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    Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    ... so oder so ähnlich las sich ein Buchtitel vor kurzem bei Hugendubel...

    Liebe Bri,

    seit August lebt mein Partner nun mit mir und meinen Kindern zusammen. Vorher war ich mit den kids gut 7 Jahre alleine.

    Typisch Patchwork. Schön, aber auch anstrengend - vor allem für mich, die ich oft zwischen den Stühlen sitze.
    Ein Problem sind die unterschiedlichen Bedürfnisse meines Partners und mir im Abendablauf. Das fängt bei den Essensgewohnheiten an (mein Freund ist ein ausgesprochener Spätesser) und endet bei den verschiedenen Schlaf- und Nähebedürfnissen. Ich würde z.B. gerne ab und an schon um 22 Uhr ins Bett gehen, vielleicht noch kurz Lesen und dann schlafen. Er kann nie vor 23.30 Uhr ins Bett gehen, will aber dann auch noch Lesen. Wenn ich dann schon am Schlafen war, stört mich das sehr

    Meine Bitte, mehr oder weniger von Anfang an, endlich zwei getrennte Schlafzimmer bzw. Aufenthaltsräume einzurichten (wir haben die Möglichkeit und müssten sie ja nicht immer nutzen), prallte auf eine Art Empörung. Er meint, eine Ausweich-Matratze in seinem Zimmer reicht. Mein Freund hat übrigens ein "eigenes" Zimmer mit seinen Möbeln, Musik etc. "Mein" Zimmer wurde zum gemeinsamen Schlafzimmer mit großem Bett umfunktioniert. Und in dieses Bett will er sich natürlich legen wann er will. Und ich will ihn nicht auf die Matratze schicken...

    Durch meinen Job im Großraumbüro, die Kinder und jetzt durch meinen Partner fehlt mir definitiv Zeit für mich. Ein Rückzug, eine Tür, die ich einfach mal schließen kann und keiner darf reinkommen... Ich merke, dass ich immer unzufriedener werde mit der jetzigen Situation, habe aber das Gefühl, ihn mit meinem Wunsch zu verletzen.

    Und Ja: Ich liebe ihn sehr und bin auch gerne mit ihm zusammen
    Dennoch: Ist mein Wunsch nach einem eigenen Raum ein egoistischer Wunsch? Wo habt ihr euren Rückzug? Oder braucht ihr das gar nicht?
    Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos...

  2. Inaktiver User

    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Nein wir brauchen das nicht. Jedenfalls keinen eigenen Raum. Wenn ich Ruhe will dann nehme ich sie mir - egal wo. Das geht auch im Wohnzimmer oder in unserem Hobbyzimmer - je nach dem was ich vor habe.

    Wir sind gern zusammen.

    Und wir gehen fast immer gemeinsam ins Bett - egal wann das ist.

    Mit einem Partner der so ganz andere Bedürfnisse hat wäre ich nicht zusammen.

    Ich finde es ziemlich rücksichtlos ins Bett zu kommen wenn der andere schon schläft und dann noch Licht zu machen um zu lesen!

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    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Dennoch: Ist mein Wunsch nach einem eigenen Raum ein egoistischer Wunsch?
    Absolut nicht.

    Er hat sein eigenes Zimmer - nach seinen Wünschen eingerichtet - warum darfst du das nicht??

    Ich habe meinen eigenen Raum, mit meinem eigenen Bett. So muss ich mir keine Schnarchkonzerte anhören, kann ins Bett gehen und einschlafen, wann ich will.
    Er kann bis Mitternacht fernsehen, was er gerne tut, aber für mich der absolute Horror wäre.

    Gleiches Recht für alle.

    P.S. Wir sind seit 26 Jahren glücklich verheiratet.
    Geändert von 3146 (15.02.2010 um 08:52 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Schließe mich 3146 an (allerdings sind es bei uns "nur" 24 Jahre )

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    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Zitat Zitat von Gartenzwergin Beitrag anzeigen
    .
    Dennoch: Ist mein Wunsch nach einem eigenen Raum ein egoistischer Wunsch? Wo habt ihr euren Rückzug? Oder braucht ihr das gar nicht?
    Wir haben zwei Zimmer - das eine eher nach seinen, das andere eher nach meinen Bedürfnissen gestaltet. Beide Zimmer sind Arbeitszimmer, eines fungiert zugleich als Schlaf-, das andere als Wohnzimmer.
    Wenn ich meine Tür zumache, ist sie zu. Anklopfen kann man, aber prinzipiell ist klar, dass ich Ruhe brauche - ob zum Arbeiten, Lesen oder was auch immer, ist ja egal.
    Wenn mich jemand beim Schlafen stört, werde ich grantig - und zwar so grantig, dass das seeehr selten vorkommt.

    Ich finde nicht, dass Deine Wünsche egoistisch sind. Manche haben dieses Ruhebedürfnis nicht. Aber Du hast es und merkst selbst, dass Du kribbelig wirst, wenn es nicht erfüllt wird.
    Die Art Deines Freundes, ins Bett zu kommen, wenn Du schläfst und dann erst mal Licht zu machen und zu lesen, halte ich für rücksichtslos.

  6. Inaktiver User

    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    ich brauche einen solchen Rückzugsraum nicht - und wir leben auch glücklich mit einem kleinen Bett und nur einer Bettdecke.

    Trotzdem möchte ich Dich auffordern, zu Deinen Bedürfnissen zu stehen und Dich auch durchzusetzen.

    Es war schon ein Fehler (aber ja ein korrigierbarer), dass "Dein Zimmer" zum gemeinsamen Schlafzimmer wurde und nur er ein eigenes Zimmer hat.

    Und jetzt ist es Deine Sache, "ihn auf seine Matratze zu schicken" - warum möchtest Du das nicht?

    Dein Schlaf ist wichtig - und entweder Ihr geht gleichzeitig ins Bett oder er schläft in seinem Zimmer. Ist doch ganz einfach, oder?

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    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schließe mich 3146 an (allerdings sind es bei uns "nur" 24 Jahre )
    Schließe mich auch an. Wir sind 30 Jahre zusammen und glücklicher, seid wir getrennt schlafen.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

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    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Hallo Gartenzwergin,

    ich kann Dich sehr gut verstehen und auch wir leben mit "doppelten Zimmern".
    Wir haben nicht mal Kinder und trotzdem war es mir und meinem Mann wichtig, dass jeder für sich einen kleinen Raum hat, in dem er "sein zeug" hat...
    Aus 2 getrennten haushalten kamen Möebl doppelt zusammen, die haben wir in "mein" Zimmer gestellt, das somit voll ausgestattet auch als Gästezimmer herhält, abe rauch ich kann dort mal was im TV sehen wie ich will oder in Ruhe lesen, was auch immer. Er hat ein Büro und kann dort z.B. rauchen oder PC Spiele spielen, wann er mag...in der restlichen Wohnung wird nicht geraucht.
    Ich gehe auch immer früher ins bett als er, aber ich lese dann noch und er sieht noch fern und liest auch noch.
    Somit wird keiner gestört und wir sind trotzdem zusammen!

    Wir hatten immer die Meinung, dass man nicht alles und jede Sekunde miteinander teilen muss, uns sind jeweilige Freiräume, wie auch immer man als Paar diese für sich definiert, ist ja wurscht, sehr wichtig, diese könne auch in der kleinsten Wohnung Raum finden, wenn man will, aber man muss sie erhalten und der andere sollte damit auch gut leben können.
    Es geht ja nicht um getrennte Wohnungen!

    Wenn einer krank ist, ist es super, dass man ausweichen kann ohne auf einer unbequemen Couch schlafen zu müssen.
    Wenn mein Mann Besuch von Kumpels hat, kann ich mir trotzdem einen gemütlichen Abend zuhause machen, wenn ich nicht weg gehen will, in unserem Gästezimmer mit meinen alten Möbeln, das ist sehr gemütlich.
    Man macht das doch nicht jeden Abend und jede Nacht!

    Ich habe oft Durchschlafprobleme und stehe dann leise auf, nehme mein Buch, gehe in unser Gästezimmer und lese dort etwas, schlafe auch dort wieder ein...fertig.
    Niemand wird gestört, alle haben was davon!

    LG
    Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
    wird es sein, als lachten alle Sterne,
    weil ich auf einem von ihnen wohne,
    weil ich auf einem von ihnen lache.

    Du allein wirst Sterne haben,die lachen
    können.


    Antoine de Saint-Exupéry aus Der kleine Prinz

  9. Inaktiver User

    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Dennoch: Ist mein Wunsch nach einem eigenen Raum ein egoistischer Wunsch? Wo habt ihr euren Rückzug? Oder braucht ihr das gar nicht?
    Doch, sehr.
    Deshalb haben mein Partner und ich nicht nur getrennte Schlafzimmer sondern wir wohnen auch getrennt, ganz bewusst. Sind zwar mit dem Velo nur 3 Minuten, aber jedes hat seine eigenen 4 Wände und die sind wichtig.
    Würden wir uns zum Zusammenziehen entschliessen, dann nur in einer Wohnung, die gross genug ist, damit jedes sein eigenes Zimmer samt Bett hat. Wir brauchen beide unser eigenes Nest, unseren eigenen Rückzugsraum. Das tut unserer Beziehung gut und vermeidet unnötigen Konfliktstoff.

    Leonie hat Recht mit dem da:

    Es war schon ein Fehler (aber ja ein korrigierbarer), dass "Dein Zimmer" zum gemeinsamen Schlafzimmer wurde und nur er ein eigenes Zimmer hat.
    Setzt euch zusammen und sprecht darüber. Und zwar nicht in einem Moment, in dem die Frage gerade wieder aktuell und somit konfliktträchtig ist, sondern mal während eines Spaziergangs am Nachmittag oder so. Deine Message an ihn müsste genau das da sein:

    Durch meinen Job im Großraumbüro, die Kinder und jetzt durch meinen Partner fehlt mir definitiv Zeit für mich. Ein Rückzug, eine Tür, die ich einfach mal schließen kann und keiner darf reinkommen... Ich merke, dass ich immer unzufriedener werde mit der jetzigen Situation,

  10. User Info Menu

    AW: Zersägt eure Ehebetten... und werdet endlich glücklich!

    Liebe Gartenzwergin,

    ich kann Deinen Wunsch sehr gut verstehen!
    Genau aus dem Grund, dass ich gern Rückzugsmöglichkeiten habe, haben mein Freund und nicht nicht vor, zusammenzuziehen.
    Ich lebe mit meinem Sohn zusammen, er hat eine eigene Wohnung.
    Ein wichtiger Grund dafür ist auch, dass unser Tagesrhythmuss total verschieden ist. Ich muss mit Kind früh aufstehen (er muss in die Schule) und habe einen "ganz normalen" Job tagsüber, allerdings Zuhause im Home Office.
    Er ist Musiker und arbeitet fast immer abends. Was dazu führt, dass er selten vor 2.00 ins Bett geht und morgens sehr lang schläft. Außerdem ist er dann tagsüber quasi immer Zuhause (und übt oder schreibt Rechnungen oder so). Das hieße, wir wären STÄNDIG zusammen.
    NEE, das geht nicht.

    Ich an Deiner Stelle würde das Thema noch mal anschneiden, in einer ruhigen Minute. Ich würde ihm auch sagen, dass es nicht persönlich mit ihm zu tun hat, sondern einfach an Eurer Lebenssituation liegt. Du brauchst eben etwas Zeit für Dich allein.

    ich habe erst nach der Trennung von meinem Mann gemerkt, wie anstrengend das war, dass er immer später ins Bett ist und dann oft noch den Fernseher anmachte oder das Licht.

    Versuch, es ihm sachlich klarzumachen.

    Ich drücke die Daumen!
    Die Osterglocke

    Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.

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