Vorweihnachtszeit, Stresszeit klar.
Ich brauche für die folgende Situation Eure Sichtweisen und Ratschläge.
Morgen soll es in den geplanten Weihnachtsurlaub gehen und es ist noch nichts vorbereitet. Meine bessere Hälfte befindet sich seit langer Zeit im Arbeitsstress.
Sein Count down sieht so aus:
Donnerstag Weihnachtsgeschenk zum Patenkind bringen, Abend bis spät dort verbringen (aber seiner Aussage nach eben mal rüberrutschen)
Ab Freitag am WoEn die Eltern besuchen und sich kurzfristig entscheiden noch einen Abend dran zu hängen um dann gleich von dort zu einem Geschäftstermin zu fahren.
Montag Abend sehr spät wieder zurück kommen
Dienstag eben mal schnell packen.
Mittwoch noch einen weiteren kurzfristigen geschäftlichen Termin wahrnehmen um dann zu erwarten dass hier alles erledigt ist und wir pünktlich mittags abfahren können.
Diese Planung funktioniert nur wenn ich mich um all die Haushaltsdinge kümmere die so anfallen wenn man drei Wochen verreist. Darüber hinaus möglichst noch Marathonrunden mit dem Hund drehe, damit der die lange Autofahrt besser wegsteckt, mal schnell die Palette Hundefutter durch die Gegend wuchte und die Nachbarin zum Tee einlade die unseren Briefkasten leeren soll. Ach ja, einen anderen Nachbarn finde der ggf. unsere Schneeräumpflichten erledigt.
Ehrlich gesagt bin ich sauer dass ich dies alles alleine bewältigen muss. Ich finde das weder partnerschaftlich noch fair.
Zu meinem Geburtstag vor einigen Wochen hatte er sich auch "frei" genommen um dann mittags in die Firma zu müssen. Für zwei Stunden. Aus denen wurden acht und ich sass abends an meinem Geburtstag allein zu Hause.
Dafür sollte es dann einen "schönen" Tag als Ersatz geben. Nun der war alles andere als schön. Den Kuchen kurz vor Ladenschluss aus den Resten gekauft, die Blumen müde und ein Mann der immer nur fragt "lohnt es sich wirklich jetzt noch X zu machen? Wie lange muss der Hund raus? Wann muss er denn raus, geht das auch kürzer bei dem Regen?".
Natürlich kann ich auch nachvollziehen dass geschäftliche Termine nicht immer planbar oder steuerbar sind. Aber so....muss ich das alles so mitmachen?
Ich habe nicht übel Lust den Weihnachtsurlaub sausen zu lassen. Soll er doch allein fahren. Im dreckigen Auto ohne nette Schnittchen.
Antworten
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20.12.2011, 14:43
Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
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20.12.2011, 14:46
AW: Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
Dann sag ihm das doch so, wie du das hier aufgeschrieben hast.
Mir würde der Kragen platzen, erst Recht, wenn so Schoten kommen am Geburtstag.
es scheint, der Herr flüchtet regelrecht in seine Arbeitswelt, damit er dir nicht zur Hand gehen muss.
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20.12.2011, 14:48
AW: Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
Das habe ich ihm auch per email mitgeteilt.
Die Antwort (kam gerade): es geht nunmal nicht anders.
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20.12.2011, 14:55
AW: Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
Bei uns ist es meistens umgekehrt, da mein Mann den Urlaub meistens
so plant, dass wir an meinem ersten Urlaubstag losfahren. Er übernimmt
dann viel von den Vorbereitungen, da er da flexibler ist (weil selbständig,
aber trotzdem viel Arbeit).
Wir sprechen uns vorher ab, wann ich was noch mache, also z.B. mein
Gepäck vorbereite (meist am Vorabend), und die letzten Sachen werden
dann meist kurz vor Abmarsch eingepackt. Ich kümmere mich darum,
dass ich mein Zeug zusammenhabe, den Rest macht mein Mann in Absprache.
Wenn Dein Mann viel arbeiten muss, hängt er doch in einem Korsett drin.
Was machst Du? Arbeitest Du auch Vollzeit bis auf die letzte Minute?
Was genau stört Dich?
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20.12.2011, 14:55
AW: Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
Dann würd ich an deiner Stelle mal an mich denken und egoistisch sein (so wie dein Partner auch)
Mach du dein Ding und wenn du keine Lust auf Urlaub hast, dann lass es. Soll er doch alleine fahren.
Das artet wahrscheinlich in Stress und Streit aus, wenn man eh schon innerlich gereizt ist und dann noch zusammen wegfährt.
Wenn er dich fragen sollte, dann antworte ihm mit seinen Worten: Es geht nunmal nicht anders.
Es gibt eben immer zwei Parteien bei dem "Spiel": Einer der macht und einer der mitsichmachen lässt.
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20.12.2011, 15:03
AW: Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
Es ist so: er ist fest angestellt, ich bin Freiberuflerin.
Aber ich bekomme immer schön aufs Brot geschmiert warum ich denn nicht mehr in meine Arbeit investiere, ich hätte doch alle Zeit der Welt.
Ich habe viel Verständnis. Er ist jedes zweite Wochenende weg, Hobby oder Eltern besuchen. Er reist beruflich sehr viel und ist so 40% seiner gesamten Arbeitszeit auf längeren Geschäftsreisen. Er ist ein Chaot und behandelt diesen Haushalt eigentlich wie ein 5-Sterne Hotel.
Nicht selten dass ich die leere Milchtüte aus dem Kühlschrank in der Hand halte weil es ihm einfach zu lästig ist die in den Müll zu schmeißen oder wie heute morgen, zur elektrischen Zahnbürste greife die noch voll mit Zahnpasta verschmiert ist.
Für mich wäre es auch ok wenn wir das mal besprechen würden oder ich Anerkennung dafür bekomme dass ich all das übernehme. Aber das ist nicht der Fall, es heißt nur "hat dich ja keiner drum gebeten".
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20.12.2011, 15:09
AW: Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
Also liegt es jetzt nicht unmittelbar an der akuten
sondern an der chronischen Situation.
Da hilft jetzt nicht wirklich der berühmte Sturm im
Wasserglas, sondern das grundlegende Problem
anzugehen.
Klassischer Universal-Ratschlag: Reden. Reden. Reden.
Aufgabenverteilung klären. Und das immer wieder an
die jeweiligen Umstände angepasst.
Oder Ihr leistet Euch eine Haushaltshilfe. Das hilft oft,
die Spannung aus der Beziehung rauszunehmen.
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20.12.2011, 15:12Inaktiver User
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20.12.2011, 15:13
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20.12.2011, 15:19Inaktiver User
AW: Wann darf meine Geduld dem Ende zugehen
das ganze system funktioniert nur weil du es am leben hälst.
schreibst du ja selbst.
dann lasse es welken! kümmere dich um dich und deine sachen. du bist nicht seine amme.


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Vorschlag der Haushaltshilfe kam ja bereits.
