Ob die Anbaggerin nun ein schlechtes Gewissen haben muss oder nicht, ist wieder etwas anderes. Für mich klang es im Ausgangsposting halt so, dass sie das bei einem verheirateten Mann hätte, bei einem in einer festen Beziehung aber nicht und diese Unterscheidung halte ich für eine Ausrede.
Danke schön Henrietta, genau das meine ich. Ich gehöre nämlich zu so einem anderen Paar und finde es etwas unverschämt, dass uns die Zusammengehörigkeit abgesprochen wird, nur weil andere Leute für ihre Beziehung andere Entscheidungen (sprich Heirat) getroffen haben.Für mich ist die Ehe auch eine höhere Stufe der Zusammengehörigkeit, als "nur" ein Zusammenleben.
Aber andere Paare sehen das eben anders. Die können sich auf derselben "hohen" Ebene zusammengehörig fühlen, wie ich in einer Ehe.
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21.02.2006, 15:09
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
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21.02.2006, 15:25
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
@Tszimisce:
Das hängt von der Baggersituation ab. Ich bin z.B. nicht der Typ, der Leute in der Kneipe oder der Disco kennengelernt und angebaggert hat. Normalerweise lerne ich Leute erstmal kennen (über Freundeskreis, Interessen, Arbeit) und stelle dann irgendwann fest, dass mich jemand näher interessiert. Und bis dahin weiss ich meist auch schon, ob der Mensch verheiratet, liiert oder was auch immer ist.Interessante Frage wäre dann, woran man verheiratete und unverheiratete erkennt bzw. unterscheidet. Riechen die verschieden? Ein Ring am Finger bedeutet noch lange nicht "verheiratet" und kein Ring noch lange nicht "Single und verfügbar". Fragt man vorher im Bekanntenkreis oder gleich das potentielle Baggeropfer?
@jo:
Warum sollte sie (oder er) überhaupt ein schlechtes Gewissen haben? Dem wie auch immer liierten steht ja frei, eine deutliche Ansage zu machen.Ich bleibe dabei, wenn jemand sich selbst froh macht, "ach, er hat ja nur eine feste Freundin, keine Frau", dann ist das eine Ausrede, diejenige beruhigt damit nur ihr eigenes Gewissen.
Ich selbst bin von meinem Freund "angebaggert" worden, während ich noch in einer anderen Beziehung war und froh darum. Er ist eigentlich überhaupt nicht der Typ dafür, aber er sagt, er hätte gespürt, dass das mit uns etwas sein könnte und dass andersrum meine Beziehung sowieso gewackelt habe. Was stimmt, sie hätte so oder so nicht mehr lange überblebt. Ich bin mir aber auch sicher, dass er anders gehandelt hätte, wenn ich verheiratet gewesen wäre, und ich auch. Ich gehe diesen Schritt nicht leichtfertig und umso höher wäre hoffentlich die Hürde für eine Trennung, da würde ich schon meine Aufgabe darin sehen, sich *in* der Beziehung wieder zusammenzuraufen, sofern es noch irgendwie geht.
Grüße,
Edelherb
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21.02.2006, 15:27Inaktiver User
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
Bei mir wäre das genau so und so beurteile ich das auch bei anderen. Abhängig davon, was unter "feste Beziehung" verstanden wird.Für mich klang es im Ausgangsposting halt so, dass sie das bei einem verheirateten Mann hätte, bei einem in einer festen Beziehung aber nicht
Es spricht Euch doch keiner die Zusammengehörigkeit ab, wenn Ihr das so seht... finde es etwas unverschämt, dass uns die Zusammengehörigkeit abgesprochen wird, nur weil andere Leute für ihre Beziehung andere Entscheidungen (sprich Heirat) getroffen haben.
Aber wenn eine Paar sich nicht öffentlich zur Lebenspartnerschaft bekennt, obwohl es das Institut der Ehe bei uns gibt, dann muss ich mich doch nicht so tun, als hätten sie das getan.
Gruß, Leonie
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21.02.2006, 15:30Inaktiver User
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
Edelherb,Ich selbst bin von meinem Freund "angebaggert" worden, während ich noch in einer anderen Beziehung war und froh darum. Er ist eigentlich überhaupt nicht der Typ dafür, aber er sagt, er hätte gespürt, dass das mit uns etwas sein könnte und dass andersrum meine Beziehung sowieso gewackelt habe. Was stimmt, sie hätte so oder so nicht mehr lange überblebt. Ich bin mir aber auch sicher, dass er anders gehandelt hätte, wenn ich verheiratet gewesen wäre, und ich auch. Ich gehe diesen Schritt nicht leichtfertig und umso höher wäre hoffentlich die Hürde für eine Trennung, da würde ich schon meine Aufgabe darin sehen, sich *in* der Beziehung wieder zusammenzuraufen, sofern es noch irgendwie geht.
Du kannst es 'mal wieder viel schöner ausdrücken als ich.
weil ich nur aus der Theorie rede

Gruß, Leonie
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21.02.2006, 15:40
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
"Aber wenn eine Paar sich nicht öffentlich zur Lebenspartnerschaft bekennt, obwohl es das Institut der Ehe bei uns gibt, dann muss ich mich doch nicht so tun, als hätten sie das getan."
Ganz zu Ende gedacht würde das ja bedeuten, ohne Ring am Finger ist mein Partner (meine Partnerin) also Freiwild. Ich müsste also allein aus dem Grund heiraten, um anderen Frauen zu signalisieren "Stop, der gehört mir"? Nee, diesem Gedankengang kann ich nicht folgen. Ich glaube nämlich, dass man sehr wohl erkennen kann, ob es sich um eine unverbindliche Beziehung handelt oder um eine ernstzunehmenden - auch ohne den Ring am Finger zu sehen. Wenn man, wie Ihr, nicht nach der Art der jeweiligen Beziehung geht, sondern nur nach der Äußerlichkeit, dann wäre es also nicht in Ordnung einen kinderlosen, verheirateten Mann anzubaggern, der mit seiner Frau nicht mehr glücklich ist, aber es wäre in Ordnung, einen unverheirateten Mann anzubaggern, der mit seiner Partnerin glücklich ist. Das ist doch völlig unlogisch.
Dabei lasse ich die Frage, ob man überhaupt jemanden in festen Händen anbaggern soll oder nicht, außen vor. Mir geht es nur um diese (in meinen Augen nicht recht nachvollziehbare) Trennlinie zwischen Ehe und bloßer Beziehung. Die kann man meiner Meinung nach nicht allgemeingültig ziehen, es hängt immer vom Einzelfall ab.
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21.02.2006, 15:49
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
@Jo: ich würde diese Trennlinie nicht ganz so radikal an der Ehe entlang ziehen, finde aber wie gesagt den Grundgedanken nicht falsch."Aber wenn eine Paar sich nicht öffentlich zur Lebenspartnerschaft bekennt, obwohl es das Institut der Ehe bei uns gibt, dann muss ich mich doch nicht so tun, als hätten sie das getan."
Ganz zu Ende gedacht würde das ja bedeuten, ohne Ring am Finger ist mein Partner (meine Partnerin) also Freiwild. Ich müsste also allein aus dem Grund heiraten, um anderen Frauen zu signalisieren "Stop, der gehört mir"? Nee, diesem Gedankengang kann ich nicht folgen. Ich glaube nämlich, dass man sehr wohl erkennen kann, ob es sich um eine unverbindliche Beziehung handelt oder um eine ernstzunehmenden - auch ohne den Ring am Finger zu sehen. Wenn man, wie Ihr, nicht nach der Art der jeweiligen Beziehung geht, sondern nur nach der Äußerlichkeit, dann wäre es also nicht in Ordnung einen kinderlosen, verheirateten Mann anzubaggern, der mit seiner Frau nicht mehr glücklich ist, aber es wäre in Ordnung, einen unverheirateten Mann anzubaggern, der mit seiner Partnerin glücklich ist. Das ist doch völlig unlogisch.
Dabei lasse ich die Frage, ob man überhaupt jemanden in festen Händen anbaggern soll oder nicht, außen vor. Mir geht es nur um diese (in meinen Augen nicht recht nachvollziehbare) Trennlinie zwischen Ehe und bloßer Beziehung. Die kann man meiner Meinung nach nicht allgemeingültig ziehen, es hängt immer vom Einzelfall ab.
Zuerst: einen glücklichen Mann anzubaggern finde ich so oder so nicht sonderlich verwerflich, da wird einfach nicht viel passieren.
Leonie hat es schon schön ausgedrückt mit dem kleinen Riss, dem Spalt der vielleicht sichtbar ist, wo ich spüre, ich könnte eine Chance haben und dann überlegen muss, ob ich das mache oder nicht.
Für mich hiesse der Ehering auch nicht "Stop, der gehört mir". Vielmehr signalisiere ich selbst mit einem Ehering: "ich habe mich entschieden und zwar für gute wie für schlechte Zeiten mit meinem Partner. Und selbst wenn gerade nicht die allerbeste ist, so will ich dies trotzdem *mit* meinem Partner durchstehen." Und ich hoffe, dass mein Partner das selbe signalieren wollte.
Wenn es mir Außenstehende dabei nicht noch unnötig schwer machen, wäre ich dankbar, aber natürlich kann ich nicht darauf bestehen.
Die Metapher mit dem Freiwild finde ich unglücklich. Wild wird geschossen, ohne danach gefragt zu werden (sonst hätte ich heute sicherlich kein Hirschgulasch bekommen
). Hier geht es aber um ein Spiel, zu dem immer zwei gehören.
Grüße,
Edelherb
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21.02.2006, 16:03
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
"ich würde diese Trennlinie nicht ganz so radikal an der Ehe entlang ziehen, finde aber wie gesagt den Grundgedanken nicht falsch."
Okay, das kann ich verstehen, ich habe mich halt hauptsächlich an dieser krassen Trennlinie gestört.
Naja, Freiwild habe ich deswegen geschrieben, weil es im Eingangsposting so ein bisschen danach klang "Mädels, heute geht's auf die Jagd"
Sollte aus dem Anbaggern dann tatsächlich mehr werden, hast Du natürlich Recht, dann ist das nicht der arme verwundete Hirsch und die böse Jägerin, sondern zwei Erwachsene, die sich für etwas entschieden haben. Ich dachte nur, dass das wieder eine andere Diskussion ist.
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21.02.2006, 16:08
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
Für mich wäre ein liierter Mann ein Tabu, weil ich keine Problembeziehung haben wollte. Und sowas ist vorprogrammiert, sobald einer der beiden in einer Beziehung steckt.
Wenn man allerdings von vorherein klar weiß, dass das ganze nur eine Affäre wird, sieht das ganze ein bisschen anders aus.
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21.02.2006, 16:11Inaktiver User
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder?? *DELETED* *DELETED*
Nachricht gelöscht durch Marsi
Grund:
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21.02.2006, 16:14Inaktiver User
Re: Liierte Männer lässt man doch in Ruhe, oder??
wäre ich single und würde mir ein mann gefallen würde ich flirten und baggern egal ob verheiratet oder nur liiert.
DENN in eine intakte, gute Beziehung einzubrechen habe ich keine Chance, darum würde ich ein NO erhalten bei einem Mann der in einer guten Beziehung lebt und ein JA wenn er die Beziehung sowieso verlassen möchte.
grüsse
lara


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