Das würde ich nicht überbewerten. Wenn einer erstmal wütend (oder ängstlich) ist, hilft auch kein mühsam trainiertes Kommunikationsmuster.
Ich habe so einige Ratgeber um dieses Thema durch, auch schon Paarsitzungstermine / Einzeltermine. Es wird nicht besser. Man benutzt andere Wörter, aber die Gefühle sind diesselben. Und die können zerstörerisch sein.
Investiere in das Band zwischen euch. Mehr Quality Time. Wenn sich jeder in der Beziehung geliebt, akzeptiert und respektiert fühlt, dann fällt keiner in dieses Loch mit negativen Gefühlen, aus das der Streit entsteht
( bei mir ist es: Immer muss ich... saubermachen/ einkaufen/ putzen/ das Geld managen = ich verausgabe mich völlig / er macht nichts! = er liebt mich nicht genug
bei ihm: immer meckert sie mit mir, ständig muss ich mir Mühe geben, nichtmal ein bisschen Ruhe für mich = ich bin nicht liebenswert/respektabel)
Ein Nachmittag im Schnee oder wenn ich mir die Zeit nehme, mich für seine Hobbys zu interessieren, bringen oft mehr als: Du wir müssen nochmal darüber reden, daran arbeiten NERV NERV
Schenke ihm (auch an stressigen Tagen!) jedem Tag ungeteilte Aufmerksamkeit. Und wenn es nur eine Tasse Kaffee ist (sind nur 3 Minuten!). Wer sich geschätzt und geliebt fühlt, hat Selbstbewusstsein. Wer Selbstbewusstsein hat, traut sich auch, Konflikte zu lösen. In einer Beziehung lernt man voneinander bzw. gleicht sich dem anderen an. Gehe selbst also mit bestem Beispiel voran!
Schütze die Beziehung vor deinem eigenen Stress. Wenn du so richtig gestresst bist, baue den Stress ab. Dass nimmt die Spitze aus Gefühlen wie Eifersucht und so weiter. Nach einer ordentlichen Runde um die Häuser (so schnell du kannst), kannst du gar nicht mehr so sauer sein und du bist auch so außer Atem, dass du nicht laut/meckernd/o.ä. werden kannst.
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06.12.2010, 13:38Inaktiver User
AW: Männer - Streit und Ausweichtechnik
Geändert von Inaktiver User (06.12.2010 um 13:46 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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06.12.2010, 18:22Inaktiver User
AW: Männer - Streit und Ausweichtechnik
HAllo,
da sind dann zwei Menschen, die jeder für sich ihre Probleme haben- und zusammen nochmehr "aufbringen" an Problemen
Sicherlich- können Personen durchaus prägend sein.
Trotzdem- bin ich immer skeptisch, wenn ich so Worte höre/lese alla "der arme Mann wurde von der Frau tyrannisiert-- oder die arme Frau-- selber Satz-"
Fakt ist doch- zu solchen- jeder - Konstellation gehören ZWEI.
Der, der es ausführt und der, der es sich gefallen lässt!
Wieso ist dann einer "der Arme" und der andere dann " der Böse"??
Nein- ich glaube, daß man sich schon den Partner "holt", den man für sich gerade "will".....ansonsten würde man nämlich auch eine Beziehung verlassen!
Es bleibt dann die Frage, WIE tyrannisch diese Frauen (oder Männer) denn in WIrklichkeit waren oder ob sich das auch alles erst mit der Zeit aufgebaut hat, weil der andere schon immer ausgewichen ist??
Angst vor Konfrontation- nicht geliebt werden- abgelehnt werden.....sind alles Dinge, die aus den Kinderschuhen kommen und wohl kaum ein Partner aufbringt, den man als "ausgereifter" Mensch ist.
Ich will damit nicht abstreiten, daß es sehr schwierige Menschen gibt-- und doch gehört ein Gegenüber ja dazu, der das mitträgt.
Eifersucht zu der Ex......ich kanns verstehen...
Selbstwertgefühl hin oder her......-- es gehört schon viel dazu, dann locker herzugehen und das zuzulassen....
OFt geht es dann, wenn man alle Beteiligten kennt und damit das Vertrauen in alles vorhanden ist.
Miteinander reden ist sicher gut und wichtig......ob man aber solche TEchniken ganz ablegt...ist die Frage, denn es gehört sicher viel Dahintersehen dazu-- was wirklich der Grund ist.......udn auch den Sachen so auf den Grudn gehen, daß man immer wieder erkennt "mir passiert auch im schlimmsten STreit nichts".
kenzia
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06.12.2010, 18:26
AW: Männer - Streit und Ausweichtechnik
Ich habe am Wochenende über eine interessante Studie aus den USA gelesen. Zuerst war da die Frage, für was sich Männer entscheiden würden, Liebe oder Respekt. Mit dieser Frage konnten die meisten nicht sehr viel anfangen, also wurde die Frage umformuliert.
Mit was würden sie besser zurechtkommen, wenn sie darauf verzichten müßten. Würden sie besser damit klarkommen, einsam und ungeliebt zu sein oder nicht geachtet, nicht anerkannt und respektiert zu werden.
76 % der Männer gaben an, das sie besser damit klarkommen würden, einsam und ungeliebt zu sein.
Dann wurde die Umfrage unter Frauen gemacht, und das Ergebnis war gegensätzlich. Die meisten Frauen würden eher auf Anerkennung und Respekt verzichten können, als einsam und ungeliebt zu sein!Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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06.12.2010, 19:42Inaktiver User
AW: Männer - Streit und Ausweichtechnik
Dass sehe ich völlig so wie du.
Ich habe hier von einem speziellen Fall gesprochen, und ja, es gibt die Männer und auch die Frauen, die sich tyrannisieren lassen. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Menschen ein Verhalten zeigen, dies auch ein wenig zu fördern. Ich würde mich selbst als nicht-tyrannisch bezeichnen, mir ist trotzdem aufgefallen, dass ich mir manchmal Sachen bei meinem Mann (der, der sich von seiner Ex hat tyrannisieren lassen) erlaube, die ich bei jedem Exfreund von mir nicht gewagt hätte zu bringen.
Tja, wer ist hier Täter, wer Opfer? Deswegen habe ich Wertungen wie "der Arme" und "der Böse" aus dem Spiel gelassen.
Welche Gründe das hat, geht off topic, um es abzukürzen, natürlich liegen diese irgendwo in der Kindheit. Bei meinem Mann hat es auch was mit der Mutter zu tun.
Um zum Thema zurückzukehren: Wie geht man denn nun damit um, wenn jemand in jeder Konfliktsituation das Ende der Beziehung vermutet und sich zwanghaft zu entziehen.
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06.12.2010, 20:18Inaktiver User
AW: Männer - Streit und Ausweichtechnik
Die Arbeit liegt dann bei demjenigen, der sich so verhält!- NICHT bei DIR!!
Derjenige- muss sich ganz genau ansehen, was dahinter steht!
Dazu würde sich eine "einfache" Konfliktsituation eignen- bei der man immer weiter fragt "was fühlst du?".....um vermutlich am Ende bei dem Gefühl von "nicht geliebt werden" anzukommmen.
Je deutlicher so etwas wird- desto leichter fällt es auch, das auszusprechen, was ein riesiger Schritt nach vorne wäre!
Dann- muss das Vertrauen in sich wachsen- und in den anderen!
In den anderen, daß er einen trotzdem liebt....einen nicht verlässt....einen nicht stehen lässt.
In sich selber - daß man auch lernt zu ertragen, daß es Streit geben darf.....daß man den Ärger des anderen erträgt- aushält.....
Rückzug- der doch letztlich wieder in die EInsamkeit führt......ist eine Reaktion, die ohne nachzudenken geschieht-- und MIT Denken- kann man an diesem Handeln arbeiten und es immer besser in den Griff bekommen!
Möglich, daß der Selbstwert so angegriffen wurde, daß man dazu auch therapeutische Hilfe benötigt.....wenn es so ist- kann es nur eine immense Bereicherung für das Leben sein, dann diesen Weg zu gehen....zu sich selber- sich zu öffnen, Liebe zuzulassen und geschehen zu lassen.....
kenzia



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