Lea, es hoert sich fuer mich so an als haettet Ihr da eine Starre aufgedeckt, eben dass Ihr starr und streng getrennt habt, was vielleicht meistens getrennt laufen kann/soll, aber eben nicht immer. Wie gesagt, ich kann Dein Gefuehl, dass es auch schoen ist MAL was zusammen zu machen, was einer nicht soooooo am allerheissesten liebt, sehr gut nachvollziehen.
Ist doch prima, wenn Ihr jetzt darauf gestossen seid und es gemeinsam nochmal ueberdenken koennt. Ich sehe da gar kein Problem. Wie brighid schon sagte: ihr koennt es ja bereden. Ich finde es schoen, dass es Dir so aufgefallen ist, dass die Alleingaenge zwar ihre Berechtigung haben, aber eben kein universales Prinzip darstellen muessen.
Ich kann auch gar nicht verstehen, dass hier sofort wieder Metaphern wie "an der Huefte zusammen gewachsen" kommen und es so weeeeeeeit von sich gewiesen wird, dass man manchmal auch einfach Dinge dem Partner zuliebe tut, die man fuer sich alleine nicht wirklich braeuchte. Es redet hier ja keiner vom Lebendopfer; und auch ein gelegentlicher (von "staendig" war hier nie die Rede!) Gefaelligkeitsbesuch beim Chinesen, so unwesentlich das zugegebenermassen ist, ist jetzt fuer mich kein Zeichen voelliger Selbstaufgabe. Natuerlich muss das auch nicht sein. Aber ich bleibe da lieber flexibel, als das "mein - sein - unser" fuer alle Zeiten fix in Stein zu hauen.
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24.08.2011, 11:01
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
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24.08.2011, 11:03Inaktiver User
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
Reden gehört dazu. Wird bei uns auch über vieles, Politik, Kultur, Witziges, Natur, Reisen und und und, aber eben nicht über - scheinbar - abgehandelte Themen und Alltags-Kleinkleckerkram.
Die Frage ist eben, gehört das dazu, damit eine Beziehung was Ganzes, Rundes wird.Geändert von Inaktiver User (24.08.2011 um 11:37 Uhr)
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24.08.2011, 11:12
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24.08.2011, 11:16
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
Was, reden? Klar!
Oder das auch-mal-was-zusammen-machen-was-sonst-eher-nur-einer-macht? Das kommt ganz auf die an der Beziehung beteiligten Individuen an, wuerde ich sagen. Sieht man ja hier am Strang. Dir ist DAS offenbar gerade ein Beduerfnis. Dann wuerde ich das schon ansprechen. Vielleicht ist es Deinem Freund ja auch ein Beduerfnis, Dir Dein Beduerfnis zu erfuellen. Oder nicht - dann weisst Du immerhin, dass es fuer ihn nicht zwingend zur heilen Beziehung dazu gehoert. Ich wuerde da entspannt bleiben und einfach mal kucken. Das waer jetzt nichts, wo ich mich zu sehr an anderen Beziehungen orientieren wuerde, wie gesagt, das wuerde ich von den eigenen, tatsaechlichen Beduerfnissen abhaengig machen.
Oh man, ich bin schon ganz beduerftig - aeh, verwirrt.
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24.08.2011, 11:36Inaktiver User
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
Ja, das, was da aufgedeckt wurde, bringt uns wieder einen Trippelschritt weiter. Manchmal frage ich mich, ob nun eigentlich nur wir uns in manchen Dingen so schwer tun oder ob es in anderen Beziehungen auch ähnliche Probleme gibt.
Haben wir der Achtsamkeit und dem Respekt vor den individuellen Interessen/Bedürfnissen zu viel Raum eingeräumt und geben damit der Beziehung zu wenig Platz? Wir kennen uns nun vier Jahre, sind seit ein und einem halbem Jahr ein Paar, aber die Beziehung fühlt sich immer noch als im Aufbau befindlich an. Und ist dadurch teilweise auch anstengend.
Aber nehmen wir es positiv, zumindest kann hinterher niemand behaupten, er wurde überrannt.
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24.08.2011, 11:37Inaktiver User
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
Reden gehört in jedem Fall dazu.
Was die Gemeinsamkeiten betrifft, sehe ich es wie du: man muss nicht alles zusammen machen. Wenn die Partnerschaft in den Grundzügen stimmt, ist das nicht nötig.
Dass man etwas dem Partner "zuliebe" macht, was man eigentlich nicht machen möchte, sollte meines Erachtens auf wenige, wirklich wichtige Ereignisse beschränkt bleiben.
Man ist auch selbst entspannter, wenn man nicht jemandem im Schlepptau hat, von dem man weiss, dass es ihm überhaupt nicht gefällt, er nur um des lieben Friedens willen mit dackelt oder weil er diesen Gefallen seinerseits "eintauschen" kann.
Anfangs ist es sicher nicht leicht, ein passendes Gleichgewicht zwischen Gemeinsamkeiten und eigenen Bedürfnissen hin zu bekommen. Das wird einfacher, je länger man sich kennt.
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24.08.2011, 11:39Inaktiver User
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24.08.2011, 11:47
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
Ja genau, sieh das doch positiv, dass Du auch nach mehreren Jahren noch genau hinsehen und hinspueren kannst.
Geändert von Flau (24.08.2011 um 11:58 Uhr)
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24.08.2011, 11:57
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
Finde ich gar nicht. EIN Urlaub mal ganz anders, als ich ihn sonst machen würde, wäre kein Opfer für mich. Ich bin neugierig, und vielleicht entdecke ich zusammen mit meinem Meer-begeisterten Partner in diesem Urlaub das Meer ganz anders. Meiner Meinung nach kann man es wenigstens mal probieren. Wenn es trotzdem ganz schrecklich ist - gut, dann fährt er zukünftig mit einen Freund dorthin.
Das kann ich für mich schlecht nachvollziehen, dass Du Deinen Freund da nicht gefragt hast. Ich finde das zu viel Rücksichtnahme und zu wenig Aufmerksamkeit für Deine Bedürfnisse. Wohlgemerkt, zu wenig Deiner Aufmerksamkeit - Dein Freund hätte Dir ja vermutlich geholfen. Nie im Leben hätte ich in diesem Falle meinen Schirm-Transport anderweitig organisiert, ich hätte vertrauensvoll meinen Freund um Hilfe gebeten - Einkaufsmarkt-Abneigung hin oder her.
So, ich hatte nur bis hier gelesen, werde jetzt weiterlesen.Geändert von Tabea57 (24.08.2011 um 12:04 Uhr)
Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009
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24.08.2011, 12:28Inaktiver User
AW: Meine, deine, unsere Bedürfnisse
Hallo Lea,
was ich an deiner Situation nicht verstehe ist, warum du ihn nicht einfach fragst, ob er mitkommen will.
Gut du weißt es ist nicht unbedingt sein Ding und er möchte vielleicht nicht mit auf ein Konzert, oder einkaufen, aber du kannst ihm doch davon erzählen und ihn fragen, ob er mitkommen mag. Ist die Antwort nein, gut dachtest du dir ja vorher, aber manchmal stimmt er ja vielleicht auch zu.
Mit einer Frage zwingst du ihn ja nicht mitzukommen, er kann ja immer auch ablehen.
Ihn über deine Pläne zu informieren ist doch keine Abhängigkeit, oder Zwang. Vielleicht überrascht er dich ja auch manchmal.
Gruß
Wildkatze


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