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    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Anderes Beispiel. Ich kenne seine Abneigung gegenüber Einkaufsmärkten jeglicher Art. Für meinen Balkon wollte ich gern einen Sonnenschirm und einen Schirmständer. Meine Gedankengänge: Bau- und Gartenfachmarkt ist nix für ihn. 25kg Schirmständer kann ich nicht so einfach wegtragen, muss ich organisieren. Gut, stand dann also irgendwann der Schirmständer auf meinem Balkon und als mein Freund versuchte, den ein Stück zur Seite zu rücken, fragte er auf einmal, wie ich dieses Ding eigentlich meine Treppen hochbekommen hätte. Und ich fragte mich, vielleicht hätte ich ihn um Hilfe bitten sollen. Ich hätte mich über seine Unterstützung gefreut und er hätte das ja vielleicht sogar gern für mich gemacht.
    Ich kann verstehen, dass sich das für ihn nicht gut anfühlt. Beziehung bedeutet auch, dass man den Alltag und Unbequemes teilt.

    Und nur weil er EINMAL bei den Karten abgelehnt hat, heißt es ja nicht, dass er zumindest gerne gefragt würde.

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    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Ich finde es aber auch schön, die Freude beim anderen zu sehen, wenn man ihm eben eine dieser Vorlieben erfüllt (das klingt jetzt so sexuell ).
    Mein Freund sieht z.b. gern Fußball, ich nicht so gern, aber ich schlag es ihm trotzdem manchmal vor, und wenn ich dann sogar noch irgendwelche Trainer oder Spieler kenne, ist er total glücklich und stolz, das ist so süß
    Gestern z.b. hat er den ganzen Tag für mich in meiner neuen Wohnung geackert (Schränke montiert, gebohrt, gemacht...), was er bestimmt auch nicht so gern macht. Und abends hab ich was leckeres gekocht, Bier kalt gestellt, und dann kam auch noch Champions League mit einer entspannten Freundin daneben... manchmal kanns echt einfach sein

  3. Inaktiver User

    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit einer Frage zwingst du ihn ja nicht mitzukommen, er kann ja immer auch ablehen.
    Ihn über deine Pläne zu informieren ist doch keine Abhängigkeit, oder Zwang.
    Das kommt vielleicht auf den Typ an. Es gibt, glaube ich, schon welche, die sich schon durch so eine Frage unter Druck gesetzt fuehlen und dann gereizt reagieren.

    Interessant finde ich die Frage auch in Bezug auf Dinge, die fuer's gemeinsame Haus gemacht werden muessen, oder eben gemeinsame Einkaeufe etc. Wurde hier ja auch teilweise schon erwaehnt.
    Da finde ich schon, dass man manchmal seine persoenlichen Beduerfnisse (ich will kein Sofa kaufen, weil ich nicht gerne einkaufe) zugunsten der Partnerbeduerfnisse zurueckstellen (wir brauchen ein Sofa) muss. Aber ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dem Partner dazu seinen eigenen Zeitrahmen zu lassen (innerhalb bestimmter Grenzen natuerlich). D.h. er sucht aus, wann und wo wir einkaufen gehen, ich mache dazu schon Mal Vorarbeit (Recherche im I-Net etc.). Klappt nicht immer, nimmt aber dieses schlechte Grundefuehl *ich zwinge ihn dazu, ein Sofa zu kaufen* weg.

  4. Inaktiver User

    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Wir kennen uns nun vier Jahre, sind seit ein und einem halbem Jahr ein Paar, aber die Beziehung fühlt sich immer noch als im Aufbau befindlich an. Und ist dadurch teilweise auch anstengend.
    Hallo Lea,

    Eure Beziehung befindet sich ja auch noch im Aufbau nach anderthalb Jahren! Mein Mann und ich bauen selbst im siebten Jahr noch auf (und teilweise auch ab )

    Die Anstrengung kommt, nachdem, was ich von Dir gelesen habe, wohl dadurch zustande, dass Du Schlussfolgerungen ziehst, die sehr "radikal" in ihrer Konsequenz sind... Stichwort Konzertkarten.

    Immer wieder mal nachfragen, Vorschläge machen - auch bei eigentlich ungeliebten Aktivitäten, Menschen ändern sich ja auch, entwickeln andere Sichtweisen und Vorlieben...

    Und ruhig auch einmal etwas wünschen, das der Andere für einen tut, einfach aus Gefälligkeit heraus, ohne selbst Gefallen daran finden zu müssen.

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    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Lea,

    ihr wohnt nicht zusammen, oder?

    Was mir bei deiner Beschreibung ins Auge gestochen ist, dass ihr - scheinbar - euch gar nichts von euren Plänen und Vorhaben VORHER erzählt.

    Ganz einfaches Beispiel: Man liest sich aus der Zeitung vor, oder sitzt abends beim Essen, und einer sagt: Ach, nächste Woche ist das XY-Konzert, da würde ich gerne hingehen - ich finde die Band toll. Oder: Im Oktober spielt Bayern gegen Dortmund - das Spiel muss ich sehen.

    Daran knüpft sich doch dann eine Erörterung an, ob der andere mitwill, oder ob man mit Freunden geht, oder oder oder. Ich würde das ganz seltsam finden, wenn mein Mann sagt: "Morgen bin ich nicht da - ich bin beim Fußball".

    Und zwar NICHT, weil er nicht dürfte, sondern weil man ja ganz nebenbei über sowas redet - man schweigt dass doch nicht wochenlang tot und gibt dem Partner dann die Abwesenheit bekannt - alleine deshalb, weil man für die meisten Events ja die Karten schon lange im Voraus kauft.....

    Mein Mann und ich haben - neben vielen Gemeinsamkeiten - natürlich auch unterschiedliche Vorlieben. Allerdings sind die Abneigungen nicht so krass ausgeprägt, dass der Eine nicht die Unternehmung des Anderen begleiten kann oder will.

    Er mag z.B. Kulturausstellungen nicht sooooo - ich finde die Eintrittskarten für Fußball zu hoch - trotzdem begleiten wir den jeweils anderen ohne Schmerzen. Er darf aber auch gerne mit Kumpels zum Fußball...

    Er geht in "meine" Kinofilme, ich gehe in "seine" Kinofilme.

    Chennai

  6. gesperrt

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    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klappt nicht immer, nimmt aber dieses schlechte Grundefuehl *ich zwinge ihn dazu, ein Sofa zu kaufen* weg.
    Ich finde diese Einstellung ja irgendwie kindisch, dass man sich von sowas unter Druck gesetzt fühlt.

  7. Inaktiver User

    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Zitat Zitat von Junimond.HB Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Einstellung ja irgendwie kindisch, dass man sich von sowas unter Druck gesetzt fühlt.
    Welche? Die des "draengelnden" Teils, der keine Draengler sein moechte? Oder die des "gedraengelten" Teils, der sich durch die Aufforderung zum Sofakauf "unter Druck gesetzt" fuehlt?

    Kindisch oder nicht - naja, ich finde diesen Begriff nicht so wahnsinnig zielfuehrend in einer Beziehung. Wenn ich oder mein Partner halt so fuehlen, dann ist das eben so und wir sollten uns damit auseinandersetzen. Egal, ob das Grundgefuehl objektiv berechtigt oder erwachsen ist.

  8. Inaktiver User

    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Zitat Zitat von Junimond.HB Beitrag anzeigen
    Ich kann verstehen, dass sich das für ihn nicht gut anfühlt. Beziehung bedeutet auch, dass man den Alltag und Unbequemes teilt.
    Bei wichtigen Dingen ist das eine Grundvoraussetzung. Für Details der Freizeitgestaltung gilt das mE. nicht, da kann man doch auch mit einer Freundin ins Kino oder auf eine Vernissage gehen.

    Zitat Zitat von Chennai Beitrag anzeigen
    Mein Mann und ich haben - neben vielen Gemeinsamkeiten - natürlich auch unterschiedliche Vorlieben. Allerdings sind die Abneigungen nicht so krass ausgeprägt, dass der Eine nicht die Unternehmung des Anderen begleiten kann oder will.
    Ich finde es gar nicht wünschenswert, dass ein Paar alles zusammen macht und immer aufeinander klebt.

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    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kurz nach unserem Kennenlernen hatte ich mal Konzertkarten besorgt, er mag Überraschungsunternehmungen eigentlich sehr gern, aber da hat er abgelehnt und gesagt, das ist nichts für ihn. Ok, seitdem habe ich ihn, falls überhaupt erforderlich, nur noch darüber informiert, dass ich dann und dann zu einer Veranstaltung dieser Art gehe. Habe ihn aber nie wieder gefragt, ob er mitkommen würde, obwohl ich das durchaus schön gefunden hätte. Bei mir hatte sich festgesetzt, interessiert ihn nicht, also behellige ich ihn nicht weiter damit.
    Anderes Beispiel. Ich kenne seine Abneigung gegenüber Einkaufsmärkten jeglicher Art. Für meinen Balkon wollte ich gern einen Sonnenschirm und einen Schirmständer. Meine Gedankengänge: Bau- und Gartenfachmarkt ist nix für ihn. 25kg Schirmständer kann ich nicht so einfach wegtragen, muss ich organisieren. Gut, stand dann also irgendwann der Schirmständer auf meinem Balkon und als mein Freund versuchte, den ein Stück zur Seite zu rücken, fragte er auf einmal, wie ich dieses Ding eigentlich meine Treppen hochbekommen hätte. Und ich fragte mich, vielleicht hätte ich ihn um Hilfe bitten sollen. Ich hätte mich über seine Unterstützung gefreut und er hätte das ja vielleicht sogar gern für mich gemacht.
    Also von einem einzigen "Nein" auf alle Lebenssituationen zu schließen, finde ich etwas übertrieben. Mein Mann ist auch kein großer Shoppingfreund, er hat aber manchmal Tage, da hat er Lust drauf. Und somit wird immer gemeinsam überlegt: Was wollen wir heute machen, was nicht? Und wenn ich und er Lust auf Shopping haben, dann wird das halt gemacht, wenn wir Lust auf Natur haben, eben etwas anderes.
    Ich würde dir als Tip einfach geben: Redet miteinander!

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    AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei wichtigen Dingen ist das eine Grundvoraussetzung. Für Details der Freizeitgestaltung gilt das mE. nicht, da kann man doch auch mit einer Freundin ins Kino oder auf eine Vernissage gehen.

    Ich finde es gar nicht wünschenswert, dass ein Paar alles zusammen macht und immer aufeinander klebt.
    Das findet bei uns nicht statt - allerdings halte ich es für wenig zweckdienlich, wenn jeder nur das mitmacht, was er absolut super findet. Dann würden wir selten einen gemeinsamen Film finden....

    Ist ja im Freundeskreis genauso - man einigt sich halt auf einen Film / Unternehmung, mit der alle leben können. Und darum geht es ja meistens. Der eine findet etwas toll, der andere lediglich o.k.; es gibt aber für den anderen, trotzdem noch keinen Grund deswegen nicht mitzugehen. Eine wirkliche, krasse Ablehnung gegenüber Unternehmungen & Co gibt es bei uns kaum....

    Chennai

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