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    Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Liebe Leute,

    nach all meinen persönlichen Erfahrungen und auch der Dinge, die man hier liest und von denen man immer wieder hört, beschäftige ich mich immer mehr mit der Frage:
    Gibt es überhaupt lebenslange, glückliche Beziehungen? Gibt es den einen Richtigen/ die Richtige, auf den/die man hoffen und warten soll? Sollte man sein Leben inzwischen nicht besser auf sog. "Lebensabschnittspartner" einrichten?
    Ist der kulturelle Entwurf der Heirat langsam überholt für unsere schnelllebige, alterungs- und wandlungsfähige Zeit?
    Was meint ihr dazu?

    (Persönlicher Hintergrund meiner Frage neben meinen persönlichen Erfahrungen ist u. a. mein Alter, in dem man sich überlegen muss, ob man Kinder in die Welt setzen wird oder es evtl. verpasst. Optimalerweise sollte es dazu schon einen "Mann für´s Leben" geben.)
    Ich höre jetzt nur noch das rastlose Wehklagen meiner rastlosen Seele. Sie möchte gern etwas erleben, was ihrer Zartheit entspricht, und nicht immer dem Zwangsabonnement der Wirklichkeit ausgeliefert sein. (Wilhelm genazino)

  2. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Zitat Zitat von scharfe_garnele Beitrag anzeigen
    Ist der kulturelle Entwurf der Heirat langsam überholt für unsere schnelllebige, alterungs- und wandlungsfähige Zeit?
    Was meint ihr dazu?
    ich bin davon überzeugt. zunächst mal stammt die institution der lebenspartnerschaft oder lebenslangen ehe aus einer zeit, da die lebenserwartung bei ca dreißig jahren lag. Empfängnisverhütung gab es nicht, nach rund zehn bis zwölf schwangerschaften war ein frauenkörper verbraucht und eine frau starb im kindbett. da gab es nur zeit für eine partnerschaft.

    davon abgesehen haben sich unsere ansprüche an eine partnerschaft enorm gewandelt und multipliziert. früher sollte eine frau kinder gebären und den haushalt führen, ein mann sollte im gegenzug für die frau und die kinder sorgen. da war die suche leicht und es gab nur selten einen grund, das, was man hatte, auszuwechseln.

    die romantische liebe, die uns heute das leben schwer macht, ist dagegen eine relativ neue erfindung. heute soll man alles füre den anderen sein, karrierre muss nebenbei auch noch gemacht werden, von der selbstbestätigung mal ganz abgesehen.

    dazu kommt die illusion der unendlichen auswahl und des alles ist machbar. weiß ich denn, ob es draussen nicht doch noch was besseres gibt als den menschen an meiner seite?

    ganz wichtiger grund ist außerdem: die ehe stammt aus einer zeit, als der zusammenhalt im stamm (und der kleineren keimzelle, der familie) wichtig war fürs überleben. das brauchen wir heute nicht mehr. partnerschaft ist keine notwendigkeit sondern ein bonus.

    nein, ich glaube nicht an den richtigen. ich glaube nur an den richtigen für jetzt und außerdem an den falschen, der einen ganzen haufen richtige eigenschaften hat.

  3. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    zu bestimmten lebenszeiten gibt es menschen, die dir guttun und du ihnen.

    und dann ändern sich die zeiten und die umstände, die menschen auch.

    nichts ist für die ewigkeit.

    klar gibts paare, die es erleben miteinander durch ein ganzes menschenleben gemeinsam zu gehen.

    aber wenn du diese paare mal ein wenig hinterfragt, kommt oft:

    wieviele verschieden lebensansätze da immer wieder miteinander angefangen wurden.

    da können in einer ehe durchaus mal locker3-5 verschiedene beziehungsformen stecken. nach aussen hin- eine ehe

    nach innen, immer wieder neue anfänge.

  4. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Nein, daran dass es den lebenslangen "Richtigen" gibt, glaube ich nicht (mehr).

    Ich hatte mit meinen Töchtern letztes WE zufällig dieses Thema. Wir sind auf folgenden gemeinsamen Nenner gekommen:

    Man sollte eine Beziehung theoretisch nicht mehr auf länger als 15, höchsten 20 Jahre anlegen. In so einer Zeitspanne findet Entwicklung statt und ein Mensch kann sich komplett verändern.

    Wenn es danach trotzdem weiter geht, gut. Aber man darf nicht aus allen Wolken fallen, wenn nach 10, 15 Jahren das Ende naht.

    Vor allem darf man sich nicht voneinander abhängig machen, damit eine Veränderung der Lebenssituation nicht im finanziellen und emotionalen Ruin endet.


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    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Ja, ich glaub dran. Zum Teil sicherlich aus altmodischen und romantischen Vorstellungen, zum Teil aber auch aus reiner Vernunft und einer Idee davon, dass es zwischen zwei Menschen viele Möglichkeiten des Austauschs und des gegenseitigen Verstehens gibt, wenn sie zueinander passen. Ich glaube einfach, dass es vorkommen kann, dass zwei Menschen sich bewusst dafür entscheiden miteinander zu leben und das. obwohl sie sich so kennen wie sie sind. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es eben die Liebe möglich macht, seinen Partner so zu nehmen und zu akzeptieren wie er ist und Veränderungen, die es in jedem Leben gibt, gemeinsam anzugehen bzw. mit Einfühlungsvermögen auf seinen Partner zu reagieren. Das muss man wollen und man will es wohl nur bei der ganz großen Liebe. Natürlich habe ich auch selbst schon das Scheitern von Beziehungen erlebt, bei mir und bei Freunden, aber irgendwie waren alle so, dass man von vorneherein nicht richtig dran glauben konnte. Ich denke, beim "Richtigen" passiert genau das Scheitern eben nicht. Es hat immer große Lieben und den "Richtigen" gegeben und es gibt sie auch noch, nur schreiben die Leute vielleicht nicht hier im Forum, weil sie vermutlich einfach rundum zufrieden sind, und ihnen nichts und niemand fehlt, wie mir im Moment.

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    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Ich glaube daran, dass es "Den Richtigen" gibt - und dass man sich entwickelt, dass eine Beziehung Arbeit ist und wenn sie funktioniert, unendlich gut tun kann. Und ich glaube daran, dass es nicht für die Ewigkeit sein muss. Und hoffe doch, dass meine jetzige Beziehung ganz lange halten wird.

    Ich stimme also Bibi zu: ich glaube nur an den richtigen für jetzt und außerdem an den falschen, der einen ganzen haufen richtige eigenschaften hat.

    Wintersonne
    Ein echte Begegnung kann in einem einzigen Augenblick geschehen. Anais Nin

  7. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    garnele. der der für die kinder, das kinderkriegen und aufziehen der beste, geeigenteste ist- muss nicht in den wechseljahren die erste partnerwahl sein.

    jeder mensch hat stärken und schwächen. und jeder mensch verändert sich im laufe seine lebens.

    spätestens alle 15 jahre einen art tüv, passt es noch? wenn nicht- dann sich im guten loslassen------------- das fände ich ein für mich gutes modell.

  8. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Ich bin überzeugt, dass einer der Richtige wird, und zwar wenn, dann immer mehr, im Idealfall entwickelt sich das bis zum Tod.

    Immer wieder bei null anfangen - da kann einer eben auch nie der Richtige werden, denn dazu gehört für mich außer der Gegenwart eben auch Vergangenheit und Zukunft. Ich bin jemand, der nicht nur im Moment lebt - und ich möchte das auch nicht, wär mir zu wenig.

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    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Ja.

    Gehört aber anständig Glück dazu. Und die bewusste Entscheidung füreinander, immer wieder.
    Leben und leben lassen.
    -----------------------------------------------
    nachdenkseiten.de

  10. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr noch an den "Richtigen"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Immer wieder bei null anfangen - da kann einer eben auch nie der Richtige werden, denn dazu gehört für mich außer der Gegenwart eben auch Vergangenheit und Zukunft. Ich bin jemand, der nicht nur im Moment lebt - und ich möchte das auch nicht, wär mir zu wenig.
    versteh ich nicht. mit deinem exmann und deinem exfreund hattest du doch auch gegenwart, vergangenheit, zukunft - zumindest wohl geplant - und die 'richtigen' waren die ja offenbar trotzdem nicht.

    außerdem, wenn ich davon ausgehe, dass eine so und so lange vergangenheit und eine so und eine unbegrenzte zukunftsvorausplanung nötig sind - dann nehme ich mir ja, je älter ich werde, die chance auf den 'richtigen'. denn je älter ich werde, desto wenige an 'zukunft' hab ich doch zu bieten.

    außerdem schätze ich mal, es liegt hier ein definitionspronblem vor. nicht an den 'richtigen' zu glauben heißt ja nicht, ständig one-night-stands zu haben. es bedeutet nur, die wahrscheinlichkeit nicht auszuschließen, dass der prinz auf dem pferd doch nur eine olle mähre reitet. und sich dann eventuell mit der mähre anzufreunden.

    für mich ist der 'richtige' einfach ein kleinmädchentraum.

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