In der letzten Zeit häufen sich Themen mit Klagen über den Partner, der sich vor seinem Anteil Hausarbeit drückt oder nicht zu dem gemeinsamen Einkommen beiträgt, indem er/sie "den Rücken freihält". Andere beklagen sich,d ass zu wenig "Ich liebe Dich" ausgesprochen wird. In der Regel wird das hier auf der Sachebene diskutiert mit gelegentlichen Beiträgen zur emotionalen Seite der Beziehung. Mich interessiert in dieser Diskussion, die hoffentlich in Gang kommt, nur die emotionale Ebene.
Einige User hier haben sich mit den Sprachen der Liebe beschäftigt. Für allen Anderen zum Einlesen Fünf Sprachen der Liebe
Wo ist die Grenze zwischen Bekenntnis der Liebe und Egotrip, wenn ein Partner sich darauf konzentriert, einen hohen finanziellen Beitrag zu leisten, damit es dem Partner wirtschaftlich gut geht und beide sorgenfrei leben können. Was die Einschränkung mit sich bringt, dass überlegt werden muss, wie beide gemeinsam verbrachte Qualitätszeit definieren.
Ist es Ausdruck von Liebe, wenn ein Partner im Beruf stark gefordert ist und der Andere ihm die Erledigung der Alltagsdinge abnimmt, was bedeutet, dass der eigene Beitrag zum Familieneinkommen schmäler ausfällt.
Manche Männer servieren ihrer Frau jeden Morgen eine Tasse Kaffee am Bett, weil sie wissen, dass sie sonst schlecht in den Tag startet. Oder umgekehrt.
Andere sagen ihrer Frau bei jeder Gelegenheit, dass sie sie lieben. Von Frauen, die das tun, habe ich bislang noch weniger gehört oder gelesen.
Welches ist Eure Sprache der Liebe? Seid Ihr Euch dessen bewusst? Spricht Euer Partner die gleiche Sprache oder habt Ihr auf der Ebene "Kommunikationsprobleme"? Ich freue mich auf eine lebhafte Diskussion.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 23
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27.07.2012, 06:40Inaktiver User
Sprache der Liebe oder Egotrip
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27.07.2012, 08:07Inaktiver User
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
nonverbal und verbal
jaSeid Ihr Euch dessen bewusst?
jaSpricht Euer Partner die gleiche Sprache
neinoder habt Ihr auf der Ebene "Kommunikationsprobleme"?
kann ich mich leider nicht dran beteiligen. wir/ich sind so unkompliziert, dass es fast langweilig ist, wenn ich mich in der bri so umlese.....Ich freue mich auf eine lebhafte Diskussion.
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27.07.2012, 08:08
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27.07.2012, 08:34Inaktiver User
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
Ich habe das erlebt mit den unterschiedlichen Sprachen. Wenn man sich das bewusst macht, kann man sich viele Konflikte und manche Enttäuschung sparen. Allerdings rettet das nicht unbedingt die Beziehung, denn wenn ich statt Taten lieber Worte habe oder umgekehrt, dann bleibe ich unzufrieden und die Sehnsucht ungestillt. Also, eine gewisse Übereinstimmung sollte es geben.
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27.07.2012, 08:51
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
Das kannte ich noch nicht. Grundsätzlich finde ich derartige Ansätze - wie und warum funktionieren (langandauernde) Beziehungen? - spannend. Oft wird ja nur gefragt, warum scheitern Beziehungen? Die Ergebnisse sind dann natürlich verkürzt und beschränken sich meist nur auf den Anlass (Untreue, kein Sex, etc.).
Zu den hier bzw. im Link genannten fünf Elementen (Sprachen) habe ich beim Lesen genickt. Aber fehlt da nicht noch die eine oder andere, vielleicht nicht minder wesentliche Sache?
Den Absatz verstehe ich in dem Kontext allerdings gar nicht:
Wimmelt es hier nicht von Wertungen, die eigentlich nur das jeweilige Paar für sich - so oder so - treffen kann und muss?Ist es Ausdruck von Liebe, wenn ein Partner im Beruf stark gefordert ist und der Andere ihm die Erledigung der Alltagsdinge abnimmt, was bedeutet, dass der eigene Beitrag zum Familieneinkommen schmäler ausfällt.aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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27.07.2012, 08:59Inaktiver User
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
Ich kenne das Buch nicht, habe nur den Artikel gelesen.
Na ja, wer kann dazu schon nein sagen...
Was ich denke: letztendlich ist es Typsache und es muss (auch) diesbezüglich passen zwischen zwei Menschen. Keine/r kann letztendlich aus seiner Haut, gewisse gegenseitige "Anpassungen" sind natürlich möglich und auch nötig.
Pauschale "Kochrezepte", die auf alle und jeden treffen sollen, sind meist wenig hilfreich.
Gruß, Elli
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27.07.2012, 09:11Inaktiver User
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
Ach herrje...
Das hört sich alles so star an. Eine Beziehung lebt doch und Dinge die heute so sind wie sie sind können morgen schon ganz anders sein und müssen neu besprochen werden.
Den Rücken freihalten z.B. - das kann für 2 Jahre so sein oder länger - sich aber doch auch wieder ändern.
Oder ein Partner ist ohne Arbeit - aber doch nicht den Rest seines Lebens.
Es muß ja zuerstmal grundsätzlich passen. Einen Partner der NIE arbeitet wollte ich gar nicht, einen Partner der mir NIE den Kaffee ans Bett bringt auch nicht oder oder oder
Aber doch nicht IMMER! Das ist doch langweilig. Mir ist das zu langweilig. Ich brauche schon auch ein enig Spannung, Abwechslung und Überraschung und mein Mann auch - wir wären kaum so lange zusammen wäre es anders.
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27.07.2012, 09:49
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
Guten Morgen :)
Eine Anleitung wie man eine harmonische Beziehung führt hab ich zwar, aber auch ich und mein Partner haben Probleme, die wir aber zum Glück immer lösen konnten.
Ich finde es ist sehr wichtig, das es immer ein geben und ein nehmen ist. Man sollte immer miteinander sprechen wenn einem etwas fehlt oder man etwas als störend empfindet. Jetzt spielt es natürlich eine grosse Rolle, wie viel Verständnis und wie einfühlsam der Mann ist. Mit meinem Freund kann ich über alles sprechen. Wir sagen uns mehrmals am Tag das wir uns lieben und teilen uns die ganze Hausarbeit, weil wir beide arbeiten. Er wäscht ab, kocht für mich wenn ich bis 20.00 Uhr arbeite und kommt immer mit in die Waschküche wenn wir Waschtag haben :) Bei uns bin eher ich die unromantische, aber ich würde alles für meinen Partner tun und das weiss er. Es sind Kleinigkeiten was die Beziehung schön macht und mein Geheimniss ist einfach das miteinander sprechen, egal wie schwierig die Situation ist und ich spreche aus Erfahrung.. Wenn man sich wirklich liebt und bereit ist, auch mal einzustecken und Fehler einzusehen und dann auch zu ändern, findet man für jedes Problem eine Lösung und davon bin ich fest überzeugt.
In eine Beziehung gehört auch Toleranz. Man muss dem Partner seinen Freiraum lassen und neben her noch ein eigenes Leben führen. Natürlich tönt das alles ganz einfach, doch jeder weiss das eine schöne und glückliche Beziehung zu führen, alles andere als einfach ist. Es müssen beide das gleiche Ziel verfolgen. Gleiche Vorstellungen vom Zusammenleben haben und nur dann hat das ganze auch eine Zukunft.
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27.07.2012, 09:54
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
Danke Dharma, dein Posting war der Auslöser und Denkanstoß:2.1 Lob und Anerkennung
2.2 Zweisamkeit – die Zeit nur für dich
2.3 Geschenke, die von Herzen kommen
2.4 Hilfsbereitschaft
2.5 Zärtlichkeit
Mir fallen nämlich gerade mehrere Paare ein, bei denen sämtliche (!) dieser Elemente bis zur Trennung/ Scheidung und z.T. sogar noch danach definitiv gegeben sind bzw. gegeben waren.
Und nun?
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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27.07.2012, 10:46
AW: Sprache der Liebe oder Egotrip
"Sprachen der Liebe" - den Begriff habe ich (trotz Lesen) nicht ganz verstanden, finde das Konzept zu final, aber gehe mal davon aus, daß es sich grundsätzlich um Ausdrucksformen für die gefühlte Liebe handeln soll?
Für mich stellt sich Lieben und miteinander Leben (was ja nicht synonym ist, manche lieben sich und können nicht miteinander leben) anders dar:
Liebe als ein Grundgefühl, das von mir nicht hergestellt, verwaltet, disponiert, vermehrt wird. Liebe als die Bejahung und das Sehenkönnen des Vollkommenen in einem anderen Menschen. Wenn alles glücklich angelegt ist, auch das Phänomen, mit dem geliebten Menschen seine eigenen guten, schöpferischen und konstruktiven Seiten leben zu können.
Um mit dem geliebten Menschen auch eine gelebte Beziehung zu haben, gilt es, im Spannungsfeld zwischen Nähe und Autonomie weder sich selbst noch den anderen aus den Augen zu verlieren und im Zweifelsfall immer wieder zu versuchen, sich und den anderen zu finden.
Die Hauptpunkte sind Respekt und Vertrauen.
Aus dem Vertrauen wächst meine Fähigkeit, in den Äußerungen des anderen Gutes zu vermuten, aus dem Respekt die Möglichkeit zu ertragen, daß er ganz anders ist als ich selbst. Die Liebe hält das zusammen, so daß ich genießen kann, daß er er selbst ist und anders als ich.
In diese Gedanken kommt die "Sprache" der Liebe so nicht hinein. Ja, wir suchen nach ausreichend Zeit für uns zwei, bei gleichzeitiger ausreichender Zeit für sich selbst. Wir sehen einander, sehen also auch das, was der andere gibt und nimmt, und erkennen es an - aber Geschenke und Anerkennung als "Sprache"?
Und sicher lieben wir es, uns zu berühren - das wäre noch das, was mir am ehesten als Sprache einleuchten würde, gerade, weil es nonverbal ist - aber ist das nicht auch eher banal, daß sich Liebe durch Zärtlichkeit ausdrückt?
In bezug auf die Frage, Liebe oder Egoismus z.B. bei hoher Arbeitsbelastung - wenn der eine dies als Beitrag zur Gemeinsamkeit sieht, der andere diese Gemeinsamkeit aber schwinden sieht aufgrund von Zeitmangel, dann ist es jenseits von Liebessprachen-Formeln jedenfalls wichtig, sich genau dies mitzuteilen. Dahinter stehen Gedanken und Bedürfnisse, nach z.B. Sicherheit, Status (auch für die Familie), Nestbau oder finanzieller Freiheit auf der einen, nach Nähe, Teilen, Fairness, Gleichgewicht auf der anderen Seite. Nicht als Sprache der Liebe sondern als Ausdruck der individuellen Menschen. Und dann können sie, sich selbst und den anderen im Blick habend, eine Lösung finden, die sich für sie beide richtig anfühlt - siehe Balance zwischen Nähe und Autonomie und dem Ertragen der Andersartigkeit des Anderen.Geändert von maryquitecontrary (27.07.2012 um 12:14 Uhr) Grund: was zugefügt
that was the river - this is the sea
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