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    AW: Verlange ich zuviel???

    Hallo Edelherb,

    meiner Erfahrung nicht funktioniert es nicht wirklich gut, ein Bedürfnis, das nun mal da ist, wegzudrängen, auch wenn man sich mit dem Verstand noch so oft sagt, dass es unangemessen und zu viel verlangt ist. Das Bedürfnis ist nun mal da, und dann staut sich innerlich ganz schnell ein riesengroßer Frust an, der einen richtig wütend machen kann.

    Bei mir hilft dann nur, darüber zu reden und im Idealfall eine Lösung zu finden, die für beide Seiten okay ist, oder eben Rückzug. Ich habe so viele Jahre mich und meine Bedürfnisse klein geredet, und es hat nicht wirklich etwas gebracht, in dem Sinne, dass es mir damit besser ging.

    Ich glaube auch, dass man in einer Beziehung sehr feine Antennen dafür entwickelt, was unterschwellig abläuft. Vielleicht würde bubbles der Mangel an Liebesgeständnissen gar nicht auffallen oder stören, wenn sie nicht ein greifbares Symbol für eine diffuse Strömung in der Beziehung wären. Vielleicht spürt sie unbewusst, dass ihr Freund nicht innerlich ganz bei ihr ist, vielleicht nimmt sie einen unmerklichen Vorbehalt wahr. Sowas kann man oft gar nicht richtig in Worte fassen, aber man spürt es an solchen scheinbaren Kleinigkeiten.

    Ich plädiere immer dafür, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und sie auch anzusprechen. Das heißt nicht, dass man den Partner zur Wunscherfüllungsmaschine machen muss. Oft genug reicht es schon, dass man merkt, man wird mit seiner Bedürftigkeit ernst genommen und respektiert.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Verlange ich zuviel???

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich plädiere immer dafür, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und sie auch anzusprechen. Das heißt nicht, dass man den Partner zur Wunscherfüllungsmaschine machen muss. Oft genug reicht es schon, dass man merkt, man wird mit seiner Bedürftigkeit ernst genommen und respektiert.
    Mit dem, was Du schreibst, gehe ich grundsätzlich d'accord.
    Das Problem ist nur, dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse vom Gegenüber nicht immer erfüllt werden können und/oder erfüllt werden wollen. Eben weil er eine andere Sichtweise hat.
    Das ist für mich dann aber auch verständlich, wenn mir eben diese andere Sichtweise erklärt wird.

    @Bubbles
    Ich hatte bei meinem jetzigen Freund dasselbe "Problem". Es kamen zahlreiche Bekundungen, wie sehr er mich mag, usw. Auch Taten waren da. Aber die berühmten 3 Worte sagte er nicht.
    Ich habe ihn dann irgendwann ganz konkret gefragt, warum er das nicht sagt.
    Und bekam die für mich einleuchtende und erklärende Antwort, dass er an dem Punkt, dass er mich liebe, noch nicht sei. Er sei ver-liebt, aber noch nicht mehr. Und das käme schon noch, aber ich solle ihn da nicht drängen. Mir hat diese Aussage gereicht. Das war vor ca. 3 Monaten.

    Vor ca. 4 Wochen, in einer besonders schönen Situation, hat er dann die 3 Worte gesagt. Und ich wusste, dass er es genau da so meinte.
    Was ich sagen will: Red mit ihm darüber und hör Dir seine Begründung an. Und gib ihm Zeit.
    Ich hätte die Worte nicht früher hören wollen, als sie dann kamen.
    Weil sie - als sie dann kamen - dann von Herzen kamen.
    "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
    (Immanuel Kant)

  3. Inaktiver User

    AW: Verlange ich zuviel???

    Ööhm..... was macht ihr denn hier?

    Übt ihr euch in Besprechungen von irgendwas?

    Habe mich gerade ziemlich verwundert durch den Strang gelesen.

    Die TE erzählt, dass ihr Freund ihr nichts emotionales und liebes von sich aus sagt und dass es ihr fehlt. Dass sie gerne hätte, dass er ihr ab und an sagt, was er empfindet.

    Und ihr erklärt ihr, dass das alles nicht so wichtig ist? Reduziert ihr Anliegen auf die drei Worte, die entweder nichtssagend oder von zu großer Bedeutung sind?
    Klatscht euch ab, weil sich noch ein User findet, der der gleichen Meinung ist?

    FAKT ist doch: Die TE hat das Bedürfnis ab und an gesagt zu bekommen, was ihr Freund für sie empfindet. Dass sie sich wünscht, dass er aus sich heraus und nicht nur als Antwort mal liebe Worte findet (Malina: Zustimmung!). Dieses Bedürfnis ist doch legitim und völlig normal auch wenn andere Leute ganz andere Bedürfnisse haben.

    Die Frage ist doch nicht, wie eure Bedürfnisse ausschauen und ob und wie oft eure Partner Liebevolles sagen, sondern wie sich die TE mit ihrem Partner einig wird.

    Bubbles, ich würde es auf jeden Fall ansprechen, dass es dir wichtig ist, dass Emotionen auch mal ausgesprochen werden. Du wirst dann schon den Grund für seine Zurückhaltung erfahren. Vielleicht braucht er nur etwas Ermutigung. Vielleicht stellt sich heraus, dass er wirklich nicht der Typ ist, Emotionen in Worte zu fassen. Eventuell mag er es, wenn DU ihm liebe Worte sagst, kann es aber nur zurückgeben und nicht eigeninitiativ sagen. Wennn du die Hintergründe kennst, kannst du dir immer noch überlegen, ob du dich damit abfindest, weil du weißt, dass er dich liebt oder ob es nicht passt und dir das langfristig für eine Beziehung zu wenig ist.

  4. User Info Menu

    AW: Verlange ich zuviel???

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hallo Edelherb,

    meiner Erfahrung nicht funktioniert es nicht wirklich gut, ein Bedürfnis, das nun mal da ist, wegzudrängen, auch wenn man sich mit dem Verstand noch so oft sagt, dass es unangemessen und zu viel verlangt ist. Das Bedürfnis ist nun mal da, und dann staut sich innerlich ganz schnell ein riesengroßer Frust an, der einen richtig wütend machen kann.

    Bei mir hilft dann nur, darüber zu reden und im Idealfall eine Lösung zu finden, die für beide Seiten okay ist, oder eben Rückzug. Ich habe so viele Jahre mich und meine Bedürfnisse klein geredet, und es hat nicht wirklich etwas gebracht, in dem Sinne, dass es mir damit besser ging.

    Ich glaube auch, dass man in einer Beziehung sehr feine Antennen dafür entwickelt, was unterschwellig abläuft. Vielleicht würde bubbles der Mangel an Liebesgeständnissen gar nicht auffallen oder stören, wenn sie nicht ein greifbares Symbol für eine diffuse Strömung in der Beziehung wären. Vielleicht spürt sie unbewusst, dass ihr Freund nicht innerlich ganz bei ihr ist, vielleicht nimmt sie einen unmerklichen Vorbehalt wahr. Sowas kann man oft gar nicht richtig in Worte fassen, aber man spürt es an solchen scheinbaren Kleinigkeiten.

    Ich plädiere immer dafür, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und sie auch anzusprechen. Das heißt nicht, dass man den Partner zur Wunscherfüllungsmaschine machen muss. Oft genug reicht es schon, dass man merkt, man wird mit seiner Bedürftigkeit ernst genommen und respektiert.

    Viele Grüße,

    Malina
    Ich habe mich durch den Strang gelesen, weil ich ein etwas ähnliches Problem habe. Ich (54) habe einen Mann (54) übers internet kennen gelernt, Fern "beziehung", 2 Jahre lang fuhr ich jedes freie WE zu ihm (700km), er hat mir nie Hoffnungen gemacht. Im Gegenteil, er sagte Sachen wie "ich will keine Beziehung mehr", "ich möchte nicht mit dir zusammen leben" usw.
    Da ich ihn aber sehr liebe, bin ich in seine Stadt gezogen. Und siehe da, vom ersten Tag an zog er bei mir ein, seither (1 Jahr) leben wir zusammen.
    Langsam, gaaanz langsam hat er begonnen, mich zu lieben.
    Er hat es mir noch nie gesagt (höchstens mal ein "ich hab dich lieb", aber selten).
    Außerdem lebt er getrennt, hat aber "keine Zeit, mit einem Anwalt über Scheidung zu sprechen". Na gut, er arbeitet wirklich extrem viel.
    Auf alle Fälle, dachte ich die ganze Zeit, ich muss Geduld haben, "Taten sagen mehr als Worte" usw.usf.
    Inzwischen merke ich, dass das Gefühl des Enttäuschtseins (vielleicht liebt er mich nicht genug, vielleicht wird er sich nie scheiden lassen usw) mir körperlich zu schaffen macht.
    Ich habe im letzten Jahr 14 kg zugenommen, schiebe mir dauernd irgendetwas in den Mund, seit ein paar Wochen schlafe ich nur noch ca. 3 Std. pro Nacht, kann mich nicht konzentrieren, vernachlässige meine Arbeit usw.
    Ich habe die Gründe überall gesucht, aber jetzt ist mir klar, es ist diese Situation.
    Was aber tun?
    Ihn zu verlassen, dazu liebe ich ihn zu sehr.
    Gesagt habe ich ihm schon öfter, was ich vermisse, aber wenn ich zu sehr insistiere, wird er wütend und am Schluss lenke ich ein.
    Also, ich weiß auch nicht, was richtig ist.

  5. Moderation

    User Info Menu

    AW: Verlange ich zuviel???

    Liebe Aurel,

    ich war viele Jahre mit jemandem zusammen, der angeblich nicht sagen konnte "ich liebe Dich" und ich hab es mir schön geredet und alles ausgeblendet, was nicht in mein Bild passte.
    In der Rückschau muss ich aber sagen: er hat mich wirklich nicht geliebt, jedenfalls nicht genug für eine verbindliche Beziehung.

    Mittlerweile habe ich es zum Glück erfahren dürfen, wie es ist, wirklich geliebt zu werden und das ist ein himmelweiter Unterschied. Auf halbe Kompromisse würde ich mich nicht mehr einlassen, man verliert sich zu sehr selbst dabei.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Für Spenden für die Hochwasseropfer, siehe hier:
    Aktion Deutschland hilft!
    Und im Gesellschaftsforum gibt es eine Spendeninitiative mit Direktlink; beim Mitmachen bekommt man maßgeschneiderte Avatare.

  6. User Info Menu

    AW: Verlange ich zuviel???

    du hast Recht islabonita,
    das denke ich auch manchmal, und es stimmt ja, ich rede mir alles schön.

  7. Inaktiver User

    AW: Verlange ich zuviel???

    Aurel,

    projezierst Du da nicht sehr viel in die 3 Worte, die Dir fehlen?

    hier haben mehrere geschrieben, dass sie glücklich in ihrer Beziehung sind, sich geliebt fühlen - aber dass die 3 Worte nie gesagt werden - und mancher kann das auch nicht. Ich liebe meinen Mann von Herzen - aber ich sage es ihm nicht mit den 3 Worten. (Begründung siehe oben).


    Er will sich nicht scheiden lassen - das ist ein Punkt.
    Würden die 3 Worte etwas daran ändern? Würde Dir das dann nichts mehr ausmachen?

    Er ist am ersten Tag bei Dir eingezogen - wo hat er denn vorher gewohnt?

    Hattest Du mit ihm abgesprochen, dass Du in seine Stadt ziehst?
    Oder war das Deine Entscheidung?

    Und das hast Du gemacht, bevor sich bei ihm Liebe entwickelt hatte?
    Du schreibst, dass er ganz langsam begonnen hat, Dich zu lieben.
    Aber vorher hast Du ihn schon bei Dir einziehen lassen?

    Fühlst Du Dich wohl in seiner Stadt?
    Hast Du da schon etwas Eigenes, einen Bekanntenkreis aufbauen können (dass Du eine Arbeitsstelle hast, davon gehe ich aus)?
    Oder hast Du unbewusst an Deinen Umzug Erwartungen geknüpft?

    Für mich scheinen das die eigentlichen Fragen zu Deiner Situation zu sein - nicht, ob er Dir Liebesbekundungen macht.

    Gruß, Leonie

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: Verlange ich zuviel???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aurel,

    projezierst Du da nicht sehr viel in die 3 Worte, die Dir fehlen?

    hier haben mehrere geschrieben, dass sie glücklich in ihrer Beziehung sind, sich geliebt fühlen - aber dass die 3 Worte nie gesagt werden - und mancher kann das auch nicht. Ich liebe meinen Mann von Herzen - aber ich sage es ihm nicht mit den 3 Worten. (Begründung siehe oben).
    Leonie,

    vielleicht hast Du Recht. Aber was mich hat aufhorchen lassen, ist der Satz von Aurel "ganz langsam hat er angefangen mich zu lieben" und das in Kombination damit, dass er es nicht sagt und dass die Initiativen in der BEziehung von ihr auszugehen scheinen, das ergibt für mich eher das Bild von jemandem, der die Vorteile der Beziehung geniesst ohne sich 100%ig gefühlsmäßig eingelassen zu haben.

    Ist ein Eindruck, der sicher von meinen eigenen Erlebnissen geprägt ist und muss nicht zutreffen!
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

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  9. User Info Menu

    AW: Verlange ich zuviel???

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    das Bild von jemandem, der die Vorteile der Beziehung geniesst ohne sich 100%ig gefühlsmäßig eingelassen zu haben.

    Ist ein Eindruck, der sicher von meinen eigenen Erlebnissen geprägt ist und muss nicht zutreffen!
    aus welchen gründen hat er sich so verhalten?

    egoistische- weil er nur die rosinen haben wollte

    aus erfahrungen--------- weil er im laufe seines lebens vorsichtiger geworden ist.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  10. Moderation

    User Info Menu

    AW: Verlange ich zuviel???

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    aus welchen gründen hat er sich so verhalten?

    egoistische- weil er nur die rosinen haben wollte

    aus erfahrungen--------- weil er im laufe seines lebens vorsichtiger geworden ist.

    Eindeutig Variante "Rosinenpicker" (macht er heute übrigens auch noch.....)
    Islabonita

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