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    Bin ich zu langweilig?

    Liebe Forum Leserinnen,

    ich bin hier gerade ganz frisch dazu gekommen und möchte gleich einmal eine Frage an Euch stellen...

    Zum Hintergrund: mein Freund und ich sind nun seit 2 Jahren zusammen. Es war vom ersten Tag an die grosse Liebe, ich bin nach nach zwei Wochen bei ihm eingezogen und wir haben unsere erste gemeinsame Wohnung nach nur 5 Monaten Beziehung bezogen. Es war bisher immer wie sein Gegenstück gefunden zu haben. Wenn der eine nicht da war, dann hat man sich gleich vermisst. Ich muss gestehen, dass man in solchen Phasen der Verliebtheit (bei uns dauerte diese Verliebtheit nun auch gleich 2 Jahre) wohl immer den fehler macht, sich zu sehr einzuigeln und Impulse von aussen nicht mehr wirklich zum Tragen kommen...

    Nun ja, jedenfalls ist seit Januar bei uns der "Wurm drin"...mein Freund (eigentlich ein reifer Mann mit 40 Jahren) meinte, dass er mehr Freiheiten benötigen würde, das ihm bewusst geworden ist, dass er nahezu keine Freunde mehr hat und das ihm die Impulse von aussen fehlen...das unsere Beziehung viel zu harmonisch ist und das wir zusammen ein "träges und langweiliges" Gebilde ergeben würden. Das sitzt natürlich erst einmal und man versteht echt die Welt nicht mehr....ich wurde aus einer intakten Beziehung in so eine Situation gedrängt und musste damit erst mal umgehen lernen. Er meinte, er will mit mir zusammen um die Beziehung kämpfen aber irgendwie sehe ich das nicht...dieses ewige auf und ab in unserer Beziehung macht mich wirklich krank. Mal sind die Tage wunderbar und im nächsten Moment ist er nachdenklich und grantig. Als Frau kommt man da auf wirklcich seltsame Gedanken: steckt eine andere Frau dahinter, will er mich verlassen, wie peppe ich die Beziehung auf, usw?

    Nun meine Frage...harmonisch ist ja eigentlich gleichgestellt mit langweilig...was macht ihr denn um nicht langweilig in der Beziehung zu werden....(mit meinen Mädels treffe ich mich, ich treibe Sport und gehe auch viel aus...ich sehe nicht unattraktiv aus...also die üblichen Ratschläge passen auf mich schon mal nicht...) oder um Euren Partnern wieder neue Impulse zu geben? Ist denn jemand in einer ähnlichen Lage?

    Liebe Grüße und jetzt schon DANKE für viele Antworten und gute Gespräche,
    Pepone13

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    AW: Bin ich zu langweilig?

    Nun meine Frage...harmonisch ist ja eigentlich gleichgestellt mit langweilig...was macht ihr denn um nicht langweilig in der Beziehung zu werden....(mit meinen Mädels treffe ich mich, ich treibe Sport und gehe auch viel aus...ich sehe nicht unattraktiv aus...also die üblichen Ratschläge passen auf mich schon mal nicht...) oder um Euren Partnern wieder neue Impulse zu geben?
    Und was bringt das konkret in Deine Beziehung ein?
    "Die üblichen Ratschläge" möchtest Du nicht - wie sind die denn?


    Nun ja, jedenfalls ist seit Januar bei uns der "Wurm drin"...mein Freund (eigentlich ein reifer Mann mit 40 Jahren) meinte, dass er mehr Freiheiten benötigen würde, das ihm bewusst geworden ist, dass er nahezu keine Freunde mehr hat und das ihm die Impulse von aussen fehlen...das unsere Beziehung viel zu harmonisch ist und das wir zusammen ein "träges und langweiliges" Gebilde ergeben würden.
    Mir würde das auch so gehen - klingt auch Bauchnabelschau zu zweit.

  3. User Info Menu

    smile AW: Bin ich zu langweilig?

    Der Mann ist unzufrieden mit seinem Leben, mit sich - und du sollst das ändern?

    Ich sach ma so:
    Er ist ja zu 50 % Teil der langweiligen trägen Masse, die er meint, zu sehen.

    Es liest sich jetzt nicht so, als hättest du ihm verboten, seine Freunde zu treffen. Das hat er für sich so entschieden. Eine Weile war es richtig für ihn, jetzt möchte er es ändern. Ist doch völlig ok. Ich verstehe nicht ganz, wieso er grantelt, soll er es ändern - und gut!

    Impulse von außen - also bei uns läuft das so:(ohne dass ich jetzt jemals zuvor darüber nachgedacht hätte)
    Ich bin viel auf Workshops und Seminaren. Habe viele verschiedene Interessen. Treffe viele Menschen. Habe infolgedessen viel zu erzählen.

    Ich weiß ja nicht, ob es nach dem Sport oder Ausgehen viel zu erzählen gibt, aber nach wahnsinnig viel Tiefgang klingt das zunächst einmal für mich nicht. Für einen Mann ist es sicherlich auch nicht so spannend, was sich die Mädels zu zu erzählen hatten usw.

    Dennoch - es ist nicht dein Job, ihn zu unterhalten. Sondern du lebst so, wie es dir Erfüllung bringt. Wenn er sich langweilt, muss er selber aktiv werden. Den Partner anzugranteln, halte ich aus der Ferne für ein "schlechte-Laune"-Verhalten, nicht wirklich fair, aber ich glaube, das wird sich geben, wenn er erstmal das Ruder rumgerissen hat.

    Was habt ihr für Gemeinsamkeiten?
    Ladet ihr mal Freunde ein oder so?
    Gemeinsame Ziele?

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  4. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu langweilig?

    Was genau stellt er sich denn unter "mehr Freiheiten" vor? Hat er sich dazu geäußert?

    Schlaflos

  5. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu langweilig?

    Zitat Zitat von Pepone13 Beitrag anzeigen
    Nun ja, jedenfalls ist seit Januar bei uns der "Wurm drin"...mein Freund (eigentlich ein reifer Mann mit 40 Jahren) meinte, dass er mehr Freiheiten benötigen würde, das ihm bewusst geworden ist, dass er nahezu keine Freunde mehr hat und das ihm die Impulse von aussen fehlen...
    Das empfinde ich als ganz normalen, legitimen Wunsch - "aussen" ist doch eben ausserhalb der 2er-Beziehung, also fehlt ihm der Austausch mit anderen Menschen. Ihr habt bisher das meiste als Paar unternommen, und da auch meist zu zweit allein?


    ...das unsere Beziehung viel zu harmonisch ist und das wir zusammen ein "träges und langweiliges" Gebilde ergeben würden. Das sitzt natürlich erst einmal und man versteht echt die Welt nicht mehr....
    Ihm fehlt die Auseinandersetzung, die Reibung - gerade wenn man sehr harmoniert als Paar, fehlt manchmal der Antrieb, der auch in einer kontroversen Haltung, Diskussion etc. liegen kann. Neue Erkenntnisse ergeben sich ja nicht durch göttliche Eingebung - sondern indem man sich mit verschiedenen Menschen austauscht.

    ich wurde aus einer intakten Beziehung in so eine Situation gedrängt und musste damit erst mal umgehen lernen. Er meinte, er will mit mir zusammen um die Beziehung kämpfen aber irgendwie sehe ich das nicht...dieses ewige auf und ab in unserer Beziehung macht mich wirklich krank.
    Hm, er hat sich da wohl nicht sehr diplomatisch ausgedrückt, wie?

    Aber dass du nun die Beziehung schon als "nicht mehr intakt" bezeichnest, und er meint, "darum kämpfen zu müssen" - finde ich schon etwas heftig.
    Ich wundere mich eher, dass die Anfangsverliebtheit mit zugehöriger Symbiosephase (die Zeit, in der man aneinader klebt und alles nur mit dem Partner machen will), bei euch so lange gedauert hat.

    Mal sind die Tage wunderbar und im nächsten Moment ist er nachdenklich und grantig. Als Frau kommt man da auf wirklcich seltsame Gedanken: steckt eine andere Frau dahinter, will er mich verlassen, wie peppe ich die Beziehung auf, usw?
    Viel einfacher: ihr seid auf dem normalen Weg Richtung Alltag. Lass ihm Freiraum, dann ist gut. Und bleib ein eigenständiger Mensch, du bist nicht nur der Teil eines Paares. Dann bleibst du automatisch spannend.

  6. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu langweilig?

    Also ich finde Karla bringt das alles ganz gut auf den Punkt.
    Er langweilt SICH, nicht du ihn- oder hat er das gesagt??
    Ich glaube du beziehst das nur auf dich,
    indem du harmonisch damit gleichsetzt.

    Bei zuviel Harmonie kann ich (derzeit) nicht mitreden ;))

    Hatte das "Problem" aber schonmal, ich empfand die Beziehung auch als zu glatt
    und brauche im zwischenmenschlichen Bereich (und nicht nur da) eine gewisse herausforderung.
    Nur Planet Terror ist natürlich auch nichts für mich, will auch Phasen haben wo ich mich entspannt zurücklehne.
    Aber dieses "wir sind wie ein Ei" finde ich auch sehr monoton und lähmend,
    ich denke jeder sollte auch mal (gelegentlich) allein ausgehen, übers Woe verreisen,
    etwas tun wo man potenziell neue menschen kennenlernen u neue eindrücke sammeln kann-
    und man gelegentlich mal wieder nur man selbst, und nicht mehr bloß teil eines paares ist.
    Angenehmer nebeneffekt ist dabei ein hauch von Eifersucht, der den anderen beschleicht.
    Sich nicht zuuuuu sicher zu sein (im großen u ganzen selbstredend schon, aber ich spreche von nem zarten
    anflug) kann beide parteien ungemein beschwingen.
    So meine erfahrung ;)

    PS: träges gebilde ist echt vergriffen in der wortwahl,
    dem würd ich echt schon aus protest zeigen, wie sich sein träges gebilde namens Freundin beim nächsten Flamenco-Kurs anmeldet u mit dem am heißesten aussehen Brasilianer der ganzen truppe sehr unträge das High-Heel-bestückte tanzbein schwingt*ggg.
    Frechheit!!!

  7. User Info Menu

    AW: Bin ich zu langweilig?

    ich denke auch, du solltest dich da nicht in die untergeordnete rolle derjenigen drängen lassen, die diese langeweile zu verantworten hätte. also wäre es vielleicht gut, wenn du es schaffst, dem "von ihm angegrantelt werden" gewisse grenzen zu setzen. sonst rutschst du ev. schnell in die rolle derjenigen, deren alleiniges interesse es ist, die beziehung zu erhalten. er tut dann immer mehr, was ihm gerade in dem kram passt und du bist verantwortlich, wenn es nicht so läuft und quasi ständig in der gefahr "er könnte mich ja verlassen, wenn ich nicht alles richtig mache".
    An der Beziehung muss euch beiden gelegen sein. nicht nur dir.
    Mir würde es auch so gehen, dass ich nach 2 Jahren Abkoppelung von außen, wieder den Drang hätte nach außen zu gehen. Hat er dir erzählt, was er sich darunter vorstellt. Wie er sich das überlegt hat? Ich finde es schon wichtig, dass jeder auch noch sein Leben hat. Sonst wird man zu abhängig von einer Person. Da hat er schon recht. Aber ich denke, wenn das euer einziges Problem ist - mal rausgehen und frei sein, seinen eigenen Interessen nachgehen, ist doch nicht so ein Problem. Klar, nach 2 Jahren, muss man sich wieder nen Freundeskreis schaffen, wieder an einen schon früher vorhandenen anknüpfen oder so...

  8. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu langweilig?

    warum hat er fast keine Freunde mehr?

    und was ist schlimm daran, mal nachdenktlich und auch grantig zu sein?

    sehr harmonisch - das ist ein starker Hinweis auf Oberflächlichkeit - wenn die Beziehung immer mehr in die Tiefe geht, knirscht und reibt es auch mal.

  9. User Info Menu

    smile AW: Bin ich zu langweilig?

    Hm, interessant. Schön, dass Karlamann und ich nicht unter Oberflächlichkeit leiden.

    Pepone, deine Beziehung ist intakt. Mach dir keine Sorgen. Ihr führt nur gerade Verhandlungen. Wie man das als Paar eigentlich oft tut. Alles normal. Nicht gerade das, was man sich zunächst mal so vorstellt unter der ewigen Liebe, aber mit den Jahren begreift man, dass man dem Ideal aus Romanen den Todesstoß versetzen sollte. Weil man sonst immer, immer unzufrieden sein wird.

    Den Tipp mit dem Flamenco-Kurs würde ich um-ge-hend beherzigen. Köstlich!

    Hast du ihn eigentlich jemals aktiv davon abgehalten, seinen Interessen nachzugehen?

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  10. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu langweilig?

    Es erscheint mir als sehr lange Zeit, das erst nach ZWEI Jahren zu bemerken.

    Was gab denn den Anstoß für dieses Umdenken, zwei Jahre lang hats doch (so scheints) funktioniert ?

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