im Laufe einer langen Beziehung werden die Probleme, die man am Anfang als nervend aber noch ertragbar empfunden hat, gerne zu den totalen Streitpunkten. Und antreiben müssen würde mich wahnsinnig machen- vor allem wenn mal Kinder da sind. Ich würde mir das gut überlegen, ob ich mir das antun würde!
Alles Liebe Dir!
Kathi
und ja Conscience hat vollkommen recht: erst mal für sich selber klären, das finde ich auch besser.
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Thema: Welcher ist der Richtige???
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27.01.2011, 08:02Inaktiver User
AW: Welcher ist der Richtige???
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27.01.2011, 11:26
AW: Welcher ist der Richtige???
Hallo,
ich denke auch, dass eure Beziehung auf keiner guten Grundlage steht und einen Partner, dem ich immer gut zureden und überzeugen müsste, stelle ich mir sehr anstrengend vor und so klingt dein Posting auch.
Ich würde auch die Situation in ihre jeweiligen Bestandteile aufsplitten.
Überlege dir, wie du gerne eine Beziehung führen möchtest und suche dazu auch das Gespräch mit deinem Partner. An seinem Selbstbewusstsein müsste er arbeiten - ggfl. mit Hilfe eines Psychologen. Sage ihm deutlich, dass du eure Beziehung so nicht weiterführen möchtest - vielleicht motiviert ihn das sich Hilfe zu suchen.
Und wenn ihr nicht auf eine gemeinsame Basis kommt, dann trenne dich und schließe mit der Beziehung ab, ehe du dich in eine neue stürzt.
Den Kollegen sehe ich im Moment eher als Katalysator, der alles bei dir ins Rollen bringt denn als Beziehungsalternative. Ich bin aber auch allgemein der Meinung, dass man erst mit einer Beziehung abschließen sollte, ehe man etwas neues beginnt.
Liebe Grüße
prometheaFreiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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27.01.2011, 11:41Inaktiver User
AW: Welcher ist der Richtige???
Hallo!
Darf ich noch mal kurz nachhaken, was genau ihr unter "antreiben" versteht? Das möchte ich gerne noch für mich klären.
Ist z.B. das Antreiben?
- Dass er sich gegen große Entscheidungen sträubt, habe ich ja schon geschrieben. Aber es sind auch kleine Dinge, ... z.B. Sauberkeit und Ordnung. Er hat ein ganz anderes Gefühl dazu als ich. Wie gesagt, wir wohnen ja nicht mehr zusammen, aber wenn ich ihn besuche, fühle ich mich nicht wohl. Was ich ihm auch immer wieder sagte.
So als Hilfestellung habe ich in meinem Urlaub an zwei Tagen seine ganze Wohnung entmistet und geputzt (alleine, war aber ok). Ein paar Monate ging es dann relativ gut, eine Grundordnung war hergestellt... aber dann, tja. Enttäuschung. Zwar nicht ganz so schlimm wie zuvor, aber irgendwie hat er den Impuls nicht aufgenommen.
Er meinte dann, ich solle ihm einen Putzplan schreiben. Aber das war mir irgendwie zu doof. Er sagte auch, dass er es unter der Woche einfach nicht hinkriegt Ordnung zu halten.
Dabei habe ich z.B. ganz stark das Gefühl, ihn antreiben zu müssen... obwohl ich dachte, dass sich das "rauswächst", weil man mit 29 ein anderes Verhältnis zu seiner Wohnung/Sauberkeit usw. bekommt, als mit 23, - als wir noch Studenten waren.Geändert von Inaktiver User (27.01.2011 um 11:47 Uhr)
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27.01.2011, 13:44
AW: Welcher ist der Richtige???
Hallo Limonenerdbeere,
ich habe deine postings eben nochmal im Zusammenhang gelesen.
Ihr seit also seit dem Studium ein Paar und seit Studienende in verschiedenen Städten berufstätig und führt daher eine Fernbeziehung.
Wie weit seit ihr auseinander, wie oft seht ihr euch und wo ?
Für mich klingt alles was du schreibst sehr danach, dass ihr noch aus einem Gefühl der Gewohnheit und Unsicherheit zusammen seid. Unsicherheit, weil man nie weiß was danach kommt.
Aber so wie du über deinen Freund schreibst scheinst du ihn nicht wirklich zu lieben und so nehmen zu können, wie er ist.
Ich schreibe da durchaus aus Erfahrung, weil ich mich vor zwei Jahren von einem Mann getrennt habe, den ich sehr geliebt habe, aber nicht genug um mit den von mir empfundenen Defiziten (u.a. auch Lethargie) leben zu können. Da ich aber weiß, dass ich einen anderen Menschen nicht ändern kann, habe ich mich schweren Herzens getrennt und ich bin mir absolut sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Liebe alleine reicht nicht.
Ich lese nirgendwo, dass ihr zusammen eine wirklich schöne Zeit habe und vorallem auch nicht dass ihr gemeinsame Ziele habt.
Ich vermute eber du bist schon seit einiger Zeit unzufrieden und ich denke, entweder arbeitet ihr gemeinsam praktisch und im Sinne von Visionen an eurer Partnerschaft - oder ihr trennt euch.
Den anderen Mann würde ich im Moment nicht in mein Leben holen, sondern erstmal eine Weile alleine sein - meiner Meinung nach kann nur jemand eine erfüllende Partnerschaft führen, wenn er auch gut mit sich mal allein sein kann. Der andere Mann ist mehr Symptom für das was bei euch jetzt nicht stimmt.
Und mit dem Antreiben. Du hast geschrieben, du räumst seine Wohnung für ihn auf, musst ihn zur Ordnung anhalten. Er ist im Job unzufrieden, aber aus Angst vor Veränderung bleibt er lieber statt sich neu zu orientieren, er raucht zu viel und so wie ich es verstanden habe kifft er auch - was seine Antriebslosigkeit vermutlich noch steigert.
Ich unterstelle bei jeder Aktivität, Urlaub, Weggehen, Geschenke für Freunde besorgen etc. musst jedes Mal du die Initiative ergreifen. Das würde mich nerven und ich wollte das nicht tun.
Fragen musst du dich vielleicht warum du dir so einen Mann gesucht hast und warum du das alles bisher für ihn getan hast - da könnte ein Verhaltensmuster von dir versteckt sein.
Was passiert denn wenn du nichts für ihn organisierst ? Was wäre, wenn du einfach nur dein Ding machst und wenn er nicht aus dem Quark kommt einfach alleine was unternimmst ?
Liebe Grüße
prometheaFreiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
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27.01.2011, 15:08
AW: Welcher ist der Richtige???
Putzplan? Antreiben? Für SEINE Wohnung?
Äh, ne, da ist irgendwas ziemlich verquer bei euch. Die Menschen sind verschieden, ihr seid verschieden, inkl. Sauberkeitsbedürfnis. Mir scheint es eher darum zu gehen, die Verschiedenheit zu akzeptieren, als darum ihn dazu anzutreiben, so zu werden, wie Du ihn gerne hättest.
Wenn Du das nicht kannst, muss das aber kein Charakterfehler sein, es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass eure Beziehung eben doch nicht für die Ewigkeit gemacht ist. Also schau ihn Dir an, schnörkellos, und stell Dir die Frage, ob Du das willst, ob Du ihn willst, auf Dauer. So, wie er jetzt ist, nicht irgendwie "angetrieben".
Eine Trennung kann schwer fallen, wenn man sich grundsätzlich durchaus noch mag und versteht, ich hatte das auch mal. Aber wenn die Grundlage nicht mehr breit genug für eine Beziehung ist, ist es trotzden unumgänglich.


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