Erst einmal hallo an alle,
ich stecke in einer handfesten Krise. Ich bin seit 25 Jahren mit meinem Partner zusammen, 1 Kind 14J. Das Problem: Er will nicht heiraten. Ich konnte das bisher immer gut verpacken, aber im Moment drehen sich meine Gedanken nur um dieses eine Thema. Eine plausible Antwort habe ich nicht in den Jahren von ihm erhalten.
Er sagt, er hat zu viele Scheidungen erlebt, Ärger, etc....
Ich verbinde es damit, dass er kein Vertrauen zu haben scheint, oder ähnliches. Es gab natürlich Höhen und Tiefen,jedoch hat die Liebe immer gesiegt.
Aber welche Gründe können es sein, das sich jemand so sträubt, obwohl harmonische Beziehung, Liebe, Respekt da ist.
Das muss doch einen Grund haben.
Sorry, das ich euch so voll quatsche mit meinem ersten Beitrag. Habt ihr ähnliches erlebt?![]()
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Ergebnis 1 bis 10 von 27
Thema: Hallo,neu hier und Krise
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11.02.2011, 09:50
Hallo,neu hier und Krise
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11.02.2011, 09:58Inaktiver User
AW: Hallo,neu hier und Krise
Hallo und willkommenm bei uns.
Komische Frage - ihr seid 25 Jahre zusammen - wieso MUßT du dann noch heiraten? Bisher hat er doch gezeigt, wie er zu dir steht.
Was würde sich ändern für dich, jetzt noch zu heiraten?
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11.02.2011, 10:01Inaktiver User
AW: Hallo,neu hier und Krise
zunächst einmal - willkommen in der BriCom

und als nächstes - hier ist Dein Anliegen ziemlich versteckt - vielleicht bittest Du einen Moderator, ihn zu verschieben - zu "Beziehung im Alltag" z.B.
bei "Heiraten" gibt es auch solche Themen - aber zwischen den Bräuten, die sich über die Tischdekoration austauschen, passt es vielleicht doch nicht.
und zum Thema:
Du wirst hier sehr unterschiedliche Meinungen hören. Von "das ist doch nur ein Stück Papier" bis "ja, er will sich nicht endgültig festlegen, und das wäre nichts für mich".
Ich gehöre eher "zum zweiten Lager" - mir war die Hochzeit wichtig und ich sehe es auch so, dass "Nicht-Heiraten" auch eine Entscheidung ist.
Aber nach 25 Jahren und mit Kind in der Pubertät ist das natürlich schwierig zu sagen, er stehe nicht wirklich zu Dir, oder Du sollest Dich trennen (was ich gemacht hätte, wenn es nicht auf Hochzeit hinausgelaufen wäre).
Wenn ich es richtig interpretiere, seid Ihr ja auch zusammen, seit Du 16 bist. Da habt Ihr den Zeitpunkt zum Heiraten vielleicht auch irgendwie "verpasst" - was natürlich nicht heißt, dass Ihr das nicht nachholen könntet.
Mal etwas anderes: Habt Ihr denn irgendwelche Verträge? Wer ist Dein nächster Angehöriger? Gefühlt, rechtlich?
Gibt es gemeinsames Eigentum, Testamente?
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11.02.2011, 10:03Inaktiver User
AW: Hallo,neu hier und Krise
Ja Leonie ich bin auch für die Ehe - aber wenn dann doch Zeitnah und nicht erst 25 Jahre später.
Dann wäre es für mich wirklich nur noch ein Stück Papier.
Und die Versorgung kann man auch regeln wenn man nicht verheiratet ist.
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11.02.2011, 10:42
AW: Hallo,neu hier und Krise
Hallo prettywoman69,
erstmal auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN.
Ich gehöre auch noch zu den Neuschreiberinnen hier.
Also, ich kenne diese Diskussion aus meinem direkten Umfeld und auch von mir selbst. Ich selber bin neu verheiratet, obwohl ich auch zu denen gehörte, die gesagt haben "heiraten - muss nicht sein". Genau wie meine Freundin, die die Meinung vertritt, der Trauschein sei bloß ein Stück Papier, das sie eben nicht brauche.
Bis ich vor einigen Jahren selber in die Situation kam mich mit dem Thema auseinander setzen zu müssen, war ihre Haltung für mich immer total gut nachvollziehbar, wollte ich doch schließlich selber nicht noch einmal heiraten. Allerdings war ich ein "gebranntes Kind", sie nicht.
Nun jedenfalls hatte mein jetziger Mann seinerzeit den Heiratswunsch. Er war bis dahin nie verheiratet. Meine Vorbehalte rührten daher, dass ich ja ganz konkret in einer Ehe gescheitert war und die Scheidung als sehr aufwendig, lästig und unschön empfunden habe.
Wenn ich also ganz ehrlich bin, waren meine Vorbehalte gegen eine Heirat darauf begründet, dass es im Falle einer Trennung leichter sein würde.
Natürlich spielte auch mit herein, was viele Gegner des Trauscheins als Argument anführen, nämlich, dass viele sich nach der Heirat nicht mehr sooo um ihren Partner bemühen, weil sie sich derer zu sicher sind.
Was ja letztlich auch nichts anders bedeutet als, "wenn eine Trennung schnell möglich ist, kann sich mein Partner meiner nicht ganz sicher sein". Es schwebt quasi immer eine mögliche Trennung über der Beziehung.
Und damit, finde ich inzwischen, sage ich zu meinem Partner doch nicht aus vollem Herzen "Ja".
Und - nicht zu vergessen, stelle ich meinen Wunsch, nicht zu heiraten, über seinen, nämlich heiraten zu wollen. Genau betrachtet ist das ganz schön egoistisch.
Wenn der Trauschein, wie die Nicht-heiraten-Woller oftmals betonen nicht wichtig, also quasi egal ist, dann könnten sie ihrem Partner, dem die Heirat doch so am Herzen liegt, den Wunsch ja auch erfüllen, sind sie sich doch (angeblich) so sicher, dass sie zusammenbleiben wollen.
Aus meiner Sicht heute sage ich, dass ich Angst hatte vor diesem letzten Schritt. Und ich glaube eben auch, dass dies bei meiner Freundin genauso ist. Sie hat fiese Trennungen vor Augen, sie glaubt, die Ehe ist quasi "der Anfang vom Ende", weil der Partner dann nachlässiger wird.
Ich persönlich denke, dass diese Gefahr IMMER bei einer langjährigen Beziehung besteht und die Partner es selbst in der Hand haben, das zu verhindern.
Dein Lebensgefährte und Du, ihr scheint glücklich zu sein. Ihr scheint euch auch nach dieser langen Zeit umeinander zu bemühen.
Nur Dein Herzenswunsch - heiraten - geht nicht in Erfüllung. Nur Du selber kannst entscheiden, ob die Nichterfüllung für Dich so schwer wiegen würde, dass Du diese Beziehung beendest.
Für mich wäre das nicht so, ich weiß aber, dass mein Mann diese Haltung vertreten hat. Für ihn war heiraten ganz klar in seinem Lebensplan vorgesehen.
Und genau das war für mich das ausschlaggebende Argument. Mir wurde klar, wie wichtig ihm die Heirat ist. Ich habe ihn sehr geliebt bzw. liebe ihn immer noch sehr. Es wäre einfach blöd und egoistisch gewesen, ihm diesen Wunsch dann wissentlich zu verwehren.
Eine Garantie bekommt man nie im Leben. Aber ich habe so meinen Mann sehr glücklich gemacht. Das war es mir wert.
Vielleicht hilft es, wenn Du mal darüber mit Deinem Lebensgefährten sprichst? Wenn es nicht um den Austausch von guten Argumenten für oder gegen die Eheschließung geht, sondern um Dich, um Deine Gefühle? Vielleicht ist Deinem Partner das nämlich einfach nicht so klar.
Ich wünsche Dir viel Erfolg
Gruß,
Hullabaloo
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11.02.2011, 11:06
AW: Hallo,neu hier und Krise
Also komisch finde ich die Frage nicht. Ich hätte sie nicht gestellt, wenn es mir persönlich nicht wichtig wäre.
Der Wunsch besteht schon immer, nur gibt es Tage, da ist es o.K. und dann wieder welche, wo man das schon in Frage stellt, was einen dazu bewegt,nein zu sagen.
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11.02.2011, 11:09Inaktiver User
AW: Hallo,neu hier und Krise
Gut dann bist du nicht konsequent genug gewesen.
WEnn du von Anfang an heiraten wolltest wieso bist du dann noch mit ihm zusammen?
Wie Leonie schon sagte, wenn es nicht zu einer Heirat führen sollte, bist du da falsch.
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11.02.2011, 11:14
AW: Hallo,neu hier und Krise
Nun, ich habe das schon zum Thema gemacht mit meinen Gefühlen, aber es führt nirgendwo hin. Ihn vor die Wahl stellen : Heiraten oder Trennen, das habe ich schon durch. Habe mich getrennt, Heirat wurde versprochen, vor 11 Jahren, als dann alles beim Alten war, war diese Aussage für ihn hinfällig.
War da wohl nicht hartnäckig genug. Abgesichert bin ich mit meiner Tochter. Ums Geld geht es auch nicht. Ich bin eigenständig und arbeite. Könnte mich ab morgen jederzeit selbst versorgen.
Es ist nur dieses Gefühl eben, warum er sich so dagegen lehnt. Da ist dann eben diese Ratlosigkeit.
Ferner möchte ich es aber auch nicht erzwingen.
Hhmmmm....
Schwierig
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11.02.2011, 11:16
AW: Hallo,neu hier und Krise
Wo bin ich falsch?
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11.02.2011, 11:17Inaktiver User
AW: Hallo,neu hier und Krise
Wie ernst kann er dich nehmen? Du drohst und nichts passiert.
Er will nicht heiraten - wieso auch immer. Also geht es doch nur noch darum, kannst du so weiterleben oder nicht.
So ein Mittelding nach 25 Jahren? Wir heiraten wenn die Tochter aus dem Haus ist oder sowas kommt wohl eher nicht in Frage.
Du machst dich unglaubwürdig. Du willst etwas, du drohst.... und dann?


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