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  1. User Info Menu

    geschockt Was ist "Beziehungsarbeit?

    Hallo,
    ich hätte zu gerne eine Definition von "Beziehungsarbeit".
    Hier lese ich sehr oft vage Aussagen a la "wir hatten Probleme, haben hart an der Beziehung gearbeitet.."
    Was versteht ihr konkret unter "Beziehungsarbeit"?

    Freue mich auf eure Antworten

    Brombeerkatze

  2. Inaktiver User

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Den anderen nicht als selbstverständlich ansehen, ihn mit den Macken zu lieben, ihn zu unterstützen, auch wenn es gegen die eigenen Ansichten geht, ihm aber wichtig ist..zu vertrauen, ein offenes Ohr zu haben, Konmpromisse machen wollen, Toleranz, Verständnis, Freieheit, Nühe, Distanz geben....und sich selbst treu bleiben bei allem...
    das alles ist nicht einfach, es gibt tage, da will man es hinschmeißen und sich dann bewußt wieder darauf einzulassen, warum man den Menschen liebt und nicht verlieren will, das ist Arbeit..

  3. Inaktiver User

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Hm, dann verstehe ich unter "Beziehungsarbeit" etwas anderes als Silencio. Das, was oben beschrieben ist, verstehe ich unter einer Beziehung. Den Ausdruck "Beziehungsarbeit" würde ich nur Situationen anwenden, bei denen wirklich eine Krise im Raum steht. Und dann bedeutet er für mich: Schwierige Themen aufs Tapet bringen, die bisher tabu waren oder die nur unterschwellig hochgekocht sind. Ehrlich darüber reden und versuchen, eine gemeinsame Lösung dafür zu finden.

    Grüße, Cariad

  4. Inaktiver User

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Hi Cariad,

    ja, es ist sicher richtig, das man gerad ein Krisen spürt, was alles "getan" werden muß...aber die von mir geschilderten Dinge sind nicht einfach da jeden Tag, das Verständnis, die Liebe, das Vertrauen...die sind nicht automatisch da, weil man eine Bezeihung hat...sie erneuern sich ebenfalls nicht automatisch, sondern man muß etwas dafür tun,das man sie spürt und auch vom Partner erhält..
    sicher nicht jeden Tag, aber immer wieder vor Augen halten, wie stehts mit uns? Auch außerhalb von Krisenzeiten...

  5. Inaktiver User

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Den Ausdruck "Beziehungsarbeit" würde ich nur Situationen anwenden, bei denen wirklich eine Krise im Raum steht. Und dann bedeutet er für mich: Schwierige Themen aufs Tapet bringen, die bisher tabu waren oder die nur unterschwellig hochgekocht sind. Ehrlich darüber reden und versuchen, eine gemeinsame Lösung dafür zu finden.
    Aber achten, was unterschwellig läuft, für kleinere genauso wie für größere Probleme eine gemeinsame Lösung suchen, nichts aufstauen lassen, die Auseinandersetzung führen und nicht vermeiden - das muss man vielleicht nicht jeden Tag, aber doch fortlaufend, nicht nur in einer echten Krise.

    Gruß, Leonie

  6. User Info Menu

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    hallo brombeerkatze,
    dieser begriff "beziehungsarbeit" scheint mir irgendwie eine modeerscheinung zu sein. mir kommt dieser begriff reichlich abgeschmackt vor, ähnlich wie die "ehelichen pflichten".

    für die gelderwerbliche arbeit wird man ausgebildet. man geht jahr und tag zur schule, macht eine ausbildung oder ein studium. beziehungsarbeit ist keine arbeit, die dem gelderwerb dient. also wäre sie eher vergleichbar mit der hausarbeit? hausarbeit wird oft gering geschätzt. und geld verdienen kann man damit auch nicht, ausser man ackert in fremden haushalten. insofern wäre beziehungsarbeit die arbeit, die ein therapeut leistet, nämlich in fremden beziehungen wildern. aber das ist es ja auch nicht.

    für beziehungsarbeit hat man keine vorbildung, keine ausbildung. die schule interessiert sich nicht dafür, die gesellschaft kümmert es nicht. selbst von den eltern kann man zwar den umgang mit der hausarbeit abschauen - doch beziehungsarbeit??? da heisst es doch allzu oft zum kinde: "geh mal spielen. du bist zu klein für unser gespräch." woher sollten wir also wissen, was das ist - diese beziehungsarbeit?

    es gibt zwei ansätze von tätigkeiten, die dem gelderwerb dienen. entweder man lebt, um zu arbeiten. oder man arbeitet, um zu leben. manche scheinen in diesem sinne auch zu leben, um an ihrer beziehung zu 'arbeiten'.

    arbeiten verbindet sich stets mit einem MUSS, mit dem arrangement von zwängen, die man eigentlich nicht unbedingt will. das fängt mit einer 40-stunden-woche an. wie wäre es, ausserdem 40 wochenstunden beziehungsarbeit zu leisten? naja, sagen wir wenigstens 10 oder 5 stunden die woche.

    ich für meinen teil habe einmal an einer beziehung gearbeitet. und diese arbeit war gemeinsame abrissarbeit.

    ansonsten halte ich viel mehr von einer wenig geläufigen wortzusammensetzung, nämlich von der "beziehungsfreude". freude im umgang mit dem anderen. auch probleme lassen sich mit freude lösen, wenn man sie schöpferisch angeht und mit dem anderen an einem strang zieht. der umgang miteinander ist immer spielerisch, neugierig, freudig, auch in schwierigen situationen.

    bei beziehungsarbeit läuft der achselschweiss, schweiss auf der stirn, man strengt sich an, man ackert. ich für mich möchte jedenfalls keine beziehung, in der und an der ich jeden tag arbeiten müsste. das wäre nichts wieder als ein ständiger kampf und krampf.

    gruss
    matthias
    Man kann Dinge oft ganz anders betrachten, wenn man den Mut hat, auch mal verrückte Fragen zu stellen.

  7. Inaktiver User

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Hallo Brombeerkatze,

    unter Beziehungsarbeit verstehe ich die Energie, die ein Paar aufwendet, um gemeinsam an den Problemen, die sich aus ihrer Beziehung ergeben, zu wachsen. Dazu gehören für mich z. B.

    ...anstatt Krisenanteile nur beim anderen zu suchen, auch über
    sich selbst reflektieren
    ...klares und offenes Miteinander-Kommunizieren

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass von Beziehungsarbeit deshalb gesprochen wird, weil diese Dinge oft nicht einfach sind.

    Liebe Grüße...Jela

  8. Inaktiver User

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Zitat Zitat von 000matthias000
    hallo brombeerkatze,
    dieser begriff "beziehungsarbeit" scheint mir irgendwie eine modeerscheinung zu sein. mir kommt dieser begriff reichlich abgeschmackt vor, ähnlich wie die "ehelichen pflichten".

    für die gelderwerbliche arbeit wird man ausgebildet. man geht jahr und tag zur schule, macht eine ausbildung oder ein studium. beziehungsarbeit ist keine arbeit, die dem gelderwerb dient. also wäre sie eher vergleichbar mit der hausarbeit? hausarbeit wird oft gering geschätzt. und geld verdienen kann man damit auch nicht, ausser man ackert in fremden haushalten. insofern wäre beziehungsarbeit die arbeit, die ein therapeut leistet, nämlich in fremden beziehungen wildern. aber das ist es ja auch nicht.

    für beziehungsarbeit hat man keine vorbildung, keine ausbildung. die schule interessiert sich nicht dafür, die gesellschaft kümmert es nicht. selbst von den eltern kann man zwar den umgang mit der hausarbeit abschauen - doch beziehungsarbeit??? da heisst es doch allzu oft zum kinde: "geh mal spielen. du bist zu klein für unser gespräch." woher sollten wir also wissen, was das ist - diese beziehungsarbeit?

    es gibt zwei ansätze von tätigkeiten, die dem gelderwerb dienen. entweder man lebt, um zu arbeiten. oder man arbeitet, um zu leben. manche scheinen in diesem sinne auch zu leben, um an ihrer beziehung zu 'arbeiten'.

    arbeiten verbindet sich stets mit einem MUSS, mit dem arrangement von zwängen, die man eigentlich nicht unbedingt will. das fängt mit einer 40-stunden-woche an. wie wäre es, ausserdem 40 wochenstunden beziehungsarbeit zu leisten? naja, sagen wir wenigstens 10 oder 5 stunden die woche.

    ich für meinen teil habe einmal an einer beziehung gearbeitet. und diese arbeit war gemeinsame abrissarbeit.

    ansonsten halte ich viel mehr von einer wenig geläufigen wortzusammensetzung, nämlich von der "beziehungsfreude". freude im umgang mit dem anderen. auch probleme lassen sich mit freude lösen, wenn man sie schöpferisch angeht und mit dem anderen an einem strang zieht. der umgang miteinander ist immer spielerisch, neugierig, freudig, auch in schwierigen situationen.

    bei beziehungsarbeit läuft der achselschweiss, schweiss auf der stirn, man strengt sich an, man ackert. ich für mich möchte jedenfalls keine beziehung, in der und an der ich jeden tag arbeiten müsste. das wäre nichts wieder als ein ständiger kampf und krampf.

    gruss
    matthias
    Matthias, für dieses Posting einfach mal ein

  9. User Info Menu

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Ich möchte kurz ausholen:

    Wart ihr schon einmal in folgender Situation:
    Man freut sich auf "Füsse hoch", DVD besorgt und mal einen ganz streßfreien Abend... Telefon klingelt... bester Freund ruft an (den man zudem auch schon länger nicht gesehen hat)... er hat Sorgen und will was trinken gehen.... kennt ihr das?

    Natürlich springt man über seinen Schatten, tauscht Jogginghose gegen Jeans und trifft sich... gegen den ursprünglichen Plan.
    Ist das nicht auch "Beziehungsarbeit" - nur hier abgewandelt auf die beste und sehr wichtige Freundschaft?
    Arbeit?
    Mitnichten, aber ich denke, das ist es, was dem Begriff "Beziehungsarbeit" am nächsten kommt....

    Für mich ist "Beziehungsarbeit" .. : Mein zutun, um eine Beziehung für uns beide "zu gestalten"... und hier wieder nach meinem Motto:
    Nichts im Leben ist selbstverständlich...!!!

    Mein Partner, ihre Liebe und auch meine Freunde sind nciht selbstverständlich und ich arbeite daran, dass sie mir auch in Zukunft erhalten bleiben...


    Lieben Gruß
    MisterP

  10. User Info Menu

    AW: Was ist "Beziehungsarbeit?

    Unter Arbeit versteht man nicht unbedingt auch Ausbildung. Das läuft eigentlich unter dem Begriff Beruf.
    Mit Sicherheit impliziert der Begriff aber etwas anstrengendes und irgendwie auch schweißtreibendes. Ich sehe "Beziehungsarbeit" eher als eine Art von Weiterentwicklung an, deswegen finde ich den Begriff auch nicht ganz passend. Liebe und Vertrauen sollten eigentlich von anfang an da sein, aber natürlich muss man daran "arbeiten", dass es so bleibt. Für mich heißt das in erster Linie zu reden, damit Probleme gar nicht erst entstehen und sich auszutauschen.
    Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.

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