In gewisser Weise gebe ich Dir recht - allerdings nur mit Hans' Einschränkungen.
Für "unsere" Generation (ich bin gleich alt wie Du) gilt das noch eher - die heutigen jungen Frauen haben es da viel schwerer.
Aaaber - klar, es kommt ein "aber" -
- wenn ich meine Vita so ansehe, mit wirklicher Karriere - hier hätte es wirklich nahzu NIE einen passenden Zeitpunkt gegeben (aber ich wollte nie Kinder, ich musste dafür das Projekt "Hund" timen - weil ich einen wollte, aber nur dann, wenn er ganztags mit mir mit kann).
- die aus "unserer Generation", die Kinder wollten, haben sie allerdings jetzt wirklich schon gross. Soll heissen, die 40jährigen haben Kinder, die nahezu grossjährig sind. Meist sind die Eltern, die so agierten, aus einem absolut intakten Familienumfeld - und haben das Vorbild umgesetzt.
Die Frauen, die mit 35 also erst wirklich an Kinder dachten - haben sicher ihre Gründe.
Nicht zuletzt den, das "Kinder" eben eine etwas geringere bis gar keine Priorität hatten - eben bis zu dem Zeitpunkt.
Der Absatz mit der "Erpressung" - doch, das seh ich ähnlich, weil ich mich in diese defensive Position hineindenken kann.
Antworten
Ergebnis 141 bis 145 von 145
-
19.02.2010, 12:40Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich weiß nicht weiter......
-
19.02.2010, 12:50Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich weiß nicht weiter......
Liebe Dezemberschnute,
Du bist ja die Hauptperson ... Dir wünsche ich viel Kraft in der nächsten Zeit.
Vielleicht ist es nicht schlecht, dieses "Projekt" in genau diesem ungeklärten Zustand einfach für 2, 3, 6 Monate beiseite zu schieben, komplett aus Deinen Gedanken löschen. Zumindest 4 Monate hast Du Dir selbst ja noch gegeben - halte es ein, nimm das, was Du jetzt rausgelassen hast, einfach als Zwischenbilanz.
Mir hats in meinem Leben wirklich oft gut getan (rückblickend gesehen, und ich hatte ein sehr bewegtes Leben), genau das zu tun:
Zwischenbilanz
mit Beobachtungszeitraum
aber ohne das Thema überhaupt zu betrachten.
(Aber: Termin "Juni" ins TimeSystem, Filofax, oder was Du halt verwendest - FIX EINTRAGEN!)
Gehe davon aus, dass Du im Juni alles nochmal von vorne aufrollst, und zwar auch mit der nötigen Energie, aber bis dahin widme Dich mit all Deiner Kraft dem, was grad läuft.
Und das ist viel, ich kenne extreme (und noch viel extremere) Familiensituationen ....
... und im Juni reden "wir" dann weiter?
Alles Liebe,
MorningStar
PS: Bitte verzeih, wenn ich Dir irgendwo zu nahe getreten bin. Ich bin eine sehr erfahrene Pragmatikerin, und hab gesehen, das genau solche Aktionen wunderbar funktionieren. Ein weiteres Festbeissen an einem Thema, das momentan auch sachlich nicht gelöst werden kann, raubt unendliche Kraft. Ganz im Gegenteil ... mach den Alltag und hol Dir schöne Momente nur für Dich persönlich rein. Mach Dich - soweit es geht (!!!) locker.Geändert von Inaktiver User (19.02.2010 um 12:53 Uhr)
-
20.02.2010, 11:54Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich weiß nicht weiter......
Finde ich auch total traurig... Lebenswege sind doch sooo unterschiedlich ... wie man hier in der Bri gut sehen kann.
Ich habe mal einen Artikel gefunden, der "spätem Mutterglück" nicht so negativ gegenüber steht und auch belegt, dass es das doch oft noch gibt.
Spätes Mutterglück - Panorama - sueddeutsche.de
Ich bin 36 und finde manchmal Frauen in diesem Alter werden nicht nur aufgrund der "abnehmenden Fruchtbarkeit" langsam "angezählt". Die Partnersuche würde schwieriger etc. auf dem Arbeitsmarkt soll's schwieriger werden... Manchmal nervt mich sowas, denn ich fühle mich jung und sehe auch so aus
und laut Frauenärztin ist auch alles gesund und vorhanden und funktioniert - und ich habe keine Lust immer nur entmutigendes von irgendwelchen Statistiken zu hören. Ich habe noch viel vor in meinem Leben - beruflich und auch privat.
Ich finde auch sehr schade, wenn Frauen, sich rechtfertigen müssen, dass sie in irgendeinem Alter einen Kinderwunsch haben oder ihnen sonst eben Egoismus unterstellt wird.
Ich kenne so viele Männer, die zu dem Thema nur Lippenbekenntnisse abgeben oder Frauen hinhalten, weil sie denken, sie haben ewig Zeit ... und finden vielleicht noch was Besseres?
Kleine Anekdote am Rande: Auch für Männer nimmt die Zeugungsfähigkeit im Alter ab... nicht nur die eigene, hinzukommt: sie finden oder vielfach wollen eben auch keine Partnerin die im gebärfähigen Alter ist sondern eben annährend gleichalte Partnerinnen ... für sehr vermögende Männer soll diese Statistik allerdings nicht gelten...
Geändert von Inaktiver User (20.02.2010 um 12:13 Uhr)
-
20.02.2010, 12:07Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich weiß nicht weiter......
Stimmt - mit 40 kann eine Frau biologisch schon erwachsene Kinder haben - Männer übrigens auch. Für mich war Kinderwunsch immer da - aber immer als Kinderwunsch für "später" ... was ja mit 27 o.ä. sehr legitim ist. Und bin da genau dem Vorbild meiner Eltern gefolgt ... intakte Familie war selbstverständliches Ziel... vielleicht zu selbstverständlich?
Mein "einziges Problem" bei der Umsetzung von Familienwünschen war bisher: Man kann dies als eines der wenigen Dinge nicht allein entscheiden
- (zumindest in meiner Vorstellung). Und genau da hat es bisher einfach nie geklappt, mit dem richtigen Mann der selbst diesen Wunsch teilt.
Warum immer Frauen angreifen, wenn es um Geburtenstatistiken geht? Weil die Zielgruppe mit "um die 40-jährigen" einfacher auszumachen ist, als bei den Männern, die ja theoretisch auch in hohem Alter noch können? - Theoretisch, denn sie werden ja nicht öfter als Frauen "Elternteil". Ich habe sogar gehört, dass es mehr kinderlose Männer als Frauen gibt, aber die Männer, die Kinder haben dafür im Schnitt mehr Kinder haben als Frauen (eben von verschiedenen Frauen).
Wo sind die Männer beim Thema Familienplanung und Kinder kriegen?Geändert von Inaktiver User (20.02.2010 um 12:28 Uhr)
-
20.02.2010, 17:37Inaktiver User
AW: Was soll ich tun? Ich weiß nicht weiter......
Das ist etwas schwarz gesehen, finde ich.
Es gibt auch Männer, die sind in der Lage direkt zu kommunizieren, dass sie mal gerne Vater werden möchten.
Wollte noch erwähnen, dass mir persönlich auffällt, dass das Thema Männer und Unfruchtbarkeit kein Seltenes mehr ist (habe in meinem Freundeskreis das Thema mehrfach).
Will also meinen, dass auch Männer vielleicht nicht zu sicher sein sollten, unbegrenzt Zeit zu haben.



Zitieren
