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    Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Hallo ihr lieben Leser!

    Ich hätte da ein Problem...

    ... Also, ich bin gerade letzte Woche mit meinem Freund zusammengezogen. Ich habe zuvor in meiner 3-Zimmer-Wohnung gelebt und habe mir dafür in den letzten 15 Monaten einen kompletten Hausstand angeschafft, welchen ich nun in die gemeinsame Wohnung (Doppelhaushälfte) mit einbringe. Dies kommt meinem Freund sehr zugute, da er in seiner bisherigen 2-Zimmer-Wohnung nicht viel Stellmöglichkeit hatte und somit kaum Möbel mitbringt. Im Gegenteil, beim Umzug sind nun sogar Kleiderschrank und Kommode zu Bruch gegangen.
    Nun haben wir insg. 4 Zimmer zu befüllen, wobei nun wieder Anschaffungen zu machen sind.

    Es begann beim Arbeitszimmer, für das ein PC-Tisch nötig ist, da er ja seinen PC mitbringt. Ich besitze bewusst ein Laptop und bin somit arbeitsplatzunabhängig. Er war der Meinung, dass ich mich an den Kosten für den Tisch zur Hälfte beteiligen solle. Sein Argument: WIR wollen schließlich zusammen ein Arbeitszimmer herrichten. Mein Gegenargument: Ich benötige keinen Tisch.

    Dann habe ich fünf Deckenleuchten mitgebracht, er keine einzige!!! Wir benötigen aber für das Haus noch zwei weitere Lampen. Da WIR ja das Haus zusammen bewohnen, ist er auch der Meinung, dass WIR uns die Kosten der zwei weiteren Lampen teilen.

    Dann besaß er bislang keinen eigenen Badezimmerschrank (in seiner Wohnung gab es einen riesigen Spiegelschrank, welcher nur von ihm mitgemietet wurde), also muss ein neuer für seine Badartikel her. Er meint, da WIR zusammen ein Badezimmer einrichten und ich evtl. ein Regal mitbenutze, sollte ich auch die Hälfte dazu steuern. Ich bin der Meinung, dass mir meine Schränkchen ausreichen und ich halt keinen weiteren Schrank benötige.

    Nur bei der Anschaffung eines neuen Kleiderschrankes für seine Klamotten sieht er ein, dass ich mich nicht daran beteiligen brauche. Hallo? Meiner ist ja auch beim Umzug nicht kaputt gegangen.

    Ich bringe z.B. eine Essgruppe mit, da kann er doch wohl mal einen Stubentisch alleine kaufen!? Aber nee, es ist ja UNSER Wohnzimmer, als soll ich mich daran beteiligen...

    Z.B. möchte ich einen Tockner haben, den wir uns natürlich teilen, da wir den beide nutzen, obwohl ich die Waschmaschine schon mitbringe (er hat Wäsche sonst von Mutti waschen lassen)...
    Aber da bin ich ja auch fair...

    Ich bringe ja nun einige Sachen mit, von denen er auch profitiert, darum denke ich, dass er dies und jenes auch mal alleine anschaffen sollte. Schließlich musste ich dafür vor gar nicht langer Zeit auch mal Geld ausgeben, welches er sich während seiner 3-jährigen Single-Zeit gespart hat.
    Aber er meint, gemeinsames Haus, gemeinsame Anschaffungen...

    Bitte sagt mir, wie ihr das seht!? Handel ich da zu engstirnig und zu drastisch?

    Ich freue mich auf Eure Meinungen und lasse mich auch gerne belehren!

    Herzlichen Dank.

  2. Moderation

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    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Ich gehe mal davon aus, dass ihr in etwa gleich gut verdient.

    Grundsätzlich sehe ich es auch so, dass ihr das Haus gemeinsam bewohnt und auch gemeinsam nutzt. Also muss jeder seinen Beitrag leisten. Auf der anderen Seite störte es mich aber sehr, wenn ich für jede Anschaffung die Hälfte des Preises dazu zahlen sollte.

    Habt ihr das Problem, wie und wovon das Haus eingerichtet werden soll, nicht vorher besprochen? Ich könnte mir ein "Einrichtungs- und Reparaturkonto" vorstellen. Jeder von euch zahlt einen ausgemachten Betrag auf dieses Konto. Und davon werden dann alle Neuanschaffungen und Reparaturen bezahlt.

    So zahlt jeder dann die Hälfte, ohne dass dem anderen jedes Mal eine Rechung vorgelegt wird. Und wenn ihr z. B. einen neuen Grill oder neue Terrassenmöbel, Pflanzen für den Garten etc. anschaffen wollt, könnt ihr euch an dem Guthaben auf dem Konto orientieren. Und wenn das Geld nicht reicht, muss die Anschaffung eben noch warten.
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  3. User Info Menu

    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Mein ertser Gedanke beim Lesen:
    Wenn bei sowas auf die Art und Weise die Fetzen fliegen... was heißt das für Eure Beziehung?
    Ich weiß es nicht.

    Ich weiß, dass es beim Zusammenziehen mit meinem damaligen Partner einfacher war. Es wurde nicht aufgerechnet, wer mehr oder hochwertigere Dinge mit einbringt. Bei Neuanschaffungen habe ich mal ein Teil bezahlt, weil es mehr meinem Geschmack entsprach, mal er.
    Eine größere Anschaffung kauften wir zusammen (einer hätte es nicht 'wuppen' können) und bei der späteren Trennung lagen Belege als Grundlage der Auszahlung des anderen parat.
    Es gehörte immer eine m.E. gesunde Portion Realismus dazu, dass man sich mal trennen könnte und dann schnell geregelt werden kann, wem was gehört/wer was mitnimmt. Ausgesprochen haben wir die Trennungsoption nie, wäre auch kein Beinbruch gewesen, aber die Handhabung war einfach, logisch und fair uns - ohne Worte.
    Wie schön - denke ich im Nachhinein!

    Stelle ich mir ent-täuschend vor, wenn man sich gerade für den nächsten Beziehungsschritt entschieden hat und die schöne Motivation dann wegen dieser Dinge (!) getrübt wird!

    Die Gründe des Zusammenziehens sind schon Eure Gefühle füreinander oder rein nützliche?
    Ein Gespräch vorher kam Euch nicht in den Sinn?

    Ich wünsche Euch, dass Ihr ratzfatz eine für Euch beide gute Lösung findet
    + Euer Beisammensein genießen könnt!

    Minza

  4. Inaktiver User

    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Irgendwie klingt das für mich schauderhaft ...

    Offenbar fühlst du dich ausgenommen und ihr könnt das auch nicht richtig besprechen und es wird mit jedem Schränkchen herumgegeizt und jede Deckenleuchte wird vorgerechnet. Für mich wäre das nix

    Unter diesen Umständen würde ich eben nicht für jedes Stück halbe-halbe machen, sondern ganz klar aufteilen, wer was kauft. Und das ist dann "seins" - Punkt. Wenn er einen Tisch braucht und du nicht, dann bezahlt er eben den Tisch. Wenn du ihm kein Eckchen von deinem Schränkchen im Bad zur Verfügung stellen willst, wird er wohl einen eigenen Schrank kaufen müssen. Mir käme das aber wie gesagt furchtbar vor. Wollt ihr zusammenleben oder was soll das werden? Wenn du wirklich das Gefühl hast, er will auf deine Kosten leben, dann heißt es aufgepasst. Und dann musst du das *jetzt* zur Sprache bringen.

  5. Inaktiver User

    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Ich finde, Sachen, die man wirklich nur alleine nutzt (z.B. eigener Schreibtisch, Fön den nur Frau benutzt etc.) kann dann auch ruhig jeder für sich zahlen. Ich fänds auch komisch, wenn ich für den Schreibtisch meines Freundes zahlen sollte, den ich ja gar nicht mitbenutze. Und er vielleicht auch einen viel größeren/tolleren will als ich ihn kaufen würde.

    Aber bei den anderen Sachen würde ich nicht so aufrechnen. Das wäre für ihn ja jetzt auch eine ziemlich große Belastung auf einen Schlag, wenn er jetzt alles was noch fehlt alleine zahlen soll. Vielleicht kann er ja ein paar kleinere Dinge alleine zahlen und bei anderen teilt ihr.

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    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Ehrlich gesagt schaudert es mich auch ein bisschen bei deiner Geldaufstellung. Ich glaube das gesuendeste fuer eure Beziehung waere wenn jeder sein eigenes Ding kauft und einen grossen Zettel dranklebr.. Sein oder Meins. Das erleichtert die Aufteilung die sicher bald kommt

  7. User Info Menu

    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Nö, ich finde nicht, dass du da zu knickerig bist. Mich schaudert's auch - aber eher mit Hinblick auf seine Pseudogerechtigkeit. Die vermutlich in der Möbelfrage auch nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Nun ja, die Menschen sind unterschiedlich ...

    Von einem rational tickenden Partner würde ich erwarten, dass er ungefähr abschätzen kann, wie eine gerechte Verteilung aussieht. Und so, wie du es beschrieben hast, kann er das eben nicht.

    Weiß auch nicht so recht, wie man mit sowas umgeht. Wie wäre es, wenn du dich einfach weigerst, den Schreibtisch und die Badmöbel usw. mitzufinanzieren - du brauchst sie ja nicht, somit gibt es hier auch keinen Druck für dir. Vielleicht lässt du's einfach mal drauf ankommen.

    Wie das ausgeht, na wer weiß. Aber eins ist sicher: Du würdest dich jeden Tag ärgern und über's Ohr gehauen fühlen, wenn du zu sehr nachgibst. Soviel steht fest.

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    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Scheun, danke für Eure promten Antworten!

    @skirbifax: Er verdient das dreifache von dem, was ich bei meinem 40-Stunden-Beruf bekomme. Aber er zahlt Unterhalt für zwei Kleinkinder und dazu kommt eine nervige Ex-Frau, die sehr fordernd ist.
    Aber mit diesem Gemeinschftskonto wäre ich ja wieder beim selben Thema, dann kann ich auch bei IKEA an der Kasse stehen und ihm die Hälfte aus meine Portmonaie geben.

    Wir haben vor dem Zusammenziehen nicht ausführlich über die Anschaffungen gesprochen, da für MICH die Sache klar war, genauso wie für ihn...

    Ich habe ja nun erstmal die Fakten erläutert, wie mein Freund und ich zu diesem Thema stehen. Es ist dann tatsächlich so abgelaufen, dass er den PC-Tisch alleine bezahlt hat, da er diesen nunmal benötigt. Immerhin habe ich meinen Schreibtisch damals bei meinem Ex gelassen, da ich keinen mehr wollte, aufgrund meines Laptops. Er hat es also so hingenommen...

    Zu dem Badezimmer muss ich sagen, dass ich ihm Schubladen und Fächer freigeräumt habe, er diese aber nicht auf Dauer nutzen wollte, da er meinte, dass der Platz nicht ausreiche (Kids haben auch viel Bad-Equipment). Also ab zu IKEA und Badregal kaufen, er natürlich.

    Wir sprechen darüber, für ihn ist es so in Ordnung, sagt er. Er sagt aber auch, dass er es trotzdem blöd findet, weil wir ja schließlich ZUSAMMEN das Haus bewohnen. Aber wenn ich nunmal klare Verhältnisse in den Finanzen möchte, ist das auch so, meint er.

    Wie gesagt, Trockner geht für 50/50. Neue Garderobenmöbel ebenfalls, nutzen wir ja wirklich gemeinschaftlich.

    Ich habe vor über einem Jahr mein Sparkonto geplündert, um neue Möbel anzuschaffen und nu bin ich damit fertig, dachte ich jedenfalls... Und nur weil der Mann nicht so weit ist, soll ich da wieder ran!? Ist das jetzt zu krass ausgedrückt? Aber so denke ich nunmal.
    Und verdammt nochmal, ich möchte, dass er auch so denkt. Sonst habe ich ein schlechtes Gewissen............................... Mein Problem?

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    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Neiiiiin, du musst kein schlechtes Gewissen haben. Die fordernde Ex-Olle hat doch auch keins!

    Das ist sein Problem, mit wem er sich wann mal warum eingelassen hast. Es ist - zumal bei seinem Gehalt - nicht deine Verantwortung, seine Vergangenheit zu subventionieren.

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    AW: Fairness bei Neuanschaffungen für gemeinsame Wohnung?

    Zitat Zitat von girlfriend24 Beitrag anzeigen
    Ich habe vor über einem Jahr mein Sparkonto geplündert, um neue Möbel anzuschaffen und nu bin ich damit fertig, dachte ich jedenfalls... Und nur weil der Mann nicht so weit ist, soll ich da wieder ran!? Ist das jetzt zu krass ausgedrückt? Aber so denke ich nunmal.
    Und verdammt nochmal, ich möchte, dass er auch so denkt. Sonst habe ich ein schlechtes Gewissen............................... Mein Problem?
    Ja, DAS ist wohl Dein Problem, auszuhalten, dass er es anders sieht und das schlechte Gewissen (das Du m.E. nicht haben brauchst)!

    Aber Ihr habt ja bereits einige Komromisse gefunden: er kauft sich einen PC-Tisch, Ihr kauft Euch gemeinsam Trockner und Garderobe. Sind diese Kompromisse denn nun ok für Euch beide oder hängt der 'Haussegen' schief?

    Hat er schonmal mit einer Frau zusammengewohnt? Wenn er Kinder hat, Ex-Frau womöglich schon!? Wie lief denn da die Trennung ab bzgl. der Möbel? Hat er aus der Erfahrung vielleicht einen 'schrägen' Schluss gezogen? Fühlte er sich ausgenommen und meint das nun mit dem 'alles in einen Topf' regeln zu können?
    Vielleicht ist die Ursache für seine Denkweise eine Möglichkeit, einen für Euch beide gangbaren Weg zu finden? Wenn man das aufdröselt sieht er vielleicht das seine Vorsicht nicht "notwendig" ist.

    Stehen vielleicht auch Anschaffungen für seine Kinder an? Bett, Hochstuhl, Schreibtisch, etc... Die stehen ja auch im GEMEINSAMEN Haus.
    Rein theoretisch könntest Du, wenn ich seine Denke richtig verstehe, ihm eine Rechnung stellen üder den heutigen Wert Deiner eingebrachten Gegenstände, damit er Dir zunächst mal seinen Anteil daran bezahlt.
    Absurd!!!

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