichkeit ein bisschen auf den Keks geht, mit der er sich bei dir "eingenistet" hat.
Vielleicht wäre es eine Möglichkeit durch genauere Absprachen und Nachhaken deinerseits, was du zu erwarten hast (Wie lange, was meinst du, was heißt das genau) genauere Angaben bekommen kannst und ihr dadurch auch genauere Absprachen treffen könnt.
Wahrscheinlich hilft es ihm auch, wenn du das mit dem dir fehlenden Rückzugsraum erwähnst, während er da ist.
Deinen Unmut verstehe ich, ich fände es auch nicht gut, wenn jemand meinen Raum praktisch benutzt wie er lustig ist...aber da muss man auch mal kontra geben und evtl. auch riskieren, dass er mal angemiesepetert ist, weil seine Selbstverständlichkeit nicht deine ist.
Frage ist da wirklich: Wäre eine gemeinsame Wohnung denn da wirklich die richtige Lösung?
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08.10.2012, 23:08
AW: schwierig
Hallo allerseits!

Vielen Dank für Eure Beiträge. Entschuldigt wenn ich nicht auf alle eingehe.
Liebe Malina, es stimmt, ich habe ihn wohl einfach ausser Acht gelassen und mit meiner Wohnungssuche überfahren
Ausserdem wäre es natürlich Quatsch dass er hier Miete zahlt, solange er auch eine Wohnung hat...
Farmelli, du triffst es ziemlich genau: Ich finde seine Art auch sehr übergriffig, schließlich geht er wenns ihm zu kompliziert ist, bleibt aber wenn er will auch so lange wie es ihm beliebt.
Nun hat er mich unerwartet heute angerufen und war sehr versöhnlich.
Auch wenn ich glaube dass die Empfindlichkeiten auf beiden Seiten bleiben (und ich bin jetzt auch froh dass wir uns mal aus dem Weg gehen können) bin ich positiv überrascht, wie verständnisvoll er am Telefon war und wie aufmerksam er mir zugehört hat.
Es scheint doch in ihm gearbeitet zu haben.
Ich merke, dass sich da sein furchtbar nachtragendes Verhalten anscheinend auch geändert hat. (Dharma09, jaaa, danke, du sprichtst es mir aus der Seele: Ich hasse nachtragendes Verhalten!)Wenn das in Zukunft so bleibt und er sich in relativ überschaubarer Zeit wieder einkriegt, dann bin ich doch zuversichtlich dass wir das geregelt bekommen und es auch in einer gemeinsamen Wohnung schaffen könnten.
Aber damit lassen wir uns jetzt erstmal Zeit...
schon etwas erleichterte Grüße von
JoshGeändert von Joshuatree (08.10.2012 um 23:15 Uhr)
Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)
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08.10.2012, 23:33
AW: schwierig
Das hört sich ja erstmal gut an.
Allerdings wirst du nicht drum herum kommen, deine Bedürfnisse auch zu äußern bzw. auch direkt anzusprechen. Denn eigentlich ist es ja recht widersprüchlich einerseits genervt von ihm zu sein in einer Wohnung und andererseits sich eine gemeinsame Wohnung zu wünschen.
Irgendwas macht da keinen Sinn...?
Wie soll das denn werden, wenn ihr in gemeinsamen Vierwänden wohnt und ihr mal den Stecker ziehen müsst. Die Probleme sind dadurch ja nicht gelöst.
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08.10.2012, 23:44
AW: schwierig
...ich habe übrigens aufmerksam alle Beiträge gelesen.
Danke besonders auch an Madeleine T Werderbremen Karla48 Wolkentier...ich kann eigentlich nur nicken und zustimmen zu allen Argumenten, die unterschiedliche Aspekte beleuchten.
Wir haben es nicht leicht miteinander, und die Unklarheiten machen es nicht leichter.
Im Moment bin ich angenehm überrascht, dass er von sich aus gesagt hat, dass er diesen Streit nicht möchte, und auch herausfinden will, wie es zu dem Debakel kam und wir uns einfach nur mal gegenseitig aussprechen konnten.
Sein Weglaufen "zieht" auch nicht mehr (was habe ich mich da schon aufgeregt) und immerhin merkt er auch , dass dieses Verhalten zu nichts führt, ausser dass sich die Fronten verhärten.
Ansonsten lief mein Tag heute sehr gut und ich habe beruflich einen richtig netten kleinen Erfolg gehabt...
Drückt uns mal die Daumen.
Euch allen eine wunderschöne Gute NachtDie Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
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