Guten Morgen,
Denkt ihr, dass es möglich ist, Emotionen zu inszenieren, um den Partner (bewusst oder unbewusst) zu manipulieren bzw. unter Druck zu setzen?
Also beispielsweise ein Partner, der weinend und total verzweifelt auf dem Sofa liegt, sobald die Frau nach Hause kommt, kurz zuvor aber noch Videospiele gespielt hat.
Ich hatte gestern eine Diskussion mit einer Freundin darüber. Ich sage: klar geht das, sie sagt: Emotionen, auch wenn sie wirken, als ob sie gezielt eingesetzt werden, haben immer einen wahren Hintergrund.
Ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Und insbesondere auch, wie man damit umgehen sollte, wenn man das Gefühl hat, dass man mit Emotionen unter Druck gesetzt wird.
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Ergebnis 1 bis 10 von 34
Thema: Inszenierte Emotionen
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02.12.2010, 09:59
Inszenierte Emotionen
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02.12.2010, 10:03
AW: Inszenierte Emotionen
Sie haben einen wahren Hintergrund nur insofern, das es dafür eine (in meinen Augen behandlungsbedürftige) Ursache gibt.
Ich habe so etwas mit meiner Schwiegermutter erlebt, sie hat es getan um Aufmerksamkeit zu bekommen. Leider ist der Schuß bei mir nach hinten losgegangen. Ich habe mich drastisch distanziert, weil ich nicht manipuliert werden will.simplemind
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Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
George Bernhard Shaw
4.6.18

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02.12.2010, 10:04
AW: Inszenierte Emotionen
Selbstverständlich geht das. Dazu muss man nicht viel proben.
Die meisten Frauen können sehr gezielt Tränen einsetzen, weil sie wissen, dass Männer damit riesige Schwierigkeiten haben. Es macht den Empfänger solcher Emotionen absolut hilflos.
Und Männer können das selbstverständlich auch. Man sollte es vorher vorher dem Spiegel üben!Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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02.12.2010, 10:08Inaktiver User
AW: Inszenierte Emotionen
natürlich hat es einen hintergrund.
zwischen egoistischen zielen bis .............................
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02.12.2010, 10:18Inaktiver User
AW: Inszenierte Emotionen
Hallo,
ja gibt es Tränen sind super dazu geeignet.
Nein hab ich von nem Mann so noch nicht gehört, kann aber daran liegen das ich Hetero bin.
*Werkstattpsycho on*
Er wird sich Bewusst das er sich im Tag an der Konsole "verloren" hat, hat ein schlechtes Gewissen wenn sie nach hause kommt und Emotion kommt hoch. Weil er daran erinnert wird das er wieder in die Reale Welt zurück muss.
*of*
Wie Simplemind66 schon schreibt möglicherweise Behandlungsbedürftig wegen zb Spielesucht.
Grüsse Rocco
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02.12.2010, 10:25
AW: Inszenierte Emotionen
Ja, Katha, ich denke, es ist gut möglich, Emotionen zu inszenieren.
Die Erfahrungen habe ich auch gemacht, dass weinen, schreien, Krach machen, Drohungen nur dazu da waren, mich zu manipulieren, mein Verhalten zu beeinflussen.
Je nach meiner Möglichkeit, dieses zu durchschauen, habe ich versucht, Ruhe zu bewahren und Distanz gezeigt.
Oft wurde dann ein Wechsel wieder in ein umgänglicheres Verhalten schneller vollzogen, als wenn ich umfassend darauf eingegangen wäre:
- bemitleiden,
- auf Forderungen eingehen,
- Schuldanteile übernehmen durch solche Aktionen
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass sich recht viele auf dosierte Emotionen verlegen, wenn Worte das gewünschte Ziel nicht erreichen, ist eben bequemer, weil es den Gegenüber schneller entwaffnen soll.
Das spielen überaus viele wie eine Rolle.Geändert von Kenga (02.12.2010 um 10:44 Uhr)
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02.12.2010, 10:28
AW: Inszenierte Emotionen
Ja das geht und ist nicht besonders symphatisch. Man muss aber unterscheiden zwischen wirklich manipulativ gedachtem Vorspielen von Emotionen (à la wenn ich jetzt weine, dann kriege ich schon meinen Willen) oder Leuten, die einfach ungefiltert alles rauslassen, ohne daran zu denken, wie es bei dem anderen ankommen mag.
Ich zum Beispiel bin sehr nah am Wasser gebaut und habe in frührern Beziehungen (also wirklich lang her, die ersten Beziehungen, die man so hatte) meinem jeweiligen Freund einfach dieser Last ausgesetzt, mich unerklärt weinen zu sehen, wegen Nichtigkeiten. Inzwischen sage ich das schon immer vorher bzw dabei, dass das dramatischer aussieht, als es ist und er auf jeden fall nichts falsch gemacht hat.
Oder eben bei Stimmungsschwankungen, schneller Panik bei Kleinigkeiten etc. Ich finde, wenn man das bei sich selbst kennt, dann sollte man seinen Partner erklären, wie man so tickt und solche Sachen eher mit sich selbst klären als ständig den Partner damit zu belasten. Man muss dann unterscheiden können, wann es wirklich um die Beziehung eght und wann nicht.
Allerdings kann ich mir persönlich schon vorstellen, dass ich, wenn es mir sehr, sehr schlecht geht ich versuche mich mit Videospielen abzulenken und danach dann trotzdem heulend auf dem Sofa liege. Magst du mal ein wenig ausführen, um was es in deiner Beziehung genau geht?
Bisou, Mimi
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02.12.2010, 10:42
AW: Inszenierte Emotionen
Hallo Mimi .............
........ ich auch nah am Wasser gebaut, aber nur bei echt traurigen Ereignissen.
Dann versuch ich aber, meine Umgebung damit nicht zu stressen, kurzen Erklärbär, Rückzug, Lachen wiederfinden, geht auch mit Humorseiten im Netz
Du schreibst sehr ehrlich, wie Du Dich selbst siehst, das macht Dich auch sehr sympatisch und besser verständlicher für Deinen Gegenüber.
Meine "Rollen"verdächtigen sind sonst eher abgeklärt und kaum nachgiebig im Verhalten zu mir. Oder haben endlos ihre Emotionen ausgewei(d)et auf dem Weg zum Zweck.
Krass fühlt man sich in der Erkenntnis, dass das vermeintliche "Opfer" berechnend gehandelt hat.
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02.12.2010, 10:47Inaktiver User
AW: Inszenierte Emotionen
Michael Holm hat gesungen: "Tränen lügen nicht"
Einige hier im Forum sagen:oderDie meisten Frauen können sehr gezielt Tränen einsetzen, weil sie wissen, dass Männer damit riesige Schwierigkeiten haben.Ja was denn nun?Die Erfahrungen habe ich auch gemacht, dass weinen, schreien, Krach machen, Drohungen nur dazu da waren, mich zu manipulieren, mein Verhalten zu beeinflussen.
Müssen Menschen, die sich von Ihrem Gegenüber wahrgenommen und ernst genommen fühlen zum Mittel der Manipulation greifen?
Der "Manipulierte" sollte sich vielleicht auch die Frage stellen: Warum lasse ich mich manipulieren? Warum glaubt mein Gegenüber mich manipulieren zu müssen?
Wenn es hier tatsächlich um eine emotionale Manipulation geht, dann gehören zwei dazu, aber der "Manipulierer" hat einen unheimlich emotionalen Druck und irgendein Problem, sonst würde er nicht manipulieren. Der "Manipulierer" scheint aber auch keine andere Wahl zu haben und das könnte am Verhalten des "Manipulierten" liegen, muss aber nicht.
Schwierige Frage ohne die Situation genau zu kennen.
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02.12.2010, 10:58
AW: Inszenierte Emotionen
........ nein Emmah,
es muss niemand zum Mittel der Manipulation greifen.
Das Mittel der Wahl bestimmt sich durch das jeweilige Können und Ermessen.
Tränen ist aber die einfachste Form.
Ich würde lieber erst "reden vom emotionalen Druck" den Vorzug geben, als meinen Partner von vornherein entwaffnen zu wollen. Der andere wird damit so überrascht und ist erschrocken, bestimmt.
Kenne eigentlich kaum Jemanden, den Tränen nicht kalt lassen würden.
Die Frage ist nur, wie gehe ich damit um?


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