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    Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    Hallo,

    mich beschäftigt seit längerem ein Thema und heute habe ich mich dazu entschlossen, mich hier anzumelden.
    Allerdings weiß ich nicht, ob das Thema wirklich hier hin gehört und ob es dieses Thema hier nicht schon irgendwo diskutiert wird. Es ist nicht ganz einfach dem Überblick in diesem großen Forum zu bekommen.

    Ich würde mich gern mit anderen Frauen darüber austauschen, wie ihr es schafft, Familienleben, Beziehung und Job so zu vereinbaren, dass es allen damit gut geht. Zwischenzeitlich habe ich das Gefühl, dass mir selbst alles über den Kopf wächst und dann überkommt mich das Gefühl, alle schaffen das besser als ich.

    Meine Kinder sind 7 und 4,5 Jahre alt. Ich war für jedes Kind 2 Jahre zu Hause, die restliche Zeit arbeitete ich 25-30 Stunden die Woche. Eigentlich ging es mir auch ganz gut damit. Mein Job ist zwar anstrengend, macht aber auch Spaß. Zwischendurch habe ich trotzdem häufig das Gefühl, dass etwas zu kurz kommt. Manchmal der Job, manchmal mein Mann oder die Kinder, manchmal der Haushalt und manchmal auch ich.

    Mich würde einfach mal interessieren, wie andere Frauen das empfinden oder wie sie es vielleicht besser schaffen, alles unter einen Hut zu bekommen.
    Geändert von Junah (10.12.2010 um 15:51 Uhr)

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    AW: Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    Hallo Junah,

    ich kann dich beruhigen.
    Mir geht es genauso und ich denke, vielen anderen auch (zumindest kenne ich es so aus meinem Freundeskreis).
    Ich habe zwar keine Kinder, dafür arbeite ich ca. 60 Stunden die Woche, häufig auch kreuz und quer in Deutschland, und führe eine Fernbeziehung (500km, Ausland), d.h. mindestens zwei Wochenenden und 10 Tage pro Monat bin ich gar nicht zuhause. Dazu kommt der Haushalt und natürlich Freunde und Familie (seine und meine), die auch versorgt werden wollen.
    Zeit für mich, also wirklich mich i.S.v. Hobbies oder einfach nur mal Ruhe, geht derzeit beinahe gen Null.
    Und dieses Gefühl, es nie allen gleichzeitig recht machen zu können, kenne ich nur zu gut....

    Wie ich damit umgehe?
    Mal besser, mal schlechter, denke ich.
    Von Gewissensbissen über Verlustängste bis hin zur Erkenntnis, dass man nun mal nicht überall gleichzeitig sein KANN und es somit immer jemanden gibt, der zu kurz kommt, kenne ich alles.

    Was ich gerade versuche, ist für mich eine Balance zu finden, mit der es vor allem MIR SELBST gut geht. Klingt egoistisch, fällt mir auch nicht immer leicht, aber ich merke, dass ich mir diese Freiheiten einfach mal nehmen muss – auch wenn das bedeutet, dass was Anderes – oder jemand – dann eben mal warten muss.
    Schließlich hat mein Umfeld noch weniger von mir, wenn ich mich dauerüberfordert fühle, oder?

    Ich glaube, alles unter einen Hut zu bekommen, dass schafft man nur mit Kompromissen.
    Die Leute, denen das scheinbar alles so locker von der Hand geht, die haben mit Sicherheit auch ihre Baustellen und Sorgen.
    Das schafft keiner besser oder schlechter, es kann einem wahrscheinlich nur besser oder schlechter damit gehen.
    Kommt ja auch immer drauf an, wie man das so nach aussen trägt.
    Vielleicht denken die Menschen in deinem Umfeld auch von dir, du würdest alles ganz mühelos managen? ;-)


    Liebe Grüße von Pelle (die gerade in einer Wohnung sitzt, die dringend geputzt werden müsste, jetzt aber lieber ein Glas Wein trinkt und in der Bri schreibt ;-)

  3. Inaktiver User

    AW: Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    Hallo Junah,

    eigentlich geht es mir wie Pellegryno, es ist Freitag, ein Haufen Hausarbeit wartet auf mich, den ich unter der Woche nicht erledigt habe und ich sitze hier und schmöker mit einem Weinglas an meiner Seite in dem Brigitte-Forum . Und dann stolper ich auf eure Beiträge und denke, ach, so schlimm ist es bei mir auch nicht, ich bin nicht die einzige, die es nicht "perfekt" hinbekommt - und vielleicht macht das ja auch gar nichts?

    Vielleicht muss es auch gar nicht perfekt sein, wahrscheinlich geht es sogar gar nicht. Ich glaube, das viel größere Problem ist der eigene Anspruch und der Glaube, es wäre möglich, nur man selber bekäme es nicht hin... Dagegen hilft es, sich mit anderen auszutauschen. Und sich immer wieder zu fragen, was ist JETZT wirklich wichtig? Muss das alles erledigt sein? Oder ist es manchmal nicht sinnvoller, weniger zu schaffen und dafür mit dem zufriedener zu sein? Hilfreich ist auch, sich bewusst Zeit zu nehmen - für die Arbeit, für die Kinder, für die Beziehung. Und dann auch bewusst wieder Abstand nehmen zu können und sich ohne schlechtem Gewissen etwas Anderem zuwenden zu können. Ich wurschtel mich da auch so durch, mit 3 Kindern, Job, Haushalt und Mann, der selber beruflich sehr eingespannt ist, ist das auch kaum anders möglich ;-)

    Liebe Grüße und einen schönen Abend noch.

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    AW: Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    hallo junah,

    bei mir sind diese zeiten schon passe-

    aber zu den spitzenzeiten war es:

    zwei kinder, 6 jahre altersunterschied, also kindergarten und schule, anschliessend zwei unterschiedliche schulen, ländlich gewohnt, volle stelle mit bereitschaftsdiensten und familienleben, mamas taxi, wohnung (kindsvater war nicht unbedingt der hausarbeits-freak)

    ich habe ein paar jahre rumgeeiert und hatte auch aufgrund der gesundheitlichen einschränkungen das gefühl ich gehe die bach runter.

    was mir geholfen hat: buchführung.

    kalender, alle termine eingetragen- auch mit fahrtzeiten, die hausarbeiten sortiert und aufgeteilt, wochenplan mit einkauf etc.
    und dann ein festes date mit mir selbst.

    jeden tag mind. 15 min.
    regeln wie: ich habe auch als hausfrau um 2o uhr feierabend.
    die kinder, ihrem alter entsprechend in die hausarbeit mit eingebunden.

    und wie gesagt: auf meine auszeiten auch bestanden und wenn ich mich wie zum anfang der umstellung auch mal im bad verbarrikadieren musste.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    Ich würde mich gern mit anderen Frauen darüber austauschen, wie ihr es schafft, Familienleben, Beziehung und Job so zu vereinbaren, dass es allen damit gut geht.

    Du solltest es in allererster Linie schaffen, daß es Dir gut geht.
    Warum hechelst Du den Bedüfnissen Deiner Umgebung hinterher?

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    AW: Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    Die Hausarbeit würde ich versuchen zu strukturieren und einen Arbeitsplan mit dem Gatten zusammen aufstellen. Dann verteilt Ihr, wer was macht.

    Beziehung: Vielleicht einmal im Monat abends einen Sitter leisten, Ihr macht nur Ihr beide was zusammen, wie Konzert besuchen und essen gehen. Rotwein schlürfen.

    Für Dich only: Einmal die Woche mit mehreren Frauen zum Sport gehen.

    Nur so zum Beispiel.

  7. Inaktiver User

    AW: Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    Und Abstand nehmen davon es "allen Recht machen zu wollen" DAS geht an die Substanz und meist schief.

    Mach es dir Recht - dann deinen Kinder und deinem Mann - und dann kommt erstmal ne Weile nichts.

    Eltern und Geschwister sind alt genug, die können auch mal allein klar kommen.

    Deine Kinder können im Haushalt helfen - ich finde Kinder können gar nicht früh genug anfangen zu arbeiten (scherz!) .... aber ein wenig helfen können alle - einschließlich dein Gatte!

    Und klar: Auszeiten nehmen und auch durchhalten, nicht ablenken lassen. Kleine Kinder verstehen das durchaus schon!

    Feste Termine machen für Dinge die unumgänglich sind - ich wasche zum Beispiel erst wieder, wenn keine Bügelwäsche mehr rumliegt.

    Ich wasche Sonntags nie und mache auch sonst nichts im Haushalt.

    Wenn es geht mache ich Mittags Pause (ich arbeite von zuhause aus) und bin dann auch nicht im Büro. AB an ich kann zurück rufen.

    Sich selbst wichtig nehmen und seine Bedürfnisse finde ich ganz enorm wichtig. Und niemand ist so stark wie ein Esel und kann ununterbrochen arbeiten!

  8. User Info Menu

    AW: Beziehung, Familienleben, Job... und ich?

    Hallo Junah,
    so wie dir geht es sicher vielen Frauen.
    Um nicht zu sagen allen Frauen die Arbeit , Kinder, Ehemann und Freizeitgestaltung unter einen Hut bringen wollen.
    Da sind die eigenen, überhöten Ansprüche alles schaffen zu müssen und das stresst.
    Die Kinder müssen versorgt werden, die kann man nicht parken. Der Job will geschafft werden. Der Haushalt kann warten,vor allem die Fenster. Aber die Wäsche und das Essen wohl nicht.....

    Wenn die Kinder klein sind finde ich es sehr stressig! Da kommt frau nicht drumm herum. Da kann frau sich nur kleine Nischen schaffen um mal durch zu atmen.

    Ist das machbar? Kannst du dir Nischen schafffen?

    Interessant finde ich das du Beziehung an die erste Stelle gesetzt hast
    Sich selbst bekriegen ist der allerschwerste Krieg
    Sich selbst besiegen ist der allegrößte Sieg

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