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    Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Angeregt durch eine Diskussion in einem Nachbarstrang (allerdings über das Kennenlernen) und einem Buchtitel, bin ich nun hier gelandet.

    Ich führe seit nunmehr 12 Jahren eine Beziehung mit einem Mann, die man ggf. auch als „On-Off“ bezeichnen könnte. Mein Partner möchte trotz der langen Zeit keine „wirkliche Verbindlichkeit“. Das klingt erst einmal seltsam, aber es ist wie ich im Strangtitel geschrieben habe: Ich weiß nie, woran ich bei ihm bin.

    Wir haben uns mit Mitte 30 kennen gelernt. Vor mir hatte er mehrheitlich kurze Affären oder entweder Beziehungen zu Frauen, in denen er sich nicht einlassen konnte (wollte) oder umgekehrt. Allesamt würde ich nicht als Beziehung bezeichnen, da für mich da das Gemeinsame (und Zukunftsorientierte) fehlte.

    Inzwischen bin ich so durch den Wolf gedreht, dass ich angefangen habe, mir eine eigene Wohnung zu suchen und mich mit dem Gedanken trage, endlich auszuziehen. Es ist einfach nicht mehr auszuhalten.

    Jeder Wunsch nach Verbindlichkeit (Was willst du eigentlich von mir? Was erwartest du von dem Leben mit mir? Kannst du nicht irgendwie einmal konkret werden?) wird quittiert durch (kann beliebig ausgetauscht werden):

    1) Ich weiß es nicht
    2) Ich weiß es jetzt nicht
    3) Ich kann mich jetzt nicht entscheiden
    4) Momentan bin ich gar nicht gefühlsmäßig in der Verfassung irgendeine Entscheidung für oder gegen diese Beziehung zu fällen
    5) Wenn ich diese Beziehung nicht wollte, wäre ich doch gar nicht hier
    6) Ich will, dass du mich in Ruhe lässt
    7) Ich will nur, dass du verschwindest

    Ich habe immer das Gefühl, er wolle sich jede Option offen halten.

    Gehe ich auf ihn zu ... weicht er mir aus. Im besten Fall kommt von seiner Seite gar nichts. Ziehe ich mich zurück, ist er gekränkt. Ich habe das Gefühl, ich befinde mich seit Jahren in einem Schwebezustand. Und laufe immer nur gegen eine Wand.

    Wünsche meinerseits werden schlichtweg ignoriert oder wegdiskutiert. Durch seine „Verweigerungshaltung“ und „Hinhaltetaktik“ habe ich mittlerweile das Gefühl übermäßig viel in diese Beziehung gesteckt zu haben. Ich bin sozusagen: leergelaufen. Und das macht sehr unglücklich. Und mittlerweile auch sehr wütend.

    Tue ich Dinge für ihn oder die Beziehung – ist es eine Selbstverständlichkeit und wird nicht gewürdigt. Seine Taten sind jedoch im Gegenzug „übermächtig“ und werden wochenlang zitiert und mir „auf´s Butterbrot geschmiert“.

    Und in allem was in seinem Leben schiefgegangen ist, gibt es einen „Schuldigen“ (in der Regel bin ich das).

    Ich weiß nicht, ob es sich um Machspiele - oder was auch immer - handelt. Ich bin einfach völlig ratlos. Ich komme einfach nicht an ihn heran und habe das Gefühl, dass ich emotional verhungere.

    Für mich bleiben nur 2 Konsequenzen: Endlich gehen oder mich damit abfinden. Momentan bin ich eher dabei aus dieser Never-ending-Story auszusteigen.

    Kennt das jemand?

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    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Und seit 12 Jahren machst Du das mit?
    Was bist Du für eine belastbare Frau!
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Nein ich kenne das nicht.

    Aber ich wüßte eins: 12 Jahre würde ich so ein Spiel nicht spielen.

    Als ich meinen 2. Mann kennenlernte waren wir beide auch nicht die schnellsten - wir trafen uns 1 Jahr und hatten auch noch andere Dates bis wir sicher waren wir sollen zusammen bleiben.

    12 Jahre mit einem Mann der nicht weiß was er will oder besser der sich ja nicht entscheiden muß weil du alles so laufen läßt könnte ich mir nicht vorstellen.

    Was ich dir raten kann? Nägel mit Köpfen machen - Wohnung suchen, ausziehen - machen was du sagst! - und dann ist er dran! Und wenn nicht - dann nicht!

    Hast du nicht seit Jahren das Gefühl in einem Wartehäuschen zu sitzen und der Bus kommt nicht?

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    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Zitat Zitat von Secession Beitrag anzeigen


    Ich weiß nicht, ob es sich um Machspiele - oder was auch immer - handelt. Ich bin einfach völlig ratlos. Ich komme einfach nicht an ihn heran und habe das Gefühl, dass ich emotional verhungere.

    Für mich bleiben nur 2 Konsequenzen: Endlich gehen oder mich damit abfinden. Momentan bin ich eher dabei aus dieser Never-ending-Story auszusteigen.

    Kennt das jemand?
    Erst einmal, das hört sich traurig an, lass dich mal aufheitern
    Ich kenne so etwas in dieser Art, aber nicht über so eine lange Zeit hinweg. Ich kann dir eigentlich nur den Rat geben, darauf zu hören, was du willst, was dein Bauch dir sagt. In meinen Augen wird das auf Trennung hinauslaufen.
    Denn ich befürchte, dein Freund wird sich nicht mehr ändern, wieso sollte er auch, du machst ja alles, was er will.
    Und wenn es ihm gar nicht mehr gefällt, kann er immer noch mit der Achsel zucken und sagen: "Was willst du, ich habe doch von Anfang an gesagt, das wir nichts festes haben."
    Also lieber selber Nägel mit Köpfen machen ! auch wenn es schwerfällt
    Alles Liebe, Nellie

    Jetzt auch als Next erhältlich

    WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein

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    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    n zusammen bleiben.


    Was ich dir raten kann? Nägel mit Köpfen machen - Wohnung suchen, ausziehen - machen was du sagst! - und dann ist er dran! Und wenn nicht - dann nicht!
    Gleichzeitig
    Alles Liebe, Nellie

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    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Na Du hast ja Nerven! 12 Jahre in irgendwelchen Warteschleifen zu hängen ist schon heftig. Meine Schmerzgrenzen sind zwar auch sehr weit, aber ich glaube, nach ca. einem Jahr würde ich sowas beenden.

    Zieh aus, leb alleine und wenn der Herr was von Dir will, soll er Dir das kommunizieren - und zwar nicht nur "dass" er etwas von Dir will, sondern "was". Das kannst Du dann als Tatsache hinnehmen und entscheiden, ob Du damit leben willst. Aber ständiges Rumgeeiere ist nicht nur nervtötend, sondern auch respektlos und beleidigend.
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

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    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Ich kenne so etwas nicht, ich hätte mich sehr schnell aus der Beziehung gelöst oder wäre sie erst gar nicht eingegangen.
    Leere Dosen klappern laut.
    Ich bin ein netter Typ. Ich mache nur Zeichnungen über eine böse Gesellschaft (Tomi Ungerer)
    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich

  8. Inaktiver User

    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Ich kenne das auch So richtig klar geworden ist mir das aber erst in den letzten drei Jahren, und es ist eher so, dass die (unverbindlichen) Worte überhaupt nicht mit den (eigentlich recht verbindlichen) Taten zusammenpassen. Verwirrspiel irgendwie...

    Aber nun trennen wir uns räumlich, und von meiner Seite aus wird es auch eine "richtige" Trennung werden, die er jedoch nicht wahrhaben will - na klar, Unverbindlichkeit bis in die letzte Konsequenz. Oder eben doch nicht? Ich schaue dem mit gemischten Gefühlen entgegen.

    Liebe TE, du wirst um eine eigene Entscheidung nicht herumkommen. Vielleicht schaust du dir mal an, was dich davon abhält. Der Glaube, danach würde es (noch) trauriger um dich stehen? Hast du angst davor, alleine zu leben, zu bleiben? Verlustangst? Wie steht es um dein Selbstwertgefühl? Hältst du dich für attraktiv und denkst du, einen Mann kennenzulernen, wäre kein Problem? Wenn du diese Fragen alle ehrlich beantwortet hast, dann kommst du deinen eigenen Gründen bestimmt näher.

    Schlaflos

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    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du nicht seit Jahren das Gefühl in einem Wartehäuschen zu sitzen und der Bus kommt nicht?
    Das ist die wohl passendste Beschreibung der Situation.

    Aber es ist natürlich ein Bisschen wie abwechselnd heiß und kalt duschen. Immer dann, wenn ich fast auf dem Absprung bin, dann wird gehandelt. Und das kann er wirklich gut dann. Es ist wie - ich habe es irgendwo gelesen - großes Kino. Aber eben nicht wirklich konkret. Es bleibt immer so eine - wie ich finde - gewollte Verunsicherung.

    Für mich ist es ein klares: ich will mich nicht wirklich einlassen.

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    AW: Ich weiß nie woran ich bei Dir bin ....

    Zitat Zitat von maigruen Beitrag anzeigen
    Ich kenne so etwas nicht, ich hätte mich sehr schnell aus der Beziehung gelöst oder wäre sie erst gar nicht eingegangen.
    Ich habe den typischen Frauen-Denkfehler begangen: der ändert sich schon noch

    Es ist interessanterweise so, dass wir in dieser langen Zeit eine Menge zusammen aufgebaut haben. "Projekte" wie er es nennt. Mich erinnert das nur sehr an eine Geschäftsbeziehung. Und nicht an eine Liebesbeziehung.

    Mir fehlt einfach das, was eine Geschäftsbeziehung von eben dieser Liebesbeziehung unterscheidet: die Liebe.

    Übrigens hat er ganz am Anfang unserer Beziehung gesagt, dass es in seinem Leben eine klare Prioritätenskala gibt und dass eine Beziehung da nicht die Nummer 1 spielt.

    Ich hätte besser hinhören sollen .....

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