Mein Partner ist vor 2 Jahren zu mir und meinen zwei Kindern in das Reihenhäuschen gezogen. Ich bezahle für alles (Miete, Putzfrau, Strom, Telefon etc.) ca. 900 Euro im Monat.
Mein Freund hat ein eigenes Zimmer im Haus (ich nicht) und gibt anteilig 350 Euro dazu.
Da ich fast immer die Einkäufe erledige, bezahle ich diese logischerweise auch. Manchmal kauft mein Freund auch ein, aber dann eher die "groben" Dinge wie Wasser, Kaffee, Butter oder Wein.
Er geht auch gerne zu Aldi - ich lieber in den Markendiscounter
Meistens habe ich das Gefühl, die Sache ist einigermaßen ausgewogen und ganz gut im Fluss. Man will ja auch nicht jeden Cent abrechnen. In letzter Zeit allerdings, geht er fast gar nicht mehr einkaufen. Und seitdem fühle ich mich unwohl.
Vor zwei Wochen waren wir z.B. zusammen einkaufen und ich dachte/hoffte an der Kasse, dass er bezahlt. Aber nichts passierte. Der Wagen war voll, auch mit Dingen die er wollte/brauchte. Als ich ihn dann schweren Herzens ansprach, war er beleidigt und meinte, dass er insgesamt genug zahlt. Er würde mir aber was dazu geben, wenn ich meine, dass es nötig ist. Ich habe das Geld nie gesehen.
Diese Woche zum Beispiel, habe ich für das Essen und den täglichen Bedarf eingekauft. Rouladen, Steaks, Anti-Pasti, frische italienische Nudeln, Bolognese, Salat, Baguette etc. Leckere Sachen.
Wir hatten zwar einen Gastschüler auf Besuch, aber so ähnlich sieht unsere Speisekarte eigentlich immer aus.
Fakt ist, dass ich weniger Geld auf dem Konto habe seit mein Freund bei uns wohnt, obwohl er zur Miete was dazu gibt.
Das liegt sicher auch daran, dass wir jetzt anders Essen/Kochen/Einkaufen. Als ich mit den Kindern alleine war, gab es oft weniger aufwendige Sachen und das Abendessen spielte keine so große Rolle. Mein Freund braucht jeden Abend eine warme Mahlzeit... das ist schön, aber es kostet auch Geld
Natürlich verbraucht mein Mann nur einen Teil von dem großen Ganzen und er ist wirklich ein genügsamer Typ - aber diesen Teil könnte er doch bezahlen?! Oder braucht er kein Klopapier, Zahpasta, Butter, Milch, Duschgel, Kaffee...?
Ich habe keine Ahnung, wie wir das etwas gerechter handhaben können. Bisher haben wir immer aus dem Gefühl heraus gehandelt, obwohl es am Anfang schon die Überlegung gab, dass wir erstmal genau Buch über die Ausgaben führen. Das wollten wir aber dann beide nicht.
Und wie kann ich bei vier Personen mit unterschiedlichen Bedürfnissen seinen Anteil genau herausrechnen? Das geht doch gar nicht.
Ich bin ratlos.
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Ergebnis 1 bis 10 von 94
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01.07.2011, 12:31
3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
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01.07.2011, 12:41
AW: 3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
Schwierig.
Wie alt sind denn die Kinder?? Und wie ist Eure Beziehung angelegt, eher locker, eher langfristig??
Dieses Aufrechnen hat was von WG, das finde ich in einer Beziehung etwas wenig. Und 350.- für ein Zimmer, alle NK und Lebensmittel und Co. halte ich durchaus für ein Schnäppchen, da macht er es sich vielleicht auch gern bequem bei Dir.
Also, wie ernst ist diese Beziehung und was wollt Ihr?? Ich finde, es kann nicht sein, dass Du ihn durchfütterst. Und das tust Du, wenn bei Dir am Ende weniger übrig bleibt als Du vorher hattest. Wie siehts bei ihm aus, hat er mehr zur Verfügung als vorher
Lg, amazone
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01.07.2011, 12:53Inaktiver User
AW: 3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
guck mal im forum faule-sau-rezepte---------- kostengünstig und nahrhaft.
und warum müsst ihr jetzt anders kochen/einkaufen. er ist zu dir gezogen- und nicht ins hotel.
und der puntk: du hast erwartet- nö, deinem freund gehts gut bei dir. warum soll er was ändern? wenn du es anders willst- musst du schon dafür einstehen und es sagen.
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01.07.2011, 13:02Inaktiver User
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01.07.2011, 13:07Inaktiver User
AW: 3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
Nicht denken/hoffen.Vor zwei Wochen waren wir z.B. zusammen einkaufen und ich dachte/hoffte an der Kasse, dass er bezahlt
Sondern klar aussprechen. Hast du zwar gemacht, aber in einem konkreten Fall, der dich genervt hat. Klar aussprechen ist was anderes: ihr setzt euch zusammen - und zwar nicht, wenn das Thema gerade aktuell ist, sondern einem neutralen Moment - und redet Klartext über eure Finanzen. Dabei sagst du ihm all das, was du hier uns geschrieben hast (du verbrauchst deutlich mehr Geld als vorher, ihr esst teurer als vorher, die Rechnung geht für dich nicht auf).
Natürlich wird er auch seine Sicht der Dinge sagen. Vermutlich wird diese divergieren. Ihr müsst deshalb einen Weg finden, wie ihr das Problem konstruktiv angeht.
Und ja - das Führen eines detailierten Haushaltsbuchs mit wer-hat-wieviel-bezahlt, ist nötig. Ihr seid vier Personen. Du und deine Kinder drei Viertel und er ein Viertel der monatlichen Ausgaben. Rechnet durch, ob das, was er bezahlt, wirklich ein Viertel ausmacht. Wenn nein: besteh auf eine angemessene Beteiligung.
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01.07.2011, 13:12Inaktiver User
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01.07.2011, 13:19
AW: 3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
Ich denke, ihr müsst die Fronten in einem Gespräch deutlich klären, denn offensichtlich ist für ihn in 350 Euro die Vollverpflegung enthalten, für dich ist sie das nicht.
Ich denke, ihr müsstet klären, wie hoch seine Mietbeteiligung ohne sonstige Einkäufe ist. Vielleicht läuft es darauf hinaus, dass seine Mietbeteiligung sogar etwas sinkt. Dann könnet ihr vielleicht eine zusätzliche Haushaltskasse anlegen. Im Zweifel müsstet ihr über ein paar Wochen aufschreiben, was eingekauft wird.
Ein Gedankenanstoß noch: Du kochst Pemiumlebensmittel (Steak, Rouladen u.s.w. sind teuer), er kauft bei Aldi ein (was ich auch tue und einer guten Ernährung nicht entgegensteht). Vielleicht versuchst du Ansprüche zu erfüllen, die er gar nicht stellt? Vielleicht habt ihr aber auch Ansprüche, die sich teuer ergänzen: Du kochst Premiumessen, er braucht jeden Abend warmes Essen. VIelleicht könntet ihr gemeinsam mal eure Ansprüche thematisieren.
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01.07.2011, 13:21
AW: 3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
Hallo Angestellte,
die Idee mit dem Konto für "laufende Gemeinschaftsausgaben" halte ich für die beste Idee. Allerdings müsst ihr vorher klar absprechen, wer wieviel einzahlt. Und: Was davon gekauft wird. Denn es ist ein Unterschied, ob man in der Woche Spaghetti mit Tomatensoße macht, oder es auf einmal Jakobsmuscheln an Champagnerjus gibt - du verstehst was ich meine.
In welcher Berufssituation befindet sich denn dein Freund?
Denn 350 € für Kost & Logis ist wirklich nicht viel - zumal er in DEINEM Haus ein EIGENES Zimmer hat. In meiner Stadt kosten WG-Zimmer schon so viel. Darübherhinaus muss der WG-Bewohner aber auch noch Strom, Telefon, Essen & Co finanzieren.
Hat er sich von sich aus denn keine Gedanken dazu gemacht, dass er ja bei dir kräftig spart? Denn eine eigene Wohnung & Nahrungsversorgung zu finanzieren ist erheblich teurer.....
Da ist Tacheles reden überfällig....
Chennai
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01.07.2011, 13:23
AW: 3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
350 € all inclusive ist ein echtes Schnäppchen. So viel habe ich damals alleine für die Lebensmittelkasse gegeben, als ich bei meinem Ex gewohnt habe. Am Ende war mein Leben teurer, als ich imit ihm zusammen gelebt habe, als ohne ihn. Ist also kein Wunder, dass Du anfängst Frust zu schieben. Da helfen nur klare Absprachen im Vorfeld. Nicht darauf hoffen,... dass er mal an der Kasse bezahlt.... da wird der Frust nur immer größer!
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01.07.2011, 13:35
AW: 3 + 1 = Das Dilemma mit dem lieben Geld
Liebe Angestellte,
meine Vorschreiberinnen haben recht und DAS weist Du.
Deshalb meine Frage:
Wie hat Dein Freund gelebt, BEVOR er bei Dir einzog?
Sieht er in Dir eher die Frau und Geliebte oder die Hausfrau?
FG von Helga
„Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
Konrad Adenauer




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