Ich bin schon seit 20 Jahren von meinen Eltern weg. Zunächst 100 km, dann 300 km, dann 600 km. Alles wegen der Jobs! Sozusagen bin ich ein Jobnomade, ABER ich habe immer überlegt vor der Bewerbung und nur Städte gewählt, die mir zusagten. Natürlich hätte ich mich auch in der Pampa beworben, aber erst nach einem erfolglosen Jahr von "Wunsch" Bewerbungen.
Zu meinen Eltern will ich erst jetzt, wo ich merke, dass es viele unvorgesehene Situationen mit Krankheiten gibt und wo ich Tag und Nacht nur Kinderbetreuung mache und zugegebenermaßen erschöpft bin.
Wir sind schon ein Jahr hier. Ich habe jetzt Anzeigen gefunden auf die er prima passt. Er hat sie seit 3 Wochen, es passiert nichts.
Bezüglich des Hartz 4: der Druck wäre dann doch viel größer aktiv zu werden.
Das Problem ist auch: Mein Mann möchte nun auch in Eigentum investieren um unser Kapital zu sichern. Ich sehe das auch als dringend an, aber nicht hier!
Ich verstehe nicht was du meinst. Ich habe mich für alles was du aufgezählt hast konkret entschieden, für das hier nicht, da gab es keine tragbaren Alternativen.Zitat von Lottofee
Inwiefern ist das kein gemeinsamer Weg? Ich bin doch mitgegangen, wir sind doch zusammen. Was wäre denn für dich flexibel gewesen? Hätt ich mich scheiden lassen sollen? Hätt ich das Kind schnappen sollen und abhauen? Was wäre das denn für eine Art gewesen mit meinem Partner umzugehen?Zitat von Inaktiver User
Ich habe das auf meine Situation bezogen. Ich bin keine gelangweilte Hausfrau, die beschäftigt werden muss, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommt. Mir fällt genug ein, was ich in freier Zeit tun könnte.Zitat von Woodstock62
@Original_Sin+Faience
Danke, ihr habt meine Situation treffend beschrieben. Ich werde nun ein halbes Jahr warten, dann bewerb ich mich selbst.
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13.08.2010, 11:07
AW: Bin unglücklich, Mann tut nichts- was tun?
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13.08.2010, 12:06
AW: Bin unglücklich, Mann tut nichts- was tun?
... *man* kann es sich überall - wenn der geliebte Partner an der Seite ist - *einrichten*
...
Dabei kommt es immer zum Streit, er motzt mich an wie überlastet er wäre durch seine Arbeit und durch den Trouble, der dann zuhause auf ihn wartet.Ich werde mich hier nie wohlfühlen, ich will hier nicht bleiben.Mich ärgert unglaublich, dass er sich bei Bewerbungen keine Mühe gibt
... sprichst Du hier von DEINEN eigenen Kindern ??
Ich versteh ehrlich nicht warum soviele auf dem Standpunkt stehen, ich solle mich hier einleben. Warum soll ich irgendwo wohnen, wo ich nicht wohnen will?
... warst Du schon jemals mit etwas zufrieden ? ...
... kannst Du Deinen Mann schätzen ? ...Ich finde nicht, dass ich mich im Unglück suhle. Ich tue ja was dagegen und versuche die optimale Lösung.

*kopfschüttel*
Nur weil mein Mann nen Job hat irgendwo in der Pampa werd ich jetzt nicht in Glückseligkeit versinken.
... da hilft nur: *Umdenken*
...
... zeig ihm einfach Deinen Strang hier ...Es besteht kein Grund aufzugeben und seine Zeit mit Lückenbüßern zu füllen (wohltätige Dinge???) .
Inwiefern ist das kein gemeinsamer Weg? Ich bin doch mitgegangen, wir sind doch zusammen.
... Du scheinst das Ganze allerdings nicht *mitzutragen* ...
... Entschuldigung, doch ... gönnst Du Deinem Mann eine glückliche Frau an seiner Seite - oder willst Du ihn eher wegen dem Ortswechsel *bestrafen* ?? ...Ich bin keine gelangweilte Hausfrau, die beschäftigt werden muss, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommt. Mir fällt genug ein, was ich in freier Zeit tun könnte.
(P.S.: ... Mir wird allein beim Lesen schon etwas *schwummrig*
... . )
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13.08.2010, 12:30Inaktiver User
AW: Bin unglücklich, Mann tut nichts- was tun?
Ich verstehe nicht, wieso viele jetzt auf Limba rumhacken. Ich kann ihre Gefühle nachvollziehen - sie ist in einer Stadt, in der sie sich nicht wohlfühlt, die Kinder liebt sie zwar, aber es ist trotzdem anstrengend, 24h am Tag verfügbar zu sein und keine alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten zu haben, sie ist besser ausgebildet als ihr Mann, aber er kann sich einen Rollentausch zugungsten ihrer Berufstätigkeit nicht vorstellen, und wenn sie parallel einen Job ausüben wollten, dann findet sie ihn in der Kleinstadt, wo sie jetzt leben (vermute ich mal, ich kenne die wirtschaftliche Situation dort nicht) auch nicht. Zudem will der Mann jetzt vielleicht ein Haus dort kaufen und damit diesen Zustand verfestigen.
Ich lese da ein Gefühl des Ausgeliefertseins, des Nicht-mehr-selbst-entscheiden-Könnens heraus sowie auch allgemeines Unwohlseins aufgrund des Ortes. Und das kann ich sehr gut nachvollziehen - unabhängig davon, was für Leute ich um mich herum habe und was für einen Job ich habe ist der Ort, an dem ich lebe, ein wesentlicher Bestandteil zur Zufriedenheit oder Glück. Ich habe schon an verschiedenen Orten gelebt und an manchen habe ich mich schlichtweg nicht wohl gefühlt - ich habe mich an die Rahmenbedingungen angepasst und habe es durchgestanden, aber zur Zufriedenheit brauche ich einen Ort, an dem ich mich heimisch fühle (wobei damit nicht meine Ursprungsstadt gemeint ist, sondern das "Zuhause", das Gefühl, angekommen zu sein), wo ich durch die Straßen oder durch die Natur laufe und mich dabei freuen kann, das ich hier lebe. Gewiss ist Familie und Job auch wichtig, aber ich würde eingehen, wenn ich in einer (für mich) tristen Gegend leben müsste.
Hier kommt verschärft noch das Thema hinzu, dass Limba von Ihrem Mann abhängig ist. Wobei ich die Situation wahrscheinlich schlimmer einschätze als sie ist, da ich selbst keine Kinder und keine finanzielle Abhängigkeit vom Partner haben wollte, während Limba sich dafür entschieden hat. Aber ich sehe es so, dass ihr Mann eine ursprünglich aus der Not heraus (Firmenumzug, kein anderer Job in Sicht) getroffene Absprache aus Bequemlichkeit heraus verletzt, in der Hoffnung, dass sie als der momentan nicht berufstätige Partner sich dem fügt.
Erstaunt hat mich der Hinweis von Latona, dass Limba ja ein paar Jahre (ich glaube, es war die Rede von 4-6 Jahren) in dieser Gegend bleiben könne und die Kinder hüten könne und sich danach irgendwo anders bewerben könne. Selbst wenn Limba jetzt einen sehr guten Lebenslauf hat, wie sie geschrieben hat - was für Chancen hat sie, nach diesem Zeitraum einen ihrer Ausbildung entsprechenden Job zu finden? Ich finde, die Weichen für einen Wegzug in eine (vielleicht auch unter Jobgesichtspunkten bessere? Ich weiß es nicht, wie es dort damit aussieht) Gegend müssten jetzt gestellt werden.
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13.08.2010, 16:36
AW: Bin unglücklich, Mann tut nichts- was tun?
@ MaclushaDa hast Du Recht, das habe ich nicht bedacht. 4-6 Jahre meinte ich jedoch nicht, eher 2-3, bis das kleinere Kind eben auch in die Kita kann.
Das heißt, je mehr er sich in dieser Situation einrichtet, desto kleiner werden ihre Chancen, woanders eine gute Stelle zu finden. Aber die sind jetzt auch nicht sehr gut, es sei denn, es gelingt ihr, woanders die Kinderbetreuungsfrage zu lösen. Und die Frage, wo sie denn ihre Kinder lassen wird, die wird vom neuen Arbeitgeber kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche!
Auf gar keinen Fall sollte sie sich von ihm auf Hauseigentum dort festlegen lassen. Diese Bestrebungen seinerseits finde ich nicht mehr zu rechtfertigen, sondern nur noch unfair, denn er weiß ganz genau, dass sie dort nicht längerfristig leben will. Wieso ihr also auch noch ein Haus ans Bein binden?
Aber was passiert, wenn sie jetzt woanders einen gut bezahlten Vollzeit-Job kriegen könnte, ihr Mann aber nicht? Der wird seinen jetzigen Job für sie nicht aufgeben und sich deswegen wohl kaum zum Hausmann machen lassen. Dann bleibt nur noch Fernbeziehung oder Trennung.
Ich habe den Eindruck, dass in dieser Beziehung keiner so richtig bereit ist, für die Familie/Kinder in seiner beruflichen Entwicklung zurückzustecken. Es ist zwar Scheiße, dass das immer noch einer tun muss, aber ohne gehts nun leider meistens nicht. Er ist dazu nicht bereit, und sie glaubt nicht mehr daran, dass sie ihrerseits noch eine Chance kriegt, da er den jetzigen Zustand zementieren will. Ich verstehe, dass sie kein großes Vertrauen mehr in seine Fairnesss hinsichtlich ihrer beruflichen Entwicklung hat. Ich würde ein solches Vertrauen angesichts der augenblicklichen Lage auch für naiv halten.
Mich erinnert das an eine Geschichte, die ich mal gelesen habe: Ein Paar, beide studiert, sie mit dem besseren Examen, suchte Jobs. Da er das schlechtere Examen hatte, gingen sie an Unis, wo er genommen wurde, denn an denen wurde auch sie genommen. Das ging ein paar Jahre so, dass sie sich immer ihm hinsichtlich des Ortswechsels anpasste. Sie schlug seinetwegen sogar einen Traumjob woanders aus. Als dann mal wieder seinerseits ein Jobwechsel anstünde, fragte sie, wann eigentlich sie mal dran kommen würde. Daraufhin fuhr er ihr übel über den Mund, was für Ansprüche sie denn stelle! Dieser Mann ging ganz selbstverständlich davon aus, dass seine Partnerin ihre eigenen Karrierechancen grundsätzlich der Beziehung unterordnet. Leider hat die arme Frau das zu spät festgestellt. Sie hätte sich früher dagegen wehren sollen.Geändert von Latona (13.08.2010 um 16:51 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!



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