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    Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Es war noch nie perfekt - aber was heißt das schon? In unserer Beziehung war es schon
    immer turbulent. Hitzige Diskussionen ob Ehe ja oder nein und nach dem ich klar gemacht hatte, dass ich nicht ledig schwanger werden möchte kam er - der Heiratsantrag. Und trara:
    zwei Tage vor unserer Hochzeit erfuhren wir, dass ich schwanger bin!
    Aber anders als man sich das so vorstellt, keine Begeisterung bei der Nachricht. Keine
    Umarmung, kein freudiges Lächeln, kein Kuss.
    Trotzdem entwickelte mein Mann in den ersten Wochen Vorfreude auf unser Kind. Er ist Handwerker und hat sich mit Begeisterung in die Anfertigung von Kinderbett, Hochstuhl, etc
    gestürzt. Er war auch bei den Arztterminen dabei. Also, was ist eigentlich mein Problem?
    Immer mehr bekomme ich das Gefühl, dass er nur noch unser Kind sieht wenn er mich
    anschaut. Ich bin jetzt in der 15. ssw und ich habe das Gefühl gar nicht mehr zu existieren.

    Ich weiß, dass es ihm psychisch nicht gut geht und habe auch versucht mit ihm darüber zu
    sprechen. Ich habe ein Paar-Coaching vorgeschlagen und angedeutet, dass ihm vielleicht eine
    Therapie helfen könnte. Warum? Mein Mann hat in regelmäßigen Abständen "Anfälle". Er
    beginnt dann sich so in Wut zu bringen, dass er sich direkt körperlich verändert. Seine Körperhaltung verändert sich, die Adern an seinem Hals wirken als würden sie jeden Moment platzen und sein Blick hat nichts mehr mit dem zu tun der er sonst ist.
    Er verliert dann die Kontrolle über sich und schlägt irgend etwas in der Wohnung zusammen
    während er mir schlimme Dinge entgegen brüllt. Bis jetzt hat er mir noch nie etwas angetan. Diese "Anfälle" sind schon vor unserer Hochzeit gelegentlich aufgetreten, doch jetzt werden
    sie schlimmer. Da ich in solchen Momenten große Angst vor ihm habe, mache ich mich ganz
    "klein". Ich verschwinde unauffällig in ein anderes Zimmer und schließe mich ein.
    Diese Situation hat mich verändert. Ich habe begonnen mich immer mehr in mich zurück zu
    ziehen, es fällt mir schwer mich ihm zu öffnen, und ich kämpfe gegen eine unglaublich große Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit an.

    Da ich in meiner ssw immer wieder Probleme hatte darf ich nicht mehr arbeiten gehen - mein Mann arbeitet zuhause. Wir haben keine Möglichkeit und aus dem Weg zu gehen und er sagt
    immer häufiger wie sehr ihn meine Anwesenheit belastet. Er könne nicht arbeiten wenn ich im Haus sei und ich würde seine Tagesstrukturen durcheinander bringen.
    Inzwischen bin ich so kraftlos, dass es mir schwerfällt meine tägliche Körperhygiene
    durchzuführen. Die meiste Zeit des Tages liege ich im Bett oder auf dem Sofa und schlafe.
    Wenn mein Mann ausser Haus ist kann ich wieder aktiv sein. Bei seiner Rückkehr meint er
    dann meist ich solle doch nicht so viel tun (kochen, backen, putzen etc) und mich lieber
    ausruhen da ich ja auf unser Kind achten müsse.

    Bei unserem gestrigen FA-Besuch sprach mich meine FA auf meinen psychischen Zustand an - ich sähe nicht so gut aus. Mein Mann meinte dann ich hätte Schwierigkeiten damit mich mit meiner frühzeitigen Freistellung abzufinden. Er sage mir auch immer ich müsse mich schonen.Ich konnte gar nichts sagen. Ich habe nur angefangen zu weinen.
    Ich kann nicht begreifen, dass er nicht versteht! Nicht meine ssw macht mich traurig sondern unsere Beziehung. Oft weiß ich nicht ob ich mir unsere Probleme nur einbilde. Er kommt mit
    zum Arzt, kümmert sich um die Einkäufe, macht einen Großteil der Hausarbeiten und unser
    weibliches Umfeld beneidet mich um meinen wunderbaren Mann.
    Was soll ich tun? Bin ich wirklich so krank, dass ich die Realität nicht sehen kann? Seit ca 8
    Jahren bin ich in Therapie. Anfangs hatte ich jede Woche einen Termin, jetzt ca einmal im
    Monat. Diese Therapie mache ich um an mir zu arbeiten. Um zu lernen, dass ich nicht (wie in meiner Kindheit vermittelt) nur liebenswert bin wenn ich funktioniere.
    Was soll ich tun? Wie kann ich es schaffen wieder mit Freude an unser Kind zu denken?

  2. Inaktiver User

    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    puh, zimtfrau.....
    glaubst du wirklich, dass es eine gute idee ist hier zu posten?

    du machst seit 8 jahren eine therapie? was hat sich in den 8 jahren gebessert?

    vielleicht kommt ja jetzt durch die hormonumstellung noch psychische probleme dazu.
    und wenn dein mann "auch" solche probleme hat (anfälle), dann seid ihr irgendwie ein hochexplosives paar mit ner menge konfliktpotenzial.

    raten kann ich nichts.
    wollte dein mann denn ein kind? ihr konntet euch erst nicht in bezug auf eine ehe einigen, aber ein kind war kein thema? war das kind geplant?

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    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Hallo Zimtfrau,

    kann Loop erstmal nur zustimmen, leider.

    Deine Therapeutin sollte Deine Ansprechpartnerin sein und wenn Dein Partner beim Arzt einen anderen Grund nennt, als Du es empfindest, solltest Du den Mut aufbringen die Wahrheit zu sagen.

    Es ist mir ein Rätsel, welche Zukunft Du für das gemeinsame Kind siehst? Gehst Du gleich wieder arbeiten, oder bleibst Du zu Hause, d.h. die Probleme werden nicht weniger?

    Es gibt immer eine Lösung

    jackpot

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    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Zitat Zitat von zimtfrau Beitrag anzeigen
    mein Mann arbeitet zuhause. Wir haben keine Möglichkeit und aus dem Weg zu gehen und er sagt
    immer häufiger wie sehr ihn meine Anwesenheit belastet. Er könne nicht arbeiten wenn ich im Haus sei und ich würde seine Tagesstrukturen durcheinander bringen.
    Inzwischen bin ich so kraftlos, dass es mir schwerfällt meine tägliche Körperhygiene
    durchzuführen. Die meiste Zeit des Tages liege ich im Bett oder auf dem Sofa und schlafe.
    Wenn mein Mann ausser Haus ist kann ich wieder aktiv sein.
    liebe zimtfrau

    beim lesen deines post habe ich ganz klar das gefühl, dass dein mann das problem ist und nicht du. therapie hin oder her - so wie dein mann sich verhält ist absolut nicht ok und nicht die umgebung, in der du dich gerade befinden solltest und in der man auch kein kind großziehen sollte. das lernt das nämlich dann gleich von geburt an, dass das verhalten des vaters unberechenbar ist und es am besten "still hält".

    du blühst auf, wenn es nicht da ist und bist unglücklich und kraftlos, wenn er es ist? dieser mann ist nicht gut für dich. denke an dich und wie du leben willst.

    ich wünsche dir alles, alles gute

    indianerin

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    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Liebe Zimtfrau,

    dass Du zeitweise Angst vor Deinem Mann haben musst, das ist schlimm.


    Hast Du das gegenüber Deiner Therapeutin schon erwähnt?
    Fühlst Du Dich gut bei ihr aufgehoben?
    8 Jahre ist eine sehr lange Zeit für ein einziges Thema.
    Hat sich bei Dir etwas zum Besseren gewendet?


    Warum glaubst Du, dass Du krank bist - so krank, dass Dir die Realität verborgen bleibt?

    Darf ich fragen, wie alt Ihr seid?

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    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Hallo Schafwolle,

    ich denke, dass sich durch meine Therapie einiges in meinem Leben geändert hat. Ich haben es geschafft mich von meiner dominanten Mutter zu lösen und Distanz zu meiner Familie zu leben. Und ich war auch der Meinung gelernt zu haben meine Bedürfnisse zu definieren. Warum ich mich frage ob ich zu krank bin die Realität zu sehen? Weil mein Mann von allen so bewundert wird und weil er ja auch so viel für mich tut. Zu unserem Alter, ich bin 34 und mein Mann 41 Jahre alt.

  7. User Info Menu

    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Zitat Zitat von zimtfrau Beitrag anzeigen
    Weil mein Mann von allen so bewundert wird und weil er ja auch so viel für mich tut.
    Die Bewunderung anderer für ihn erwächst daraus, dass sie ihn ja nur in den guten Phasen erleben. Das ist typisch - nach außen hin bzw. von außen betrachtet sieht vieles "perfekt" und "wunderbar" aus. Ich glaube nicht, dass Du zu krank bist, die Realität zu sehen. Klar, Du bist jetzt auch noch schwanger, was sicherlich schon unter einfacheren Umständen (und einfach klingt das nicht, wie Du Deinen Mann und Eure derzeitige Situation beschreibst) eine emotionale und körperliche Belastung ist.

    Aber nur weil Du schwanger bist, bist Du weder doof noch krank - und das Verhalten Deines Mannes macht Dir manchmal Angst. Das kann dem gesunden Verlauf der Schwangerschaft nicht zuträglich sein - insofern solltest Du versuchen, mit ihm das zu thematisieren. Dass er Sachen kaputtschlägt, ist nicht gut und es macht eine Höllenangst, solche Aggression zu erleben (auch wenn sie nicht gegen Dich sondern gegen Sachen gerichtet ist). Nun überleg Dir mal, was für Angst das dann erst einem Kind machen wird... er MUSS daran arbeiten.
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  8. User Info Menu

    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Mir ist schrecklich bewusst, dass unser Kind seine "Anfälle" nicht erleben soll und darf.
    Wir haben schon darüber gesprochen und ich habe meinem Mann auch erklärt, dass ich ,wenn unser Kind da ist und er bis dahin nicht gelernt hat mit seinen Aggressionen umzugehen, gehen werde.
    Wie könnte ich mir sicher sein, dass in seinen Ausbrüchen nicht einmal die Babywiege etwas abkriegt?
    Ich muss aber auch sagen, dass ich mir absolut sicher bin, dass er mir und unserem Kind niemals bewusst etwas antun würde.

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    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Zitat Zitat von zimtfrau Beitrag anzeigen
    Ich muss aber auch sagen, dass ich mir absolut sicher bin, dass er mir und unserem Kind niemals [b]bewusst[b] etwas antun würde.
    liebe zimtfrau,

    das kann doch keine entschuldigung sein im sinne von "er hat's ja nicht mit absicht getan".

    Ich hab' das einmal erlebt, glücklicherweise als unbeteiligte, war aber dennoch schlimm genug, als der mann meiner freundin total ausgerastet ist und eine volle bierflasche nach ihr geworfen hat und den anderthalbjährigen auf ihrem arm getroffen hat.

    das kann und darf nicht sein, dass es auch nur einen moment gibt, wo du dich vor deinem mann ängstigen mußt. Kein wunder, dass du völlig kraftlos bist neben so einem wüterich. Hol' dir hilfe, gerade jetzt brauchst du sie am allermeisten
    alles liebe
    wenn man's kann, ist's keine kunst - und wenn nicht erst recht nicht.
    Karl Valentin

  10. User Info Menu

    AW: Endlich schwanger - und jetzt alles aus?

    Zitat Zitat von zimtfrau Beitrag anzeigen
    Ich muss aber auch sagen, dass ich mir absolut sicher bin, dass er mir und unserem Kind niemals bewusst etwas antun würde.
    Ich stelle nach diesem Satz fest, dass du ein sehr minimalistisches Bild von einer Beziehung hast. Vor allem, wenn ich Sätze wie diese lese:
    Zitat Zitat von zimtfrau Beitrag anzeigen
    Seine Körperhaltung verändert sich, die Adern an seinem Hals wirken als würden sie jeden Moment platzen und sein Blick hat nichts mehr mit dem zu tun der er sonst ist.
    Er verliert dann die Kontrolle über sich und schlägt irgend etwas in der Wohnung zusammen
    während er mir schlimme Dinge entgegen brüllt. Bis jetzt hat er mir noch nie etwas angetan. Diese "Anfälle" sind schon vor unserer Hochzeit gelegentlich aufgetreten, doch jetzt werden
    sie schlimmer. Da ich in solchen Momenten große Angst vor ihm habe, mache ich mich ganz
    "klein". Ich verschwinde unauffällig in ein anderes Zimmer und schließe mich ein.
    In welcher Umgebung bist du aufgewachsen, dass du so ein Verhalten tolerierst?
    Mir schlimme Dinge entgegenbrüllen ist jenseits meiner Toleranzgrenze und dass ich vor (m)einem Mann Angst habe, kommt schon überhaupt nicht infrage. Mein Mann und ich stehen auf Augenhöhe, gegenseitiger Respekt ist das A und O einer Beziehung. Ich bin auch kein Fan von Tassen werfen oder Geschirr zertrümmern und finde solche Ausbrüche inakzeptabel, zumal ich an unseren Gegenstände hänge.

    Dein Mann bestimmt dein Leben, du sollst dich in der Wohnung kleinmachen, er übernimmt das Handeln und nimmt dir deine Aufgaben weg und es wird nicht lange dauern, dann übernimmt er auch noch das Denken für dich. Ich kann dir nur raten, aus dieser Situation auszusteigen und das Weite zu suchen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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