Mir geht es um Zuhause, Heimat, Zugehörigkeit.
Sehr gern mit ihm, ich kann mir gut vorstellen mit ihm gemeinsam alt zu werden.
Zusammen ziehen oder nicht ist da irgendwie zu kurz gegriffen.
Seine Wohnung ist ja nicht mehr als eine Logistik-Haltestelle. Rein, Koffer umpacken, wieder raus. Das sagt er auch selbst.
Ich glaube es sind zwei Themen:
- eine Heimat finden und wirklich angekommen sein
- unser Leben zur Zeit, dass eher dazu führt, dass ich ihn als Besucher in meinem Leben empfinde weil wir uns wenig sehen, er viele weitere Verpflichtungen hat und er sich in meiner Wohnung sehr besuchermäßig verhält.
Und ja, bisher wollte er nicht zusammen mit mir wohnen, weil er einen Rückzugsort haben wollte der niemals infrage steht. (seine Frau hat ihn damals bei der Trennung vor die Tür gesetzt, das hat ihm einen ordentlichen Schock versetzt). Dies ist aber inzwischen auch schon über 11 Jahre her.
Ich habe schon viel für mich verändert. Arbeite nicht mehr so viel, lebe nicht mehr ständig auf der Überholspur. Ich habe mir Freiräume geschaffen, bessere Balance zwischen Arbeit und Freizeit.
Von ihm gab es nie das Angebot oder die Forderung dass ich mein Leben aufgebe und bei ihm wohne. Würde auch nicht gehen. Er hat eine kleine Wohnung, die eher wie eine Studentenbude wirkt.
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Ergebnis 11 bis 20 von 81
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09.10.2010, 17:25
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
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09.10.2010, 17:29
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Das kann ich gut verstehen, aber wie du an seinem Beispiel mit seiner Trennung gesehen hast, ist das nicht ein Zustand dass dir ein Partner geben kann. Er kann die Aussenumstaende leichter machen, aber deine Zugehoerigkeit zu dir musst du selber finden.Mir geht es um Zuhause, Heimat, Zugehörigkeit.
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09.10.2010, 17:47
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Ich erwarte auch nicht dass er mir das gibt.
Ich möchte es gemeinsam mit ihm aufbauen.
Farinelli um es deutlich zu schreiben:
- ich will nicht versorgt werden
- verschließe mich keinen Veränderungen oder weigere mich zu ihm zu ziehen
- ich will auch nichts von ihm bekommen
- für mich ist der Mann auch nicht so einfach austauschbar
irgendwie scheint da was falsch bei dir anzukommen.
Ich habe für mich so gut ich es konnte ein Zuhause geschaffen, mich mit mir und meinem Leben auseinander gesetzt. Vielleicht bin ich da meinem Partner ein paar Jahre voraus, der das eher vor sich her schiebt mit dem Argument, dass er ja den Job noch X Jahre machen wird und die Kinder ihn noch brauchen (das werden sie auch noch wenn sie älter als 18 sind).
Für mich hat Heimat auch damit zu tun, dass dort jemand ist der sich auf mich freut (und umgekehrt).
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09.10.2010, 17:49
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Ich fühle mich in beiden Wohnungen zuhause, und auch wenn wir nicht zusammen wohnen, habe ich das Gefühl, das wir zueinander gehören. Daran können auch unsere getrennten Wohnungen nichts ändern!
Der Grund für die getrennten Wohnungen für meinen Freund war ja auch hautsächlich seine gescheiterte 1. Ehe.
Er bekam da eben keine Rückzugsmöglichkeit, die ist ihm aber wichtig. Mittlerweile hat er nur erkannt, das es nicht allein an der gemeinsamen Wohnung lag, sondern vor allem auch am Verhalten seiner Ex, die ihn sozusagen nicht in Ruhe gelassen hat. Da er gemerkt hat, das ich da anders bin, werden seine Bedenken langsam weniger und daher kann er sich jetzt auch irgendwann ein Zusammenziehen vorstellen!
Wie das in eurem Fall gestaltet werden kann, darüber kann man ja mal nachdenken! Wenn man eine Rückzugsmöglichkeit braucht, bietet es sich ja an, das jeder ein eigenes Zimmer bekommt, in das er sich auch mal zurückziehen kann! Evtl. findet ihr ja eine Lösung, wenn jeder dem anderen ein bißchen entgegenkommt!Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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09.10.2010, 17:58
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Sternschnuppe, das liest sich so als ob ihr da eine gute Balance gefunden habt.
Für mich wäre klar, dass jeder seinen Bereich in einem gemeinsam Zuhause hätte. Ich möchte auch die Möglichkeit haben mich mal zurück zu ziehen.
Sternschnuppe, habt ihr denn einen Lebensentwurf, wie ihr euch eure Zukunft vorstellt, wenn die Kinder nicht mehr die zentrale Rolle spielen?
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09.10.2010, 18:10
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Barbarotti..ich hab nie gesagt dass du versorgt werden willst. Das war Ellis Interpretation. Ich hab gesagt dass du deinen Job wohl nicht aufgeben willst (was ich gut verstehe) und daher auch seine Position verstehen solltest wenn er da auch nicht so einfach Veraenderungen will.
Und das halte ICH fuer einen falschen Ansatz. Hast du dann keine Heimat mehr wenn er sich trennt. Oder wenn du Witwe wirst?Für mich hat Heimat auch damit zu tun, dass dort jemand ist der sich auf mich freut (und umgekehrt).
Ich sag es jetzt mal im (erfundenen) Poesialbumjargon : "Heimat ist da wo dein Herz sich am wohlsten fuehlt. Und das sollte in erster Linie in dir selber sein"
Okay, gebe zu das hoert sich arg kitschig an..
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09.10.2010, 18:21
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Ok, dann versuche ich es mal anders zu beschreiben:
So gut ich es kann habe ich alles getan um mir selbst eine Heimat zu schaffen. Eine schöne Wohnung, ein paar gute Freunde (auch wenn diese durch ihre Familienverpflichtungen nicht mehr sooo häufig präsent sind), eine Berufstätigkeit die ich wirklich mag in einem Maße dass mir gut tut und genügend Freizeitinteressen. Also alles in einer guten Balance.
Trotzdem spüre ich, dass ich keine Insel bin und so ganz allein durch mein Leben schaukeln möchte. Und ich habe einen Partner, der zwar sagt er möchte gern mit mir zusammen sein dies aber im Alltag nur schwer hinbekommt.
So wünsche ich mir Gemeinsamkeiten mit ihm, Zeit, ein Zuhause, gemeinsame Erlebnisse, für einander einstehen. Dies gelingt ganz ab und zu aber im Alltag halt nicht.
So sehr ich auch mein Insel-Dasein aufgebaut habe, so sehr ich auch Zufriedenheit für mich selbst suche und finde...diese Sehnsucht noch einer gemeinsamen Heimat bleibt.
Ich will mich nicht von ihm abhängig machen. Glaube auch, dass ich mich bei einer Trennung gut auf mich besinnen kann...aber mal ganz ganz ehrlich ist es denn so unausgegoren wenn man gut bei sich angekommen ist und sich dennoch eine Heimat mit jemanden gemeinsam wünscht?
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09.10.2010, 18:35
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Nein, es ist nicht unausgegoren. Du beschreibst gerade Einsamkeit. Die Einsamkeit die viele Single haben...schoene Wohnung, Freunde, Job...aber es fehlt was.
Du hast dieses "Was" schon ein bisschen weniger. Du hast einen Partner. Aber dir fehlt noch was.
Ziehst du zu ihm..verlierst du im Gegenzug Freunde, Wohnung, ev Job. Auch Unabhaengigkeit.
Zieht er zu dir..fuer ihn aehnlich.
Eigendlich wollte ihr beide das nicht aufgeben, eben weil es dann bedeutet dass man fuer einen Gewinn wieder einen Verlust hat.
Er ist mit der Situation wie sie ist wohl zufrieden, er hat fuer sich erkannt was er nicht aufgeben will.
Hast du das auch erkannt? Weisst du welchen Preis du bereit bist zu zahlen? Und hast du ihm das dann mal anhand dieser Ueberlegung vorgeschlagen?
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09.10.2010, 19:12
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Ich glaube hier ist noch eine Fehlinterpretation.
Wir leben beide in ein und derselben Stadt nur an unterschiedlichen Enden. Ich muss also nix aufgeben um mit ihm gemeinsam zu leben.
Durch seine hohe Eingebundenheit im Job und durch die Kinder fühlt es sich halt nur so an, als hätten wir eine Fernbeziehung. DAS EINE WoEn im Monat MUSS dann einfach ALLES hergeben.
Ich bin bereit den Preis eines gemeinsamen Neuanfangs einzubringen. Also meine Gewohnheiten, Eigenarten für ein gemeinsames Leben auf den Prüfstein zu stellen und wie schon sternschnuppe schrieb Kompromisse zu finden.
Vielleicht ist es das: ich würde gern aufbauen, mit allen Unabwägbarkeiten auch auf die Gefahr hin, dass es nicht funktioniert. Ich muss nicht auf Nr. Sicher leben. Ich möchte mich gern einlassen. (Bitte nicht wieder die Versorgungs-Arie, ich meine einlassen und trotzdem finanziell auf eigenen geerdeten Füssen stehen).
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09.10.2010, 19:22
AW: Ein Zuhause haben...Fernbeziehung ohne in die Ferne zu schweifen
Okay, dann hab ich das falsch verstanden,

Hast du ihn KONKRET gefragt ob du bei ihm einziehen kannst? Und was hat er darauf geantwortet?


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