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29.11.2010, 23:48Inaktiver User
Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Geändert von Inaktiver User (06.12.2010 um 18:14 Uhr)
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30.11.2010, 08:29
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Guten Morgen eve_lyn,
also mal ganz ehrlich, mir ist beim Lesen gerade die Kinnlade runtergeklappt
Ich mein, dass dein Mann nicht im Münsterland, im Ruhgebiet oder im Süden leben will okay...das ist Einstellungssache, er wird wohl seine Gründe haben und da denk ich kann man schwer dran rütteln.
Aber.....
hätte ich mich in Berlin nicht so doof angestellt, hätte ich meine Job noch und wir würden dort noch immer glücklich und zufrieden leben.

DAS ist allen Ernstes seine Meinung???
Ich weiß zwar nicht, wieso du den alten Job verloren hast (geht mich auch nichts an
), hat aber meiner Meinung nach auch keine Bedeutung...aber das find ich schon ein wenig sehr respektlos von ihm.
Du schreibst die Auftragslage hattest du als gut empfunden, was sich aber als falsch rausstellte - ist vielleicht ungut gelaufen, aber dass mich mein Partner deshalb als doof sieht, und ich schuld an allem Übel wäre, nur weil ich einen FEHLER gemacht habe würd ich mir doch verbitten.
Außerdem ist es doch ein wenig unabhängig davon, WO man ist, ob man glücklich und zufrieden leben kann.
Also ohne Jobs zurück nach Berlin zu gehen und einfach bei Null anzufangen find ich von deinem Mann auch ein wenig blauäugig. Ich denke zwar schon, dass du in deinem Alter noch einen Job finden könntest, wie es in deinem erlernten Beruf aussieht, kann ich nciht beurteilen, da kennst du die Chancen sicher besser....Nur womit? Wie soll ich in meinem Alter noch mal einen Job finden, der uns auch ernährt, wenn es nicht in meinem erlernten Beruf sein darf? Wer nimmt mich noch mit der Vita, alles angefangen, alles hingeschmissen?
Also - bitte nicht falsch verstehen, ich mein das nicht böse - aber dein Mann ist irgendwie schon ein wenig verblendet?Mein Mann sieht das ganz easy, andere leben auch von Hartz IV. Und ein Job der Spass macht und einen ausfüllt, das ist doch eh nur Hirngespinst. Ich soll irgendwas machen, putzen oder Zeitung austragen oder nen halben Tag an der Kasse sitzen. Andere täten das auch. Anspruchsvolle Tätigkeit, das hält er für hirnrissig. Ich soll mir doch endlich mal die Rosinen aus dem Kopf schlagen.
Als wenn die Welt auf mich warten würde. Da wären ganz andere, ich solle doch mal realistisch und bescheiden denken, dass so ein Job doch nichts für mich wäre. Da seinen ganz andere für bestimmt.
Es mag ja sein, dass andere von Hartz IV leben, für mich wäre das keine Option, wenn ich das umgehen könnte. Es gibt sicher Situationen in denen man darauf angewiesen ist davon zu leben aber bewusst in die Situation begegeben?
Doch natürlich gibt es Jobs, die einem Spaß machen - das kann im Prinzip jeder Job sein, je nachdem was man für Vorlieben hat.
Dem einen kann es Spaß machen zu gärtnern, der andere könnte sich nichts schöneres vorstellen als im Büro zu sitzen usw.
Der zweite Absatz klingt für mich wieder sehr respektlos, nach dem Motto "sei froh, wenn du überhaupt was kriegst".
Und für einen Mann, der mich so sieht, würde ich sicherlich nichts aufgeben oder mich mit ihm auf das Abenteuer "Berlin ohne Jobs" einlassen.
Sobald es dann irgendwo zwickt oder das Geld knapp wird, hätte ich immer die Befürchtung, dass er mit dem Todschlagargument ankommt "hättest du damals deinen alten Job nicht verloren, wären wir nicht in der Situation"....
Er???Und wenn ich tatsächlich genommen werde nach dem Praktikum, dann hätte er nichts davon, wenn ich das Geld, das ich verdiene auf der Autobahn lasse und für die doppelte Haushaltsführung ausgebe.
Ich würd mal sagen, dann hättest DU nichts davon, wenn du deine Zeit auf der Autobahn verbringen musst anstatt zu Hause und weil DU dich einschränken musst, weil du eine zweite Wohnung finanzieren musst.
Gibt es denn keinen Mittelweg zwischen 19 Jahren Fernbeziehung und aufs Blaue nach Berlin ziehen?
Wie wärs, wenn du erstmal deine Maßnahme fertig machst, er sich einen Job in Berlin sucht, wenn er da unbedingt wieder hin möchte und du dann nach Abschluss der Maßnahme versuchst dort auch Arbeit zu finden??
Dass du nicht zu Hause sitzen möchtest find ich verständlich...
Ich finde aber auch du schreibst hier sehr viel darüber was ER möchte...was willst du?
Möchtest du zurück nach Berlin?
Kannst du dir vorstellen, dass ihr da hinzieht und dann von Hartz IV lebt, wie viele andere auch und willst du das?
Also ich würde ehrlich gesagt auf jeden Fall das Jahr Praktikum machen und DANACH weitersehen.
Da du dir die Umschulung selbst ausgesucht hast, geh ich davon aus, dass dir der Bereich auch gefällt...das Jahr Theorie hast du nun hinter dir und das würde ich nicht einfach wegwerfen.
Und in dem Jahr könntet ihr euch ja überlegen, wie es weitergehen soll. Vielleicht ist es in der Region in die es dich verschlägt ja gar nicht soo furchtbar, auch wenn das jetzt für deinen Mann ein No-Go ist.
Aber etwas abbrechen für einen Mann, der (so kommt es wirklich rüber mit dem was du schreibst - also entschuldige bitte, wenn ich mich irre
) so wenig Respekt und Mitgefühl zeigt und überwiegend daran denkt, was ER von der Situation hätte, das würde ich nicht machen.
In deiner Situation würde ich mir eher wünschen, dass mich mein Partner - zumindest moralisch - unterstützt (so wie ich es auch bei ihm machen würde) und wir gemeinsam nach einer (vorläufigen) Lösung suchen.
Das ist natürlich auch verständlich....eine Fernbeziehung kann ziemlich aufreibend sein und jedes Wochenende auf der Autobahn ist sicher alles andere als erholsam.Ich kanns auch verstehen, irgendwann wilst du mal ankommen. Irgendwann will man den Sonntagabend zu Hause auf der Couch verbringen und nicht auf der Autobahn. Und das Geld, das man verdient tröstet auch nicht über die Strapazen und einsamen Stunden bei einer Fernbeziehung hinweg.
Nur gehts auf der anderen Seite auch um die Zukunft...
Ich weiß nicht, wie wichtig dein Job für dich ist, aber für mich wäre es eben keine Alternative zwar "anzukommen", aber dann den ganzen Tag zu Hause rumzusitzen oder einen Job zu machen, damit ich halt was mache, wenn ich die Möglichkeit hätte was zu tun, was mich selbst ausfüllt - das wäre für mich kein "ankommen" in dem Sinne, sondern ein aktueller vorrübergehender Zustand.
Ich seh das so, in einer Partnerschaft entwickelt sich ein jeder einzeln weiter und man entwickelt sich parallel dazu gemeinsam weiter.
Nur ohne die Möglichkeit mich auch selbst persönlich weiter zu entwickeln könnte ich auf lange Sicht nicht glücklich werden, auch wenn die Partnerschaft noch so gut liefe und ich denke diese Unzufriedenheit würde auch die Partnerschaft belasten.
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30.11.2010, 09:07Inaktiver User
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Hallo,
@ eve_lyn
Dein Mann hat nen Job ?
Grüsse Rocco
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30.11.2010, 09:13
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Oh man - das ist ne ganz schön heftige Zwickmühle...
Kann euer Mann euch beide "versorgen" oder ist Dein Gehalt für ein angenehmes Leben wichtig?
Was passiert denn, wenn Du die Umschulung nicht machst, Dich "versorgen" lässt - und Hartz4 in Anspruch nimmst - und Dein Mann aus irgend einem Grund arbeitsunfähig wird?
Siehst Du für Dich eine Perspektive im "zu Hause bleiben"?Ich hab meine Ernährung umgestellt.
Die Chips stehen jetzt links von der Tastatur.
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30.11.2010, 09:31
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Das ist doch, mit Verlaub, hirnrissig. Der Einzige mit festem Job in der Familie will kündigen und ohne Sicherheitsnetz nach Berlin umziehen und notfalls auf Hartz IV machen? Nichts gegen den Plan nach Berlin zu ziehen, aber doch bitte erst bewerben und einen Arbeitsplatz haben, danach umziehen.
Das ist doch Unsinn, eve_lyn. BMW hat jahrelang Leiharbeiter in Bayern beschäftigt und die haben nicht schlecht gelebt, dann kam die Wirtschaftskrise und sie wurden gegangen. Keiner weiß, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt, die Auftragslage der Firma ist, ob das Management Fehler macht oder Firmen fusionieren. Du hast deine Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen und dir ist nichts vorzuwerfen, höchstens deinem Mann, mangelnde Solidarität nämlich.
Wenn du mit deinem eingeschlagenen Weg zufrieden bist, dann geh ihn auch zu Ende. Du schreibst, du hast noch 19 Jahre vor dir. Das ist zu lange für Hartz IV, zu lange um anderer Leute Wohnung zu putzen oder Zeitung auszutragen .Du brauchst eine solide Ausbildung und einen Job, der dich gut ernährt und dir auch deine Rente sichert.
19 Jahre pendeln ist natürlich nicht der Bringer, aber so schlimm muss es nicht kommen. Wie wäre es das Praktikum durchzuziehen, nötigenfalls einen Job dort in der Region anzunehmen und sich dann um einen Job in der Nähe deines Mannes umzusehen? Ich weiß nicht, in welchem Bereich du einen Job suchst, aber ich würde das Praktikum dort wählen, wo du hinterher die besten Beschäftigungsaussichten hast, egal in welcher Region, nicht dass die Plackerei umsonst war."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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30.11.2010, 09:41Inaktiver User
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Hi Evelyn,
so ähnliche Diskussionen kenne ich zur Genüge..........
Ohne jetzt ganz viel von mir zu schreiben, ich habe z.Zt. einen Traumjob im erlernten Beruf, diesen Beruf könnte ich jederzeit an vielen Orten ausüben, aber nicht zu DEN Konditionen, die ich z.Zt. habe. Besagter Traumjob wackelte kurz, weil die Zukunftsperspektive des Standortes nicht geklärt war. Ich muß immer Plan B im Schub haben, mein Plan war innerhalb des Unternehmens nach MUC zu wechseln,(falls es in Berlin, wo ich grad arbeite, nicht auf Dauer klappt) Als ich dieses zu meinem Partner äußerte, wurde mir zuerst abgesprochen, daß ich (in meinem Alter!) in MUC den Job kriegen würde, dann kam, daß in Bayern ja alles so teuer wäre usw. Ich wurde bei jeder Gelegenheit runtergemacht, kurz, ich habe ihm dann erklärt, daß ich nicht IRGENDEINEN Job nehmen muß, wenn ich diesen JOb etwas weiter weg bekäme usw.
Kurz gesagt,frag Dich, was DU willst,.........es geht um DICH und nicht um DEINEN Partner, und daß H4 keine Option ist, dazu muß man nichts sagen.............das steht ja eigentlich klar fest, oder? Und erklär es deinem Partner, und zwar so resolut wie möglich!!!
LG NNMi
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30.11.2010, 09:58
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Kann natürlich nur schreiben, wie wir so was lösen würden:
Göga soll sich wieder nach Berlin robben. Da seine Firma wohl dort noch ist, soll er sich wieder hinversetzen lassen. Dann lebt wenigstens er dort, wo er gerne ist.
Das Praktikum würde ich auf jeden Fall durchziehen. Eine nicht abgeschlossene Maßnahme ist immer schlecht.
Dann würde ich auf jeden Fall noch ein Jahr in der Firma arbeiten und mich dann ebenfalls versuchen nach Berlin zu robben.
Dort wird es auch allmählich wieder besser. Siehe den eklatanten Zuzug.
Wie es in zwei Jahren aussieht, kann keiner sagen.
Und, seien wir alle ganz ehrlich: eine Beziehung ist unbeständiger als ein Beruf. Und 19 Jahre bis zur Rente einfach zu lang.
Das Risiko, unzufrieden gemeinsam auf der Couch zu sitzen und sich den ganzen Tag anzunerven, ist einfach zu hoch.
Und dann hast Du Deine ganzen Chancen in die Mülltonne gekippt.... würde ich niemals machen.
angie
fernbeziehungserfahren.
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30.11.2010, 21:17Inaktiver User
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Geändert von Inaktiver User (06.12.2010 um 18:15 Uhr)
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30.11.2010, 21:29
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
Hallo,
es wäre ja eine Sache, wenn Dein Artikel sich so lesen würde: "Ich habe hier keine beruflichen Perspektiven und müsste dafür umziehen. Mein Partner kann sich das nicht vorstellen. Soll ich hierbleiben oder eine Fernbeziehung leben?" Das wäre ein klassisches Problem und ein nachvollziehbarer Konflikt.
Stattdessen lese ich, dass es Deinem Partner nur darum geht, in Berlin zu leben. Dafür würde er seinen Job aufgeben. Dafür würde er verlangen, dass Du schlechtere oder keine beruflichen Möglichkeiten mehr hast. Dafür macht er Dir Deine Ziele madig und redet Dir ein, Du hättest Flausen im Kopf, weil Du überhaupt welche hast. Das ist nicht das - nachvollziehbare - Bedürfnis nach einer Nahbeziehung und danach, den geliebten Menschen bei sich zu haben, sondern ein egoistischer und naiver Wunsch nach einem bestimmten Wohnort gepaart mit Respektlosigkeit dem Partner gegenüber.
An Deiner Stelle würde ich meinem Partner sagen, dass Ihr jetzt entweder vernünftig über dieses (auch ohne seine Flausen schon schwierige) Thema redet. Oder Du eben alleine Entscheidungen treffen musst.
MandelblüteGeändert von Mandelbluete (30.11.2010 um 21:36 Uhr)
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30.11.2010, 21:32
AW: Fernbeziehung Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
.. erst einmal beruhigen.
Und wenn er wieder nüchtern ist, ihn fragen, was für ihn ein zu Hause ist.
Berlin?
Du?
Berlin + Du?
Eine warme Wohnung + Berlin?
usw. usf.
Auf jeden Fall nicht seinen krausen Ideen nachgeben und schon gar nicht riskieren von HartzIV zu leben.
Ehrlich gesagt habe ich mich gerade gefragt, ob Du seine Mutter oder seine Frau bist. Die Frage passt auch zu seinem rüpelhaften Verhalten und seinen unverschämten Äusserungen die Du hier beschrieben hast.


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