Hallo liebe BriCom,
ich bin neu hier angemeldet, aber nicht neu hier ;-)...ich lese seit vielen Jahren mit großem Interesse viele Beiträge hier, habe aber noch nie die Gelegenheit genutzt mich anzumelden, meistens scheiterte es an einem Nick, die ja alle schon vergeben sind und darum heute auch mein überaus einfallsreicher Nick, der aber auf Anhieb angenommen wurde (Tube lag auf meinem Tisch).
Ich habe mich angemeldet weil ich ein Problem habe und weil ich mich mitteilen muss.Meine Freundinnen mag ich noch nicht anrufen deswegen, es würde die Sache für mich momentan schon zu offiziell machen, erstmal muss ich mir selber klar werden was ich möchte und wo der Weg hingeht.
Ich fange einfach mal an und hoffe, dass der eine oder andere erfahrene User was dazu zu sagen hat:
Vor 6 jahren habe ich mich aus einer grauenvollen Ehe befreit.Mein Ex-Mann und Vater meiner 8jährigen Tochter ist ein wirklich kranker und egomaner Mensch, dem nichts wichtiger ist in seinem Leben als er selber. Er betrog mich 3mal, er erniedrigte mich, er schaffte es, dass mein Selbstwertgefühl ganz am Boden war und ich ging mit unserer 2jährigen Tochter. Es folgte ein Rosenkrieg sondergleichen bis ich schließlich nach Monaten aufgab um Unterhalt und was mir sonst noch zugestanden hätte zu kämpfen und beschloß mein Leben mit meiner Tochter ganz alleine hin zu bekommen.
Es gelang, mangels Kindergartenplatz nur teilweise, ich konnte nicht arbeiten und so bezog ich 1 Jahr lang Hartz4, trotz bester Ausbildung (Akademikerin) und guter Jobreferenzen. Eine harte Zeit aber auch die ging vorbei.Mit 3 kam sie in den Kindergarten und 2 Monate später hatte ich einen guten Teilzeitjob und kam Stück für Stück wieder ins richtige Leben zurück. Ich genoß die Zeit mit Kind alleine, Männer gab es nur als lockere Bekanntschaften, mal mehr mal weniger und nie lernte einer das Kind kennen. Ich hatte die Nase voll von engen Beziehungen und dem was daraus wird - meistens.Mir ging es gut, auch wenn ich oft das Familienleben als solches vermißte, Ausflüge zu dritt, nach Hause kommen und da ist jemand der erwachsen ist und mit dem man Kaffee trinken und reden kann. Ihr wißt schon !
Vor 3,5 Jahren lernte ich dann abends einen interessanten Mann kennen, geschieden, erwachsener Sohn, aber leider beruflich in Barcelona lebend. Wir unterhielten uns nett und tauschten Email und Telefonnr. aus. Erst ging es langsam Stück für Stück, mal eine Mail alle 3-4 Tage, bis es dann immer mehr wurde und die Telefonate häufiger und länger. Er hatte sich vom ersten Moment in mich verliebt erfuhr ich später, ich fand ihn spannend, interessant und auch bei mir kribbelte es. Er wurde zu einem festen Bestandteil meines Alltags.Abends nach hause kommen und Rechner an :Mails checken, tagsüber SMS und Anrufe. Aber ich hatte einen Schutzpanzer um mich herum, darum war ich anfangs heilfroh, dass er soweit weg war. Doch er kämpfte richtig um mich, versuchte meine Mauern einzureissen und gab sich die allergrößte Mühe mich zu erorbern. Es dauerte aber er schaffte es. Er kam dann jedes zweite Wochenende zu mir geflogen, wir verbrachten viel Zeit miteinander und die Trennungen wurden immer schmerzlicher.
Meine Kleine mochte ihn auf Anhieb und die Beiden waren ein Herz und eine Seele und sind es heute noch. Er tat alles für uns, wir waren seine Familie und die Trennung von uns tat ihm fast körperlich weh.Er hatte alles was ich in meiner Ehe vermißt habe, er respektierte mich, meinen Job, mein Kind. Er verwöhnte, wie ein Mann verwöhnt, er machte mir jeden Tag zum glücklichsten meines Lebens.
Nach 10 Monaten Fernbeziehung reichte es ihm und er brach seine Brücken in Barcelona ab und kam zu uns in unsere Stadt. Ich wollte keinen Fehler machen und so suchten wir zunächst eine kleine Wohnung für ihn.Direkt zusammenleben, dazu hatte ich zwar lust, aber eben auch Angst und vorallem wollte ich das wegen dem Kind nicht. Zusammenziehen erst dann, wenn wir auch sicher sind, dass es klappen kann. Seine Wohnung war nur 1km entfernt von meiner und so verbrachten wir alle Zeit der Welt miteinander. Die Kleine blühte auf und schwärmte davon, dass er doch ihr Papa sein könnte. Meine Freunde, meine Familie alle mögen ihn, kommen bestens mit ihm aus und sehen wie gut er mir tut. Ich rede jetzt bewußt in der Gegenwartsform, da es eigentlich auch heute noch alles so ist.
Vor rund einem Jahr haben wir uns eine große Wohnung mit Garten gemeinsam gemietet.Wir haben es uns richtig nett gemacht, das Kind liebt das Leben zu dritt, wir sind eine richtige Familie geworden.
Ich habe noch keinen Tag an seiner Liebe zu mir und auch zu dem Kind gezweifelt und ich liebe in sehr. Beruflich könnte es besser für ihn laufen und ich bemühe mich ihn da so gut es geht zu unterstützen. Mit Liebe geht das, sagen wir. Gerade jetzt seit ca. 2 Monaten scheint es beruflich besser zu gehen, es gibt ein Licht und wir haben eine gute Lösung gefunden, dass es finanziell für ihn und somit natürlich für uns besser geht und auch eine die ihm Spaß macht.
Alles perfekt ! FAST !
Denn ich glaube seit geraumer Zeit dass er trinkt. Nicht viel, nicht regelmäßig aber eben zu den merkwürdigsten Zeiten und in mir manifestiert sich der Gedanke, dass er da ein Problem hat. Von Anfang an ist mir aufgefallen, dass er dem Alkohol nicht abgeneigt ist, aber da war das eben "normal", die Anfänge, wer kennt das nicht, da sitzt man abends zusammen wenn das Kind schläft, öffnet eine Flasche Wein, zündet Kerzen an und redet die halbe Nacht. Ich muss dazu sagen, dass ich generell ein "wenig Trinker" bin.Ich trinke nur in Gesellschaft und dann reichen mir 2 Gläser Wein. Mehr und ich bin betrunken, dieses Gefühl mag ich gar nicht. Er trank natürlich mehr als ich, was aber bei mir auch nicht schwer ist. Irgendwann fiel mir aber auf, dass er nie eher Ruhe hatte bis die Flaschen leer waren. Betrunken war er nie, höchstens beschwippst. Anfangs findet man das dann ja noch süß aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr und sagte dann auch, ich will nicht jeden Abend ein Glas Wein trinken, laß uns das mal einstellen. Okay, mache ihm nichts, sagte er.
Die Anfänge waren dann eh vorbei und es kehrte mehr Alltag ein, normal eben. Ab und an brachte er sich dann abends eine Flasche Bier mit vom einkaufen. Fand ich jetzt auch nicht schlimm oder beunruhigend. Aber auch hier nach einiger Zeit mein Einwand: "Du mußt aber doch nicht jeden Abend ein Bier trinken!" Okay, müsse er nicht, schmecke ihm halt, aber wenn es mich störe, dann eben nicht!
Dann stellte ich fest, dass er wenn wir mal Probleme hatten, also die, die jede Beziehung hat, da wo man sich zusammenraufen muss, dass er sich da zurückzog und Bier trank, mehr als eins. Insgesamt 3mal kam es dann zu unschönen, verbalen Szenen die ich auf seinen alkoholisierten Zustand zurückführte. Auch da wurde drüber gesprochen, er schämte sich ganz furchtbar und es folgten lange, alkoholfreie Phasen.
Auf Partys hat er sich bisher zweimal abgeschossen, auch das war ihm peinlich, auch daraufhin folgten Gespräche und auch dann folgten lange Phasen ohne Alkohol.
Vor 6 Wochen kam ich wochentags früher von der Arbeit, es war 13h und ich roch sofort eine Bierfahne. Ich war total geschockt! Am hellichten Tag und dann betrunken? Für mich unvorstellbar.Es folgte ein bitterböser Streit, er beschimpfte mich ich wolle sein Leben kontrollieren und er sei sehr wohl in der Lage seinen Bierkonsum zu kontrollieren und wenn es ihm Mittwochs um 11h eben nach Bier sei, dann trinke er ein Bier und lasse sich das von mir nicht verbieten. Es war ein unschöner Streit und er sagte Sachen, die er nüchtern nie gesagt hätte. Es folgte eine schwere Woche und ein langes Gespräch.Unter Tränen bat ich ihn kein Bier mehr zu trinken, Ich sagte ihm auf den Kopf zu, dass ich denke, dass er ein Problem habe.Das stritt er natürlich ab und lachte mich aus. Es folgte wieder Streit und abends bekamen wir lange geplanten Besuch.Da schoß er sich so richtig ab und es kostete mich alle Kraft das so gut es ging zu ignorieren.
Nach diesem großen Knall bat er mich um Verzeihung und schönte alles, er habe alles im Griff, ich würde dramatisieren, aber er würde es jetzt lassen wenn es mich so störe, schließlich wolle er mich nicht verlieren.
Es klappte! Ganze 4 Wochen lang.
Seit letzter Woche bringt er sich wieder hin und wieder ein Bier mit abends wenn er von der Arbeit kommt. Ich schwanke dann zwischen "Mein Gott jetzt lass dem Mann doch sein eines Bier am Abend!" und "NEIN, jetzt geht das wieder los.Braucht er das doch? " Ab und an bringt er sich sogar Alkoholfreies mit und sagt dann, es gehe ihm nur um den Geschmack. Wie gesagt, seit einer Woche abends. Am Wochenende waren wir viel zusammen und ich habe weder Bier gesehen noch gerochen. Und heute Nachmittag komme ich von der Arbeit, wundere mich schon, dass er die ganze Zeit nicht an sein Handy geht...und da liegt er in der Sonne und schläft wie ein Stein. Sein Handy neben ihm.Alle Weckversuche scheiterten, erst ein etwas burschikoseres Rütteln meinerseits holte ihn aus seinen Träumen. Und da sah ich es schon wieder: Seine Augen und wie er reagierte, er hatte wieder getrunken. ich war entsetzt und habe es ihm sofort gesagt. Er leugnete nicht, wich mir aber körperlich aus, damit ich es nicht rieche wahrscheinlich. Ich fragte ihn unter Tränen "Warum?Warum wo du weißt was es mir bedeutet?Warum nach unserem letzten Gespräch?" Ich war ganz ruhig aber sehr traurig. Er ließ mich stehen, machte sich einen Kaffee und sagte:"Ich kann sehr wohl beurteilen ob ich Nachmittags ein Bier trinke oder nicht und ich muss mir von dir nicht sagen lassen, dass ich das nicht tun soll. Ich mache was ich will. Und mein Bier verbietest du mir nicht!" Er war aggressiv und laut. Ich habe nichts entgegnet, ich bin in den Garten habe Kind und Hund geschnappt und bin stundenlang spazieren gegangen. ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich weiß nicht mehr was ich denken soll.
Hat er ein Problem? Ja ich denke er hat ein Problem mit Alkohol.
Kann ich damit leben ? Nein, so nicht!
Will ich ihn verlieren? Nein, will ich nicht um nichts auf der Welt will ich das!
Übertreibe ich? Ich weiß es nicht!
Müßte ich nicht eigentlich gehen? Ich will keinen Mann der trinkt und schon gar keinen Mann, der leugnet dass er trinkt. Aber ich liebe ihn. Unser Leben könnte so schön sein, wenn dieses Problem nicht wäre.
Ich fühle mich schlapp, matt und leer im Kopf !
Zwischen uns ist Funkstille seit heute Nachmittag, ich mag ihn im Moment nicht sehen und auch nicht mit ihm reden.
Sorry liebe BriCom für diesen langen Text - aber es hat so gut getan das alles rauszulassen und niederzuschreiben.
Eure traurige und verzweifelte Fenistil![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 373
Thema: Unser Problem !
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12.07.2010, 22:21
Unser Problem !
Geändert von Fenistil (12.07.2010 um 22:40 Uhr)
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12.07.2010, 23:54
AW: Unser Problem !
Aus deinem Text entnehme ich, dass sein Trinkverhalten für dich sehr problematisch ist, aber ob es "objektiv" ein problematischer Alkoholgebrauch ist, kann ich daraus weder schliessen noch ausschliessen.
Wie waren denn die beiden Party-Abstürze?
p.s. Du könntest den verlinkten Test mal "aus seiner Perspektive" durchführen http://www.focus.de/gesundheit/ratge...aid_54623.html.
p.p.s "unser Problem" halte ich für eine irreführende, geradezu gefährliche Verkoppelung. Er hat evt ein Problem. Und du hast ein Problem mit seinem evt Problem. Das ist nicht das gleiche. Aber so, wie du deinen Umgang damit schilderst, rutschst du in eine Vermischung dieser beiden Bereiche.Geändert von maryquitecontrary (12.07.2010 um 23:58 Uhr)
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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13.07.2010, 00:12
AW: Unser Problem !
Hallo Fenistil,
ob bei ihm ein Alkoholproblem vorliegt, vermag ich nicht zu beurteilen.
Ich verstehe oben zitierte Passage nicht.
Wenn Du es nicht schlimm fandest oder beunruhigend, warum dann die Einschränkung.
Und was genau war die Konsequenz?
Gab es eine Regelung, wann denn nun und wie oft oder nur dies vage 'nicht jeden Abend'?
Allgemein schätze ich Drogenproblematik so ein, dass, wenn jemand ein Drogenproblem hat, dann wird das nicht durch einen Verzicht wem-auch-immer-zuliebe gelöst.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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13.07.2010, 00:14
AW: Unser Problem !
Es gibt auch Beratungen für Angehörige. Da könntest du dich informieren. Vielleicht hilft dir auch diese Seite für den Anfang.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
Sommer 2021 - mehr als nur nasse Füße... reinklicken und mithelfen!
Moderatorin für:
Was bringt Sie aus der Fassung?Beziehung im AlltagTrennung und ScheidungÜber das KennenlernenForum für AlleinerziehendeReine Familiensache
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13.07.2010, 00:17
AW: Unser Problem !
Now, bring me that horizon.
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13.07.2010, 08:41Inaktiver User
AW: Unser Problem !
puh, ich fühle mit dir. habe mich vor drei wochen von herrn loop getrennt, weil auch er für meinen geschmack zuviel getrunken hat. ich bin auch ein wenig trinker. und wenn jemand jedes wochenende einen über den durst trinkt, mittags schon anfängt, dann hat derjenige ein alkoholproblem.
das hat dein partner auch. woran erkennt man eine sucht? leugnen.
er kann aufhören, tut es aber nicht? ja ja, kenne ich.
ich habe mich schon vor monaten intensivst mit dem thema beschäftigt. leider bin ich co-abhängig. so dass ich immer die augen zu gemacht habe und es nicht als so schlimm empfunden habe. doch es ist schlimm. das gute ist, dass wir nicht zusammen gelebt haben. aber die wenige zeit die wir miteinander verbracht haben, wollte ich ihn nüchtern haben. offenbar war ihm das egal und ich habe die konsequenzen gezogen. von einem mann mitte vierzig erwarte ich was anderes.
es gibt eine ambulante therapie. eine woche lang gibt es täglich beim hausarzt tabletten, die blutwerte werden kontrolliert. es muss nicht zwangsläufig eine stationäre therapie sein. macht aber natürlich nur sinn, wenn er aufhört zu leugnen. pass auf, dass du nicht auch in die co-abhängigkeit gerätst.
er ist mit seinem leben unzufrieden und flüchtet sich da in was. da habt ihr eine menge arbeit vor euch. wenn ihr euch liebt und es beide wollt, könnt ihr es schaffen die probleme aus der welt zu schaffen.
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13.07.2010, 09:27
AW: Unser Problem !
Jeden Abend ein Bier und manchmal auch Mittwochs um 11 oder 13 Uhr heisst für mich eindeutig Alkoholproblem.
Es mag Menschen geben, für die ist das überhaupt nicht viel - aber die Regelmäßigkeit machts. Dazu kommt, dass er wohl eher nicht über ein paar Wochen darauf verzichten würde, wenn du denn kein Problem damit hättest. Er tut es dir zuliebe, und hinterher ärgert er sich, da er es eigentlich trinken möchte.
Schwierige Situation. Ich verstehe gut, dass man den Menschen dafür nicht gleich in den Wind schießen möchte, und ich verstehe sehr gut, dass du ein Problem damit hast.
Etwas zu raten ist schwierig, da die Menschen ganz unterschiedlich sind. Bei einem nützt alles nichts, bei einem nützt ein Gespräch vor dem Hintergrund, dass er dies selbst ändern möchte, bei dem nächsten hilft nur der Schock, einen (zwei) Menschen zu verlieren, wenn er so weitermacht.
Bleibt es wirklich bei zumeist einem Bier, oder werden dann doch 2 bis 3 daraus, wenn er sich erstmal eins geöffnet hat? Wenn es ihm nur um den Geschmack ginge, könnte er sich immer alkoholfreies mitbringen, und nur hin und wieder mal eines mit Alkohol.
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13.07.2010, 09:46
AW: Unser Problem !
Ich finde es schon bedenklich, wie schnell ihr Euch zu der Behauptung hinreißen lasst, dass Herr fenistil ein Alkoholproblem habe.
Fenistil (ich finde Deinen Nick klasse!
), ich finde es bedenklich, wie Du ihn belauerst und überwachst und auch bevormundest - wobei ich Dein Verhalten auch ein Stück weit nachvollziehen kann.
Habt Ihr denn über das Thema mal in aller Ruhe, ohne Vorwürfe reden können?
Hast Du, was Alkohol angeht, eine Vorgeschichte, war in Deiner Familie jemand Alkoholiker?
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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13.07.2010, 10:03
AW: Unser Problem !
Ich finde es ganz gefährlich, wie hier einige Nutzer nach einem post eine Alkoholabhängigkeit diagnostizieren, ohne den Mann je gesehen zu haben (oder gar selber die nötige Ausbildung, so eine Diagnose zu treffen).
Ich bin auch keine Trinkerin, aber würde mir mein Partner die Male aufrechnen, mir die Tageszeit vorschreiben, zu der ich trinken darf, und selbst wochenlange Abstinenz nicht als gutes Zeichen werten, dann würde ich mir das ganz gewiss auch verbitten. Und zwar nach den ersten Gesprächen ebenfalls in unfreundlichem Ton.
Der Partner ist kein Kind, dass von der TE nur nach ihrem Maßstab erzogen werden muss, und dann ist alles gut. Sie ist fast Abstinenzlerin, also muss er das auch sein, sonst ist er ja automatisch Alkoholiker?
Man kann sich im Gegenzug auch fragen, warum schon wenige Male wirklicher Trunkenheit (2 Abstürze auf Parties in 3,5 Jahren) so ein Drama für die Partnerin sind. Und warum sie glaubt, dass sie nur dann streiten, wenn er getrunken hat. Vielleicht liegt dem Mann eine ganze Menge auf der Seele, die in der sonst ja ach so harmonischen Beziehung nicht angesprochen werden dürfen? Wo ja alles sooo toll und ungetrübt ist, dass man ja keinen Kontrollverlust zulassen darf? Und wenn sie jetzt sein Problem mit dem Trinken auch noch unter (ihre) Kontrolle bekommt, dann ist ihr Leben wieder in Ordnung?
Viele Menschen trinken mittags ab und an ein Bier, ohne deshalb Alkoholiker zu sein (ansonsten wäre die ganze Universität an der ich arbeite voller Alkoholiker, hier wird sogar Bier in der Mensa verkauft
).
Die Diagnose Alkoholismus ist kompliziert und sollte nicht ohne Grund von einer Fachperson vorgenommen werden. Ich würde mir jedenfalls nicht zutrauen, aus der Ferne und ohne die Person zu kennen, so eine Vermutung aufzustellen.
Liebe Grüße
Polarstern
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13.07.2010, 10:08
AW: Unser Problem !
Bis auf Weiteres a.D.


, der aber auf Anhieb angenommen wurde (Tube lag auf meinem Tisch).
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