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  1. Inaktiver User

    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es müssen gemeinsam "Lösungen" gefunden werden, mit denen sich beide wohlfühlen. Das geht, ohne dass die grundlegende Diskrepanz verschwinden oder wegdefiniert werden muss.
    Natürlich, das ist keine Frage. Das "gemeinsam" halte ich auch für einen ganz wichtigen Punkt, da ich mich in der Vergangenheit sehr oft verstellt/verbogen habe, um seinen Vorstellungen und Wünschen gerecht zu werden.
    Ich habe aber auch mittlerweile festgestellt, dass es mich auf Dauer sehr belastet, meine eigenen Gefühle zu übergehen. Das betrifft natürlich insbesondere das Thema der körperlichen Zuneigung. Da muss zwangsläufig ein Kompromiss gefunden werden, mit dem beide zufrieden sind. Diesen zu finden wird sicherlich auch nicht leicht werden.

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    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich, das ist keine Frage. Das "gemeinsam" halte ich auch für einen ganz wichtigen Punkt, da ich mich in der Vergangenheit sehr oft verstellt/verbogen habe, um seinen Vorstellungen und Wünschen gerecht zu werden.
    Ich habe aber auch mittlerweile festgestellt, dass es mich auf Dauer sehr belastet, meine eigenen Gefühle zu übergehen. Das betrifft natürlich insbesondere das Thema der körperlichen Zuneigung. Da muss zwangsläufig ein Kompromiss gefunden werden, mit dem beide zufrieden sind. Diesen zu finden wird sicherlich auch nicht leicht werden.
    Gemeinsam ist das Zauberwort. Und zwar JEDER als der, der er/sie ist.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sich was verändert, seit Du dich nicht mehr verstellst.

    Das ist doch normal, es hat wesentlich mehr "Gewicht", wenn Du meinst, was Du sagst. Nur so bist Du eine ernstzunehmende Person.

    An der Körperlichkeit kann sich deinerseits auch noch was ändern, wenn Du zu dir stehst. Hast Du eine Ahnung, warum Du nicht von dir aus "an ihn ran willst"?
    Wenn schon, denn schon!

  3. Inaktiver User

    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von XtraDry Beitrag anzeigen
    An der Körperlichkeit kann sich deinerseits auch noch was ändern, wenn Du zu dir stehst. Hast Du eine Ahnung, warum Du nicht von dir aus "an ihn ran willst"?
    Eine Ahnung habe ich nicht, Theorien schon eher.

    Was ganz klar zutrifft, ist eine Art Teufelskreis, aus dem ich gerade versuche auszubrechen: wenn ich keine Lust auf Körperlichkeiten hatte, habe ich das oft zurückgeschoben und mich nach seinem Willen gerichtet. Wenn man dann mit innerem Unwillen 30 Minuten kuschelt trägt das nicht unbedingt dazu bei, dass man es beim nächsten Mal lieber macht.
    Und so bin ich immer weiter in einer Art Strudel gerutscht, was ich leider viel zu spät erkannt habe. Böse, aber jetzt ist es so.

    Warum die Unlust ursprünglich da war, kann ich nicht sagen. Ich denke das ist auch eine Kombination aus verschiedenen Faktoren: ich hatte viel Stress und Druck durch Job und Studium, mein Partner hat sich teilweise sehr gehen lassen, eventuell spielen auch die Hormone (Verhütung) eine Rolle...

  4. gesperrt

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    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...Nun hat sich aber die Situation enorm gedreht: immer mehr wird mir recht gegeben und ich bekomme Zustimmung wenn ich meine Sicht der Dinge darstelle. Das wäre früher undenkbar gewesen.
    Ich habe es in der letzten Zeit auch ein wenig ausgereizt und Themen angesprochen, bei denen er früher besonders empfindlich reagierte. Auch dabei: "Ja, damit hast du sicherlich recht.".

    Ich frage mich jetzt, woher das kommt: Einsicht? Oder ein letzter Rettungsversuch, um mich davon zu überzeugen, dass er doch der richtige ist?
    Und auch, wie ich damit umgehen soll: froh sein, dass es so ist?

    nochmal an den Anfang zurück: kannst du ihn nicht selbst fragen, warum er nicht mehr so reagiert wie vorher, sondern zustimmend ?

  5. gesperrt

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    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Ahnung habe ich nicht, Theorien schon eher.

    Was ganz klar zutrifft, ist eine Art Teufelskreis, aus dem ich gerade versuche auszubrechen: wenn ich keine Lust auf Körperlichkeiten hatte, habe ich das oft zurückgeschoben und mich nach seinem Willen gerichtet. Wenn man dann mit innerem Unwillen 30 Minuten kuschelt trägt das nicht unbedingt dazu bei, dass man es beim nächsten Mal lieber macht.
    Und so bin ich immer weiter in einer Art Strudel gerutscht, was ich leider viel zu spät erkannt habe. Böse, aber jetzt ist es so.

    Warum die Unlust ursprünglich da war, kann ich nicht sagen. Ich denke das ist auch eine Kombination aus verschiedenen Faktoren: ich hatte viel Stress und Druck durch Job und Studium, mein Partner hat sich teilweise sehr gehen lassen, eventuell spielen auch die Hormone (Verhütung) eine Rolle...
    Lobst du deinen Partner auch? Dankst du ihm für die Veränderungen in seinem Verhalten, verbal oder auch so mit Körpersprache oder so?
    Redet ihr in der positiven Kommunikationsform miteinander?

    Warum seid ihr nicht mal zur Paartherapie gegangen, um heraus zu finden, welchen Anteil jeder an der Problematik hat.

    Darf ich dir ein Buch empfehlen?

    Die Wahrheit beginnt zu zweit bei Google leicht zu finden.

    In dem Buch wird eine Partnerschaftsfördernede Kommunikationsform beschrieben, auch sehr gut anwendbar zu anderen Menschen.

    Weiterhin empfehle ich:

    Liebe dich selbst, und es ist egal, wenn du heiratest.

    Den Titel finde ich nicht ganz passend, aber der Inhalt dieses Buches fand ich sehr interessant, hat mir viel gegeben und ich hätte dieses Buch gerne Jahrzehnte früher gelesen und mir damit einiges an Leid und Kummer in Beziehungen erspart und hätte mein eigenes Verhalten viel früher in Frage gestellt.

    Viel Erfolg für euch .

    Wildblume

  6. Inaktiver User

    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    nochmal an den Anfang zurück: kannst du ihn nicht selbst fragen, warum er nicht mehr so reagiert wie vorher, sondern zustimmend ?
    Habe ich natürlich schon getan. Er weiss es aber auch nicht.

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    Lobst du deinen Partner auch? Dankst du ihm für die Veränderungen in seinem Verhalten, verbal oder auch so mit Körpersprache oder so?
    Redet ihr in der positiven Kommunikationsform miteinander?
    Ich achte schon sehr darauf, wie ich mit ihm rede und lobe auch, wenn es angebracht ist. Mein Freund hat in dieser Hinsicht auch ein übertriebenes Bedürfnis. Ich möchte ihn damit nicht abwerten, aber es ist z.B. häufig so, dass er zu mir kommt, wenn er etwas im Haushalt gemacht hat und es freudestrahlend erzählt. In meinem Kopf entsteht da häufig das Bild eines kleinen Jungen, der sich sein Belohnungs-Bonbon abholt (), aber ich mache meist mit.
    Leider war in dieser lobenden Rolle meist alleine, d.h. ich war über lange Zeiträume hinweg die einzige Person, die zu seinem Selbstbewusstsein oder auch einfach einem positiven Selbstgefühl beigetragen habe. Wenn das nicht von mir kam, war es mies gelaunt und deprimiert.

    Bei ihm hingegen sehe ich kaum Bemühungen in der Kommunikation mit mir. Gereizte Antworten, weghören oder auch mal eine Beleidigung sind nicht selten. Besonders unschön finde ich das Verhalten einfach "ja" zu sagen, auch wenn er überhaupt nicht zugehört hat. Das hat sich glücklicherweise verbessert, kommt aber weiterhin vor. Die nötige Empathie oder auch nur eine leise Ahnung, wie man sich fühlt mit entsprechendem Desinteresse behandelt zu werden, fehlt ihm leider.

    Warum seid ihr nicht mal zur Paartherapie gegangen, um heraus zu finden, welchen Anteil jeder an der Problematik hat.
    Den Gedanken daran gab es mehrmals, es hat sich aber nie jemand darum gekümmert. Mein Partner hatte sogar mal entsprechende Anlaufstellen herausgesucht, hat aber dann mehrmals vergessen dort anzurufen... Dafür will ich ihm keine Schuld geben, wir haben uns beide einfach nicht nachhaltig darum gekümmert.

    Achja, danke für die Buchempfehlungen, werde ich mir heute abend mal anschauen.

  7. gesperrt

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    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Habe ich natürlich schon getan. Er weiss es aber auch nicht.

    Ich achte schon sehr darauf, wie ich mit ihm rede und lobe auch, wenn es angebracht ist. Mein Freund hat in dieser Hinsicht auch ein übertriebenes Bedürfnis. Ich möchte ihn damit nicht abwerten, aber es ist z.B. häufig so, dass er zu mir kommt, wenn er etwas im Haushalt gemacht hat und es freudestrahlend erzählt. In meinem Kopf entsteht da häufig das Bild eines kleinen Jungen, der sich sein Belohnungs-Bonbon abholt (), aber ich mache meist mit.
    Leider war in dieser lobenden Rolle meist alleine, d.h. ich war über lange Zeiträume hinweg die einzige Person, die zu seinem Selbstbewusstsein oder auch einfach einem positiven Selbstgefühl beigetragen habe. Wenn das nicht von mir kam, war es mies gelaunt und deprimiert.

    Bei ihm hingegen sehe ich kaum Bemühungen in der Kommunikation mit mir. Gereizte Antworten, weghören oder auch mal eine Beleidigung sind nicht selten. Besonders unschön finde ich das Verhalten einfach "ja" zu sagen, auch wenn er überhaupt nicht zugehört hat. Das hat sich glücklicherweise verbessert, kommt aber weiterhin vor. Die nötige Empathie oder auch nur eine leise Ahnung, wie man sich fühlt mit entsprechendem Desinteresse behandelt zu werden, fehlt ihm leider.

    Den Gedanken daran gab es mehrmals, es hat sich aber nie jemand darum gekümmert. Mein Partner hatte sogar mal entsprechende Anlaufstellen herausgesucht, hat aber dann mehrmals vergessen dort anzurufen... Dafür will ich ihm keine Schuld geben, wir haben uns beide einfach nicht nachhaltig darum gekümmert.

    Achja, danke für die Buchempfehlungen, werde ich mir heute abend mal anschauen.
    Ich vermute, ich bin ein paar Jahre älter als du und kann dir daher nur aus meiner Perspektive schreiben. Meine Gedanken sollen dich nicht verletzen.

    Ich wundere mich sehr, dass du den Mann an deiner Seite als Partner bezeichnest. Er verhält sich m.E. nicht wie ein Partner und scheint einige Defizite zu haben (Selbstbewußtsein, gesunde Kommunikationsverhalten) was erheblichen negativen Einfluss auf eine Beziehung hat, wie du ja selber inzwischen gemerkt hast.

    Andererseits finde ich, dass du bei dir selber schauen musst, warum du solange mit so einem Mann liiert bist, der wenig Potenzial hat (so lese ich es aus deiner Beschreibung), um eine gesunde Beziehunge zwischen zwei emotional reifen Erwachsenen eingehen zu können.

    Hier geht es nicht um Schuld, sondern um Anteile und zu schauen, wie es in den nächsten Jahren weiter gehen soll bzw. müsste.

    Vielleicht hast du diesen Mann getroffen, um dich selber weiter zu entwickeln und zu schauen, was du bei dir selber ändern musst, um die notwendige emotionale Reife zu bekommen, eine Beziehung auf Augenhöhe und auf einer wirklich partnerschaftlich Ebene eingehen zu können.

    Als ich jünger war, habe ich mir nie so ein Verhalten von einem Mann so lange wie du gefallen lassen. Von daher schau eher auf dich, hinterfrage dich bitte selber und lege den Fokus nicht auf ihn. So wirst du in deiner Entwicklung nicht weiterkommen und vergibst wunderschöne Lebensjahre.

    Lass wieder von dir hören .

    Wildblume

  8. User Info Menu

    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Liebe Lotte82,

    alles was ich hier lese, kommt mir sehr bekannt vor. Die (alten) Verhaltensweisen deines Freundes, die Aggressivität, wenn man ihn um etwas bittet und die anschließenden Retourekutschen.

    Wahnsinn... gibt es noch mehr solcher Männer. Ich habe einen ähnlichen Tread hier aufgemacht "Wieviel Stolz tut einer Beziehung gut?" und ich stehe auch an einem Wendepunkt. Jedoch ist von meinem Freund keine Einsicht zu erwarten, geschweige denn eine Veränderung seines Verhaltens bzw. eine unseres Miteinander.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück und Kraft, die für dich richtige Entscheidung zu treffen. Hör dabei auf dein Herz und deinen Bauch.... Ich weiß selbst, es ist zu leicht gesagt!

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von Susanne27 Beitrag anzeigen

    Wahnsinn... gibt es noch mehr solcher Männer.
    Es gibt seeeehr viele solche Männer! Ich denke und habe die Erfahrung gemacht, dass 20% der Männer halbwegs normal sind, der Rest hat irgendwelche extremen Defizite, die sich sehr negativ auf Beziehungen zwischen Mann und Frau auswirken.

    Warum werden wohl die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht?

    Wildbluem

  10. Inaktiver User

    AW: Plötzlich habe ich recht?

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    Es gibt seeeehr viele solche Männer! Ich denke und habe die Erfahrung gemacht, dass 20% der Männer halbwegs normal sind, der Rest hat irgendwelche extremen Defizite, die sich sehr negativ auf Beziehungen zwischen Mann und Frau auswirken.

    Warum werden wohl die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht?

    Wildbluem
    @Wildblume

    Bei allem Respekt vor deiner Erfahrung, aber die Schlussfolgerungen, die du hieraufstellst, hinken dermaßen, dass man sich fragt, wie du es geschafft hast, sie überhaupt auf die Beine zu stellen.

    Wenn 20 Prozent der Männer nur halbwegs normal sind, sind genauso viele Frauen nur halbwegs normal. Männer führen ihre Beziehungen schließlich nicht alleine. Männer und Frauen beeinflussen sich in ihren Beziehungen gegenseitig, sie scheitern also auch gemeinsam.

    Die meisten Scheidungen werden von Frauen eingereicht, das stimmt, aber aus dieser Statistik zu schlussfolgern, dies läge an den erheblichen Defiziten der Männer, ist eine äußerst subjektive, und noch dazu äußerst demagogische Behauptung.

    Es gibt weitere siebentausend Möglichkeiten, warum die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht werden, hier ein paar der provokantesten:

    - weil Frauen weniger bindungsfähig sind.
    - weil Frauen stärkere Erwartungen haben und diese schlechter kommunzieren können.
    - weil Frauen verantwortungsloser sind und nur an sich denken.
    - weil Frauen immer denken, es gäbe noch einen Besseren für sie.
    - weil Frauen nie genug kriegen können.

    Schade, wenn man so denken muss. Bei jedem Mann, den du kennenlernst, musst du dich fragen:
    Ist er einer der 20 Prozent halbwegs Normalen? Und woran erkenne ich das? Und wenn nicht? Und wenn doch?

    Und jeder Mann, der dich kennenlernt, wird sich fragen müssen: "Warum verhält sie sich so komisch? Wozu alle diese seltsamen Fragen? Warum glotzt sie mich so lauernd an?" und zu dem Schluss kommen: ".... Ach nee, da such ich mir lieber eine halbwegs normale Frau..."

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