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    Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    ich bin seit 3 jahren mit meinem freund zusammen und wir leben offiziell in getrennten wohnungen, inoffiziell ist er jedoch schon am anfang unserer beziehung bei mir eingezogen. ich habe eine kleine, komplett renovierte und voll ausgestattete 3-zimmer-wohnung... er hat eine winzige, heruntergekommene 1-zimmer-studentenbude, in der er sich angeblich nicht wirklich wohl fühlt.

    mein problem ist, dass er seine wohnung so gut wie garnicht nutzt, höchstens einmal die woche kurz vorbei fährt, aber gleichzeitig auch garnicht daran denkt sie mal aufzugeben und offiziell bei mir einzuziehen. gründe dafür sind angeblich, dass ihm meine wohnung zu klein ist und er sein eigenes reich braucht. gründe dafür, dass er kaum in seiner wohnung ist sind angeblich, dass ich ja nie mitgehen will und auch nicht dort schlafen will. ich fühle mich dort (genau wie er) nicht wohl, ich hasse es ausserdem ständig zu zweit hin und her zu pendeln und aus dem koffer zu leben, aber ich habe ihm angeboten ihn dort mal zu besuchen, wenn er denn überhaupt selbst mal öfter dort wäre... ich habe ja nichtmal die möglichkeit ihn zu besuchen, sondern müsste ihn am ärmel packen und hinschleifen, damit wir auch mal ein wenig zeit in seiner wohnung verbringen.

    ich will jetzt nicht unbedingt zusammenziehen, aber so wie es momentan läuft finde ich das nicht in ordnung und schade um das viele unnötig hinausgeworfene geld, das eigentlich in unsere nicht existente haushaltskasse gehören würde. ich finanziere unsere gemeinsame wohnung/haushalt komplett alleine, da wir ja offiziell garnicht zusammen wohnen, damit mein freund sich eine "zweitwohnung" leisten kann, die er garnicht nutzt... er beteiligt sich bei mir an garnichts, geht höchstens einmal die woche ein paar kleinigkeiten einkaufen und lädt mich alle 1-2 wochen mal ins kino oder zum essen ein. er muss sich keinen fernseher, waschmaschine, spülmaschine, haushaltsgeräte usw. kaufen, da er ja alles bei mir nutzen kann... genauso internet, telefon, tv...

    mir geht es nicht um das geld, sondern einfach um das prinzip. ich könnte das umgekehrt nicht mit meinem gewissen vereinbaren. ich könnte genauso sagen ich gebe meine wohnung auf und ziehe wieder in mein altes zimmer bei meinen eltern und wir wohnen ab jetzt bei ihm, auf seine kosten, denn ich lebe ja offiziell bei meinen eltern, auch wenn ich nie dort bin. versteht ihr was ich meine? gleichzeitig fühlt es sich für mich aber auch nicht wirklich richtig an ihm die halbe miete zu verlangen, weil ich dann dastehe als würde es mir nur um das geld gehen. irgendwie muss/will ich ihn aber dazu bewegen mehr oder überhaupt mal zeit in seiner wohnung zu verbringen, oder (falls er das weiterhin nicht möchte) dass wir dann offiziell zusammenziehen. ihm kann es theoretisch egal sein ob er bei mir die halbe miete übernimmt oder weiterhin seine miete für die ungenutzte wohnung zahlt, es kommt finanziell fast aufs gleiche raus, deswegen wird er es mit dem offiziellen zusammenziehen nicht eilig haben. wenn ich sehen würde, dass er seine wohnung wirklich braucht oder nutzt hätte ich kein problem damit, aber es ist einfach nicht fair so wie es jetzt ist!? oder wie seht ihr das? wie würdet ihr das regeln?

  2. Moderation

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    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    Du musst ein klärendes Gespräch führen. Wenn er bei dir lebt und deine Einrichtung nutzt, muss er sich zumindest an den laufenden Kosten zur Hälfte beiteiligen. Rechne aus, was du an Telefon, GEZ, Strom, Nebenkosten, Lebensmittel (hierzu rechne ich auch Waschmittel etc.) und evtl. Gas zu zahlen hast. Der Betrag halbiert = sein Anteil.

    Du sagst, du willst nicht "unbedingt" zusammenziehen, duldest aber faktisch, dass ihr seit drei Jahren zusammenlebt. Warum? Wenn du es nicht möchtest, dass er immer bei dir ist, warum hat er einen Schlüssel? Wenn du mehr Privatsphäre möchtest, nimm ihm den. Dann hast du deine Wohnung wieder mehr für dich und er muss in seine Wohnung.
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    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    Kommt mir bekannt vor, das mit der nichtgenutzten Wohnung - nur dass meiner es sich nicht erdreistet hätte, 3 Jahre lang voll auf meine Kosten zu leben. Er hat mir irgendwann selber die Beteiligung angeboten, an Miete und allen anderen Kosten (zumal ich damals weit weniger verdient habe als er). Mittlerweile haben wir eine größere, gemeinsame Wohnung. Manchmal dauern die Dinge eben ein bisschen. Ich hab mir irgendwann abgewöhnt, hochzurechnen, wieviele tausen Euro er für nichtgenutzten Wohnraum ausgegeben hat... ;-)

    Ich finde nicht, dass Du geldgierig rüberkämst, wenn Du ihm sagst, er soll in Zukunft bitte bei Dir mitbezahlen. Mitwohnen tut er ja auch. Wenn er dann doppelt bezahlen muss, ist das erstmal sein Problem. Das Mindeste ist die Hälfte aller Verbrauchskosten (Strom, Telefon, Heizung etc etc.) - mal davon abgesehen, dass Du ihn eigentlich auch dem Vermieter melden müsst wegen der Nebenkosten. "Besuch" ist das ja nicht mehr...

    Ich kann mir vorstellen, dass bei Deinem Freund (wie bei meinem damals wohl auch) ein Zögern, eine Angst davor, sich voll einzulassen, steht. Die Wohnung benötigt er als Anker - damit er da hinkann, wenn es mit Euch schief geht. Dafür zahlt er dann auch gern.
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  4. Inaktiver User

    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    Zitat Zitat von Eteterfon Beitrag anzeigen
    Ich kann mir vorstellen, dass bei Deinem Freund (wie bei meinem damals wohl auch) ein Zögern, eine Angst davor, sich voll einzulassen, steht. Die Wohnung benötigt er als Anker - damit er da hinkann, wenn es mit Euch schief geht. Dafür zahlt er dann auch gern.

    Man könnte sich ja wieder eine Wohnung mieten, wenn das mit der Freundin zusammenwohnen nicht hinhaut, dafür braucht man nicht die ganze Zeite eine ungenutzte "Zweitwohnung" zu bezahlen.....Männer!!!


    mingalaba, mir stößt diese Gesinnung sauer auf. Es geht einfach nicht dass man so schmarotzermäßig unterwegs ist. Mache ihm schnellstens klar, dass ohne Beteiligung an den Gesamtkosten die Mitwohnerei ab sofort nicht mehr möglich ist.

    Dass er eine zusätzliche Wohnung ungenutzt gemietet hat, dafür kanns du nichts.

    Meine Erfahrung mit einem solchen Herrn: Als ich von ihm (nach weitaus kürzerer Zeit als in deinem Fall) Beteiligung verlangte, ward er plötzlich in meiner Wohnung nur noch selten gesehen und in meinem Leben auch.....

    Ich wünsche dir nicht, dass du auch auf so einen Arsch reingefallen bist.


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    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    Zitat Zitat von mingalaba Beitrag anzeigen
    mir geht es nicht um das geld
    Natürlich geht es dir um das Geld. Und das ist auch richtig so! Auf Dauer funktioniert eine Beziehung nicht, wenn einer schmarotzt und der andere hofft, dass er das von selbst sein lässt. Ich würde dir empfehlen, das mit ihm ernsthaft zu klären. Es kann natürlich passieren, dass er dich daraufhin verlässt (oder du ihn). Aber so weiterzuleben, scheint keine gelungene Lebensalternative zu sein.

    Alles Gute für dich

    Fiella

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    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    Nein wirklich - so geht das nicht. Und er soll mir bloß nicht erzählen, dass ihm das nicht klar sei. Gerade, wenn man ein wenig ;-) rechnen muß, kennt man die Kosten ganz genau.

    Ich habe diesen Fehler auch gemacht. Teures Lehrgeld. Als ich kein Geld mehr hatte, war er - wech! Zuvor brachte er als eigenen Beitrag gerne mal eine Flasche Rotwein mit (ich bin Weißwein-Trinker) . Haha.

    Wenn dein Freund sich nicht an deinen Kosten beteiligen möchte, dann könntet ihr ja zusammen eine neue Wohnung suchen, bei der die Kosten durch zwei gehen. (Finde ich sowieso günstiger, sich zusammen etwas ganz Neues aufbauen zu können).

    Seine alte Wohnung kann er ja behalten - so mancher Mann braucht das eine Weile, um sich "frei" zu fühlen. Bis er merkt, dass er das nicht braucht.

    Ich habe allerdings eine Freundin, bei der läuft das schon über 10 Jahre so. Der Mann ist einmal die Woche bei sich selber daheim, ansonsten bei ihr. Auch da ist das Geld keineswegs übrig. Aber er braucht es einfach so. An heiraten usw. ist übrigens nicht im entferntesten zu denken, die derzeitige Lösung ist das äußerste, was er sich vorstellen kann.

    Denk dir einfach: Freunde, die man bezahlen muß, damit sie bei einem sind, sind keine Freunde. Sondern Geschäftspartner. Und mit denen geht man im allgemeinen nicht ins Bett.

    Ich wünsche dir den Mut, den es jetzt braucht, um dein Anliegen zu klären. Sag dir: Du hast es nicht nötig, einen Mann zu bezahlen. Und wenn er es nötig hat, sich aushalten zu lassen, dann kann er nicht der richtige sein für dich.

    Du schaffst das schon!
    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  7. Inaktiver User

    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    ich denke, dass du dir erst mal im klaren darüber sein musst, was du willst. ich lese in deinem post 2 dinge:

    1. er beteiligt sich nicht an den kosten, obwohl er 95% der zeit in deiner wohnung lebt
    => er muss hälfte der miete und lebenshaltung zahlen. am besten in einen gemeinsamen topf

    2. er wohnt bei dir obwohl du gar nicht zusammenleben willst.
    => klärendes gespräch. was will er, was willst du. wenn zusammenleben, dann mit kostenteilung. was er mit seiner wohnung macht, ist seine sache. wenn er sich seine wohnung und das leben bei dir nicht leisten kann, ist das auch seine sache. dann muss er was tun. nicht du ihn finanzieren.
    wenn du/er das gar nicht will, dann musst du ihm klar machen, dass du ab und an deine wohnung für dich haben willst. und musst dann wohl auch mal einen abend bei ihm verbringen.

  8. User Info Menu

    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    erstmal danke für die vielen antworten

    ich habe jetzt nur ganz kurz zeit und möchte schnell ein kleines missverständnis aus dem weg räumen, bevor ich mich dann später ausführlicher melde:

    es ist nicht so, dass ich nicht zusammenziehen möchte... ich hab das nur so vorsichtig formuliert, damit es nicht so rüberkommt, dass ich ihn jetzt unbedingt zwingen möchte bei mir einzuziehen. ich habe ihm schon vor zwei jahren angeboten offiziell einzuziehen, weil er eben immer da war und ich dachte er würde sich vielleicht nicht trauen was zu sagen... dass es für ihn so garnicht in frage kam hat mich damals ziemlich skeptisch gemacht und wir hatten öfter stress, weil er meinte ich würde ihn zwingen wollen. ich hatte aber nie vor ihn zu zwingen und ich hätte das auch nie bzw. nicht so früh vorgeschlagen wenn er eben nicht zu 99% bei mir gewesen wäre. es wär für mich wie gesagt ok getrennt zu wohnen, wenn ich sehen würde, dass er das braucht... auch wenn ich lieber zusammenziehen würde. hoffe das war jetzt verständlicher

    was die wohnungsgröße angeht: ich bin hier erst vor zwei jahren eingezogen... nachdem ich 1-2 jahre nach einer brauchbaren wohnung gesucht habe, hab ich hier mein kleines schmuckstück gefunden und vor dem einzug einiges an geld und arbeit reingesteckt. ich möchte deswegen vorerst nicht wieder eine neue wohnung suchen, zumal ich der meinung bin, dass diese für zwei groß genug ist und das nur ein vorwand ist. ich habe ihm das dritte zimmer (10m²) als eigenes zimmer angeboten, da ich es nur als abstellraum nutze, aber es ist ihm zu klein. dabei wohnt er auf weniger als 30m² und wenn man küche, bad, flur usw. abzieht, bleibt auch nicht viel mehr übrig... ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er das zimmer dann garnicht nutzen würde...

    übrigens meint er immer es wäre fair und würde sich ausgleichen, wenn wir dir halbe woche bei ihm verbringen würden... aber ich frage mich was daran fair ist wenn ich meine tolle wohnung gegen eine heruntergekommene, winzige bruchbude tausche wo man so garnichts hat was man braucht und schon garkeinen comfort, einen immer leeren verschimmelten kühlschrank, keine richtige küche, ein winziges bett in dem ich nachts kein auge zumach, nur eiskaltes wasser am waschbecken im bad, wenig platz usw... es wäre eine andere "verhandlungsbasis" wenn er eine gleichwertige wohnung hätte. und es ist nicht so, dass er sich keine leisten könnte, denn wir haben beide studiert und er verdient mehr als ich. ausserdem hat er mir mal wörtlich (wenn auch nur im spaß, haha) gesagt, dass er die wohnung als rückzugsort vor mir braucht... wieso sollte ich mich ihm also "aufdrängen"...
    Geändert von mingalaba (28.12.2009 um 13:08 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    sorry, du lässt dich ausnutzen, aber wie!

    wenn du alles allein bezahlst (miete, strom, gas, gez-gebühren, lebensmittel, waschpulver, klopapier und weiß der geier was, dann bringst du einige hundert euro monatlich auf, sagen wir mal 900 (in den raum geschmissen); davon müsste er erstens mindestens ein drittel tragen und zweitens selbst draufkommen!
    So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und die Tränen vom vergangenen Jahr des Menschen Seele reifen. (chinesisches Sprichwort)

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    AW: Zweitwohnung auf meine Kosten!?

    Zitat Zitat von mingalaba Beitrag anzeigen
    übrigens meint er immer es wäre fair und würde sich ausgleichen, wenn wir dir halbe woche bei ihm verbringen würden... aber ich frage mich was daran fair ist wenn ich meine tolle wohnung gegen eine heruntergekommene, winzige bruchbude tausche
    DAS ist aber eine ganz andere Baustelle, oder? WENN er nicht mehr immer bei Dir wohnen würde und Ihr Euch wechelseitig besuchen würdet - dann WÜRDE sich das ausgleichen, da hat er prinzipiell durchaus recht. Ob Du seine Wohnung nun toll findest oder nicht bzw. dass diese Deinen Ansprüchen nicht genügt - das ist dann wieder eine ganz andere Sache...

    Ich bin völlig bei Dir, was die Beteiligung seinerseits an den Kosten angeht - zumal wenn er gut verdient. Aber wenn Du bezüglich "gemeinsam wohnen" (was Du ja willst) auf einen grünen Zweig kommen willst, musst Du Dich evtl. doch ein wenig zurücknehmen. Gemeinsam was neues suchen, zB, und nicht kategorisch ausschließen, das Du DEINE Wohnung aufgibst. Selbst erwartest Du aber ja von ihm, dass er seine aufgibt (das ist sie, und sei sie noch so gruselig für Dich).

    Obwohl mein Freund und ich defacto schon seit 2.5 Jahren zusammenleben - sein "Zuhause" ist es erst jetzt, wo wir eine Wohnnung gemeinsam ausgesucht und bezogen haben. Sagte er neulich, dass sich das jetzt anders anfühlt für ihn (obwohl wir beide meine alte kleine Wohnung sehr mochten, es war halt doch "meine" und nicht "unsere").
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