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  1. Inaktiver User

    Fernbeziehung wird zur Belastung

    Zu unserer Geschichte: Wir sind Mitte 40, kennen uns seit 3 Jahren, haben vor ein paar Wochen geheiratet. Ich habe 2 Kinder (12,16) aus meiner ersten Ehe.

    Wir leben 150 km auseinander, und das seit wir uns kennen. Er hat seinen Job dort und ich meine Kinder hier.
    Seit wir uns kennen machen wir uns gegenseitig Mut, das wir das schon irgendwie schaffen mit dem Zusammenziehen. Langsam sinkt der Mut aber, momentan eher bei ihm als bei mir. Er leidet arg unter dem Getrenntsein unter der Woche, ist zunehmend depressiv und wird auch manchmal ungehalten am Telefon.

    Leider ist es so, das in der Branche, in der er arbeitet bei mir in der Region kaum Jobs zu finden sind. Hat er schon versucht und ist bei der derzeitigen Wirtschaftslage so gut wie aussichtslos.
    Ich kann hier nicht weg, weil meine Kinder teils bei mir, teils bei ihrem Vater leben. Wenn ich wegziehen würde, dann ohne meine Kinder.

    Natürlich hat das Ganze auch noch einen finanziellen Aspekt, 2 Wohnungen zu bezahlen ist ziemlich teuer und da ich (wegen der Kinder) nur einen 3/4 Job habe, unterstützt mein Mann mich, denn von meinem Gehalt und dem Unterhalt, den ich für die Kinder bekomme, kann ich nicht leben. Was natürlich zur Folge hat, das er auch sparsamer leben muss.
    In letzter Zeit frisst ihn das zunehmend an, er arbeitet wirklich sehr viel, hat eine verantwortungsvolle Position und trotzdem muss er an Stellen sparen, die er nicht so prickelnd findet. Und warum?
    Weil ich wegen der Kinder (die nicht seine sind) nicht Vollzeit arbeiten will.

    Ich habe die ganze Zeit versucht positiv zu sein, in letzter Zeit fällt mir das immer schwerer. Ich sehe die Situation zunehmend ausweglos und sehe den Weg nicht mehr.

    Hat jemand vielleicht ein paar Tipps, wie ich die Situation ändern kann bzw. besser mit ihr leben kann?

  2. User Info Menu

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Hallo no-way-out,

    warum habt Ihr geheiratet? Wie fühlte sich diese Situation vorher an? Und wie habt ihr konkret geplant und realistisch differenziert?

    Warum habt ihr trotz der Fakten geheiratet?

    -ND-
    Das Glück gehört denen die sich selber genügen." Aristoteles



    .

  3. Inaktiver User

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Hallo _ND_,

    wir haben geheiratet weil wir uns lieben und fest davon überzeugt sind zusammen zu gehören.

    Allerdings waren wir lange davon überzeugt, das der Jobwechsel für meinen Mann kein Problem sein wird, leider sieht das aber inzwischen ganz anders aus.
    Unsere Planung sah immer so aus, das er hierherzieht. Allerdings ist er auch nicht der Allerentscheidungsfreudigste, was solche Dinge angeht und ich erlebe ihn zunehmend als Menschen, der dasitzt, lamentiert und nichts dafür tut, das sich was ändert.
    Sage ich etwas in der Richtung zu ihm, das er sich schon ein bisschen bewegen muss, dann bekomme ich zu hören, das ich ja leicht reden kann, denn schließlich sei er ja derjenige von dem erwartet wird alles zu ändern. Ich würde ja nur dasitzen und sagen, ich kann nicht weg!
    Geändert von Inaktiver User (01.12.2009 um 10:58 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

  4. Inaktiver User

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde ja nur dasitzen und sagen, ich kann nicht weg!

    Naja,
    ich finde es schon mehr als bewundernswert von deinem mann,
    dass er dich finanziell unterstützt,
    weil du wegen DEINER Kinder eben nicht voll verdienst.
    Noch dazu scheint er unter dem räumlichen Abstand sehr zu leiden,
    jedenfalls mehr als du, oder wenn dann wohl eher indirekt,
    nämlich weil es ihm damit schlecht geht.
    Aber du bist ja auch nicht allein, hast Trubel, deine Kinder um dich.
    Er sitrzt so manchen Abend wohl einsam da, vermisst dich, sieht keine Änderung d. Zustandes in absehbarer Zeit.

    Wie alt sind denn die Kids?

    Wäre es nicht vorstellbar sie bei ihrem Vater zu lassen, zu deinem Mann zu ziehen,
    und sie zB. jedes Wochenende zu holen??

    150 km sind doch echt nix, die kannst ja quasi daheim in den Zug setzen und ihr holt sie ab. Könnt ihr euch dann mit zwei Vollgehältern und einer Wohnung auch locker leisten

  5. Inaktiver User

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Und auf dem halben Weg könntet ihr euch nicht treffen?

    Ich finde schon komisch, dass du von ihm erwartest zu dir zu ziehen obwohl seine Jobchance gleich Null ist - wenn ihr bei dir zusammen lebt ist er arbeitslos - ob das die Situation verbessert?

  6. User Info Menu

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Hallo no-way-out,

    der Sohn von meinem Lebensgefährten ist 6 Jahre und Vollzeit in der Kernzeitbetreuung.

    Deine Kinder 12 und 16 - und Du nimmst das als Argument, dass Du nicht Vollzeit arbeiten willst.

    Da bewegt sich wirklich nichts.

    Und einen Weg daraus sehe ich ebenfalls nicht.


    -ND-
    Das Glück gehört denen die sich selber genügen." Aristoteles



    .

  7. Inaktiver User

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Zitat Zitat von -ND- Beitrag anzeigen
    Deine Kinder 12 und 16 - und Du nimmst das als Argument, dass Du nicht Vollzeit arbeiten willst.

    Da bewegt sich wirklich nichts.
    Hatte ich überlesen.

    Denke auch, du zentralisierst die Kinder (für ihr Alter vor allem) zu sehr,
    dein mann spielt zweite Geige.
    Kann seinen Unmut echt verstehen,
    und auch wenn du jetzt hier Kritik bekommst- aber es geht dir ja um neue Denkansätze.

    Was würdest du denn an seiner Stelle tun??

  8. Inaktiver User

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Hallo Kaysheen,

    sicher kann ich ihn verstehen. Und Du hast sehr Recht mit Deiner Einschätzung über seinen und meinen Zustand!

    Über das Modell mit dem Wochenende habe ich auch schon nachgedacht. Leider versteht sich meine Tochter (16) so schlecht mit ihrem Vater, dass es nicht funktionieren würde, sie bei ihm zu lassen. Sie geht nur an den Wochenenden zu ihm, an denen sie halt hin muß. Außerdem haben beide Kinder ihre Freunde hier, bzw. die Große schon seit längerem einen festen Freund, mit denen sie die Wochenenden auch verbringen wollen.
    Mein Kleiner leidet sowieso schon sehr unter dem zwischen den Welten hin- und herreisen und artikuliert das sehr klar. Wenn ich unter der Woche nicht mehr da wäre, dann würde er noch mehr leiden.

  9. Inaktiver User

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und auf dem halben Weg könntet ihr euch nicht treffen?

    Ich finde schon komisch, dass du von ihm erwartest zu dir zu ziehen obwohl seine Jobchance gleich Null ist - wenn ihr bei dir zusammen lebt ist er arbeitslos - ob das die Situation verbessert?
    Hallo Dharma,

    nein, ganz sicher ist die Arbeitslosigkeit kein angedachter Weg.

    Den halben Weg will er nicht, weil wir dann aufs Land ziehen müssten und das will er nicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Fernbeziehung wird zur Belastung

    Zitat Zitat von -ND- Beitrag anzeigen
    Hallo no-way-out,

    der Sohn von meinem Lebensgefährten ist 6 Jahre und Vollzeit in der Kernzeitbetreuung.

    Deine Kinder 12 und 16 - und Du nimmst das als Argument, dass Du nicht Vollzeit arbeiten willst.

    Da bewegt sich wirklich nichts.

    Und einen Weg daraus sehe ich ebenfalls nicht.


    -ND-
    Hallo -ND-,

    wenn ich Vollzeit arbeiten würde, dann würde sich aber auch nichts an den anderen Dingen ändern, oder?

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