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    Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Liebe BriCom Userinnen

    Inspiriert durch mehrere Threads sind mir Fragen aufgetaucht, die mir unter den Nägeln brennen:

    Wie merkt man, dass eine Beziehung "tot" ist?

    Und wie, dass es "nur" der Beziehungsalltag ist?

    Wann kann man eine Beziehung noch "retten"?

    Welche Aspekte der Beziehung kann man noch "retten", wenn sie nicht mehr so gut laufen?

    Welche Kriterien müssen nicht mehr stimmen, damit ihr eure Sachen packt und geht?

    Was sind für euch die absoluten NO GO's in einer Beziehung, wo ihr sofort die Koffer packen und gehen würdet?

    Welche Anzeichen/Warnsignale sprechen dafür, dass man in der Partnerschaft auf einem "toten Pferd" sitzt?

    Und wie äußert es sich, dass "nur der Alltag in die Beziehung" gekehrt ist?

    Ich bin sehr neugierig und gespannt auf eure Antworten.

    Liebe Grüße

    Maggie

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    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Hi, Maggie!
    Ich habe wenig Ahnung, ob meine Erfahrungen so direkt auf andere Beziehungen anwendbar sind, aber hier einige Punkte, die mir damals schmerzlich klargemacht haben, dass meine Beziehung in Gefilde geraten war, die weit ab von "Alltag" lagen und schlussendlich das Aus eingeläutet haben:

    Er war weg - ich habe ihn nicht vermisst, kein bisschen.
    Er war krank - ich hatte kein Fünkchen Mitgefühl mehr, war nur genervt von ihm.
    Ich habe mich mit anderen Männern unterhalten/getroffen (rein platonisch!) und es ihm verheimlicht, weil ich dachte, dann sieht er mir an den Augen an, dass ich lieber woanders wäre, als bei ihm...
    Ich habe Beziehungsratgeber gelesen und mich dabei ertappt, dass ich nur nach Ausreden suche, zu gehen.
    Wenn ich über unsere Beziehung nachgedacht habe, waren die "Pro-Argumente" rein praktisch-organisatorischer Natur.
    Ich hatte das Gefühl, dass ich ihm nichts mehr geben kann, leer bin, und auch er emotional nichts zu bieten hat, was ich gerade brauche.
    Wenn ich mit ihm geredet habe, hatte ich das Gefühl ich würde eine tote Kuh melken wollen.
    Ich habe mich in seiner Gegenwart einsamer gefühlt, als in den Zeiten, wo ich wirklich alleine war.

    Ich fürchte, wenn es mal so weit ist, kann man auch nix mehr machen, außer gehen. Ob es funktioniert hätte, wenn ich früher nach Änderung verlängt hätte, aufmerksamer gewesen wäre, was ich will und brauche...keine Ahnung. Die Entscheidung, es zu beenden, habe ich jedenfalls (fast) nie bereut!

    Ich hoffe, du kannst mit dem Input was anfangen!
    Liebe Grüße
    Radisi
    Du bist ein lebender Mensch, eine Frau, und kannst irren und zweifeln und gut sein. (Erich Fried)

  3. Inaktiver User

    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Au weia, so viele Fragen !

    Wenn ich auf alle eine allgemeingültige Antwort hätte, würde ich diese kommerziell nutzen und nicht hier zum besten geben !

    Ich beantworte aus meiner Sicht mal die Frage, wann man eine Beziehung noch retten kann: wenn beide(!) es wirklich wollen, d.h. wenn ihnen am jeweils anderen als Mensch und Person noch gelegen ist. Sobald da eine/r nicht mehr mitzieht, ist nichts mehr zu machen. Oder beide haben sich in so unterschiedliche Richtungen entwickelt, dass es keine gemeinsame Basis mehr gibt.

    Zitat Zitat von Maggie_ Beitrag anzeigen
    ...Und wie äußert es sich, dass "nur der Alltag in die Beziehung" gekehrt ist?...
    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Jedes Leben ist Alltag, nämlich "alle Tage".....

    Gruß, Elli

  4. Inaktiver User

    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Zitat Zitat von Radisi Beitrag anzeigen
    schlussendlich das Aus eingeläutet haben:

    Er war weg - ich habe ihn nicht vermisst, kein bisschen.
    Er war krank - ich hatte kein Fünkchen Mitgefühl mehr, war nur genervt von ihm.
    Ich habe mich mit anderen Männern unterhalten/getroffen (rein platonisch!) und es ihm verheimlicht, weil ich dachte, dann sieht er mir an den Augen an, dass ich lieber woanders wäre, als bei ihm...

    Liebe Grüße
    Radisi
    er hat mich nur noch genervt. ich wollte nicht nach hause gehen- habe überstunden gemacht. jeder zusätzliche dienst war mir willkommen.

    geradeso wie bei der obi-werbung: kein schönes zuhause?

    das pferd war mehr als tot.







    meine grossmutter hat mir vor vielen jahren den rat gegeben: wenn frau in einer beziehung nichts zu erzählen hat, ruhig wird- sollte man(n) verdammt vorsichtig sein!



    absolutes no-go:

    gewalt. und da ist mir egal ob körperliche oder verbale. gewalt geht garnicht.

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    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Interessante Antworten - erstmal vielen Dank euch.

    Zitat Zitat von Radisi Beitrag anzeigen
    Ich habe mich in seiner Gegenwart einsamer gefühlt, als in den Zeiten, wo ich wirklich alleine war.
    Oh, das kenne ich auch sehr sehr gut.

    Ich habe mich in seiner Gegenwart auch sehr sehr einsam gefühlt - wie bestellt und nicht abgeholt, wenn er mal wieder eine seiner gefürchteten "Ich bin angepi... und deshalb eiskalt zu dir" - Phasen hatte. Heute könnte ich echt ko.... ob sowas!!!! (Vermutlich geht das unter das Kapitel "Gewalt"?)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Au weia, so viele Fragen !
    Ja, sind einige, die mir unter den Nägeln brennen - so nach dem Motto "Ich möchte lernen fürs nächste Mal"

    Sobald da eine/r nicht mehr mitzieht, ist nichts mehr zu machen.
    In zwei vergangenen Beziehungen haben die beiden "Gentlemen" sich sogar quer gestellt!

    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Jedes Leben ist Alltag, nämlich "alle Tage".....
    Also Beziehungen laufen ja in versch. Phasen ab.

    I: Die Verliebtheit - Schmetterlinge im Bauch, Herzrasen, , rosa Brille

    II: Die Macken des Partners werden sichtbar

    III: Der Alltag kehrt ein - also keine Schmetterlinge mehr, rosa Brille weg, und stattdessen .......? Die so genannte "Vertrautheit"? Ich glaube nicht, dass man nach 30 Jahren Partnerschaft noch "Schmetterlinge im Bauch" hat?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    er hat mich nur noch genervt. ich wollte nicht nach hause gehen- habe überstunden gemacht. jeder zusätzliche dienst war mir willkommen.
    Ging mir auch so. Genoss die Arbeit richtig.

    wenn frau in einer beziehung nichts zu erzählen hat, ruhig wird- sollte man(n) verdammt vorsichtig sein!
    Stimmt. Ich wurde auch sehr ruhig und kochte nur noch mein eigenes Süppchen.

    Was hätte ich ihm denn noch sagen sollen? - Wurde ja sowieso angeschnauzt oder er (der Letzte) war zugedröhnt.

    Da konnte ich eigentlich genau so gut, meinen eigenen Interessen & Hobbys nachgehen.....

    In vergangenen Beziehungen habe ich auch gemerkt, dass ich auf einem toten Pferd sitze, wenn es keine gemeinsamen Zukunftspläne mehr gab, bzw. diese auseinanderklafften....

    Oder wenn ER nur noch davon sprach: "An Tag xy gehe ICH .....dies oder jenes machen" , oder "Oh, diesen Film möchte ICH mir im Kino ansehen" ....wenn man nicht mehr von WIR spricht sondern von ICH.

    Als ich einmal meinen Single-Leben nachtrauerte, war mir auch klar, dass ich auf einem toten Pferd sitze.

    Oder wenn ich mich frei und erleichtert gefühlt habe, wenn ich ein paar Tage ohne IHN verbrachte .... (und auch keinen Bock mehr hatte, mich bei IHM zu melden).
    Geändert von Maggie_ (19.09.2012 um 14:54 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    gelebtes aggressives verhalten dem andern gegenüber ------------- ist gewalt.

    du ziehst automatisch das genick ein. das ist gewalt. in seiner übelsten form. denn du realisierst es erstmal nicht. bei einem blauen fleck wäre das realisieren einfacher. aber so: zweifelst du an deiner eigenen wahrnehmung.


    ---------------------------------------






    schmetterlinge in einer längeren beziehung- ja, wenn man/frau nicht ständig aufeinander hockt und noch ein ganz eigenes leben hat. sich auf den andern freuen können, beim durch die stadt gehen, zu denken: das könnte ihm gefallen.

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    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Spannende Sache. Tja, ich versuche mal direkt auf deine vielen Fragen zu antworten, beruhend auf meiner bischerigen Erfahrung:

    Wie merkt man, dass eine Beziehung "tot" ist?
    Wenn absolut nix mehr läuft, kein Interesse mehr am Partner ist, man sich nicht austauscht, weder mit Worten noch mit "Körperflüssigkeiten". Das ist für mich tot. Wenn man nicht nachfragt, nicht spricht, sich nicht zum Abschied küsst..... viele Kleinigkeiten aber doch wichtige Zeichen.

    Und wie, dass es "nur" der Beziehungsalltag ist?
    Beziehungsalltag hat man ja hauptsächlich. Ich finde gerade im Alltag muss man sich kleine "Rituale" bewahren wie z.B. Abschiedkuss, Austausch,..... Sex ist auch wichtig, finde ich. Wenn wochenlang gar nichts mehr läuft dann ist was faul.

    Wann kann man eine Beziehung noch "retten"?
    Wenn beide wollen. Wenn noch Liebe und Respekt da ist.

    Welche Aspekte der Beziehung kann man noch "retten", wenn sie nicht mehr so gut laufen?
    Also eine Beziehung besteht ja aus vielen Aspekten. Ich kann das nicht so zerlegen und verstehe diese Frage nicht ganz. Kann gut sein man hat mal ne Flaute im Bett, das ist noch keine Krise. Aber wenn viele Aspekte gleichzeitig nicht mehr stimmen, dann ist das wohl eine Krise.

    Welche Kriterien müssen nicht mehr stimmen, damit ihr eure Sachen packt und geht?
    Ich gehe wenn ich den anderen nicht mehr Liebe. Wenn es mir nicht gut geht mit dem anderen....

    Was sind für euch die absoluten NO GO's in einer Beziehung, wo ihr sofort die Koffer packen und gehen würdet?
    Respektlosigkeit, Schlagen, miese Behandlung, Einseitigkeit (dh ich gebe mehr, kommt nix zurück), Lieblosigkeit, Lügen und Betrügen

    Welche Anzeichen/Warnsignale sprechen dafür, dass man in der Partnerschaft auf einem "toten Pferd" sitzt?
    Wenn das Interesse fehlt. Wenn man Problem anspricht und der andere das nicht ernst nimmt, nix ändert....

    Und wie äußert es sich, dass "nur der Alltag in die Beziehung" gekehrt ist?
    Alltag kehrt immer ein und wie schon oben geschrieben, gerade im Alltag finde ich Liebesrituale wichtig. Beziehungsalltag ist für mich kein negativer Begriff. Für mich hat das mehr was mit Verlässlichkeit, gemeinsames Heim, Zufriedenheit, Vetrauen zu tun.

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    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Ja, es wird spannend!

    Zitat Zitat von Azurblau69 Beitrag anzeigen

    Wie merkt man, dass eine Beziehung "tot" ist?
    Wenn absolut nix mehr läuft, kein Interesse mehr am Partner ist, man sich nicht austauscht, weder mit Worten noch mit "Körperflüssigkeiten". Das ist für mich tot. Wenn man nicht nachfragt, nicht spricht, sich nicht zum Abschied küsst..... viele Kleinigkeiten aber doch wichtige Zeichen.
    ...oder sich die Streitereien ob Kleinigkeiten häufen und häufen und jemand (oder beide) beginnen, darunter zu leiden.....

    Sex ist auch wichtig, finde ich. Wenn wochenlang gar nichts mehr läuft dann ist was faul.
    Finde ich auch. Wenn wochenlang nichts mehr läuft im Bett, kann man genauso gut einfach "nur gute Freunde sein".

    Wann kann man eine Beziehung noch "retten"?
    Wenn beide wollen. Wenn noch Liebe und Respekt da ist.
    ...also wenn jemand sich nicht mehr um die Beziehung "bemüht" - fehlt in diesem Fall Liebe und Respekt, verstehe ich das richtig?

    Aber wenn viele Aspekte gleichzeitig nicht mehr stimmen, dann ist das wohl eine Krise.
    Ich erinnere mich, dass ich mich mal innerlich total zurück gezogen hatte, weil ich beruflich sehr unzufrieden und sehr frustriert war (strukturschwache Gegend, geringe Perspektiven). Ich sprach darüber, redete mir den Frust von der Seele, doch irgendwie schien es nicht anzukommen..... (Bohnen in den Ohren?).

    Also zog ich mich innerlich immer mehr zurück und kochte auch da mein eigenes Süppchen. Ergebnis: Schöne fremde Mann...du bist gut zu mir (OT: Ich mag diesen alten Song!)

    Wenn es mir nicht gut geht mit dem anderen....
    ...aber das kann auch nur ein vorübergehender Zustand sein? Nur eine Krise?

    Wenn das Interesse fehlt. Wenn man Problem anspricht und der andere das nicht ernst nimmt, nix ändert....
    Auch das kenne ich gut. Wie erwähnt - zwei der Herren haben sich da sogar vollends quer gestellt .... (Kindergarten! Oder nicht genug Eier in der Hose, um die Beziehung selbst zu beenden?)

    Für mich hat das mehr was mit Verlässlichkeit, gemeinsames Heim, Zufriedenheit, Vetrauen zu tun.
    Aaaaah, interessant! Ich persönlich nenne das so schön "mit jemandem leben können"

    Ich denke, dass die Leidenschaft ewig lodert, brennt und Funken sprüht, ist eine reine Illusion.

    (Nein, ich plädiere da NICHT für eine "kameradschaftliche" Beziehung!)

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    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    gelebtes aggressives verhalten dem andern gegenüber ------------- ist gewalt.

    du ziehst automatisch das genick ein. das ist gewalt. in seiner übelsten form. denn du realisierst es erstmal nicht. bei einem blauen fleck wäre das realisieren einfacher. aber so: zweifelst du an deiner eigenen wahrnehmung.
    Und wieder ein sehr interssanter Beitrag (Danke!) - Ja, also ich habe mich in meiner letzten Beziehung lange gefragt, ob ich diejenige bin, die es so "persönlich nimmt" (wie er immer zu sagen pflegte!)???

    Ich wurde mit Vorwürfen und Kritik regelrecht bomardiert, stundenlang, dies kombiniert mit Ignoriert-werden, es tat so schrecklich weh in der Psyche! Ich nur noch stundenlang, bis mir die Augen schmerzten!

    Als ich mich entschuldigte (wofür eigentlich?), ließ er mich noch "eine Weile zappeln", war sehr kalt und abweisend gegenüber mir.

    Dass es mir seelisch so übel ging, schien ihn nicht mal annähernd zu berühren.....???

    Ich hatte noch nie solche seelischen Schmerzen erlebt! - Ich kannte das nicht.

    DAS ist wohl verbale/psychische Gewalt, nehme ich an ....?

  10. Inaktiver User

    AW: Anzeichen und Warnsignale für eine "tote" Beziehung?

    Zitat Zitat von Maggie_ Beitrag anzeigen
    DAS ist wohl verbale/psychische Gewalt, nehme ich an ....?
    ja. auch dieses den andern in den staub treten und sich daran weiden. vermeintliche macht zu spüren wenn man den andern zum weinen bringt, dazu bringt sich in frage zu stellen usw.

    das ist manipulation vom "feinsten"

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